Sauna mit Nachbar

von Roope Lipasti 
4,5 Sterne bei6 Bewertungen
Sauna mit Nachbar
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Eine tolle Geschichte mit einem leisen, skurrilen Humor.

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Eine Geschichte die dich mit nach Finnland nimmt und leise von sich erzählt.

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Inhaltsangabe zu "Sauna mit Nachbar"

Er lebt auf einem alten Bauernhof im ländlichen Finnland und hat nichts zu tun – für einen alleinstehenden Geschichtslehrer um die fünfzig können die Sommerferien sehr lang sein. Da bietet der chaotische Nachbar ein dankbares Forschungsobjekt. Er ist begeisterter Heimwerker, bringt jedoch keines seiner ambitionierten Projekte zu Ende. Gerade hat er ein neues angefangen, eine Sauna. Der Geschichtslehrer bemerkt, dass seine schöne Nachbarin das Projekt ihres Mannes nicht unterstützt, und beginnt, es ebenfalls zu sabotieren. Als sich der Nachbar versehentlich mit einer Nagelpistole in den Bauch schießt und ins Krankenhaus muss, sieht der Geschichtslehrer seine Chance gekommen, das Herz der Nachbarin zu erobern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453421752
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine tolle Geschichte mit einem leisen, skurrilen Humor.
    Leiser, skurriler Humor.

    Beginn der Geschichte:
    Zu Anfang lernen wir den Protagonisten kennen, der seinen Nachbar dabei beobachtet, wie dieser von der Müllkippe wiederkommt, bei der er seinen Müll entsorgt hat. Wie immer hat er einige Dinge mitgebracht, die er für brauchbar hält. Die beiden kommen ins Gespräch, der Nachbar erzählt, dass seine Frau seine Leidenschaft für noch eventuell brauchbare Dinge nicht versteht, außerdem erzählt er dem Protagonisten, dass er eine Sauna bauen möchte.

    Figuren:
    Der Protagonist ist ein verwitweter Geschichtslehrer, der gerade Ferien und deswegen Langeweile hat. Er kommt in der Geschichte arrogant rüber und ist ziemlich von sich überzeugt. Er legt großen Wert darauf, dass aer seine Dinge akkurat erledigt, stets sieht man ihn gut gekleidet.
    Sein Nachbar ist genau das Gegenteil von ihm. Er ist die Ruhe in Person, kann auch mal alle fünfe gerade sein lassen, sogar dann, wenn der Lehrer ihm bei seinem Werkeln im Weg rum steht oder sich an seine Frau ran macht. Arbeiten, die er beginnt, bleiben schon mal unbeendet.
    Kurz gesagt, die beiden sind das komplette Gegenteil voneinander, was den Reiz der Geschichte ausmacht.

    Schreibstil:
    Roope Lipasti schreibt sehr flüssig und ruhig, trotzdem schildert er die Ereignisse mit einem skurrilen Humor, der ohne Gassenhauer auskommt, was mir sehr gut gefallen hat. Gerade die Gegensätze der beiden Nachbarn beschreibt er sehr detailliert, weshalb ich schnell in die Geschichte abtauchen konnte, und sofort verstanden habe, was er mit der Geschichte ausdrücken will.

    Plot:
    Der Lehrer besucht seinen Nachbar häufig und schaut ihm bei seinen Vorhaben zu, erscheint aber immer in sauberer Kleidung, damit er ja nicht in Verlegenheit kommt, mit anpacken zu müssen. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Lehrers und durch die Dialoge erzählt, die sich hauptsächlich um allgemeine Themen, wie Kinder, Ehe und Gesellschaft drehen.

    Fazit:
    Mir hat der Roman so gut gefallen, dass er von mir 5 Sterne bekommt, weil die Geschichte so außergewöhnlich ist und ich den Schreibstil wirklich großartig finde. Geeignet ist dieses Buch für Leser, die originelle Figuren mögen und vor Skurrilität in Geschichten nicht zurückschrecken.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor einem Jahr
    Leiser Humor, eigenwillige Charaktere und ländliches Finnland

