Roopa Farooki

 3.6 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Als ich lernte zu fliegen, Die Reise der Nachtigall und weiteren Büchern.

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Als ich lernte zu fliegen

Als ich lernte zu fliegen

 (8)
Erschienen am 01.09.2012
Die Reise der Nachtigall

Die Reise der Nachtigall

 (3)
Erschienen am 17.01.2012
Unerwartete Hilfe durch Schluckauf

Unerwartete Hilfe durch Schluckauf

 (3)
Erschienen am 01.11.2009
Kardamom und Honig

Kardamom und Honig

 (3)
Erschienen am 13.11.2007
Die Reise der Nachtigall: Roman

Die Reise der Nachtigall: Roman

 (0)
Erschienen am 20.01.2012
Corner Shop

Corner Shop

 (0)
Erschienen am 18.07.2011
Half Life

Half Life

 (1)
Erschienen am 19.07.2011
Bitter Sweets

Bitter Sweets

 (0)
Erschienen am 30.09.2008

Neue Rezensionen zu Roopa Farooki

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Deenglas avatar

Rezension zu "Half Life" von Roopa Farooki

Weglaufen nach Hause
Deenglavor 4 Jahren

Kurzmeinung

Die Hauptfigur Aruna ist absolut nicht sympathisch und egoistisch, aber die Geschichte insgesamt doch interessant und gut erzählt. 3 1/2 Sterne.

Inhalt

Die 31-jährige Aruna ist vor zwei Jahre ohne ein Wort aus Singapur abgehauen. Weder ihr damaliger Freund Jazz noch Freunde wissen, wo sie hingegangen ist.

Die Antwort: London. Dort hat sie einen Job und den Engländer Patrick geheiratet. Doch sie ist nicht wirklich glücklich und darum verschwindet sie wieder - dieses Mal fliegt sie zurück nach Singapur. Und dort warten sowohl Jazz als auch ihre Vergangenheit auf sie.

Meine ausführlichere Meinung

Vorneweg: Aruna hat bei mir - trotz allem, was sie durchgemacht hat - keinerlei Sympathiepunkte gewonnen. Sie handelt sehr egoistisch und ist sich durchaus bewusst, dass sie damit Menschen, denen wirklich etwas an ihr liegt, verletzt. Ich kann leider auch nicht nachvollziehen, wie andere sie lieben können. Insbesondere Patrick, ihr Ehemann. Es wird zwar gesagt, dass er sie nicht wirklich kennt, aber das war für mich doch ein bisschen schwer zu schlucken; Patrick für mich einfach zu perfekt.

Erzählt wird die Geschichte mal aus Sicht Arunas, mal aus der von Jazz sowie aus der von Jazz's im Sterben liegenden Vater. Sie springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her; dies äußerst geschickt. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ist die Geschichte doch relativ kurz; ein paar Seiten mehr wären meiner Meinung nach nicht verkehrt gewesen. Gut finde ich, dass das große Geheimnis letztendlich nicht geklärt wird bzw. geklärt werden kann. Ein wenig verwundert war ich über das Ende, da es meiner Meinung nach nicht so wirklich zu Aruna passte. Jazz gefiel mir ganz gut, hat er doch ein paar Ecken und Kanten mehr als Patrick, ist loyal und unglaublich hilfsbereit. Doch auch er war mir zu perfekt.

Am Interessantesten fand ich eigentlich Harin, Jazz's Vater. Wie der in die ganze Geschichte zwischen Aruna und Jazz hineinpasst, kann ich wegen Spoiler jedoch nicht verraten. Seine Szenen waren es, die mich am meisten berührt haben und seine Figur ist es auch, die für mich das Buch aus der Durchschnittlichkeit gerettet haben.

Fazit

Eine schnell zu lesende, tragische Geschichte mit einer relativ unsympathischen weiblichen Hauptfigur, die jedoch wegen der Umstände und der exotischen Settings sowie Einblicke in für mich unbekannte Kulturkreise dennoch lesenswert ist.

