The Ascent - Der Aufstieg

von Ronald Malfi 
3,8 Sterne bei16 Bewertungen
The Ascent - Der Aufstieg
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Sakle88s avatar

Spannend, fesselnd und atemberaubende Umgebung

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Gelunger Mix aus Psychothriller, Horror und Mystery

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Inhaltsangabe zu "The Ascent - Der Aufstieg"

"Das ist beeindruckend, ergreifend und fesselnd zugleich – eine klare Leseempfehlung" [Phantastic-Couch]

"Atmosphärischer Thriller auf hohem Niveau, der Thriller-, Mystery- und Abenteuerelemente verbaut. Absolut empfehlenswert." [Filmbesprechungen]

"THE ASCENT ist ein aufregender, beinahe unerträglich spannender Ritt, den man nicht verpassen sollte. Lassen Sie sich von dem Titel nicht in die Irre führen – der Roman hat weniger mit einem Berg und viel mehr mit dem Leben an sich zu tun. Wenn Sie Thriller lieben, die Sie bis zum Ende im Ungewissen lassen, ist dieser ein Muss." [Kendall Gutierrez, Suspense Magazine]

Inhalt:

Die Geister, die wir in uns tragen …

Es ist ein gefährliches Unterfangen – denn es könnte sein Ende bedeuten. Doch für Tim Overleigh, einen ehemals berühmten Bildhauer, der nach dem Tod seiner Frau langsam dem Alkoholismus verfällt, ist die Flucht in Extremsportarten das Einzige, dass ihn vor der Abwärtsspirale aus Selbstvorwürfen und Schmerz rettet.

Er schließt sich einer Gruppe von Bergsteigern an, die von dem ebenso reichen wie exzentrischen Abenteurer Trumbauer für einen selbstmörderischen Trip durch die Bergwelt Nepals zusammengestellt wurde. Jeder Teilnehmer scheint aus einem ganz besonderen Grund ausgewählt worden zu sein. Je weiter sich Overleigh in die unerforschten Regionen des Himalaja vorwagt, um so mehr vermischen sich reale Strapazen mit den Schatten seiner Vergangenheit, und auch Trumbauer scheint einen ganz eigenen Plan zu verfolgen.

Aus dem Kampf mit dem Berg und der Kälte wird ein Kampf gegen die eigenen Dämonen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958351936
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:364 Seiten
Verlag:Luzifer-Verlag
Erscheinungsdatum:30.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 7 Monaten
    Mystery - Drama -Abenteuer

    Es ist kein klassischer Thriller, kein reines Bergsteiger-Drama, mehr als nur eine psychologisch dichte Studie des menschlichen Verhaltens in Extremsituationen. Es ist von allem etwas, mit mehr als einem Hauch Mystery. (Eher schon eine steife Brise Mystery.) Aber vor allem ist es pure Atmosphäre.

    Die Mischung entwickelt ihren ganz eigenen Sog, lässt sich dabei jedoch Zeit. 

    Erstmal lernt man den Extremsportler Tim kennen, der eine ganz üble Zeit hinter sich hat und droht, an seinen Dämonen zugrunde zu gehen. Nachdem seine letzte waghalsige Tour ihn (leider?) nur beinahe umgebracht hätte und auch der Alkohol keine Lösung mehr ist, erscheint es ihm als großartige Idee, sich einer Expedition an einen Ort anzuschließen, von dem noch nie jemand lebend zurückgekehrt ist. Und das mit Menschen, die ähnlich bedenkliche Einstellungen mitbringen.

    Tim ist ein sympathischer Typ, der total aus der Bahn geworfen wurde, sich mit Schuldgefühlen quält und dabei in meinen Augen zu hart mit sich ins Gericht geht. Die meisten anderen Charaktere lassen sich zunächst nicht in die Karten schauen, so dass Tim (und mit ihm der Leser) nicht weiß, wem er trauen kann und welche Ziele die anderen Teilnehmer dieser wahnwitzigen Expedition verfolgen.

    Trotz dieser Undurchsichtigkeit fand ich sie schnell sehr interessant und auch sehr überzeugend geschrieben. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Motive und gewinnt ein Gespür für ihre jeweilige Persönlichkeit, und das trotz der Tatsache, dass man sie in einer Situation erlebt, sie alles andere als  normal ist.

