Inhaltsangabe:
Nachdem John in einer Unterführung bei strömenden Regen seinen platten Hinterreifen am Mietauto gewechselt hat, macht er zufällig Bekanntschaft mit der 15-jährigen Hannah. Das Mädchen wurde selbst von dem plötzlich aufkommenden Unwetter überrascht, als dieses mit ihrem Fahrrad unterwegs war. Bei dem Versuch so schnell wie möglich nach Hause zu kommen, ist der Teenager aus Versehen über eine Glasscherbe gefahren, die ihm ebenfalls einen Platten bescherte. Da es weit und breit keine Anwohner gibt und beide keinen Handyempfang haben um Hilfe zu holen, erklärt sich John bereit, die Heranwachsende ein Stück mitzunehmen.
Durch eine Baustelle, die den regulären Straßenverlauf versperrt, wird John gezwungen einen anderen Weg einzuschlagen. Obwohl Hannah in der Nähe wohnt, kennt sie sich nach einiger Zeit zielloser Fahrerei selbst nicht mehr aus. Völlig orientierungslos fahren die beiden umher, bis John durch Zufall das Café der Fragen entdeckt und sofort die Richtung dort hin ändert. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem leckeren Essen, wärmt sich der 50-jährige Familienvater in dem Lokal auf, hingegen Hannah äußerst skeptisch dem Ganzen gegenübersteht. Während John nach einer kurzen Unterhaltung mit den dort angestellten Personen wieder auf dem Weg zum Auto ist, lässt er den Teenager dort zurück. Doch der einstige Manager verspricht Hannah, dass sie in diesem mysteriösen Café alle Hilfe bekommt, die sie benötigt. Mit dem aufrichtigen Rat sich einen Ruck zu geben und wieder in das Lokal hinein zu gehen um mit Casey zu sprechen fährt der 50-jährige schlussendlich davon.
Und tatsächlich: Hannah überwindet sich und öffnet zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Gefühle Fremden gegenüber. Die Bedienung Casey, der Koch Mike und dessen Tochter Emma können längst erahnen, unter welchen schrecklichen Lebensumständen sich die 15-jährige befindet. Alkohol- und drogenabhängige Eltern, Armut und ein Traum der für sie schier unmöglich zu sein scheint, beschäftigen den zurückhaltenden Teenager tagtäglich.
Doch Casey, Mike und Emma bestärken Hannah in ihren Träumen und Zielen. Als auch noch ein älterer Gast namens Max sich dem Mädchen annimmt, wächst in ihr der Mut ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen und aus ihrem Hamsterrad auszubrechen...
Eigene Meinung:
"Überraschung im Café am Rande der Welt - Eine Erzählung vom Suchen und Finden" ist inzwischen John Strelecky´s vierter Band. In diesem Teil löst die 15-jährige Hannah den beliebten Protagonisten John ab, der aus den Vorgängerbüchern bereits bekannt ist.
Hannah, deren Leben noch komplett vor ihr liegt ist absolut verzweifelt. Von ihren alkohol- und drogenabhängigen Eltern vernachlässigt, mittellos und völlig einsam hat diese früh lernen müssen selbstständig zu werden. Dass sie dabei jedem und allem skeptisch gegenübersteht, ist dabei selbstredend. Besonders die Gespräche zwischen Mike's Tochter Emma und Hannah haben mich sehr berührt, da die beiden Mädchen fast im selben Alter sind und die unterschiedlichen Erziehungsmethoden sehr kontrastreich ausgeführt wurden.
Da ich mich sehr an den ehemaligen Manager John gewöhnt habe, war ich persönlich etwas traurig, dass dieser nur eine sehr kleine Nebenrolle in dem Buch hatte. Doch die Geschichte rund um Hannah und ihre Entwicklung durch das Café am Rande der Welt haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war wie immer flüssig und angenehm zu lesen und auch die bunten Illustrationen fand ich wieder schön. Für mich ein zusätzliches Highlight zum Buch.
