Roopa Farooki Als ich lernte zu fliegen

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Inhaltsangabe zu „Als ich lernte zu fliegen“ von Roopa Farooki

Yasmin weiß, dass sie besonders ist. Sie sieht Musik in Farben und braucht feste Tagesabläufe. Sie hat Asperger, eine Form von Autismus. Was sie nicht weiß: Wie sehr ihre Geschwister sie lieben - aber auch unter ihrer Krankheit leiden. Und dann fasst sie einen verheerenden Plan -

August2015

— InkiPinki
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  • Farooki, Roopa - Als ich lernte zu fliegen

    Als ich lernte zu fliegen
    Emili

    Emili

    17. February 2014 um 12:02

    Eine bewegende Geschichte von drei Geschwistern, die früh ohne Eltern geblieben sind. Der ältere Bruder, Schwester Lila und die jüngste Yasmin. Als Hauptthema des Romans ist die Geschichte von Yasmin, die an Asperger-Syndrom leidet, zu nennen. Wie lebten ihre Eltern damit, wie gehen ihre Geschwister mit dem nicht einfachen Leben als Angehöriger eines Menschen, der Asperger hat, um. Ein bewegender, lebhafter und authentisch wirkender Bericht. Eine Geschichte, die bewegt. Absolut lesenswert. Besonders für die Leser, die sich für die Geschichten über Menschen mit einem besonderen Schicksal, außergewöhnlichem Leben, interessieren. Mir hat die Geschichte große Lesefreude bereitet.

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  • Als ich lernte zu fliegen

    Als ich lernte zu fliegen
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 13:14

    Roopa Farooki, eine mir bis dahin völlig unbekannte Autorin, führte mich in die Welt der in London lebenden Murphy-Geschwister. Eine Welt, in deren Mittelpunkt die autistische 19jährige Yasmin steht, deren Bedürfnissen sich das Leben der anderen stets unterzuordnen, zumindest anzupassen, hatte. Asif Murphy ist 23 Jahre alt. Der Not gehorchend hat er sein Studium abgebrochen und erduldet nun einen langweiligen, ihn unterfordernden Büroalltag. Sein Leben ist völlig anders als das von anderen jungen Männern in seinem Alter. Seit dem plötzlichen Tod der Mutter kümmert er sich aufopfernd um Yasmin, die am Asperger Syndrom, einer leichteren Ausprägungsform von Autismus, leidet. Sie hat Inselbegabungen, sieht beispielsweise Musik als Farben und erinnert sich minutiös an vergangene Erlebnisse. Sie braucht einen ganz geregelten Tagesablauf, Veränderungen kann sie nur schwer verkraften. Lila, die andere Murphy-Schwester, 1 Jahr jünger als Asif, ist ihm keine Stütze. Sie hält das alles nicht mehr aus. Sie will nicht mehr fremdbestimmt leben. Sie will leben wie Gleichaltrige, will ins Kino gehen, sich mit Freunden treffen. In manchen Momenten hat sie das Gefühl die Schwester oder deren Krankheit zu hassen. Nun lebt sie ihr eigenes Leben mit wechselnden Partnern und Jobs - und Neurodermitis. Doch als Yasmin davon berichtet, dass ein Fernsehteam in einer Dokumentation über sie und ihre Krankheit berichten will, bringt das die Geschwister an den Rand einer Katastrophe, denn Yasmin hat einen Plan. Die schwierige Situation, in der sich die Geschwister befinden, wird von der Autorin auf ganz beeindruckende Weise nachvollziehbar und berührend zugleich beschrieben, ebenso die problematische Kindheit von Asif und Lila, die nicht ohne psysischische Folgen blieb. So unterschiedlich die Geschwister auch in ihrem Wesen beschrieben sind, konnte ich für alle sofort viel Sympathie empfinden. Auch die etwas spezielle Lila, konnte ich mit ihrer Flucht aus der Familie sehr gut verstehen. Mit wechselnden Erzählperspektiven und Zeitschienen lässt Roopa Farooki ihre Leser Anteil haben am problematischen Alltag der Geschwister und sie baut Verständnis für jedes der Familienmitglieder auf eine sehr feinfühlige Art auf, ohne dabei auf irgendeine Art belehrend zu sein. Oft wird sie sehr deutlich, manchmal sogar drastisch, z.B. wenn sie von Lilas extremer Neurodermitis berichtet. Aber immer erzählt Roopa Farooki bildhaft, einfühlsam und ruhig. Auch wenn ich hier öfter über Krankheiten, psychische Probleme, familiäre Sorgen und auch Wut schrieb, ist dies kein tief trauriger problemüberladener Roman. Es gab durchaus auch witzige Begebenheiten, die mich zum Lachen brachten. Mit diesem Buch habe ich eine neue Autorin entdeckt, von der ich gern mehr lesen würde. Die hier vorgefundene Mischung aus Leichtigkeit des Erzählens und Tiefe der Gedanken hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dieses Buch empfehle ich gern weiter.