    Meines Empfindens baut sich die Spannung erst nach dem ersten Drittel so richtig auf – dann zieht sie aber mehr und mehr die Daumenschrauben an. 


    Denn was die Teilnehmer dieser Expedition versuchen, ist kompletter Irrsinn, der Tod lauert immer und überall... Dazu kommt, dass Tim sich bald schon die Frage stellen muss, ob sie sich nur mit Extremtemperaturen und möglicherweise unzureichender Ausrüstung herumschlagen müssen, oder ob im Hintergrund jemand agiert, der ein Interesse daran hat, die Expedition scheitern zu lassen.

    Dennoch ist es nicht die Art von Spannung, die man zum Beispiel von einem Actionfilm erwarten würde. Viel von der Spannung ergibt sich aus den persönlichen Konflikten und der inneren Zerrissenheit der Protagonisten. Tim zum Beispiel ist sich selbst ein größerer Feind, als die feindliche Natur es je sein könnte.

    Die Auflösung fand ich überraschend, originell, clever konstruiert und überwiegend schlüssig. 

    Nur ganz am Schluss überreizt sie die Glaubwürdigkeit meiner Meinung nach doch ziemlich, da wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen.

    Auch im Laufe der Handlung gibt es die ein oder andere Szene, wo ich mich fragte: wäre das wirklich möglich? Das geht an die Grenzen der Belastbarkeit von Mensch und Material, oder eher darüber hinaus. Aber der Autor schaffte es mit seinem bildhaften, atmosphärischen Schreibstil immer wieder , mich so in die Geschichte hineinzuziehen, dass diese Zweifel keine Rolle spielten und ich einfach nur weiterlesen wollte.

    Die deutsche Übersetzung liest sich zum Teil etwas holprig: so wird das englische Verb "wink", um nur ein Beispiel zu nennen, durchgehend mit "winken" übersetzt – statt mit "zwinkern",  wie es korrekt wäre. (Ich habe ein paar Passagen mit dem englischen Original verglichen.)

    Mein Fazit:

    Nach einem persönlichen Schicksalsschlag, an dem er sich die Schuld gibt, ist Extremsportler Tim am Ende. Um sich davon abzulenken (oder die ganze Sache abzukürzen), sagt er die Teilnahme an einer Expedition zu, die zum Ziel hat, die "Schlucht de Seelen" zu erreichen. Nur ist von da noch nie jemand lebend zurückgekehrt.

    Sieben Männer, die alle ihre ganz eigenen Gründe haben, an dieser Expedition teilzunehmen. Die vielleicht lebensfeindlichsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann.

    Mir hat das Buch gut gefallen (die Atmosphäre ist großartig), man sollte sich aber vom Klappentext nicht täuschen lassen: Dieses Buch hat Mystery-Elemente, auch wenn sich bei einigen davon herausstellt, dass es eine realistische Erklärung gibt. Aber seit Indiana Jones haben Abenteuergeschichten mit ein bisschen Mystery ja Tradition!

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    Sakle88s avatar
    Sakle88vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, fesselnd und atemberaubende Umgebung
    Eine extreme Erfahrung mit Herausforderungen

    Inhalt:
    Die Geister, die wir in uns tragen …

    Es ist ein gefährliches Unterfangen – denn es könnte sein Ende bedeuten. Doch für Tim Overleigh, einen ehemals berühmten Bildhauer, der nach dem Tod seiner Frau langsam dem Alkoholismus verfällt, ist die Flucht in Extremsportarten das Einzige, dass ihn vor der Abwärtsspirale aus Selbstvorwürfen und Schmerz rettet.

    Er schließt sich einer Gruppe von Bergsteigern an, die von dem ebenso reichen wie exzentrischen Abenteurer Trumbauer für einen selbstmörderischen Trip durch die Bergwelt Nepals zusammengestellt wurde. Jeder Teilnehmer scheint aus einem ganz besonderen Grund ausgewählt worden zu sein. Je weiter sich Overleigh in die unerforschten Regionen des Himalaja vorwagt, um so mehr vermischen sich reale Strapazen mit den Schatten seiner Vergangenheit, und auch Trumbauer scheint einen ganz eigenen Plan zu verfolgen.

    Aus dem Kampf mit dem Berg und der Kälte wird ein Kampf gegen die eigenen Dämonen.