     Man reist in eine ländliche Gegend von Finnland, wo sonst nicht sehr viel passiert und man die Ruhe genießen kann. Jedoch nur dann, wenn man keinen Nachbarn hat, der stets neue Bauprojekte plant und in Angriff nimmt. Diese werden mit viel Enthusiasmus gestartet und enden in der Regel nie oder unvollendet.
    Der eine Nachbar ein Hobbyhandwerker, ein Chaot und Vater von sechs Kindern, der dem Leben zugetan ist und viel ausprobiert, er lässt vieles wieder liegen, schafft Platz für neue Ideen und sorgt dabei für Chaos und (teilweise) für Unzufriedenheit bei den Mitmenschen. Der andere ist ein Pendant, sauber, ordentlich und manchmal missgünstig. Er ist gefangen in seinen eigenen Strukturen, der Routine und seiner kleinen Welt.  
    Beide sind nun durch das Saunaprojekt miteinader verbunden. Der eine werkelt, schraubt und schleppt, der andere schaut zu, kommentiert und entwickelt erotische Träume mit der Nachbarsfrau. Zudem manipuliert und sabotiert er die Arbeit, er schafft Ärger und versucht das Projekt zu untergraben und scheitert doch an der Lebenslust des Anderen. So manches Mal möchte man den Hobbyhandwerker bei der Hand nehmen und helfen und den Lehrer einen kleinen Schubs ins laute, bunte Leben geben, aber sie schaffen es auch so. 
    Alles wird ganz unaufgeregt beschrieben (wenn auch manchmal etwas holprig). Der schwarze und skurrile Humor lässt den Leser immer wieder schmunzeln. Die Charaktere sind wie Feuer und Wasser bzw. ist für den einen das Glas halb voll, so ist es für den anderen schon halb leer. Der Autor beschreibt die Charaktere so detailliert und mit Herzblut, dass man sie genau vor dem Auge hat.  So manche Szene, manche Aussage regt zum Nachdenken und Hinterfragen von eigenen Erfahrungen und Situationen an.

    Das Buch hat einen leisen skurrilen Humor, eine Geschichte, die recht überschaubar und doch interessant ist und Charaktere, die zwei Seiten der Gesellschaft widerspiegeln.

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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die dich mit nach Finnland nimmt und leise von sich erzählt.
    "Die Ewigkeit ist eine kurze Zeit. Ein paare Jahre, sagte ich..."

    "Die Ewigkeit ist eine kurze Zeit. Ein paare Jahre, sagte ich..."

    Ein ruhiger Sommer im ländlichen Finnland. Der Geschichtslehrer hat Ferien und langweilt sich ein wenig. Er ist Witwer und ein Mensch mit einem starken Ordnungsempfinden.

    Das Nachbargrundstück wird durch Chaos beherrscht. Eine Familie mit sechs Kindern wohnt dort und der Hausherr ist ein richtig guter Heimwerker. So wird in diesem Sommer eine Sauna gebaut. Zu erwähnen sei natürlich auch, dass der gute Mann viele Projekte anfängt und sie nicht beendet.

    Aus anfänglichen Gesprächen über den Zaun kann der Geschichtslehrer nicht an sich halten und geht rüber zum Nachbarn. Er sieht ihm beim Arbeiten zu und gibt hilfreiche Tipps. Aber der Nachbar ist ein Mann, der in sich ruht und gerne das tut, was er sich so ausgedacht hat. Ob das nun immer das ist, was am einfachsten sein kann, sieht nur er so, denn der Geschichtslehrer schüttelt oftmals nur mit dem Kopf. Aber er geht nun täglich rüber, weil er sehen will, ob der Nahbar als Heimwerker wirklich schaffen kann, was er sich vorgenommen hat.

    Die Kinder treten eher in den Hintergrund, nur die Ehefrau nimmt an den Bauarbeiten teil, scheint aber nicht immer einer Meinung mit ihrem Mann zu sein.

    Ein Unfall unterbricht den Bau und der alternde Geschichtslehrer sieht nun seine Chance der Ehefrau näher zu kommen. Ist es seine Fantasie die ihn leitet oder ist da etwas zwischen den Beiden?

    Fazit:

    Der Autor Roope Lipasti schreibt hier einen Roman, der den Leser mit nach Finnland auf einen Bauernhof nimmt.

    Der Schreibstil ist klar und gut lesbar. Der leise Ton, der feine Humor und auch die Geschichte macht es mir als Leser leicht, das Buch in einem Zuge auszulesen. Einige wenige Stellen sind etwas holperig, aber das stört nicht wirklich. Viele Sätze sind sehr schön und tiefsinnig. Das verleitet den geneigten Leser eventuell dazu, über sein eigenes Leben zu sinnieren.

    Was ich besonders bemerkenswert finde, ist, dass der Autor hier fast gänzlich Charakter namenlos durch die Seiten ziehen lässt. Einzig Emilia, die Ehefrau des Heimwerkers wird benannt. Aber dennoch beschreibt er die Protagonisten so bildlich, dass ich sie mir direkt vorstellen kann. Ich mag den Heimwerker am liebsten. Er ist ein so ruhiger und ausgeglichener Mensch, der trotz seiner vielen Fehlprojekte, nicht lockerlässt und niemals aufgibt. Auch die sechs Kinder werden sehr interessant beschrieben.

