Root Leeb HERO – Impressionen einer Familie

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Inhaltsangabe zu „HERO – Impressionen einer Familie“ von Root Leeb

Schnörkellos, ehrlich und komisch Nele ist die Außenseiterin der Familie, das »Sandwichkind«, unbeachtet und ungeliebt. Als ihr Vater, Patriarch der Großfamilie, erfährt, dass er schwer krank ist und bald sterben wird, findet eine Annäherung zwischen den beiden statt. – Ein Roman über Familie und Freundschaft, über Einsamkeit, Liebe und Tod.

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  • Leserunde zu "Zeit der Zikaden" von Andreas Séché

    Zeit der Zikaden
    Daniliesing

    Daniliesing

    Andreas Séché ist ein Meister im Malen mit Worten. In seinen Romanen überzeugt er immer wieder mit einer wunderbaren Sprache und Geschichten, die man einfach lieben muss. Sein neuer Roman "Zeit der Zikaden" ist im März bei ars vivendi erschienen und wir möchten euch herzlich zu einer Leserunde zum Buch einladen. Mehr zum Inhalt: Am Strand des Eilands Syrakesh wird eine Violine angespült. Hunderte von Meilen entfernt rettet ein alter Schäfer einen Mann aus der sengenden Hitze der Wüste. Beide Ereignisse aber sind über Raum und Zeit hinweg verknüpft im unglaublichen Schicksal Selims, des Straßengeigers, der mit seinem magischen Spiel die Menschen in ihrem Innersten berührt. So tief wie seine bedingungslose Hingabe an die Musik ist Selims überbordende Leidenschaft für Miriam. Doch dann entwickelt sich das Inselparadies in eine Hölle der Diktatur, und Miriam muss Syrakesh verlassen. Dass Land und Liebe für immer verloren sein sollen, kann Selim nicht glauben – und geht einen Weg, der verborgene Kräfte zum Leben erweckt … Lasst euch vom Autor in eine magische Welt, voller Liebe und der Leidenschaft zur Musik entführen. Hierfür suchen wir 25 Testleser, die das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen, sich zeitnah dazu in allen Leseabschnitten austauschen und abschließend eine Rezension verfassen. Wenn ihr dabei sein möchtet, dann bewerbt euch bis zum 17. April 2013, indem ihr die folgende Frage beantwortet: Selims 2 große Leidenschaften sind die Musik und Miriam - welche sind eure beiden größten Leidenschaften und was fasziniert euch daran am meisten?

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    Andre_Wiesler

    Andre_Wiesler

    03. February 2013 um 12:09

    Root schafft es, ein schweres und schwerwiegendes Thema offen und kompromisslos anzugehen, die Samthandschuhe in die Schublade zu verbannen, die bei einer Geschichte übers Sterben auch tunlichst nichts zu suchen haben. Die lebensverkürzende Krankheit ist hier weder der große Bösewicht, noch ein netter, aber nichtssagender Plottwist im Stile schlechten Hollywoodkinos. Nicht die Tränendrüse ist Ziel des Buches, sondern Hirn und aufrichtiges Herz sind es. Das Buch ist emotional, ohne gefühlsduselig zu werden; voller intelligenter Beobachtungen, ohne bevormundend zu sein. Der Leser wird tief und ehrlich mitgenommen in die verkorksten Familienstrukturen und in das Leid, das Krebs bedeuten kann. Dabei ist das Buch aber unterm Strich eine Geschichte über das Leben. All das erreicht die Autorin nicht zuletzt über einen originellen und eingängigen Stil, der lyrische Verschwurbelungen ebenso meidet wie allzu plattes Anbiedern an die Gemeinsprache. Es ist ein Buch, mit dem man sich näher befassen sollte, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen; das für den Nachttisch nicht wirklich ungeeignet, aber meiner Meinung nach zu schade ist. Keine leichte Lektüre, aber flüssig und spannend genug, um zu fließen.