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil ist super angenehm leicht und flüssig zu lesen, so dass ich das Buch nicht aus der Hand nehmen konnte.
    Die Geschichte ist sehr düster gehalten, was mir sehr gefallen hat.
    Tim verfällt immer mehr dem Alkohol und badet sich in Selbstmitleid.
    Bis Andrew, ein Freund von Hannah, eine Truppe zusammenstellt um in das Sagenumwobene Tal der Seelen in Nepal zu reisen.

    Fazit:
    Ich finde es wirklich spannend, wenn es um den Aufstieg eines Berges geht. Ich empfinde das als unglaublich mutig aber auch reichlich dämlich. Denn näher am Tod kann man kaum sein. Und so ergeht es auch der Truppe, denn kaum hat der Aufstieg begonnen gibt es auch schon den ersten Toten.

    Für mich eine tolle Geschichte die ich absolut empfehlen kann und daher gebe ich fünf Sterne.


    Lieben Dank an Netgalley.de und den Luzifer Verlag für die Bereitstellung eine Rezensionsexemplares :)

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    Cambridges avatar
    Cambridgevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Gelunger Mix aus Psychothriller, Horror und Mystery
    Ein Trip in die Hölle

    Ich bin ein großer Fan von Büchern, die sich mit Bergsteigen beschäftigen. Ganz besonders, wenn es um die Gegend rund um den Mt. Everest geht. Dieses Buch passte somit genau in mein Beuteschema.

    Zuerst geht es ganz geruhsam zu. Wir lernen Tim kennen. Er ist – oder war – Bildhauer. Seine Frau hat ihn vor einiger Zeit verlassen, weil er seiner Arbeit immer den Vorzug gab. Kurz nach ihrer Trennung kam Hannah mit ihrem neuen Partner bei einem Unfall ums Leben. Die Trennung und besonders Hannahs Tod haben Tim völlig aus der Bahn geworfen. Er verliert sich in Extremsportarten und trinkt exzessiv. Bei einer leichtsinnigen Höhlenkletterei kommt er beinahe ums Leben. Als er so in dieser Höhle lag und dachte, er müsste sterben, glaubte er, Hannahs Geist zu sehen. Sie gab ihm Kraft in dieser Situation und half ihm, zu überleben. Zumindest glaubte er das in dem Moment. Während er seine Verletzung auskuriert und säuft, glaubt er immer wieder Hannahs Geist aus den Augenwinkeln zu sehen. Tim fürchtet, dass er seinen Verstand verliert. Da kommt ihm das Angebot eines alten Freundes von Hannah gerade recht. Andrew stellt gerade eine kleine Truppe Kletterer zusammen, mit denen er das geheimnisvolle Tal der Seelen in Nepal aufsuchen will, das noch keiner außer den Einheimischen betreten haben soll.

    Die Stimmung des Buches ist von vorne herein sehr düster. Tim suhlt sich in Selbstmitleid und Alkohol. Nach und nach in Rückblenden erfahren wir, wie er Hannah kennenlernte und wie sie sich auseinanderlebten. Die Hauptstory ist aber der Trip zum sagenumwobenen Tal der Seelen. Die Tour steht unter keinem guten Stern. Die Truppe besteht aus lauter Alphamännchen und muss sich erst zusammenraufen. Schon bald stoßen sie auf Schwierigkeiten, der Aufstieg ist gefährlich und dann gibt es den ersten Toten.

    Das Buch wird vom Verlag als Thriller beworben. Das war mir vor dem Lesen gar nicht bewusst. Für mich war es über weite Teile aber eher eine Abenteuergeschichte mit düsterem Hintergrund und leicht paranormalen Anklängen, die aber auch dem Zustand der Hauptfigur zugeschrieben werden können. Die Thrillerelemente kommen erst zum Schluss zum Vorschein. Da wird es dann sogar sehr spannend. Da ich zu Beginn nicht wusste, dass es ein Thriller sein sollte, habe ich auch nichts vermisst. Für mich war es aber auch so sehr spannend. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch liest sich flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Ich bin, wie ich schon sagte, ein williges Opfer für derartige Storys um masochistische Bergsteiger. Der leicht mystisch-mysteriöse Touch hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist gut eingebettet in die Story.

    Dem Autor ist ein homogener Mix aus Mystery, Thriller und psychologischer Horrorstory gelungen. Für mich war „Der Aufstieg“ kurzweilige und spannende Unterhaltung.


