Rongliang Zhang

 4.7 Sterne bei 6 Bewertungen

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Bis zum Äußersten

Bis zum Äußersten

 (6)
Erschienen am 25.05.2016

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Rezension zu "Bis zum Äußersten" von Rongliang Zhang

Sehr bewegende Lebensgeschichte
Rubinevor 2 Jahren

Dieses wundervolle Buch erzählt die Geschichte von Zhang Rongliang, der sein Leben dem Dienst für Gott verschrieben hat.


1951 in China geboren, kam er durch seinen Großonkel zum Glauben an Jesus Christus, der ihn fortan nicht mehr losgelassen hat. In einem Land wie China war das zu dieser Zeit etwas besonderes, denn wer sich hier öffentlich zu Jesus bekennt, der wird verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Auch Zhang blieb dieses Schicksal nicht erspart, im Gegenteil: Einen Großteil seines Lebens verbrachte er in Gefängnissen, ohne seinen Glauben auch nur ein einziges Mal zu verleugnen. Er harrte aus und verlor dank Gottes Geist und der betenden Unterstützung seiner Familie, Freunde und Gemeinde nie den Glauben an eine bessere Zukunft für sein Land. 

Seine bewegende Geschichte führt von seiner Jugendzeit, in der er selbst noch politisch aktiv war, über verschiedene Arbeitslager bis hin zur großen Erweckung Chinas und der Gründung von Hauskirchen und Untergrundnetzwerken. Zhang trug trotz seiner Verfolgung durch sein evangelisierendes Auftreten maßgeblich dazu bei, dass sich die Gemeinde stetig vergrößerte. Und er erlebt, wie sich China wandelt und immer offener wird, auch wenn die Christen nach wie vor dort noch im Untergrund sind.

Diese Lebensgeschichte hat mich von der ersten Seite an begeistert, fasziniert und mitgerissen. Ich wusste bisher nicht viel über das Christentum in China und auch nicht über die politische Geschichte des Landes. Anhand von Zhangs Erklärungen und dem, was ihm alles widerfahren ist, konnte ich mir sehr gut ein Bild davon machen, was es bedeutet, in China ein Christ zu sein. Nicht nur einmal hat mir der Text ein Tränchen in die Augen getrieben. Dabei sind die Schilderungen keineswegs brutal oder unerträglich. Das Buch ist so geschrieben, dass man es auch als Zartbesaiteter gut verkraften kann. 

Mich haben die vielen Wunder beeindruckt, die Zhang erleben durfte und durch die man Gottes Wirken in der Welt deutlich sehen kann. Man spürt, mit welcher Kraft er glaubt und betet, und das ist ansteckend, obwohl es ja nur geschriebenes Wort ist, und man Zhang nicht leibhaftig vor sich stehen hat. Wie überzeugend müssen da erst seine Predigten sein!

"Jedes Buch, das man liest, hinterlässt Spuren, aber wenn man Tag für Tag immer in demselben Buch liest, sind diese Spuren tief, und wenn dieses Buch das Wort Gottes ist, verwandelt es das Leben", schreibt Zhang. Sein größter Schatz in all der schlimmen Zeit war es, eine Bibel zu besitzen. Das können wir uns hier im Westen gar nicht vorstellen. Ich habe allein mehrere verschiedene Übersetzungen hier stehen, und in China musste damals eine ganze Gemeinde mit nur einer Bibel auskommen. Und wenn die Polizei sie fand, wurde der Besitzer sofort verhaftet. Das schlimme ist ja, dass das in vielen Ländern der Welt heute noch so ist, in denen keine Religionsfreiheit existiert.

Ich werde "Bis zum Äußersten" auf jeden Fall noch ein zweites Mal lesen, denn die vielen wertvollen Gedanken und Ermutigungen konnte ich beim ersten Mal gar nicht alle aufnehmen. Ich habe sie zwar wahrgenommen, aber ich musste unbedingt schnell weiterlesen, weil es so spannend war.
Ein tolles Zeugnis, das man unbedingt gelesen haben sollte!