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  • Leserunde zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    root-leeb

    root-leeb

    Ab 20. November möchte ich zu "Hero. Impressionen einer Familie" eine Leserunde starten. Der ars vivendi verlag stellt freundlicherweise gleich 10 Exemplare zur Verfügung, für die ich euch sofort bewerben könnt... Das Thema ist "novembrig", aber dennoch humorvoll. Lasst euch überrraschen… Es geht um einen an Krebs erkrankten Vater,  Patriarch einer Großfamilie, um Familienangehörige, die sich alle flugs in Fachleute zu diesem Thema verwandeln und es geht um eine, immer übersehene Tochter, Nele, die dann als einzige weiß, was zu tun, bzw. nicht mehr zu tun ist. Und es geht um eine Liebesgeschichte zwischen dieser Nele und einem Nigerianer. Hero, ein Vater, der versagt hat. Fünf erwachsene Kinder, die keinerlei Gefühl der Zusammengehörigkeit verbindet. Und ein Hochzeitsfest auf Mallorca, bei dem Nele, die »unsichtbare« Tochter, fehlt. Doch als Hero an Krebs erkrankt, ist es genau diese eine, die sieht, was zu tun ist. Sie akzeptiert den mitunter skurrilen Umgang ihres Vaters mit dem Sterben, konfrontiert ihn mit ihrer Liebe zu dem Nigerianer Ken und gewinnt durch ihre Entschlossenheit nach und nach den Respekt Heros. Kurz vor seiner letzten Einweisung ins Krankenhaus überreicht er ihr einen geheimnisvollen Karton. Erst nach seinem Tod soll Nele den Inhalt an Mutter und Geschwister verteilen ... Ein Roman vom Leben und vom Abschiednehmen: schnörkellos, ehrlich, bisweilen komisch. Und zugleich auf faszinierende Weise zart und sensibel. Bewerben könnt ihr euch bis zum 19. November!

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    Arizona

    Arizona

    03. January 2013 um 16:50

    Hero, das Familenoberhaupt, ca. 70 Jahre alt, ist an Krebs erkrankt. Seine Familie mit 5 Kindern sowie Enkeln und Urenkeln lernen wir nach und nach näher kennen. Hero, dessen Wunsch es als Einzelkind immer war eine große Familie zu haben, wird jedoch jetzt alles zu viel. Immer für alle die Verantwortung zu übernehmen. So führte er ja auch noch ein Familienunternehmen in der Baustoffbranche, das er jetzt an seinen Sohn Walter übergibt. Auch die Veranwortung für die unehelich geborene Enkelin Annabelle, die wiederum ein uneheliches Kinder bekam, lag bei ihm. Die Hauptperson dieses Romans ist neben Hero jedoch seine Tochter Nele, die auch eher eine Aussenseiter-Position in dieser Familie einnimmt. Sie ist seit kurzem mit Ken befreundet, einem Nigerianer. Die Krankheit verändert Hero, zunächst weigert er sich, die Diagnose anzunehmen, später geht es mit ihm auf und ab. Interessant ist, dass die Autorin sich mit den Erzählpositionen der Personen abwechselt. So lernt man die Familie aus Sicht der verschiedenen Personen kennen. Und man merkt, dass einiges nur Fassade ist, im Inneren bröselt es so vor sich hin, Themen wie Trennung etc. spielen eine Rolle. Im Prinzip sind die Kinder eher Einzelkinder, die alle ihre eigenen Kämpfe führen. Der Schluss kommt noch mit einer kleinen Überraschung daher. Trotz des traurigen Themas (Sterben, Familienprobleme) gibt es immer mal wieder humorvolle Szenen, z.B. auf der Hochzeitsfeier. Und auch die Sprache ist immer fein, daher kann ich das Buch gerne weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    Scorpia