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    yellowdogs avatar
    yellowdogvor 9 Monaten
    Survival-Drama

    Ronald Malfi hat sein Survival-Drama im Gebirge in Nepal effektvoll gestaltet.
    Der Protagonist Tim Overleigh ist nicht unproblematisch. Zwar kann man seinen jammervollen Zustand aufgrund der Trauer um seine verstorbene Frau verstehen, aber ein Sympathieträger ist er nicht unbedingt. Er wirkt leicht labil. Schon in den Rückblicken merkt man, dass er leicht beinflußbar und nicht direkt gefestigt ist.
    Andererseits scheint er doch Stärke und Grundsätze zu besitzen. Die Ambivalenz der Figur macht ihn sehr interessant.

    Als er Andrew Trumbauer, einen alten Freund seiner Frau wiedertrifft, schließt er sich ihm an. Der Aufstieg in die Todeszone des Gebirges in Nepal könnte eine Therapie sein, die ihm hilft, wieder zu ihm selbst zu finden. Doch Trumbauer ist ein extremer Mensch und in der Gruppe kommt es zu Spannungen. Ronald Malfi nutzt einen leicht psychologischen Ansatz.

    Die meisten Nebenfiguren haben wenig Profil. Das schwächt den Roman. Dafür wird das Buch immer mehr zum packenden Thriller. Die Art wie er geschrieben ist, verleiht dem Roman gerade in den Actionszenen filmische Momente.
    Spannung kann man dem Buch nicht absprechen! Ich würde den Thriller als leicht über dem Durchschnitt liegend einstufen.

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    Irias avatar
    Iriavor 2 Jahren
    Kampf ums Überleben

    "The Ascent - Der Aufstieg" war für mich das erste Buch mit dem Thema Bergsteigen. Mir fehlt da jegliches Hintergrundwissen und ich hatte daher etwas Angst, dass ich dem ganzen nicht folgen kann, aber das war zum Glück nicht der Fall. Natürlich war dieses Thema auch nur ein Aspekt des Buches, aber dennoch ein wichtiges. Ich kann diesbezüglich nicht sagen, wie realistisch die Schilderungen waren, aber das macht bei der Story an sich wohl auch wenig Unterschied.
    Unseren Hauptcharakter Tim habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er ist ein selbstzerstörerischer Bastard, der allen anderen vor den Kopf schlägt, die es gut mit ihm meinen. Die Hintergründe dafür sind plausibel und tragisch zugleich. Er gibt sich die Schuld am Tod seiner Exfrau. An Extremsportarten hatte er schon immer Interesse und nach Hannahs Tod wird es immer waghalsiger. Als Andrew, ein ehemaliger Freund seiner Frau, ihn auf einen Trip nach Nepal einlädt, ist er erst einmal skeptisch, aber die Neugier siegt.
    Das Ziel ist die "Schlucht der Seelen". Die Reise der kleinen Gruppe wird von Unfällen begleitet und nach einiger Zeit fragt man sich, ob der Berg sie loswerden will, oder doch jemand anderes.
    Nicht nur Tim wird während der Reise von seinen Inneren Dämonen geplagt. Auch bei seinen Mitreisenden kommt immer mehr zum Vorschein.
    Mein Faszit: Ich mochte den Schreibstil. Es war alles sehr bildlich geschrieben und die Charaktere absolut überzeugend. Leider war mir die Story zu vorhersehbar, daher nur 3 Sterne.

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    Siko71s avatar
    Siko71vor 2 Jahren
    die Geister die wir in uns tragen...

    Tim Overleigh ist nach dem Unfalltod seiner Frau Hannah dem Alkohol verfallen. Immer wieder quälen in Alb - und Tagträume wo sie ihm erscheint. Eines Abends trift er auf einen alten bekannten aus früheren Zeiten - Andrew Trumbauer. Er heuert ihn für eine Expedition durch den Nepal an. An diesem Unternehmen werden noch weiter Männer teilnehmen. Jeder hat seine Vergangenheit und seine Probleme. Aber was bezweckt Andrew mit dieser Expedition? Ist es so bedeutend, das es den Tod der Männer in Kauf nimmt?

    Die Geschichte ist super, der Schreibstil sehr bildhaft, aber an manchen Stellen zog sich die Handlung in meinen Augen etwas hin und der Spannungsbogen fiel ab. Ich gebe daher 3 Sterne.