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Rezension zu "Bis zum Äußersten" von Rongliang Zhang

Ein bemerkenswertes Glaubenszeugnis aus China
blessedvor 2 Jahren


Zhang Rongliang wird 1951 in China geboren. Wenige Jahre vor der Kulturrevolution wird er mit knapp 12 Jahren Christ. Als junger Mann beginnt er eine vielversprechende Parteikarriere. Doch sein christlicher Glaube steht im Widerspruch zur Ideologie der Partei. Dies führt schnell dazu, dass Zhang Rongliang nicht nur seine Arbeitsstelle verliert, sondern auch aufgrund seines Glaubens verfolgt wird. Dennoch verleugnet er Jesus nicht und bleibt Ihm treu. Insgesamt verbüßt er fünf Haftstrafen und verbringt wegen seines Glaubens an Jesus Christus mehr als 15 Jahre unter schwersten Bedingungen in Haft.

Dreißig Jahre lang diente Zhang Rongliang als einer der Leiter der Fangcheng-Hauskriche. Noch heute ist er in diesem Bezirk als Gemeindeleiter aktiv. "Bis zum Äußersten" gibt einzigartige Einblicke in die Geschichte der Untergrundkirchen und der Christenverfolgung in China. In 32 recht kurzen Kapiteln und einem Nachwort schildert Zhang Rongliang sein persönliches Glaubenszeugnis und wie es ist, als Christ in China zu leben.

"Bis zum Äußersten" ist eine bemerkenswerte Autobiographie; ein ermutigendes, aber auch herausforderndes und ernüchterndes Buch. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, wie es unseren verfolgten Glaubensgeschwistern ergeht. Umso wichtiger sind Bücher wie dieses!

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Rezension zu "Bis zum Äußersten" von Rongliang Zhang

Leben in der Untergrundkirche
Traeumerin109vor 2 Jahren

Der Autor Zhang Rongliang war und ist Teil der chinesischen Untergrundkirche. Er lässt uns in seinem Buch an langen Jahren der Verfolgung und Unterdrückung teilhaben, welche er und viele andere im Namen Gottes erlitten haben. Von seinem raschen Aufstieg in der Partei und seinem schnellen Fall, von den Auswüchsen des Kommunismus und den Verhältnissen in Arbeitslagern, nicht zuletzt aber von absoluter Hingabe handelt dieses Buch.


Ich muss sagen, dass ich etwas schwer in die Thematik hineingekommen bin, weil mir vieles völlig fremd war. Natürlich ist die Geschichte, die wir hier erfahren, erschütternd. Allein aus menschlicher Sicht ist es für uns im modernen Westen wahrscheinlich unvorstellbar, wie es gewesen sein muss, in einem solchen China zu leben. Allein die plumpe Art und Weise, mit welcher die Verfechter des Kommunismus versucht haben, alle fremden Denkweisen auszurotten, schreit geradezu nach Widerstand. Zhang ist bewunderswert, weil er in dieser Umgebung aufgestanden ist, niemals aufgegeben hat und vor allem sein Vertrauen und seinen Glauben an Gott niemals aufgegeben hat. Diesen Aspekt des Buches fand ich sehr bewegend.


Nicht so gut kam ich mit dem Bild eines „guten“ Christen zurecht, welches gezeichnet wurde. Es ist das eine, seinen Glauben nicht zu verleugnen, aber etwas ganz anderes es sogar als Ehre anzusehen, dafür leiden zu „dürfen“ und für dieses Privileg zu beten. Das entzieht sich meinem Verständnis und ist aus meiner Sicht eine sehr radikale Sichtweise. Jedoch soll es hier nicht meine Aufgabe sein, Zhangs Art des Glaubens zu kritisieren. Als Erfahrungsbericht ist sein Buch sicherlich wertvoll. Jedoch hat es sich auch ein wenig hingezogen. Im Prinzip passiert immer das gleiche, nur in einer anderen Umgebung. Das machte das Lesen etwas mühsam.


Insgesamt ein interessantes Buch, welches sich mit einem wichtigen, aber leider totgeschwiegenen Thema befasst, über welches einige wahrscheinlich so gut wie nichts wissen. Allein aus diesem Grund solltet ihr das Buch lesen, um euch ein Bild machen zu können von dem, was in China passiert ist und immer noch passiert.  

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