    Scorpia

    25. December 2012 um 04:49

    Hero Wieland ist 70 Jahre alt und das Oberhaupt einer Grossfamilie.Mit seiner Frau Agnes hat er 5 Kinder.Dazu kommen dann noch einige Geschwister von Agnes(Hero ist Einzelkind) ,die jeweiligen Partner der mittlerweile erwachsenen Kinder,zahlreiche Enkelkinder und sogar schon einige Urenkel.Und über diese grosse Familie wacht Hero und er wird auch von allen respektiert.Allerdings ist er selten zuhause und wenn er es ist,führt er ein strenges Regiment.Doch dann schlägt das Schicksal zu.Hero erkrankt an Nierenkrebs und er fängt an,sich Gedanken über sein bisheriges Leben zu machen.Er beginnt seine Entscheidungen im Leben zu hinterfragen.Dann ist da noch Nele,die "mittlere Tochter". Sie wurde in dieser grossen Familie irgendwie nie so richtig wahrgenommen.Sie ist nicht verheiratet und hat auch keine Kinder.Als sie erfährt,wie es um die Gesundheit ihres Vaters bestellt ist,kommen auch in ihr die Erinnerungen hoch.Auch sie denkt an verschiedene Ereignisse aus ihrem und aus Heros Leben.Aber es kommen auch noch einige andere Familienmitglieder zu Wort,z.B. seine Frau Agnes oder die älteste Tochter Marta.Sie alle denken über Hero,seine Krankheit,die Grossfamilie und aktuelle Ereignisse nach.Und sie begleiten Hero.Bis zum Schluss. "Hero" hat mich wirklich positiv überrascht.Ich weiss gar nicht genau,was ich erwartet hatte,aber gewiss nicht,das mich das Buch derart berühren würde.Die Gedanken von Hero,Nele und den anderen sind so gefühlvoll und emotional beschrieben,das es einfach nur schön war,das zu lesen.Obwohl es ein trauriges Thema ist,musste ich doch bei der ein oder anderen Erinnerung schmunzeln.Ich konnte mich in die Figuren sehr gut hineinversetzen,weil die einzelnen Charaktere super beschrieben wurden.Zum Ende des Buches hin,habe ich Hero sogar ein bisschen lieb gewonnen,was am Anfang ja so gar nicht der Fall war.Aber ich fand die Entwicklung,die er während des Buchs durchgemacht hat,so rührend,das ich am Ende wirklich Tränen in den Augen hatte.Ich möchte mich bei der Autorin Root Leeb ganz herzlich bedanken,das ich dieses wundervolle Buch lesen durfte.Ich bin wirklich froh,das ich um dieses schöne Leseerlebnis reicher bin. Fazit: 5 Sterne , Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen!!!

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    Rezistern

    Rezistern

    INHALT Die Hauptfigur des Romans ist der 70jährige Hero Wieland, Leiter eines Traditionsunternehmens und Familienpatriarch im klassischen Sinne. Als strenges und autoritäres Oberhaupt einer Großfamilie mit fünf erwachsenen Geschwistern, zahlreichen Enkeln und Urenkeln hielt er bisher alle Fäden in der Hand und sorgte für den Zusammenhalt der Vorzeigefamilie. Doch mit Bekanntwerden der fatalen Diagnose Nierenzellkarzinom ist Hero plötzlich gezwungen sich mit seinem Schicksal und möglichen Tod auseinanderzusetzen. Langsam beginnen sich die Machtzentren innerhalb der Familie zu verschieben. Immer deutlicher zeigt sich, dass dies keine gut funktionierende, harmonische Großfamilie ist, die nun geschlossen zusammenrückt und Hero unterstützen wird. Jedes Familienmitglied geht anders mit der neuen Situation und dem todkranken Vater um. Zu Beginn der Krankheit zieht Hero sich immer mehr zurück, verdrängt seine ausweglose Situation und weigert sich, klare Verhältnisse zu schaffen. Mit zunehmender Krankheit aber gelingt es ihm schließlich, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen und seinem bevorstehenden Tod sehr gelassen ins Auge zu sehen. MEINE MEINUNG Erzählt wird der Roman hauptsächlich aus der Perspektive des Vaters Hero und seiner wenig beachteten Tochter Nele, der mittleren der 5 Geschwister. Geschickt eingebaut kommen in weiteren Kapiteln weitere Familienmitglieder sowie Neles neuer Freund zu Wort. Durch die verschiedenen Betrachtungsweisen lernen wir die sehr unterschiedlichen Charaktere, ihr Leben und ihr Verhältnis zum Vater kennen und erhalten so schließlich ein sehr aufschlussreiches Bild der Großfamilie. Obwohl es eigentlich in diesem Buch um ein sehr trauriges und bedrückendes Thema geht, sind viele Begebenheiten derart real und mit so viel Leichtigkeit und Witz beschrieben, dass es den Leser rasch mit seinem besonderen Charme gefangen nimmt. Besonders gefallen hat mir, wie einfühlsam und dennoch humorvoll die Autorin diese Art „Sterbebegleitung“ Heros geschrieben hat. Manchmal muss man über einige Situationen einfach herzlich lachen. Zuletzt habe ich sogar diesen störrischen alten Mann (trotz all seiner Makel) ins Herz geschlossen, denn für mich ist er am Ende in seiner Wahrhaftigkeit tatsächlich ein Held geworden. Auch die Figur der sympathischen Außenseiterin Nele, der „Unsichtbaren“, die sich stets für Hero eingesetzt hat und zum Schluss seine einzige Vertraute ist, auch wenn sie früher von seiner Zuneigung nie etwas zu spüren bekommen hat, finde ich sehr gelungen. FAZIT HERO ist ein außergewöhnlich berührender und beeindruckender Roman mit einer wunderschönen poetischen Sprache! Das eher bedrückende Thema Sterben wird in einer unvergleichlich leichten, oft witzigen und sogar unterhaltsamen Art behandelt, wodurch ihm auch seine Schwere genommen wird. Ich bin rundum begeistert! Dieser Roman ist absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    09. December 2012 um 21:36