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    eigers avatar
    eigervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Expedition spezieller Art
    Versuch einer Vergangenheitsbewältigung


    „The Ascent – Der Aufstieg“ von Robert Malfi, erschienen im Luzifer-Verlag, war für mich das erste Buch dieses Autors.

    Hier wird die Geschichte des Bildhauers Tim erzählt, der nach dem Unfalltod seiner Frau Hannah in eine künstlerische und existenzielle Krise gerät. Er fühlt sich mit verantwortlich und versucht seine die Schuldgefühle mit viel Alkohol und der Flucht in extreme sportliche Aktivitäten zu betäuben, was ihm aber nicht gelingt. In dieser Situation taucht Andrew, ein Freund seiner Frau aus Collegezeiten, bei ihm auf. Beide verbindet das gemeinsame Erleben von grenzwertigen Aktionen. Andrew ist ein schwer reicher Exzentriker, der vom Geld aus dem Verkauf der geerbten Ölfirma lebt und ganz in Abenteuern und Extremsportarten aufgeht.

    Er plant eine Expedition zur bisher noch nicht erforschten „Schlucht der Seelen“, einem mystischen und magischen Ort im Himalaya und lädt Tim dazu ein, indem er ihm ein Flugticket sendet. In einem fiktiven Nepal lernt er die anderen Teilnehmer kennen, von denen keiner über nennenswerte Erfahrungen im Hochgebirge verfügt. Aber jeder steht in einer speziellen Beziehung zu Andrew und wurde von ihm persönlich ausgewählt.

    Robert Malfi erzählt hier nicht nur von Erlebnissen und Gefahren in der facettenreich dargestellten Bergwelt, sondern entwirft psychologische Studien über Tim, indem er reale Situationen im Gebirge mit Erinnerungen und Gedanken aus Tims Leben parallel beschreibt. So erfährt der Leser, warum Tim Schuldgefühle quälen und wie präsent Hannah noch immer für ihn ist. Manchmal sind die Grenzen zwischen realen Erlebnissen und Träumen nicht mehr sichtbar. Die Perspektiven wechseln, die Gruppe muss sich mit den Gefahren des Hochgebirges und immer rauheren klimatischen Bedingungen auseinandersetzen. Jeder Einzelne stößt an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Es gelingt dem Autor Spannung aufzubauen und verbunden mit rätselhaften Geschehnissen, fesselt er den Leser. Geht es wirklich nur die Erforschung der Schlucht oder hat die Expedition ein ganz anderes Ziel? Warum distanziert sich Andrew von den anderen? Sucht er tatsächlich nur nach einer neuen Erfahrung, indem er meditiert und sich abgrenzt? Viele Fragen bleiben bis zum Schluss offen.

    Dem rasanten und packenden Finale, welches in sich stimmig ist, wird allerdings noch ein erklärendes Finale beigefügt, was zwar Einiges besser nachvollziehbar gestaltet, aber den Roman unnötig in die Länge zieht. Meiner Meinung nach hätten auch einige Kapitel kürzer und konzentrierter sein können.

    Fazit:
    Wer bei dem Titel und dem attraktiven Cover eine packende Story aus dem Bereich des Höhenbergsteigens und der Eroberung von Gipfeln erwartet, wird hier enttäuscht werden. Robert Malfi erzählt eine andere Geschichte, die sich im Innern der Menschen abspielt. Die Erlebnisse in den Bergen des Himalaya sind hier nur Kulisse der Handlung, um die inneren Konflikte zu illustrieren und zu verdeutlichen. Wer aber mehr über Menschen und ihre Gefühle in Extremsituationen erfahren möchte, für den ist dieses Buch genau richtig, denn Robert Malfi blickt tief in das Innere seiner Protagonisten und bringt Erstaunliches ans Licht.

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    Galladans avatar
    Galladanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Trip in die Abgeschiedenen Teile Nepals.
    Die schlimmsten Dämonen sitzen in uns selbst

    The Ascent - Der Aufstieg von Ronald Malfi, erschienen im Luzifer Verlag am 24.07.2017

    Tim Overleigh hat das verloren, was ihm nach dem Verlust als das Wichtigste auf der Welt erscheint. Seine Frau, die sich von ihm getrennt hatte, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Tim, der versucht hat ein berühmter Künstler zu werden, versucht nun Extremsport zu betreiben um seine Dämonen zu bezwingen. Als er völlig am Boden ist, tritt ein Freund seiner Frau in sein Leben. Andrew. Er will, dass Tim mit ihm und einer Gruppe etwas ganz Besonderes in den Bergen in Nepal aufsuchen. Die Schlucht der Seelen im Himalaja die bisher noch in Sagen besprochen wird, weil keiner den Weg dorthin kennt.

