Ronda Baker-Summer Der Fluch von Fort Henry

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Inhaltsangabe zu „Der Fluch von Fort Henry“ von Ronda Baker-Summer

Ein spannendes Abenteuer liegt vor den 16 Studenten aus Ottawa, als sie gemeinsam mit Ihrem Professor in Kingston am St.-Lorenz-Strom eine Reise in die Vergangenheit Kanadas antreten. Auch in diesem Sommer soll im Fort Henry das historische Leben des 18. Jahrhunderts nachgestellt werden. Duncan Bright und seine Freunde haben sich gut vorbereitet und dringen tief in die Vergangenheit des Forts und seiner Bewohner ein. Dabei stößt Duncan auf alte Gerichtsakten, die ihn fesseln: Ein indianischer Schamane war des Mordes beschuldigt und zum Tode verurteilt worden. Am Tag vor seiner Hinrichtung verfluchte er den Kommandanten des Forts und alle seine Nachkommen. Von seinen Freunden wird Duncan wegen seiner Begeisterung für das “Übersinnliche“ belächelt. Auch als eines Abends einer der Studenten aus Ottawa spurlos verschwindet, glaubt zunächst nur Duncan daran, dass dies etwas mit diesem seltsamen Fluch zu tun haben könnte. Nur in der jungen Buchhändlerin Marie-Jo findet er Unterstützung, die in Kingston unter ihrer indianischen Abstammung zu leiden hat. Und dann verschwindet auch Duncan Bright. Treibt hier ein Serienmörder sein Unwesen oder sind es tatsächlich die Schatten der Vergangenheit, die sich über die Stadt und das Fort legen?

Überraschende Story, die mit Liebe zu den Details glänzt und für pure Spannung beim Lesen sorgt - klasse!

— BabsBroers

Super spannend, sehr ungewöhnlich und viel Detailwissen das geschickt integriert wird. Unbedingt lesenswert!

— claudicio

Spannend bis zur letzten Seite!

— renate_behr

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    Der Fluch von Fort Henry

    samea

    Duncan ist einer von 16 Studenten die mit seinem Professor nach Fort Henry reisen. Dort verwandelt sich das Fort in jedem Sommer in ein historisches Freiluftmuseum und die Studenten sind die Akteure. Duncans Professor stellt seinen Studenten eine Aufgabe und versorgt sie mit zahlreichen historischen Hintergrundinformationen. Zu diesen Informationen gehört eine Gerichtsakte. In dieser steht dass ein Schamane der Ojibwe den damaligen Kommandanten und alle seine Nachkommen verflucht habe. Duncan hält es für möglich, dass dieser Fluch auch heute noch eine Wirkung haben könnte. Dann verschwindet einer seiner Mitstudenten... Dieser Roman ist für mich etwas ganz besonderes, denn der Autorin gelingt es historische Fakten, eine kriminelle Handlung und eine Liebesgeschichte zu verbinden. Der Leser wird von der Erzählung vom ersten Augenblick an gepackt und nicht wieder losgelassen. Nach der Lektüre des Buches hat er nicht nur ein wunderbares Leseerlebnis gehabt, sondern er weiß etwas mehr über die historische und heutige Situation der Indianer Kanadas. Ich würde dieses Buch jedem Krimileer und jedem der sich für die heutige Situation dIer Indianer interessiret und einen leichten Zugang zu dieser    Thematik sucht empfehlen.

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    • 4

    Floh

    20. August 2014 um 10:31
  • Leserunde zu "Der Fluch von Fort Henry" von Ronda Baker-Summer

    Der Fluch von Fort Henry

    renate_behr

    Ich möchte eine Leserunde mit Buchverlosung für meinen Roman "Der Fluch von Fort Henry" einstellen. Fragen, die ihr als Leser zu den Ureinwohnern an der Westküste Kanadas und insbesondere zu den fatalen Folgen der Residential School habt, würde ich gern mit euch diskutieren. Es ist meine erste Leserunde und vielleicht brauche ich ein wenig Unterstützung dabei. Ich verlose insgesamt 10 meiner Bücher an die aktivsten Teilnehmer der Leserunde. Übrigens, Ronda Baker-Summer ist mein Pseudonym (Renate Behr).