    Das ganze Buch ist in der Ichperspektive geschrieben, was mir eigentlich nicht liegt. Hier aber passt es sehr gut zu der Geschichte.

    Ich vergebe hier gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor einem Jahr
    mal eine ganz andere, leise, aber doch ausgesprochen gute Geschichte…

    Meine Meinung:

    Ich habe das Cover gesehen und musste erstmal über die gestrickte Unterhose oder Badehose lachen. Insgesamt sieht das Cover von weitem aus, aus wäre das Buch in einen „Strickumschlag“ gewickelt. Sehr lustig.

    Das Buch selbst enthält eine Geschichte, wie ich sie ehrlich gesagt noch nicht gelesen habe. Ein wenig abgefahren, skurril und doch irgendwie so normal, wie man sich zwei Männer beim Saunabau in Finnlands abgelegenen Wäldern vorstellt.

    Das Buch handelt tatsächlich in der Gänze vom Saunabau. Es beginnt mit dem Traum des Nachbarn eine Sauna zu bauen, der ersten Organisation und endet mit der Umsetzung bis zum letzten „Stein“.

    Während des Bauens lernt der Leser einerseits den für mich sehr komischen, rechthaberischen und in sich gekehrten Geschichtslehrer und seinen Nachbarn, den 6-fachen, sehr chaotischen, etwas einfach gestrickten Nachbarn besser kennen. Beim Lesen erfährt man aber auch einiges über die Vergangenheit des Lehrers, wobei mit dieser nicht alle seine Eigenheiten und Skurrilitäten erklärt werden. Sein Verhalten, vor allem seine fehlende soziale Kompetenz,  hat meine Nerven nicht nur einmal strapaziert.

    Der chaotische Nachbar ist ein Schaffer, ein Träumer, der sich mehr wehren könnte und auch mal seine Meinung sagen. Das tut er aber nicht, dafür ist er nicht gemacht.

    Der Saunabau ist aber meiner Meinung nach nur die Hintergrundgeschichte. Im Vordergrund stehen viele Gespräche der beiden Männer, die ich teilweise überaus witzig, oft aber auch nur genial fand. Denn dabei kommen immer wieder Alltags- bzw. Lebensweisheiten ans Licht, die mich dazu gebracht haben, für mich alleine darüber nachzudenken.

    Beispiele:

    „Ich fege den Schnee so sauber weg, dass der Hof wie geleckt ist und sich die Schneewälle schnurgerade ziehen. Das zeigt, wie man sein Leben im Griff hat. “ (S. 52)

    „Der Mensch wird für den Partner zu rasch zur Selbstverständlichkeit.“ (S. 64)

    „Sind die Erwartungen gering, kann man nur Erfolg haben.“ (S. 81)

    aber auch:

    „…(…) .beschloss ich auszuprobieren, wie es ist, als Frau zu putzen. Ich weiß nicht, warum, aber ich zog mir einen Damenslip an – (….)! (S. 64/65)

    Fazit:

    Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken macht klar, dass das Buch eine mal ganz andere Geschichte enthält. Viel passiert hier eigentlich nicht, das Ende ist für alle Gedanken offen und den Sinn der Geschichte muss jeder für sich selbst entdecken.

    Ich fand das Buch überraschend eingängig. Eine eher leise, aber interessante Geschichte mit tiefgreifenden Gedanken und einem gewissen Maß an Skurrilität. Mancher würde sagen: irgendwie eigenartig…

    (4 / 5)

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    Alesks avatar
    Aleskvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Amüsant und etwas skurril. Ein schönes, ruhiges Buch zum Schmunzeln.
    schräge Geschichte über zwei unterschiedliche Leben

    Sommer im ländlichen Finnland. Ein alleinstehender Geschichtslehrer, Mitte Fünfzig, hat in den Sommerferien mehrere Wochen Urlaub.
    Seine einzige Beschäftigung besteht darin, Haus und Hof penibel sauber und ordentlich zu halten, und seinen direkten Nachbarn bei dessen Aktivitäten zu beobachten.

    Auf dem Hof des Nachbarn geht es eher chaotisch zu, zahlreiche angefangene Projekte, Baumaterialien und Spielzeug der sechs Kinder sind über das Grundstück verstreut. Er ist ein begeisterter Handwerker, sein nächstes Bauvorhaben, eine große Saunahütte mit dazugehörigem Teich, geht er tatkräftig an, obwohl er beim Handwerken durchschnittlich begabt ist und zur Improvisation neigt. Seine Frau steht den Arbeiten eher skeptisch gegenüber, was den Lehrer zu so mancher unfairer Aktion verleitet, da er die nette Nachbarin mehr als nur sympathisch findet.

