Ronald Wright Die Schönheit jener fernen Stadt

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Inhaltsangabe zu „Die Schönheit jener fernen Stadt“ von Ronald Wright

Ein langer Liebesbrief, ein abenteuerlicher Trip ins Jahr 2500 und eine satirische Robinsonade - das alles ist diese romantische Zeitreise.§Man schreibt das Jahr 1999. David Lambert, verlassener Liebhaber und widerwilliger Museumsdirektor, erhält einen Brief mit einer sensationellen Ankündigung: Die berühmte Zeitmaschine von H. G. Wells wird in der Neujahrsnacht nach London zurückkehren! Getrieben von einer unstillbaren Neugier, folgt er der Einladung, findet tatsächlich die völlig intakte Zeitkapsel und begibt sich (in der Hoffnung, seine Geliebte auf diese Weise zurückzugewinnen) auf eine Reise ins Jahr 2500. Während David seinen Fuß in ein üppiges, aber auch bedrohliches Neu-England setzt und Schritt für Schritt eine wahrhaft erstaunliche Zukunft erforscht, erfährt der Leser eine bittersüße Liebesgeschichte, in deren Mittelpunkt David, sein Freund Bird, Altphilologe und Jazzmusiker aus dem East End, und die schöne, exzentrische Ägyptologin Anita stehen, die von beiden Männern verzw eifelt geliebt wurde und im Alter von 32 Jahren einen unerklärlichen Tod starb.§

Eine sehr sehr phantasievolle Reise in die Zukunft und auch in die Vergangenheit mit einem symphatischen Helden!

— LoverlyMartl
LoverlyMartl

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    Die Schönheit jener fernen Stadt
    LoverlyMartl

    LoverlyMartl

    08. October 2015 um 20:31

    Das ist eines dieser Bücher die ich nie vergessen werden. Ich habe es vor ca. 14 Jahren gelesen und denke immer wieder an kleine Ausschnitte daran. Wenn ich damals schon einen Kindle gehabt hätte wäre er voll mit "Merkern" Grundsätzlich bleibt einem. ..oder mir...das runde Gesamtbild und die schöne Logik dieses Buches haften. Es ist nicht wirklich Science Fiction - es ist Philosophisch und sicher immer aktuell. Ich müsste es fast noch einmal lesen ob ich nach dieser langen Zeit immer noch so denke - ich mach`s  :-)....

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  • Von der Entschleunigung des Lesens...