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    • 142
  • Gut verknüpft

    Der Fluch von Fort Henry

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. April 2014 um 22:44

    Ein zum Tode verurteilter Schamane veflucht 1859 den Colonel von Fort Henry. Er veflucht ihn und all seine Nachkommen, sollten sie jemals wieder in das Land setzen. 18 Studenten machen sich in der Gegenwart zusammen mit ihren Professor auf nach Fort Henry, dort sollen sie das historische Leben nachstellen. Es soll ein kleines ungefährliches Abenteuer werden und eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Forts. Doch es wird mehr als eine Reise in die Vergangenheit, denn der Fluch scheint scheint sich zu Bewahrheiten.... Wer hier einen blutigen Thriller erwartet wird enttäuscht sein, es ist wohl eher ein Krimi. Aber das Buch war für mich kein gewöhnlicher Krimi, sondern auch in gewisser Weise ein kleines Sachbuch, Denn neben der spannenden Handlung um den Studenten Duncan und seine Mitstudenten erfährt man auch einiges über die Lebensweise der Ojibwe-Indianer. Dies hat mich fast mehr interessiert wie die Handlung. Ich finde der Autorin ist es sehr gut gelungen, beides zu verknüpfen. Nebenbei bin ich auf einen interssanten Verlag aufmerksam geworden; Den Traumfängerverlag (was für ein schöner Name für einen Verlag).

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  • Gelungene Mischung aus Krimi- und Liebesroman mit indianischen Elementen

    Der Fluch von Fort Henry

    Arwen10

    22. April 2014 um 16:21

    Sechzehn Studenten fahren mit ihrem Professor zum Fort Henry, um dort das historische Leben im 18.Jahrhundert nachzustellen. Im Vorfeld hat der Professor den Studenten Informationen aus der Geschichte des Forts überlassen, die sie selbständig noch ergänzen mussten. Einer der Studenten Duncan Bright stößt dabei auf einen Fluch, den ein zu Unrecht gehängter Schamane über den Kommandanten des Forts und seine Nachkommen ausgesprochen hat. Als nun ein Student spurlos verschwindet, stellt sich die Frage, ob es mit dem Fluch zu tun hat ? Dieser Thriller aus dem Traumfänger Verlag liest sich sehr gut. Allerdings sollte man keiner Thriller erwarten, sondern eher einen Kriminalroman. Es geht auch eher unblutig zu, was mir sehr gut gefällt. Vor allem hat mich bei diesem Buch der indianische Aspekt interessiert und hierbei erfährt man als Leser ein paar interessante Details über die Folgen der Residential School. Noch heute leiden eine Vielzahl der indianischen Ureinwohner unter den Folgen der Behandlung ihrer Vorfahren und ihres Stammes. Eine hohe Arbeitslosigkeit, Alkohol- und Drogenprobleme bestimmen den Alltag im Reservat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders der Einblick in die indianische Kultur. Neben der Krimihandlung gibt es eine Liebesgeschichte, die letzlich alles zu einem guten Ende führt. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, so dass ich gerne weitere Bücher der Autorin lesen möchte. Dieses Buch aus dem empfehlenswerten Traumfänger Verlag hat mich prima unterhalten und mein Wissen wieder ein Stück vermehrt.

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  • gelungener Mix aus Krimi, Liebesgeschichte und Historie