    Der Klappentext von „Sauna mit Nachbar“ von Roope Lipasti, hat mich direkt angesprochen. Die etwas schräge und skurril anmutende Geschichte wollte ich unbedingt lesen, und wurde nicht enttäuscht, da sie tatsächlich mal was anderes ist. Das gestrickte Buchcover mit der Badehose drauf, lässt mich schmunzeln, wie das ganze Buch.

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Geschichtslehrers erzählt, er ist ein Besserwisser, nach außen freundlich, in seinen inneren Monologen stellt er seinen Nachbarn als einen Naivling hin. Für mich keine sympathische Figur, er ist manipulativ und sabotiert oftmals die Arbeiten des anderen. Man erfährt aber auch seine persönliche Geschichte und entwickelt ein bisschen Mitgefühl für diese verschrobene Person.
    Die Beiden sind grundverschieden. In ihren (Männer-)Gesprächen geht es oft um Frauen, Kinder, Partnerschaft und die Gesellschaft allgemein. Ihre Ansichten und Argumentationen waren für mich oft amüsant, ebenso wie ihr Frauenbild.
    Der Schreibstil ist ruhig und sanft, es passiert nicht viel, außer der vielen Gespräche zwischen den beiden. Alle Personen bleiben im Buch namenlos, bis auf eine Ausnahme zum Ende hin, die ich hier nicht verraten werde.

    Ein ruhiges, amüsantes, und durch seinen gemütlichen Schreibstil nettes Buch über gegensätzliche Lebenskonzepte, Einsamkeit und Gefühle.
    Auch für ambitionierte Hobbyhandwerker zu empfehlen.

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbare Philosophie, dabei dennoch leicht und humorvoll. Ein tolles Buch!
    Zwei Welten kreisen umeinander

    Der verwitwete Geschichtslehrer hat in den Ferien wenig zu tun und so schließt er sich immer enger an den Nachbarn an. Dieser werkelt an immer neuen Projekten, verwendet für vieles Dinge, die in den Augen des Lehrers Abfall sind und ist die Ruhe in Person. Nichts bringt ihn aus dem Takt. So lässt er sich auch vom Lehrer ein wenig auf die Nerven gehen. Er akzeptiert sogar, dass dieser ständig im Weg steht und nie hilft. Sogar die kaum versteckten Annäherungsversuche an Emilia lassen ihn kalt, doch der Lehrer, der sich so viel intelligenter hält, lernt in der Zeit des Saunabaus mehr fürs Leben, als er je gedacht hätte …

    Im ganzen Buch hat nur die Nachbarin einen Namen: Emilia. Der Geschichtslehrer und der Nachbar bleiben namenslos, ebenso die Kinder der Nachbarsfamilie. Das liest sich gar nicht so schlecht, wie man glauben möchte, aber beim Erzählen darüber klingt es schon schräg.

    Der Humor des Buches ist leise, man muss selten laut auflachen. Das ist in meinen Augen jedoch kein Fehler oder Nachteil! Die Story ist lakonisch und steckt voller Philosophie. Wenn man sich dafür öffnet, mag man nicht nur den vermeintlich weniger intelligenten Nachbarn sehr gern, sondern auch den überheblichen, von sich überzeugten und dadurch eher unsympathischen Geschichtslehrer. Für mich persönlich war die Tatsache, dass der Lehrer ausgerechnet Geschichte unterrichtet, besonders witzig – hatte ich doch tatsächlich einen Geschichtslehrer, der sich selbst für unfehlbar und die Krönung überhaupt hielt.

    Der Unterschied zwischen den beiden Protagonisten könnte größer nicht sein: ein verwitweter Akademiker, stur und überakkurat gegen einen sechsfachen Vater, der alles locker und mit Ruhe nimmt, sich auf Experimente einlässt und der bei nichts pedantisch ist.

    Die Sprache des Buches ist leise und sanft, dennoch steckt ganz viel Weisheit darin. Die vermeintlich unintelligente Handlungsweise des Nachbarn wird immer mehr zur schlaueren Lebensart und gibt dem Leser damit unweigerlich zu denken. Ob Schwächen wirklich immer schlecht und hinderlich sind, wo Freundschaft beginnt und welche alternativen Reaktionen es für alle Situationen gibt, das zeigt Roope Lipasti ganz ohne moralisch erhobenem Zeigefinger. Es kann immer einer vom anderen lernen, auch wenn der erste Eindruck das nicht gleich erkennen lässt. Lipastis Philosophie ist einfach, aber effektiv.

    Mir haben die 240 Seiten nicht nur gefallen, sie haben mir auch gut getan. Dennoch muss ich einen Stern abziehen, da mich die Story auf halber Strecke kurz verloren hatte und ich neu ins Buch finden musste. Dennoch kann ich das Buch guten Gewissens empfehlen. Deshalb gebe ich vier Sterne!

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