Fazit: Ein kluges und einfühlsames Buch, mit viel Liebe zu seinen Figuren.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Root Leeb

Lebenslauf
Neue Bücher
Das Café am Rande der Welt
Der fliegende Baum
Alle Bücher von Root Leeb
Das Café am Rande der Welt
Wiedersehen im Café am Rande der Welt
Auszeit im Café am Rande der Welt
Safari des Lebens
Überraschung im Café am Rande der Welt
Märchen aus Malula
Gespräche auf dem Meeresgrund
Folge dem Rat deines Herzens und du wirst bei dir selbst ankommen
Neue Rezensionen zu Root Leeb
Inhaltsangabe:
Wenn sich John freiwillig für einen Anzug entscheidet, dann hat dies einen Grund: in diesem Fall war es die Beerdigung seines kürzlich verstorbenen Patenonkels. Mit diesem verbindet der einstige Manager wunderschöner Kindheitserinnerungen, in denen sie gemeinsam mehrere Tage Campingurlaub mitten in der Natur machten. Die enge Bindung hielt auch weiterhin an, als John größer wurde und mit seinem Studium anfing und wegzog. Über einen regelmäßigen Briefkontakt tauschten sich die beiden aus bis dieser mit der Zeit immer weniger wurde - nicht zuletzt, durch John's regelmäßige Umzüge in neue Städte.
Jetzt, viele Jahre später bereut der inzwischen 50-jährige sich nicht früher bei seinem Patenonkel gemeldet zu haben und bemerkt zum ersten Mal bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Geplagt voller Trauer und Selbstzweifel macht sich der Vater einer inzwischen 8-jährigen Tochter bei strömenden Regen auf den Weg zum Flughafen, da in wenigen Stunden bereits sein Abflug nach Hause zu seiner Familie bevorsteht. Doch die Fahrt mit dem Mietauto dorthin, verläuft alles andere als reibungslos. Nicht nur das immer stärkere werdende Unwetter zwingt John zum Anhalten, auch ein platter Hinterreifen mitten im Nirgendwo und ohne Handyempfang bringen ihn an seine Grenzen. Verzweifelt und genervt versucht er die Autopanne zu beheben. Dabei bekommt John spontan Gesellschaft von der 15-jährigen Hannah, die ebenfalls von dem aufkommenden Unwetter überrascht wurde.
Auch ihr Fahrrad hat einen Platten, sodass John sich bereit erklärt hat, diese ein Stück mitzunehmen. Gemeinsam fahren die beiden orientierungslos umher, bis der 50-jährige ein bekanntes Licht in der Ferne erblickt. Das Café der Fragen steht nicht unweit von ihm entfernt, sodass er umgehend der Straße folgt die zu dem Lokal führt.
Mittlerweile zum dritten Mal betritt der Familienvater das mysteriöse Café - dieses Mal in Begleitung der kleinen Hannah, die dem Ganzen äußerst skeptisch gegenübersteht.
Die spontanen Gäste werden von Casey herzlich begrüßt, sowie von Mike und seiner Tochter der inzwischen 19-jährigen Emma.
John wird erfahren, was es bedeutet älter zu werden und welche Bereicherung dies für sein eigenes Selbst, aber auch für andere sein wird...
Eigene Meinung:
In John Strelecky's drittem Teil findet der Protagonist John nach weiteren zehn Jahren wieder zurück zum Café der Fragen. Dieses Mal sind die Umstände weniger erfreulich, denn der ehemalige Manager kommt direkt von der Beerdigung seines geliebten Patenonkels. Schmerzlich wird ihm bewusst, wie schnell die Zeit vergangen ist, denn immer wieder treten Erinnerungsfetzen aus seiner Kindheit zum Vorschein, die John mit seinem Patenonkel beim Angeln oder beim Campingurlaub zeigen. Obwohl er nun Vater einer inzwischen 8-jährigen Tochter ist, scheint er erneut orientierungslos zu sein, wie einst vor zwanzig Jahren, als er den Sinn seines Lebens noch nicht erfassen konnte. Mit Hilfe des Lokals und seinen Bediensteten Casey und dem Koch Mike fand John mit 28 Jahren im ersten Teil zurück zu seinem eigenen Selbst. In Band zwei hingegen, wird John sogar selbst zum Mentor und berichtet über seine Erfahrungen und seinem selbst entwickelten Lebensmodell. Doch in diesem Band überkommt dem 50jährigen Mann nun eine Midlife-Crises die seine bisher erlebten Abenteuer in Frage stellen. Erneut müssen Casey und Mike dem verzweifelten Familienvater durch Metaphern und Lebensweisheiten auf die Sprünge helfen, die nicht nur John gedanklich völlig neue Wege aufzeigen, sondern auch dem Leser. Wieder einmal schafft es der Autor in einem stimmungsvollen Ambiente eine lebensbejahende, tiefgreifende Geschichte zu verfassen, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Zwar hätte ich mir gewünscht, noch ein paar weitere Einzelheiten über John und seiner privaten Situation zu erfahren, doch der Autor hat vermutlich ganz bewusst auf diese Fakten verzichtet. So fühlen sich mehr Leser angesprochen und die Geschichte wird nicht mit vielen Kleinigkeiten abgelenkt.