    Der Fluch von Fort Henry

    irismaria

    18. April 2014 um 18:40

    „Der Fluch von Fort Henry“ von Ronda Baker-Summer spielt in Fort Henry am St.-Lorenz-Strom. Dort wird für Touristen das Leben des 18. Jahrhunderts durch Menschen zum Leben erweckt, die in verschiedene historische Rollen schlüpfen. Ganz begeistert sind die 16 Geschichtsstudenten aus Ottawa, die unter der Leitung ihres Professors an diesem lebendigen Museum teil nehmen dürfen. Sie bereiten sich durch Forschung über die Geschichte des Forts vor und erfahren von einem alten Indianerfluch, der auf den Nachkommen des Kommandanten des Forts verhängt wurde. Als dann ein Student ermordet wird und ein weiterer verschwindet, scheint sich der Fluch bewahrheitet zu haben – oder sind ganz andere Täter am Werk? „Der Fluch von Fort Henry“ ist ein gelungener Mix aus Krimi, Liebesgeschichte und Einblick in die Geschichte Kanadas aber auch seine heutigen Problem. Die Personen sind gut gezeichnet und das Buch flüssig zu lesen. Ich kann „Der Fluch von Fort Henry“ sehr empfehlen.

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  • Thriller mit tieferem Hintergrund

    Der Fluch von Fort Henry

    Smberge

    17. April 2014 um 12:25

    Professor Winters fährt mit 16 seiner Studenten nach Kingston zum Fort Henry, um dort das Leben des 18. Jahrhunderts nachzustellen. Jedes Jahr wird im Sommer das alte Fort wieder zum Leben erweckt. Bei den Vorbereitungen dringen die Studenten tief in die Geschichte des Forts ein, Duncan stösst in einer alten Gerichtsakte auf den Fall eines alten Schamanen, der am Tag seiner Hinrichtung den Kommandanten des Forts verflucht und mit ihm alle seine Nachfahren. Ausser Duncan nimmt niemand diesen Fluch ernst. Dann verschwindet einer der Studenten....  Dieses Buch handelt vordergründig von der Aufklärung der Ermordung und Entführung mehrere Studenten, jedoch hat es vielen Zwischentöne zum Thema Situation der Indianer in Kanada. Themen wie Residential School, Special Blood Unit und Entwurzelung der Indianer in der heutigen kanadischen Gesellschaft geben dem Buch deutlich mehr Tiefe als es die reine Entführungsgeschichte geben kann.  Um den Fall aufklären zu steigen beschäftigen sich die Beteiligten intensiv mit der indianischen Kultur und der gesellschaftlichen Situation der Indianer in der Vergangenheit und der Gegenwart.  Die Charaktere insbesondere von Professor Winters, der Halbindianerin Marie-Jo und von Duncan sind sehr gut gezeichnet. Schön ist auch die Liebesgeschichte die sich zwischen Marie-Jo und Duncan entwickelt und der ganzen Handlung etwas versöhnliches gibt.  Das Buch ist mehr als ein Thriller. Als Thriller ist die Geschichte sehr einfach gestrickt, die Würze erhält dieses Buch durch die intensive Beschäftigung mit der indianischen Kultur und der gesellschaftlichen Situation der Indianer im Kanada der Gegenwart und der Vergangenheit. Ein Buch, das anregt sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.

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  • Der Fluch von Fort Henry