    Ronald Malfi hat eine spannende Geschichte in den Bergen des Himalaja geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, auf die Geschichte und das hochkochende Testosteron gemünzt auch sehr männlich. Man sieht die Schönheit der Umgebung, den Kampf der Gruppe gegen die Elemente und vermag fast die Ungewaschenheit der Körper zu riechen.
    Malfis Charaktere sind sehr schön gezeichnet und haben eine Persönlichkeit die sie wie eine Aura umgibt.
    Das Buch ist rasant geschrieben, man weiß über lange Strecken nicht wo die Reise hingehen wird, und ich bin so sehr von dem Autor gefesselt worden, dass ich auch gerne seine anderen Bücher lesen werde auch wenn es mir so vorgekommen ist, als hätte er nicht viel Zeit auf Recherche verwand. Aber über die Genauigkeit eines Plots zu lamentieren, wenn ich gleichzeitig widerspruchslos hinnehme, dass der Geist einer Toten einen führen kann?

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    chumas avatar
    chumavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine spannende und abenteuerliche Reise, die sich zu einem Kampf um Leben und Tod entwickelt. Fesselnder Pageturner.
    "Die Geister, die wir hinter uns lassen"

    Der ehemals berühmte Bildhauer Tim Overleigh ist seit dem Unfalltod seiner Exfrau Hannah ein gebrochener Mann. Seine Kreativität und küstlerische Schaffenskraft sind mit ihr gestorben, Selbstvorwürfe führen ihn in eine Sinnkrise und so sucht er Zuflucht in Alkohol und Extremsportarten. Als er eines Abends den charismatischen, schwer durchschaubaren Andrew Trumbauer, einen alten Freund Hannahs, in einer Bar trifft, macht dieser ihm ein verlockendes Angebot: Er bietet ihm an, an einer einmonatigen Expedition nach Nepal teilzunehmen. Das Ziel ist die sagenumwobene Schlucht der Seelen im Himalaja: Ein Gletschertal unter der Erde gelegen, das bisher noch niemand betreten oder gesehen haben soll. Tim zögert zunächst, doch er weiß, um mit der Vergangenheit Frieden schließen zu können, muss er sich dieser Herausforderung stellen.


    Leseeindruck
    "The Ascent - Der Auftsieg" (OT: The Ascent, 2010) ist mein drittes Buch des Autors, der mich vorletztes Jahr mit "December Park" besonders begeistern konnte. Malfi hat einen bildhaften und flüssigen Schreibstil, der einfach nur Spaß macht. Was ihn von vielen (Thriller)autoren unterscheidet, ist die Zeit, die er sich für den Ausbau seiner Charaktere nimmt und auch die Mischung der Elemente, die er in seinen Romanen kombiniert. Oft enthalten sie einen Hauch Übersinnliches, allerdings dezent im Hintergrund. So auch hier, denn Tim wird von dem Geist seiner verstorbenen Frau "heimgesucht". Nun darf man sich kein Horrorszenario vorstellen, denn auch wenn der Autor dieses Element nutzt, um Tims Seelenzustand und seine Trauer zu untermauern, so fungiert es hier für den Leser mehr als spirituelle Komponente am Rande.

