Ronald Galenza Mix mir einen Drink – Feeling B

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Inhaltsangabe zu „Mix mir einen Drink – Feeling B“ von Ronald Galenza

Die Ostberliner Punk-Band Feeling B agierte nie wie eine normale Band, denn hier regierten Anarchie, Spaß und Lebensfreude. Sie sangen »Mix mir einen Drink, der mich woanders hinbringt« und öffneten auf ihre Art die engen Verhältnisse. Damit eng verwoben, wird die schillernde Biographie des viel zu früh verstorbenen Feeling B-Gründers und Szene-Motors Aljoscha Rompe erzählt. Erstmals schildern drei Ex-Mitglieder von Feeling B ausführlich ihre Zeit bei der Band – ein Muss für alle Feeling B-Fans. Mit ausführlichen Interviews mit Paul Landers und Flake Lorenz, die damals bei Feeling B waren und heute mit Rammstein weltweit erfolgreich sind.

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  • Genial! Eindrucksvoll umfassende Arbeit....

    Mix mir einen Drink – Feeling B
    Akkordeonistin

    Akkordeonistin

    02. June 2013 um 20:36

    Ich habe bis vor einem Jahr (ca.) sehnsüchtig auf die Neuauflage gewarten und als ich sie dann endlich in den Händen hielt war ich begeistert! Auf Ronald Galenza stößt man zwangläufig relativ oft im Bereich der "Alternativen Musikszene der DDR" und er liefert dieses Mal zusammen mit Heinz Havemeister nach "Wir wollen immer artig sein" ein weiteres Stück brilliante Aufarbeitungsarbeit im Bereich des DDR-Punk ab. Besonders im Bereich Kultur läuft man oft Gefahr, die Dinge zu einseitig zu betrachten, doch hier wurden mit sicherlich viel Arbeit umfangreiche Interviewbeiträge von so vielen Hauptakteuren der Szene gesammelt, dass sich meine Angst als unbegründet herausstellte. Neben Paul Landers, Christian "Flake" Lorenz und natürlich Aljoscha Rompe selbst, die ja das Zentrum dieser "Band" darstellten ließen die Autoren auch Mitglieder anderer zeitgenössischer und szenen-bekannter Gruppierungen zu Worte kommen, so auch Andre Greiner-Pol (Freygang), Tatjana Besson (Die Firma). Weitere Gesprächspartner wurden mit Margrit Baumgarten (Tante) und André Rompe (Bruder) auch im familiären Umfeld von Aljoscha Rompe gesucht und gefunden. Andere Interviewpartner fanden sich außerdem noch im Bereich von Organisation und anderen kulturellen Bereichen. Das Phänomen "Felling B" und parallel dazu das "Mysterium Aljoscha" werden umfangreich und vor allem vielseitig beleuchtet, ohne jegliche Gewichtung in Form einer Wertung, was ich sehr schätze. Zeitlich umfasst das Werk von den Anfängen von Feeling B (mit kleineren Rückblicken auf vorherige Projekte wie Feeling 14)bis zum Ende vom Ende mit Aljoschas Tod im Jahr 2000 alles. Neben der Bandgeschichte mit vielen, für einen Post-Wendler wie mich, unvorstellbaren Impressionen und Erfahrungen kann das Buch auch mit sehr emotionalen Berichten punkten. So wird Aljoscha, als Kopf der Bewegung, der er auf zweifellos war, mit seinen zumeist chaotischen aber irgendwie auch seltsam klar scheinenden Ansichten und Theorien beschrieben. Auf den ersten Blick könnte man denken, ein Mensch mit viel zu vielen Meinungen zu Gott und der Welt, zu politischen Systemen und esoterischen Klimmbimm...der zumeist chaotisch und ohne klaren roten Faden gelebt hat. Doch bereits nach dem Buch wurde zu mindest mir klar, dass man ihn einfach nicht auf bekannte Schubladen reduzieren kann und wahrscheinlich auch auf keine in Zukunft noch folgenden. Er hat sein Leben gelebt ohne Kompromisse und sich auch nur im Geringsten um bestehende Maßstäbe und Werte/Ideale der Gesellschaft zu scheren. Ob das nun von gnadenloser genialer Individualität oder einfach nur purem Irrsinn zeugt, diese Wertung bleibt dem Leser überlassen. Das Buch schließt zeitlich erst mit Aljoschas Tod ab, aufgeführt werden nach den (erfolglosen) Versuchen einer Wiederbelebung von Feeling B nach dem Ausstieg von Paul und Flake, nach dem skandalösen Rausschmiss aus der Schönhauser Allee 5 noch die letzten unruhevollen Lebensjahre Aljoschas auf der Suche nach...naja nach was eigentlich? Vielleicht dem Sinn des Lebens, vielleicht auch nur nach EINEM Sinn fürs Leben. Bevor ich mich hier noch festrede (was ich durchaus könnte)zum Fazit: Es lohnt sich über 100% dieses Buch zu lesen und vielleicht bringt es den ein oder anderen dazu noch mal in seinen eigenen Erinnerungen (sofern er denn welche hat) zu kramen oder auch einfach nur zu das Gelesene zu reflektieren! (Denn um eine eigene Wertung kommt man nicht herum) Materialtechnisch vlt. noch von mir als Buchwissenschaftler der Hinweis: Wie kann man solche dicken Bücher nur im Paperbackformat herausgeben? Ich hätte durchaus noch ein paar mehr Euro für einen festen, soliden Einband ausgegeben! Nach bereits zweimaligen Lesen (wohlgemerkt vorsichtigem Lesen) ist dem Buchrücken bereits deutlich der Verschleis anzusehen und auch der Kleber ist als alles andere zu betiteln, als als belastbar und Zeiten überdauernd, würde mich nicht wundern, wenn die einzelnen Seiten irgendwann noch einmal herausfallen. Das Buch reiht sich wunderbar in mein Regal, neben "Wir wollen immer artig sein" und Konsorten des Schwarzkopf-Verlages ein, die ebenfalls lohnt ergänzend zu lesen....

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