    Der Fluch von Fort Henry

    Gelinde

    15. April 2014 um 21:40

    Der Fluch von Fort Henry Ein Thriller von Ronda Baker-Summer der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet. Inhalt: 16 Studenten bekommen von ihrem Professor die Chance mit ihm zusammen nach Kingston am St.-Lorenz Strom zu reisen und dort in Fort Henry in die Vergangenheit, in das historische Leben des 18.Jahrhunderts, einzutauchen. Wie in einem lebenden Museum wird hier für einige Wochen das Leben dieser Zeit nachgespielt. Nachdem sich die jungen Menschen gut auf diese Reise vorbereitet haben, ist vor allem Duncan Bright besonders von den alten Gerichtsakten berührt. Besonders der Fluch eines indianischen Schamanen, der vermutlich unschuldig zu Tode verurteilt wurde, und kurz vor seiner Hinrichtung den Kommandanten des Forts uns all seine Nachkommen verfluch hat, lässt ihn nicht mehr los. Als nun der erste Student spurlos verschwindet und kurz darauf sein Bein auftaucht ist zwar allen klar, dass hier etwas Schreckliches passiert ist, aber immer noch glaubt niemand an Duncans Theorie von einem Zusammenhang des Todesfalls und des Fluchs. Nur Marie-Jo, eine junge Buchhändlerin, die wegen ihrer indianischen Abstammung unter erheblichen Vorurteilen und sogar schwerer Sachbeschädigung leiden muss glaubt ihm und hilft ihm bei seiner Recherche. Werden die beiden alles gut überstehen und werden sie herausfinden welche Zufälle und welche perfiden Taten (in der Gegenwart wie in der Vergangenheit) hier ineinander greifen und so ein Unglück zum andern führt. Meine Meinung: Ich habe sehr schnell in das Buch rein gefunden. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Beschreibungen der Landschaften wunderschön. Die Charaktere sind gut beschrieben. Z.B ist Frank Peters ein Mann der als Kind seinen indianischen Eltern weggenommen wurde, dann in eine „Schule“ gesteckt wurde und all seine Identität abgeben musst, neuer Name, neue Sprache, neuer Glaube, neues Verhalten, und dabei wurde er von seinen neuen „Eltern“ nicht einmal geliebt und nur als Arbeitskraft gesehen – es wird ganz deutlich wie entwurzelt solche Menschen sind, in beiden Kulturen Fremde. Oder Detektiv Perkins, ein Polizist der auch mal um die Ecke denkt. So ab der Mitte des Buches, wurde es für mich so spannend und das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es nicht mehr zur Seite legen konnte und es unbedingt fertiglesen musste. Auch wenn mir manches ein bisschen konstruiert vorkam und ich mich dem Ende nicht so ganz zufrieden geben kann (hier rebelliert mein Gerechtigkeitssinn) war das Buch für mich ein Lesegenuss. Ich denke mehr fasziniert und angespannt hat mich die Krimi-Geschichte und nicht so sehr der historische Hintergrund, wenngleich der auch sehr bedrückend und leider immer noch nicht gelöst ist. Hier möchte ich auch noch den TraumFänger Verlag besonders erwähnen. Denn hier gibt es wunderbare Bücher, die das Leben und die Vergangenheit der Indianer in den Mittelpunkt stellen. Da ich keine 3,5 Sterne vergeben kann, runde ich auf 4 Sterne auf.

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  • tolle Geschichte

    Der Fluch von Fort Henry

    buecherwurm1310

    15. April 2014 um 11:41

    Professor Lawrence Winters fährt mit 16 seiner Studenten nach Kingston, um dort für die Touristen das Leben in Fort Henry während des 19 Jh. nachzustellen. Während der Vorbereitungen auf stößt Duncan Bright auf die Gerichtsakten auf dem Jahre 1859, bei der ein Schamane der Ojibwe zum Tode verurteilt wurde. Bei dem Prozess belegte er den Kommandanten und seine Nachkommen mit einem Fluch. Duncan verbeißt sich in diese Geschichte und wird deswegen von den anderen verspöttelt. Dann verschwindet einer der Studenten. Wurde er Opfer des Fluchs? Es ist ein Roman, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Man erfährt einiges über das Leben und die Bräuche der Ojibwe. Aber auch das Konfliktpotenzial von Indianer im Zusammenleben mit den Weißen wird nicht außer Acht gelassen. Man nahm den Eingeborenen das Land, pferchte sie in Reservate und betrachtete sie nicht als Mensch. Die Indianer hatten ihre Lebensweise verloren und flüchteten sich in Alkohol und Drogen. Diese Problematik reicht bis in die heutige Zeit. Dass den indianischen Familien seinerzeit die Kinder weggenommen wurden und in britische Schulen gesteckt wurde, wo sie für ihre Eltern oft unerreichbar waren, wird ebenso angesprochen wie die katastrophalen Bedingungen, die sie oft bei Pflegeeltern bzw. Adoptiveltern erlebten. Diese ganze Problematik ist eingebettet in einen wunderbaren Thriller, der einen von Anfang fesselt. Gleichzeitig regt die Geschichte zum Nachdenken an. Die Geschichte ist wunderbar erzählt, bietet viele Informationen und es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Sehr empfehlenswert!