    Zurück zu den Figuren: Die Expedition besteht aus insgesamt sieben Teilnehmern, Andrew mit eingerechnet. Die Männer sind eine scheinbar lose zusammengewürfelte Gruppe, die nicht sonderlich gut harmoniert, was an sich schon fatal ist, da sie aufeinander angewiesen sind und ihr Leben von einer funktionierenden Zusammenarbeit abhängt. Schnell wird klar, dass dieser Trip zu einem Albtraum werden könnte. Jeder der Teilnehmer scheint aus einem besonderen Grund heraus von Andrew ausgewählt worden zu sein, der sich zunächst weder dem Leser, noch den Figuren erschließt. Eins ist jedoch klar: Fähigkeiten oder Talente spielten bei der Auswahl keine Rolle, doch was dann? Was verbindet die Männer miteinander oder mit Andrew? Malfi versteht es gekonnt, den Leser im Ungewissen zu lassen, steigert damit die Spannung stetig und treibt zum Weiterlesen an. So kann man diesen Roman durchaus als echten Pageturner bezeichnen, auch wenn das Erzähltempo nicht immer konstant hoch ist. Die für Malfi typische Ich-Erzählperspektive unterstützt die Spannung zusätzlich, da man nur die durch Tims Sichtweise gefilterten Informationen erhält.
    Tim ist sympathisch, hat viele Ecken und Kanten, was ihn sehr menschlich macht. Seine Fehler sind nachvollziehbar und seine Selbstgeißelung schmerzt auch den Leser. Man leidet mit ihm und hofft, er kann sich aus diesem Sumpf von Selbstvorwürfen und Trauer befreien. Der Geist Hannahs ist für ihn eine Art Katalysator, der Antrieb, den er braucht, um aufzustehen und weiterzumachen. Im Leben seine Muse ist sie im Tod seine Rettung und sie ist es auch, die ihn letztlich dazu bringt, an der Expedition teilzunehmen. Er weiß, er wird sonst den Verstand völlig verlieren. Aber auch die anderen Charaktere sind gut ausgebaut, besonders Andrew. Ihn kann man einfach nicht einschätzen. Er ist zwielichtig und unberechenbar, bleibt undurchsichtig und in seinen Absichten vage - der perfekte Puppenspieler, der sämtliche Fäden in den Händen hält, gefährlich und charismatisch zugleich.

    Der Schauplatz ist gut beschrieben, der Autor versetzt den Leser perfekt in das Szenario. Die Strapazen des Aufstiegs, die Kälte und Gefahren aber auch die Schönheit der Landschaft werden aus meiner Sicht realistisch geschildert. Ich hätte mir diesbezüglich durchaus noch mehr Details gewünscht.

    Interessant fand ich die teilweise wechselnden Zeitperspektiven. Der Leser erfährt quasi rückblickend aus Tims Erinnerungen, die schubweise zutage treten, was zwischen ihm und Hannah vorgefallen ist. Wie es zur Trennung und dann auch zu ihrem Tod kam. So lernt man Tim erst im Handlungsverlauf Stück für Stück richtig kennen. Die Art und Weise wie Malfi diese Übergänge zwischen aktuellem Geschehen und Vergangenheit umgesetzt hat, hat mir sehr gut gefallen.

    Insgesamt ist die Geschichte (und auch wie sie Malfi erzählt) sehr gelungen. Lediglich das Ende hätte ich mir "anders" gewünscht. Für mich war die Story an einem Punkt vor dem eigentlichen Ende bereits rund. Aber das ist meine persönliche Meinung. Tatsächlich geht es mir bei Malfis Büchern oft so und könnte also auch durchaus an mir liegen.


    Fazit
    Mit "The Ascent - Der Auftsieg" schickt Ronald Malfi den Leser auf eine spannende und abenteuerliche Reise, die sich zu einem Kampf um Leben und Tod entwickelt. Je höher die Männer steigen, umso tiefer blicken wir in menschliche Abgründe. Ein kurzweiliger Pageturner mit einigen überraschenden Wendungen, der zu fesseln weiß und mich durchweg gut unterhalten hat.

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    Luilines avatar
    Luilinevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Schreibstil und viel Action, ein empfehlenswerter Abenteuerroman mit spannenden Elementen!
    Spannender Abenteuerroman

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Roman "The Ascent - Der Aufstieg" von Ronald Malfi.

    Verlag: Luzifer / Seitenzahl: 376 / Erscheinungsjahr: 2017 / Originaltitel: "The Ascent" (2010) / Übersetzung: Sedar Sener / ISBN: 978-3-95835-194-3 / Preis: 4,99€ 

    Inhalt: Es ist ein gefährliches Unterfangen – denn es könnte sein Ende bedeuten. Doch für Tim Overleigh, einen ehemals berühmten Bildhauer, der nach dem Tod seiner Frau langsam dem Alkoholismus verfällt, ist die Flucht in Extremsportarten das Einzige, dass ihn vor der Abwärtsspirale aus Selbstvorwürfen und Schmerz rettet.
    Er schließt sich einer Gruppe von Bergsteigern an, die von dem ebenso reichen wie exzentrischen Abenteurer Trumbauer für einen selbstmörderischen Trip durch die Bergwelt Nepals zusammengestellt wurde. Jeder Teilnehmer scheint aus einem ganz besonderen Grund ausgewählt worden zu sein. Je weiter sich Overleigh in die unerforschten Regionen des Himalaya vorwagt, um so mehr vermischen sich reale Strapazen mit den Schatten seiner Vergangenheit, und auch Trumbauer scheint einen ganz eigenen Plan zu verfolgen.
    Aus dem Kampf mit dem Berg und der Kälte wird ein Kampf gegen die eigenen Dämonen.
     

