Root Leeb

 4.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Root Leeb

Lebenslauf von Root Leeb

Geb.1955 in Würzburg Studium Germanistik und Philosophie in München M.A. Studium Sozialpädagogik in München Dipl. Soz.Päd.FH Deutschlehrerin für Ausländer, Straßenbahnfahrerin seit 1991 freischaffende Autorin und Künstlerin

Alle Bücher von Root Leeb

HERO – Impressionen einer Familie

HERO – Impressionen einer Familie

 (9)
Erschienen am 01.08.2014
Don Quijotes Schwester

Don Quijotes Schwester

 (1)
Erschienen am 15.09.2015
Mittwoch Frauensauna

Mittwoch Frauensauna

 (1)
Erschienen am 07.08.2001
Tramfrau

Tramfrau

 (0)
Erschienen am 02.02.2003
Die dicke Dame und andere kurze Geschichten

Die dicke Dame und andere kurze Geschichten

 (0)
Erschienen am 05.08.2013
Mittwoch Frauensauna

Mittwoch Frauensauna

 (0)
Erschienen am 01.03.2007
Tramfrau

Tramfrau

 (0)
Erschienen am 01.09.2008
So stark

So stark

 (0)
Erschienen am 04.10.2012

Neue Rezensionen zu Root Leeb

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Rezension zu "Don Quijotes Schwester" von Root Leeb

Es grüßt Arak
YukBookvor 3 Jahren

Wenn AnnaRosa eine reale Figur wäre, würde sie sicher jeden Tag Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Es hat schon seinen Grund, warum sie als "Don Quijotes Schwester" bezeichnet wird. So lautet auch der Titel des Romans von Root Leeb, in dem die Protagonistin entschlossen ist, bedürftigen Menschen zu helfen – das heißt, nicht nur Menschen: Als Kind versucht sie, Schweine zur Freiheit zu verhelfen, was ihr gehörig misslingt. Dieses einschneidende Erlebnis verstärkt nur noch mehr ihr Helfersyndrom.

Sie beschließt, Ethnologie und Archäologie zu studieren, um alles über die Menschheit und deren Geschichte zu erfahren. Es ist berührend und amüsant zugleich, wie ernst sie ihre Mission nimmt, die Welt zu verstehen, einzugreifen und aufzurütteln. An Ideen mangelt es ihr wahrlich nicht. So verfolgt man – mal schmunzelnd, mal mit Entsetzen  – wie sie aus Mitleid einen Libanesen heiratet, um ihn vor der Abschiebung zu retten, Obdachlosen eine ungewöhnliche Unterkunft vermittelt und die Stadtlandschaft Wuppertals gestalterisch verändert.  Bemerkenswert ist, dass sie sich keiner Organisation anschließt. Sie hat ihre eigenen Methoden und akzeptiert lediglich die Hilfe ihrer Mitbewohnerin Kerstin, mit der sie ihre Samariterträume auslebt und ihre Aktionen mit „Es grüßt Arak“ unterzeichnet.

Ihre Schwester Melissa versucht vergeblich, sie davon zu überzeugen, dass man manche Dinge nicht ändern kann. Verständnis findet AnnaRosa lediglich bei ihrem Professor, in den sie sich leidenschaftlich verliebt und der eine ganze andere zärtliche Seite der Retterin zum Vorschein bringt. Ein sehr zeitgemäßer Roman mit viel Herz und Humor, der unterhält und zum Nachdenken anregt.

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Andre_Wieslers avatar

Rezension zu "Hero" von Root Leeb

Rezension zu "Hero" von Root Leeb
Andre_Wieslervor 6 Jahren

Root schafft es, ein schweres und schwerwiegendes Thema offen und kompromisslos anzugehen, die Samthandschuhe in die Schublade zu verbannen, die bei einer Geschichte übers Sterben auch tunlichst nichts zu suchen haben. Die lebensverkürzende Krankheit ist hier weder der große Bösewicht, noch ein netter, aber nichtssagender Plottwist im Stile schlechten Hollywoodkinos. Nicht die Tränendrüse ist Ziel des Buches, sondern Hirn und aufrichtiges Herz sind es. Das Buch ist emotional, ohne gefühlsduselig zu werden; voller intelligenter Beobachtungen, ohne bevormundend zu sein. Der Leser wird tief und ehrlich mitgenommen in die verkorksten Familienstrukturen und in das Leid, das Krebs bedeuten kann. Dabei ist das Buch aber unterm Strich eine Geschichte über das Leben.