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  • Der Fluch von Fort Henry

    Der Fluch von Fort Henry

    KleinerVampir

    Buchinhalt: Jeden Sommer findet im historischen Fort Henry am Ontariosee ein Historienspektakel besonderer Art statt: das Fort verwandelt sich in ein lebendiges Museum, in dem Studenten in historischen Kostümen die Welt des 18. Jahrhunderts lebendig werden lassen. Dieses Jahr nimmt unter anderem eine Gruppe von 16 Studenten daran teil, unter ihnen der junge Duncan Bright. Deren Professor betraut seine Studiengruppe mit zahlreichen historischen Hintergrundinformationen, unter ihnen eine mysteriöse, alte Gerichtsakte: demnach soll ein Schamane des dort angesiedelten Indianerstamms der Ojibwe den damaligen Kommandanten und alle seine Nachkommen verflucht haben. Während die anderen Beteiligten dem Fluch keine Bedeutung beimessen, kniet sich Duncan immer weiter in die Geschichte der Ojibwe und verschwindet bald spurlos. Was ist dran an dem Fluch? Denn Duncan ist nicht das erste Opfer…   Persönlicher Eindruck: Eine angenehm-flüssige Sprache und schöne Erzählweise nimmt den Leser mit in die Geschichte Kanadas. Rhonda Baker-Summer schafft es, einen Roman zu entfalten, der sich zwischen History, Thriller und Indianerroman bewegt und bereits auf den ersten Seiten fesselt. Nicht so sehr von den Schauplätzen als viel mehr von den vielen unterschiedlichen Figuren lebt diese spannende Geschichte: was zunächst als Erzählung mit Geschichtscharakter beginnt, entpuppt sich bei Bekanntwerden des Täters zu einem packenden Thriller, den man am liebsten nicht mehr weglegen möchte. Obwohl ich schon Romane gelesen habe, bei denen die Thematik um die First Nations mehr im Vordergrund stand, bin ich begeistert von der Lebendigkeit der Geschichte und den zahlreichen Hintergrundinformationen, die die Autorin nicht nur im Nachwort bereit hält sondern gekonnt in die Handlung mit einzuflechten weiß. Die Problematik, mit denen die Indianer auch in der heutigen Zeit – oder gerade heute – zu kämpfen haben, wird ebenso deutlich, wie das Schicksal, das die Besiedlung und die Ausbeutung durch den Weißen Mann in der historischen Vergangenheit. Die Autorin schafft ein Bewusstsein dafür ohne erhobenen Zeigefinger und so macht es einfach Spaß, diesen spannenden Roman zu lesen, dem es absolut nichts ausmacht, dass der Täter bereits vor dem eigentlichen Schluß bekannt wird. Genau die Erkenntnis, wer der Täter ist, verleiht der Handlung nochmal zusätzlichen Schwung, das Buch ist bis zur letzten Seite einfach Lesevergnügen pur!