    Meine Meinung:
    Im letzten Jahr habe ich von Ronald Malfi bereits zwei Bücher gelesen, die mir beide sehr gut gefallen haben und um so mehr habe ich mich auch dieses Buch gefreut.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Tim erzählt, dessen Leben aus der Bahn geraten ist. Seine Ex-Frau Hannah ist bei einem Autounfall gestorben, er hatte einen Unfall beim Bergsteigen und als Bildhauer bringt er auch nichts mehr zustande. Bis der exzentrische Andrew auftaucht und ihn zu einer Expedition nach Nepal einladet. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen und zunächst lernt man Tim und seine Vergangenheit kennen. In Rückblenden erfahren wir so auch, wie er Andrew kennengelernt hat.
    Danach entwickelt sich die Handlung sehr rasant und besonders die Expedition ist sehr spannend geschrieben. Allerdings reihen sich ähnliche Szenen häufig aneinander und mir hat da ein wenig Abwechslung gefehlt.

    Der Schreibstil von Ronald Malfi hat mir wieder sehr gut gefallen und er hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Durch die Ich-Perspektive bekommt man auch einen guten Einblick in die Gefühlswelt von Tim, was für dieses Buch und die Geschichte auch sehr wichtig ist.
    Malfi baut unterschwellig Spannung auf und diese zieht sich auch durch die ganze Geschichte.
    Ich würde das Buch als Abenteuerroman mit spannenden Elementen bezeichnen. Das Buch kommt auch ohne übernatürliche Elemente aus, wie es in anderen Büchern vom Autor schon mal der Fall ist.

    Als Schauplatz hat der Autor Nepal gewählt, was ich sehr interessant finde. Hier hätte er aber noch mehr landestypische Aspekte einbauen können, denn so war der Handlungsort relativ austauschbar. Das Buch hätte auch woanders spielen können und die Geschichte hätte genauso funktioniert.

    Fazit:
    Mir hat dieses Buch gut gefallen und es bietet eine kurzweilige Unterhaltung. Besonders der Schreibstil von Malfi konnte mich wieder überzeugen. Einen Stern muss ich für den austauschbaren Schauplatz und die ähnlichen Szenen abziehen. Ich kann das Buch aber auf jeden Fall empfehlen! 

    Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LUZIFER_Verlags avatar
    Wir eröffnen eine spannende Leserunde zu The Ascent: Der Aufstieg von Ronald Malfi. 


    Bewerbung für die Leserunde geht bis zum 19. 03.2017, Beginn der Leserunde ist der 20. 03.2017. 


    Der Verlag stellt 10 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses Ebook aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. 


    Zum Inhalt: 


    Die Geister, die wir in uns tragen …

    Es ist ein gefährliches Unterfangen – denn es könnte sein Ende bedeuten. Doch für Tim Overleigh, einem ehemals berühmten Bildhauer, der nach dem Tod seiner Frau langsam dem Alkoholismus verfällt, ist die Flucht in Extremsportarten das Einzige, dass ihn vor der Abwärtsspirale aus Selbstvorwürfen und Schmerz rettet.

    Er schließt sich einer Gruppe von Bergsteigern an, die von dem ebenso reichen wie exzentrischen Abenteuer Trumbauer für einen selbstmörderischen Trip durch die Bergwelt Nepals zusammengestellt wurde. Jeder Teilnehmer scheint aus einem ganz besonderen Grund ausgewählt worden zu sein. Je weiter sich Overleigh in die unerforschten Regionen des Himalaya vorwagt, um so mehr vermischen sich reale Strapazen mit den Schatten seiner Vergangenheit, und auch Trumbauer scheint einen ganz eigenen Plan zu verfolgen.

    Aus dem Kampf mit dem Berg und der Kälte wird ein Kampf gegen die eigenen Dämonen

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