    Die Schönheit jener fernen Stadt
    parden

    parden

    06. February 2014 um 20:53

    VON DER ENTSCHLEUNIGUNG DES LESENS... Im Jahr 1999 erhält der Museumsdirektor David Lambert einen Brief mit einer sensationellen Ankündigung: Die berühmte Zeitmaschine von H. G. Wells wird in der Neujahrsnacht nach London zurückkehren! Voller Zweifel aber getrieben von einer unstillbaren Neugier, findet er die Zeitkapsel schließlich tatsächlich. Was nun? In einem verborgenen Versteck untersucht er die Maschine, versteht deren Mechanismus aber nicht. Als er erfährt, dass er unheilbar erkrankt ist, beschließt er, 500 Jahre in die Zukunft zu reisen, in der Hoffnung, dass der medizinische Fortschritt der kommenden Jahre ihn retten können wird - und in der Hoffnung, seine Geliebte auf diese Weise zurückzugewinnen... Während David seinen Fuß in ein üppiges, aber auch bedrohliches Neu-England des Jahres 2500 setzt und Schritt für Schritt eine erstaunliche Zukunft erforscht, erfährt der Leser die bittersüße Liebesgeschichte um Daivd, seinen Freund Bird (Altphilologe und Jazzmusiker aus dem East End) und die schöne, exzentrische Ägyptologin Anita. Von beiden Männern verzweifelt geliebt, war sie mit 32 Jahren eines unerklärlichen Todes gestorben. Erzählt wird der gesamte Roman in Briefform - die längste Passage davon ist ein langer Brief Davids an seine verstorbene Geliebte, in dem er sowohl die Vergangenheit Revue passieren lässt als auch seine Gegenwart in der Zukunft beschreibt: bildhaft, eindrücklich und intensiv, teilweise gespickt mit Biss und Humor (der Ness-Kaffee in Schottland), teilweise melancholisch. "Diese Gefühle nach dem Ereignis: Warum ist das Echo immer stärker als das Geräusch? Warum löst die Erinnerung soviel Schmerz aus? Die Leute kommen und gehen, und du merkst kaum, was sie denken und fühlen, du merkst kaum, was du selbst fühlst und denkst. Aber dann, eines Tages, wenn du am wenigsten damit rechnest, stößt die Erinnerung dir eine Klinge ins Herz: Was man zusammen getan hat, und was man nicht zusammen getan hat; und plötzlich stürzt du in einen Abgrund, und nur deine Trauer ist bei dir." (S. 374) Das Szenario, das Ronald Wright von der Welt des Jahres 2500 entwirft, hält der heutigen Gesellschaft einen deutlichen Spiegel vor Augen. Die Folgen unseres heutigen Handelns: Ausbeutung von Ressourcen und Natur, Überbevölkerung, Klima- und Umweltsünden, Wohlstandsmüll - die Rechnung hat David Lambert vor Augen. Dieses Buch stellt insgesamt jedoch einen gelungenen "Genremix" dar, da Wright es schafft, Romanze, Drama, Zukunftsvision, Nostalgie, Abenteuer und ein bißchen Grusel in jede Menge zynischer Gesellschaftskritik zu verpacken, so dass hin und wieder auch ein lautes Lachen möglich ist. "Seit einer Woche nur Sonne und stetiger Westwind. Das Wetter verzaubert von freundlichen Göttern. (...) Abends füllt sich das Wasser mit einem phosphoreszierenden Licht, das unter dem Bug leuchtet, als wäre in der Tiefe des Meeres ein zweiter Mond aufgegangen. (...) Ich fühle mich wie Noah, der im Regen tanzt." (S. 383) Ein Buch, das sich nicht schnell lesen lässt. Ein Buch, das nicht vor Spannung strotzt. Doch ein Buch, das zu fesseln vermag mit Detailverliebtheit und Fantasie, mit einer einnehmenden Schreibweise - und mit Stoff zum Nachdenken. Wenn man aber den Menschen aus dem Mittelpunkt der Überlegungen heraus rückt, vermittelt das Buch auch Hoffnung. Und so schloss ich das Buch schließlich mit einem lächelnden Seufzen... © Parden

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  • Rezension zu "Die Schönheit jener fernen Stadt" von Ronald Wright

    Die Schönheit jener fernen Stadt
    Asfaloth

    Asfaloth

    19. May 2008 um 22:05

    David Lambert lebt in London. Er ist Archäologe und arbeitet als Museumsdirektor, als er 1999 ein Dokument von H. G. Wells bekommt, in dem die Rückkehr einer Zeitmaschine an einen bestimmten Ort angekündigt wird. Er begibt sich dorthin und die Zeitmaschine taucht auch wirklich auf. Kurze Zeit später stirbt Anita, eine Freundin, an der Creutzfeld Jakob Krankheit und sein Arzt stellt bei ihm die gleiche Krankheit fest. Mit diesem Wissen entschliesst sich David, mit der Maschine ins Jahr 2500 zu reisen in der Hoffnung, dass dann diese Krankheit heilbar ist. Doch das London, das er dort antrifft, ist ganz anders, als er sich in seinen kühnsten Träumen vorstellen kann. Beim Lesen dieses Romans ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass Zukunftsromane häufig die Zeit reflektieren, in der diese geschrieben wurden. Dies trifft für diesen Roman besonders zu. Die Folgen unseres Handelns sind in diesem Buch massiv und stimmen nachdenklich, unser Lebensstil wird darin kritisch beleuchtet. Es liest sich wie ein Abenteuerroman, in dem ein bekanntes Land neu entdeckt wird. Das Buch ist als Brief an Anita geschrieben, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Da auch immer wieder Episoden aus der Vergangenheit erzählt werden, empfand ich die Geschichte teilweise als etwas langatmig. Trotzdem ist es unbedingt lesenswert und von einer beängstigenden Realität geprägt.

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