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    • 2

    Arun

    05. March 2014 um 20:12
  • Der Fluch eines Schamanen

    Der Fluch von Fort Henry

    Federchen

    04. January 2014 um 13:41

    Professor Lawrence Winters macht sich gemeinsam mit 16 interessierten Drittsemestern auf den Weg nach Kingston. Dort soll er in diesem Jahr im lebenden Museum von Fort Henry den Colonel Peter James spielen, der im Jahre 1859 die oberste Hand über das Leben der Menschen im Fort hatte. Bevor die Gruppe allerdings ihre Sommerarbeit im Fort aufnimmt, machen sie sich mit dem Leben von damals vertraut. Der wissbegierige Duncan stößt dabei auf alte Unterlagen einer Gerichtsverhandlung, in der ein Schamane der Ojibwe zum Tode durch Erhängen verurteilt wurde und das vollkommen zu Unrecht. Duncan findet heraus, dass Anashibene, der Schamane, einen Fluch über den Colonel und seine Nachkommen ausgesprochen hat. Sehr empfänglich für solch übernatürlichen Dinge, verbeißt sich Duncan in eine fixe Idee. Das er damit sogar bald Recht behalten soll, das ahnt er wenige Tage nach Ankunft im Fort. Denn plötzlich verschwindet einer der Studenten... "Der Fluch von Fort Henry" ist als Thriller ausgeschrieben und wird diesem spätestens mit Erkennen des Mörders gerecht. Zu Beginn läuft der Plot leicht plätschernd von Seite zu Seite. Das soll keine Abwertung sein, aber hier und da wurde ich auch mit den Mitwirkenden nicht wirklich warm. Das änderte sich allerdings schlagartig, als der Leser eine erste Ahnung hat, wer hinter all den dunklen Dingen stecken könnte. Diese dunkle Gestalt ist sehr gut gezeichnet und durchaus sehr glaubhaft. Der Detective ist ebenfalls ein Charakter, der sehr sympathisch und als enthusiastisch in die Szenerie eingearbeitet ist. Marie-Jo und ihre Großmutter als Nachfahren von Anashibene sind, obwohl unterschiedlich gezeichnet, sehr authentisch. Duncan als einer der Hauptfiguren ist da etwas weniger durchsichtig. Erscheint er in dem einen Moment fast ein wenig naiv, entwickelt er im nächsten Moment sogar so etwas wie Heldentum. Ronda Baker-Summer hat einen unkomplizierten Schreibstil, der mit guten Satzlängen, einfacher Wortwahl und gut gewählten Abschnitten einen flüssigen Lesestil zulässt. Wird der Spannungsbogen des Plots am Anfang vielleicht sehr flach gehalten, so spannt Ronda Baker-Summer diesen nach einigen Seiten so sehr, dass sich das Buch zum Ende hin noch als kleiner Pageturner zu entpuppen vermag. Sowohl im Vorwort als auch am Ende der Geschichte versorgt Frau Baker-Summer den Leser mit einigen Informationen rund um das Fort und die Stadt Kingston, aber nur so viel, dass beim Leser der Wunsch nach mehr bleibt. "Der Fluch von Fort Henry" ist ein Thriller, der sich entwickelt, einige Informationen zur Historie bereit hält und vor allem durch die vielen verschiedenen Charaktere lebt. Das soziale Leben der Native People in "Der Fluch von Fort Henry" wird kritisch betrachtet und dem Leser entgegen gebracht, das die heutigen Natives eben nicht im Tipi leben, sondern alltägliche Probleme meist stärker zu bewältigen haben, in einer Welt in der sie nach wie vor diskriminiert sind. Deshalb ist dieses Buch nicht nur Lesern zu empfehlen, die sich mit dem Leben der First Nation beschäftigen wollen, sondern auch all denjenigen, die ein vorgefertigete Meinung über diese vertreten.

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  • Literaturwettbewerbe machen Spaß

    renate_behr

    Aber es ist nicht nur der Spaß am Schreiben, der mich dazu bewegt, an Wettbewerben teilzunehmen. Wenn man aus einer großen Anzahl von Autoren, die sich an einem solchen Wettbewerb beteiligen, den Sprung in das gedruckte Buch schafft, ist das sehr befriedigend. Ich habe das gerade einmal wieder vollbracht mit der Anthologie aus dem Waxmann-Verlag "Engel, Hexen, Wiedertäufer - Historische Geschichten aus dem Münsterland" und meinem Beitrag "Der Werwolf von Ahlen". Für mich war das eine ganz neue Erfahrung, weil ich bisher noch nie eine komplette historische Geschichte geschrieben habe. Zwar gibt es in anderen Romanen von mir durchaus historische Rückblicke, aber das ist doch etwas ganz anderes. In diesem Jahr ist das für mich bereits der zweite Erfolg, weil mein Beitrag "60 Minuten Ewigkeit" in der neuen Krimianthologie "Nur eine Stunde" vom Candela Verlag ebenfalls veröffentlicht wird. Das Buch kommt noch in diesem Jahr heraus. Für alle, die sich bisher noch nie mit Anthologien beschäftigt haben - als Leser hat man die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Autoren und ihrer Art und Weise, sich zu einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen, vertraut zu machen. Das kann beim Lesen eine sehr spannende Angelegenheit werden.

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    • 2
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