    Hero, 70 Jahre, hat Krebs. Bisher herrschte er über seine Firma und seine große Familie als Patriarch alter Schule und bestimmte die Regeln. Er hat nicht gelernt, schwach zu sein. Wie gehen seine Kinder, seine Frau, mit ihm um, in dem Bewusstsein, daß er bald sterben wird? Wir können die Familie fasziniert dabei beobachten, wie sie an dieser Aufgabe fast scheitert. Der Vater, der die Idee der Großfamilie immer hochgehalten hat, ist eigentlich allein mit seiner Krankheit. Während die anderen vor allem an sich selbst denken, schafft nur Tochter Nele die Nähe zum Vater. Sie, die in der Familie früher eher abseits stand, findet den Zugang zu ihm und kann trotz der unterschiedlichen Wertesysteme, die zwischen ihr und Ihrem Vater bestehen, vielleicht teilweise nachholen, was in ihrer Kindheit versäumt wurde. In dieser Zeit entwickelt sich auch eine Liebe zwischen Nele und dem Nigerianer Ken, die positiv in die Zukunft weist. Wie der Untertitel „ Impressionen einen Familie“ schon zeigt, ist dies kein Buch über das Sterben, sondern darüber, wie eine Familie damit umgeht. Dabei werden die einzelnen Personen mit ihren Problemen und Egoismen humorvoll und einfühlsam vorgestellt. Ich habe dies Buch sehr gern gelesen. Ich fand allerdings das dramaturgische Mittel unnötig, daß Hero eine Zeitlang seine Prognose nicht kannte, die Familie aber schon - dies sollte heute nicht mehr vorkommen. Root Leeb schreibt sehr unterhaltsam, leicht, mitunter auch zynisch, sie wird dabei nie rührselig. Ich war durchgehend gefesselt und habe das Buch am Schluss mit einem Lächeln zugeschlagen.

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    gusaca

    gusaca

    05. December 2012 um 10:59

    Ein schweres Thema , dass von der Autorin doch mit einer erstaunlichen Leichtigkeit umgesetzt wird. Hier geht es nicht um Handlung, sondern um Emotionen. Grade heute in unserer schnelllebigen Zeit ein schwer umzusetzendes Thema. Hero ist die Geschichte eines 70-jährigen Familienpatriarchen, der an unheilbarem Nierenkrebs erkrankt ist. Seine 5 KInder, deren Ehepartner, einige Enkel und die ersten Urenkel werden nach und nach dem Leser näher vorgestellt. Jeder hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und der Vater eher als der Despot gesehen, der dazu da ist die Probleme zu lösen. Hero selber hält nicht viel von seinen Kindern. Einzig Nele, die mittlere Tcohter der Familie und bisher eher in einer Außenseiterrolle, überrascht ihn in dieser ncht leichten Situation. Zuerst versucht Hero , seinen kommenden Tod zu übergehen, dann setzt er sich mit seiner FAmilie , seinem Glauben und dem Tod auseinander. Auch für mich ein schwere Thema. So gar nicht mein Ding. Ich mußte mehrmals absetzen ehe ich weiterlesen konnte. Und trotzdem auch fesselnd.