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  • Rezension zu "Als ich lernte zu fliegen" von Roopa Farooki

    Als ich lernte zu fliegen
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    03. January 2011 um 09:59

    Asif lebt mit seinen beiden Schwestern Lila und Yasmin in London. Asif ist 23, Lila ein Jahr jünger. Yasmin ist 19. Die drei sind bereits Waisen. Als Asifs Mutter gestorben ist, hat er sein Studium abgebrochen, um wieder zu Hause zu leben und sich um seine Schwester Yasmin zu kümmern. Denn Yasmin hat das Asperger Syndrom – eine milde Form des Autismus. Yasmin braucht einen geregelten Tagesablauf; sie mag keine Abweichungen davon. Alles ist somit ganz genau geplant und durchdacht. Sie geht alleine zur Schule und steht kurz vor den Abschlußprüfungen. Yasmin ist sehr gut in der Schule; sie hat einen hohen IQ und kann sich sehr vieles merken. Sie weiß zum Beispiel genau, was sie an einem bestimmten Tag vor drei Jahren getragen hat. Ihr Gedächtnis ist unglaublich. Dafür fällt es ihr schwer, soziale Kontakte zu pflegen. Sie mag keinen Augenkontakt und keine Berührungen. Asif kümmert sich um Yasmin und sorgt für sie, und dabei geraten seine eigenen Bedürfnisse immer mehr in den Hintergrund. Seine Schwester Lila ist da ganz anders. Sie hat ihre eigene Wohnung und lebt in den Tag hinein. Ihre Frisuren wechselt sie so oft wie ihre Männer. Mal kleidet sie sich als Hippie, dann als Punker oder auch ganz bieder. Ihre Wohnung läßt sie verkommen; alles ist zugemüllt und vollgestellt. Sich selbst dagegen pflegt sie sehr; jeden Morgen braucht sie zwei Stunden im Badezimmer, um sich ausgehfertig zu machen. Sie hat Neurodermitis und schrubbt jeden Tag ihre Haut, bis sie wieder glatt aussieht. Asif und Lila hatten keine leichte Kindheit. Zwar sind sie geliebt worden von ihren Eltern, aber Yasmin stand immer im Vordergrund. Durch ihren Autismus hat sie immer die ganze Aufmerksamkeit bekommen, die sich auch Asif und Lila gewünscht hätten. Sie sind beide immer noch verbittert und auch ein wenig wütend auf Yasmin. Eines Tages überrascht Yasmin ihre Geschwister mit der Neuigkeit, daß ein Dokumentarfilm über Yasmin und ihr Leben gedreht werden soll. Asif ist skeptisch, und Lila ist sauer. Schon wieder dreht sich alles um Yasmin. Dann lernt Lila Henry kennen, ein Mitglied der Filmcrew. Henry ist fast blind und schafft es ganz langsam, Lila näherzukommen… Auch Asif macht eine neue Bekanntschaft. Im Büro trifft er zufällig auf Mei Lin und freundet sich mit ihr an… Yasmin dagegen hat ganz andere Gedanken. Sie merkt plötzlich, daß ihre Sehkraft nachläßt, und durch den Filmdreh kommen ihr zusätzlich noch Fragen in den Sinn, die sie sich früher nie gestellt hat. Ist sie glücklich? Hat sie Hoffnung? Meine Meinung: Ein ganz außergewöhnliches und sehr beeindruckendes Buch! Ich habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen und auch danach hat es noch lange bei mir nachgewirkt. Das mag ich an Büchern. Es gibt sehr viele Bücher, an die ich mich kaum noch erinnern kann, sobald ich sie zugeklappt habe. Das ist bei „Als ich lernte zu fliegen“ absolut nicht der Fall. Die drei Protagonisten Asif, Lila und Yasmin sind alle auf ihre eigene Art sehr eindrucksvoll, und die Autorin schafft es mit ihrem Erzählstil, daß der Leser sich diese drei Figuren wirklich sehr real vorstellen kann. Fast ist es, als stünde man beim Lesen neben ihnen; als würde man sie tatsächlich eine Weile auf ihrem Weg begleiten. Es gelingt der Autorin auf sehr einfühlsame und doch sehr bildliche Weise, über Autismus und Neurodermitis so zu erzählen, daß selbst ein unerfahrener Leser sich mehr unter diesen Krankheitsbildern vorstellen kann. Zudem ist es ein wirklich tolles Buch, das von Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen gelesen werden kann! Ich kann es jedem nur empfehlen!

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