All das erreicht die Autorin nicht zuletzt über einen originellen und eingängigen Stil, der lyrische Verschwurbelungen ebenso meidet wie allzu plattes Anbiedern an die Gemeinsprache. Es ist ein Buch, mit dem man sich näher befassen sollte, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen; das für den Nachttisch nicht wirklich ungeeignet, aber meiner Meinung nach zu schade ist. Keine leichte Lektüre, aber flüssig und spannend genug, um zu fließen.

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Arizonas avatar

Rezension zu "Hero" von Root Leeb

Rezension zu "Hero" von Root Leeb
Arizonavor 6 Jahren

Hero, das Familenoberhaupt, ca. 70 Jahre alt, ist an Krebs erkrankt. Seine Familie mit 5 Kindern sowie Enkeln und Urenkeln lernen wir nach und nach näher kennen. Hero, dessen Wunsch es als Einzelkind immer war eine große Familie zu haben, wird jedoch jetzt alles zu viel. Immer für alle die Verantwortung zu übernehmen. So führte er ja auch noch ein Familienunternehmen in der Baustoffbranche, das er jetzt an seinen Sohn Walter übergibt. Auch die Veranwortung für die unehelich geborene Enkelin Annabelle, die wiederum ein uneheliches Kinder bekam, lag bei ihm.

Die Hauptperson dieses Romans ist neben Hero jedoch seine Tochter Nele, die auch eher eine Aussenseiter-Position in dieser Familie einnimmt. Sie ist seit kurzem mit Ken befreundet, einem Nigerianer. Die Krankheit verändert Hero, zunächst weigert er sich, die Diagnose anzunehmen, später geht es mit ihm auf und ab. Interessant ist, dass die Autorin sich mit den Erzählpositionen der Personen abwechselt. So lernt man die Familie aus Sicht der verschiedenen Personen kennen. Und man merkt, dass einiges nur Fassade ist, im Inneren bröselt es so vor sich hin, Themen wie Trennung etc. spielen eine Rolle. Im Prinzip sind die Kinder eher Einzelkinder, die alle ihre eigenen Kämpfe führen. Der Schluss kommt noch mit einer kleinen Überraschung daher.

Trotz des traurigen Themas (Sterben, Familienprobleme) gibt es immer mal wieder humorvolle Szenen, z.B. auf der Hochzeitsfeier. Und auch die Sprache ist immer fein, daher kann ich das Buch gerne weiterempfehlen.

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Gespräche aus der Community

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root-leebs avatar

Ab 20. November möchte ich zu "Hero. Impressionen einer Familie" eine Leserunde starten. Der ars vivendi verlag stellt freundlicherweise gleich 10 Exemplare zur Verfügung, für die ich euch sofort bewerben könnt...

Das Thema ist "novembrig", aber dennoch humorvoll. Lasst euch überrraschen…

Es geht um einen an Krebs erkrankten Vater,  Patriarch einer Großfamilie, um Familienangehörige, die sich alle flugs in Fachleute zu diesem Thema verwandeln und es geht um eine, immer übersehene Tochter, Nele, die dann als einzige weiß, was zu tun, bzw. nicht mehr zu tun ist. Und es geht um eine Liebesgeschichte zwischen dieser Nele und einem Nigerianer.

Hero, ein Vater, der versagt hat. Fünf erwachsene Kinder, die keinerlei Gefühl der Zusammengehörigkeit verbindet. Und ein Hochzeitsfest auf Mallorca, bei dem Nele, die »unsichtbare« Tochter, fehlt. Doch als Hero an Krebs erkrankt, ist es genau diese eine, die sieht, was zu tun ist. Sie akzeptiert den mitunter skurrilen Umgang ihres Vaters mit dem Sterben, konfrontiert ihn mit ihrer Liebe zu dem Nigerianer Ken und gewinnt durch ihre Entschlossenheit nach und nach den Respekt Heros. Kurz vor seiner letzten Einweisung ins Krankenhaus überreicht er ihr einen geheimnisvollen Karton. Erst nach seinem Tod soll Nele den Inhalt an Mutter und Geschwister verteilen ... Ein Roman vom Leben und vom Abschiednehmen: schnörkellos, ehrlich, bisweilen komisch. Und zugleich auf faszinierende Weise zart und sensibel.

Bewerben könnt ihr euch bis zum 19. November!

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