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Emilis avatar

Rezension zu "Als ich lernte zu fliegen" von Roopa Farooki

Farooki, Roopa - Als ich lernte zu fliegen
Emilivor 5 Jahren

Eine bewegende Geschichte von drei Geschwistern, die früh ohne Eltern geblieben sind. Der ältere Bruder, Schwester Lila und die jüngste Yasmin. Als Hauptthema des Romans ist die Geschichte von Yasmin, die an Asperger-Syndrom leidet, zu nennen. Wie lebten ihre Eltern damit, wie gehen ihre Geschwister mit dem nicht einfachen Leben als Angehöriger eines Menschen, der Asperger hat, um. Ein bewegender, lebhafter und authentisch wirkender Bericht. Eine Geschichte, die bewegt. Absolut lesenswert. Besonders für die Leser, die sich für die Geschichten über Menschen mit einem besonderen Schicksal, außergewöhnlichem Leben, interessieren. Mir hat die Geschichte große Lesefreude bereitet.

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Rezension zu "Als ich lernte zu fliegen" von Roopa Farooki

Als ich lernte zu fliegen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Roopa Farooki, eine mir bis dahin völlig unbekannte Autorin, führte mich in die Welt der in London lebenden Murphy-Geschwister. Eine Welt, in deren Mittelpunkt die autistische 19jährige Yasmin steht, deren Bedürfnissen sich das Leben der anderen stets unterzuordnen, zumindest anzupassen, hatte. Asif Murphy ist 23 Jahre alt. Der Not gehorchend hat er sein Studium abgebrochen und erduldet nun einen langweiligen, ihn unterfordernden Büroalltag. Sein Leben ist völlig anders als das von anderen jungen Männern in seinem Alter. Seit dem plötzlichen Tod der Mutter kümmert er sich aufopfernd um Yasmin, die am Asperger Syndrom, einer leichteren Ausprägungsform von Autismus, leidet. Sie hat Inselbegabungen, sieht beispielsweise Musik als Farben und erinnert sich minutiös an vergangene Erlebnisse. Sie braucht einen ganz geregelten Tagesablauf, Veränderungen kann sie nur schwer verkraften. Lila, die andere Murphy-Schwester, 1 Jahr jünger als Asif, ist ihm keine Stütze. Sie hält das alles nicht mehr aus. Sie will nicht mehr fremdbestimmt leben. Sie will leben wie Gleichaltrige, will ins Kino gehen, sich mit Freunden treffen. In manchen Momenten hat sie das Gefühl die Schwester oder deren Krankheit zu hassen. Nun lebt sie ihr eigenes Leben mit wechselnden Partnern und Jobs - und Neurodermitis. Doch als Yasmin davon berichtet, dass ein Fernsehteam in einer Dokumentation über sie und ihre Krankheit berichten will, bringt das die Geschwister an den Rand einer Katastrophe, denn Yasmin hat einen Plan. Die schwierige Situation, in der sich die Geschwister befinden, wird von der Autorin auf ganz beeindruckende Weise nachvollziehbar und berührend zugleich beschrieben, ebenso die problematische Kindheit von Asif und Lila, die nicht ohne psysischische Folgen blieb. So unterschiedlich die Geschwister auch in ihrem Wesen beschrieben sind, konnte ich für alle sofort viel Sympathie empfinden. Auch die etwas spezielle Lila, konnte ich mit ihrer Flucht aus der Familie sehr gut verstehen. Mit wechselnden Erzählperspektiven und Zeitschienen lässt Roopa Farooki ihre Leser Anteil haben am problematischen Alltag der Geschwister und sie baut Verständnis für jedes der Familienmitglieder auf eine sehr feinfühlige Art auf, ohne dabei auf irgendeine Art belehrend zu sein. Oft wird sie sehr deutlich, manchmal sogar drastisch, z.B. wenn sie von Lilas extremer Neurodermitis berichtet. Aber immer erzählt Roopa Farooki bildhaft, einfühlsam und ruhig. Auch wenn ich hier öfter über Krankheiten, psychische Probleme, familiäre Sorgen und auch Wut schrieb, ist dies kein tief trauriger problemüberladener Roman. Es gab durchaus auch witzige Begebenheiten, die mich zum Lachen brachten. Mit diesem Buch habe ich eine neue Autorin entdeckt, von der ich gern mehr lesen würde. Die hier vorgefundene Mischung aus Leichtigkeit des Erzählens und Tiefe der Gedanken hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dieses Buch empfehle ich gern weiter.

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