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  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    TochterAlice

    TochterAlice

    Der Patriarch Hero, Oberhaupt einer Großfamilie mit fünf Kindern, dazu Enkeln und Urenkeln, ist an Krebs erkrankt. Die Geschichte seines Leidens und der Hoffnungen wird vor allem aus zwei Perspektiven erzählt. Aus der Sicht von Hero und aus der seiner mittleren Tochter Nele, der eigentlichen Ich-Erzählerin in diesem Roman. Doch auch andere Familienmitglieder kommen zu Wort und so wird der Leser nach und nach vertraut mit dem Setting, den Positionen und Interessen der Familienmitglieder. Und dabei schreitet die Krankheit fort.... Eine Familie am Abgrund , könnte man meinen, doch die Autorin erzählt mit einer solchen Leichtigkeit und zeichnet die Figuren so eindringlich, dass es eine Freude ist. Zu letzterer trägt auch der feine Humor, die sanfte Ironie bei, von der das ganze Buch durchzogen ist, das I-Tüpfelchen jedoch, das ist Root Leebs Sprachempfinden, ja, trotz des eher stillen Eindrucks, den das Buch hinterlässt, nenne ich es ihre Wortgewalt. Dabei geht es nicht um vordergründige Emotionen, nein, das Stilmittel der Autorin ist der Abstand - die Distanz: wie durch eine Lupe betrachtet, werden Charaktere, Beziehungen und weitere Strukturen immer deutlicher und verweben sich zu einer fesselnden Geschichte. Liebhabern von Familienromanen, Freunden der deutschen Sprache und der leichten, niemals gehässigen Ironie wärmstens zu empfehlen!

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    root-leeb

    root-leeb

    04. December 2012 um 23:45
  • Rezension zu "Hero" von Root Leeb

    HERO – Impressionen einer Familie
    robbylesegern

    robbylesegern

    03. September 2012 um 21:39

    eine Leseperle "Hero-Impressionen einer Familie" erzählt von der Familie Wendland, einer Großfamilie mit sechs Kinder, alle schon erwachsen, teilweise haben sie schon eigene Kinder.Vater Hero ist ein kleiner Depot, sagt wo es lang geht und ist ansonsten mit seiner Baustofffirma verheiratet bis, ja bis er eines Tages die Diagnose Nierenkrebs erhält.Seine Kinder, von denen er bisher dachte, dass sie zusammenhalten, entpuppen sich nicht als das, was er gedacht hat, viel zu sehr haben sie mit sich und ihren Problemen und Problemchen zu tun. Kann er ihnen da sagen, dass sie auf kein Erbe hoffen dürfen ? Und er selbst? Nachdem die Hoffnung auf Heilung sich in Luft auflöst, setzt sich Hero mit seinem Ende auseinander und ausgerechnet die Tochter, von der er es am wenigsten erwartet hätte, hilft ihm dabei. Ein leises Buch hat Root Leeb hier geschrieben, aber mit einem langen Nachhall." Impressionen einer Familie", dieser Untertitel passt gut zu diesem Buch, das den Leser langsam und sehr intensiv mit der Familie Wendland bekannt machen, die Sorgen und Nöte der verschiedenen Familienmitglieder aufzeigt und das Wunschbild des Vaters "Hero" eine funktionierende Großfamilie zu sein, langsam zerbröckeln lässt.Vor allem die Auseinandersetzung Heros mit dem Tod und seinem Abschied von der Familie haben mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen und eindringlichen Schreibstil. an keiner Stelle kitschig,oder übertrieben rührselig.Im Gegenteil, die Beziehungen untereinander werden ohne großes Pathos geschildert und wirken doch überzeugend und berührend. Ein Buch, das zu lesen sich lohnt !!!!! Sehr empfehlenswert !!!!

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