Nachdem mir der zweite Teil nicht ganz so gefallen hat, konnte mich Strelecky dieses Mal wieder voll überzeugen. Während im Vorgängerband die Szenen teilweise extrem in die Längen gezogen wurden, hat der Autor dieses Mal einzelne Themen nur oberflächlich angedeutet. Manchmal hätte ich mir dann doch noch etwas mehr Input gewünscht. Trotz allem eine bisher sehr gelungene Buchreihe.
Fazit: Eine seichte Geschichte mit vielen Anekdoten die das Leben beschreiben. Gefühlvoll und inspirierend!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
John ist, wie so viele von uns, gefangen im Hamsterrad seines geschäftigen Alltags. Mit klarem Fokus auf beruflichen und finanziellen Erfolg sehnt er sich nach Erholung und Regeneration. Auf dem Weg in den langersehnten Urlaub verfährt er sich kolossal und landet in einem ganz besonderen Café mitten im Nirgendwo...
Wer kennt diesen Titel nicht? Ich gehöre zu den Wenigen, die ihn bis dato nicht gelesen hatten. Als dann, zugegben zu einem sehr passenden Zeitpunkt in meinem Leben, ein Exemplar von "Das Café am Rande der Welt" zu verschenken in einer Bushaltestelle lag (kein Scherz), musste ich nicht lange überlegen und habe das Buch mitgenommen. Ohne Frage habe ich auch direkt zu lesen begonnen 😅
Ich war überrascht, was für ein dünnes Büchlein diese Legende ist, die John Strelecky unsterblich machte. Was mich noch mehr überraschte war jedoch der ganz simple Stil, in dem diese kurze Erzählung abgefasst ist. Wer große Lyrik erwartet, wird hier bitter enttäuscht. Die wahre Größe und Stärke dieses Büchleins liegen im schwergewichtigen Inhalt, der so unscheinbar daherkommt.
Ob der Inhalt dieser Erzählung mit einem resoniert, dürfte sehr von der aktuellen Lebenssituation und der Offenheit Sinn und Bestimmung gegenüber abhängen. In diesem Sinne habe ich durchaus verstanden, warum das Buch weltweit so gut ankommt. Gleichermaßen bin ich doch auch überrascht, dass es so ein Riesenerfolg ist, wo es so unscheinbar und schlicht daherkommt.
Gespräche aus der Community

Ab 20. November möchte ich zu "Hero. Impressionen einer Familie" eine Leserunde starten. Der ars vivendi verlag stellt freundlicherweise gleich 10 Exemplare zur Verfügung, für die ich euch sofort bewerben könnt...
Das Thema ist "novembrig", aber dennoch humorvoll. Lasst euch überrraschen…
Es geht um einen an Krebs erkrankten Vater, Patriarch einer Großfamilie, um Familienangehörige, die sich alle flugs in Fachleute zu diesem Thema verwandeln und es geht um eine, immer übersehene Tochter, Nele, die dann als einzige weiß, was zu tun, bzw. nicht mehr zu tun ist. Und es geht um eine Liebesgeschichte zwischen dieser Nele und einem Nigerianer.
Hero, ein Vater, der versagt hat. Fünf erwachsene Kinder, die keinerlei Gefühl der Zusammengehörigkeit verbindet. Und ein Hochzeitsfest auf Mallorca, bei dem Nele, die »unsichtbare« Tochter, fehlt. Doch als Hero an Krebs erkrankt, ist es genau diese eine, die sieht, was zu tun ist. Sie akzeptiert den mitunter skurrilen Umgang ihres Vaters mit dem Sterben, konfrontiert ihn mit ihrer Liebe zu dem Nigerianer Ken und gewinnt durch ihre Entschlossenheit nach und nach den Respekt Heros. Kurz vor seiner letzten Einweisung ins Krankenhaus überreicht er ihr einen geheimnisvollen Karton. Erst nach seinem Tod soll Nele den Inhalt an Mutter und Geschwister verteilen ... Ein Roman vom Leben und vom Abschiednehmen: schnörkellos, ehrlich, bisweilen komisch. Und zugleich auf faszinierende Weise zart und sensibel.
Bewerben könnt ihr euch bis zum 19. November!
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