Rosa Ananitschev In der sibirischen Kälte

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Inhaltsangabe zu „In der sibirischen Kälte“ von Rosa Ananitschev

Das kleine Mädchen, …
… das auf dem Coverbild scheinbar so unbeschwert einen Wintertag genießt, hat auf seinem Weg zum Erwachsenwerden viel erlebt. Es ist ein Werdegang mit vielen Hindernissen und Unbillen. Teilweise finden diese ihren Ursprung in der Zeit, der Herkunft und politischen Lage, in der diese Biografie ihren Anfang nimmt: 1954 in einem Dorf in Westsibirien.
Rosa Ananitschev erzählt von Erlebnissen, die ihr besonders gut in Erinnerung geblieben sind: schöne und glückliche, traurige und tragische oder auch solche, die erst im reifen Alter aus der Tiefe aufstiegen und die Geschehnisse ihres Lebens in ganz anderem Licht erscheinen ließen. Die Erkenntnis, was den Depressionen zugrunde liegt, die sie seit ihren Kindheitstagen begleiten, löst zwiespältige Gefühle aus. Es braucht Zeit, bis die Autorin zu der Einsicht kommt, dass die kleine Rosa von damals ein Verschweigen nicht verdient hat, sondern vielmehr die Wahrheit und uneingeschränkte Anerkennung dafür, dass sie trotz allem, was ihr widerfahren war, die Willenskraft besaß, ihren Weg zu gehen.
Vielleicht stellt das Mädchen auf dem Cover die kleine Rosa dar? Gewiss – sie hätte von so herrlicher Winterkleidung nicht einmal zu träumen gewagt … und doch – ihrem Wesen nach ist sie es. Hin und wieder vergaß sie nämlich alles Schwere um sich und in sich, tobte und wirbelte im Schnee umher und fühlte sich leicht und frei – ganz in ihrem Element, ganz in ihrem Universum.

eine ungewöhnliche Biografie in einem völlig fremden Land: Sibirien

— Petra54

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  • eine ungewöhnliche Biografie in einem völlig fremden Land: Sibirien

    In der sibirischen Kälte

    Petra54

    27. April 2017 um 16:38

    Erwartet hatte ich einen Roman, der in Sibirien spielt. Gelesen hatte ich bunt gemischte Erlebnisse in Sibirien und im Sauerland, die ich mir zeitlich sortiert gewünscht hätte (deshalb der Punktabzug).  Besonders berührten mich das Glaubensverbot, womit die Autorin als Kind und auch später recht locker umgehen konnte, obwohl sie in einer strenggläubigen Baptisten-Familie aufwuchs. Das blanke Entsetzen packte mich der menschenfeindliche Umgang mit den Deutschen in Russland. Sie wurden einfach nach Sibirien zwangs-umgesiedelt und durften das vorgegebene Dorf niemals verlassen unter Androhung zehnjähriger Lagerhaft. Der Vater der kleinen Rosa musste acht Jahre ins Arbeitslager, weil er als Deutscher nicht in den Krieg ziehen durfte. Es ist müßig zu überlegen, was wohl schlimmer wäre. Großvater und Onkel wurden ohne Begründung erschossen – es reichte schon, dass sie Deutsche waren. Ich spürte in diesen Geschichten die schwermütige russische Seele der Autorin sehr stark. Doch ist es gerade das, was mich an russischen Geschichten immer so fasziniert. Allerdings macht dieser Schwermut das Verstehen der Geschehnisse manchmal recht schwierig. „Er erzählt mir von schönen, fantastischen, manchmal auch schwierigen Dingen“ - von welchen? „Ich breite vor ihm meine Sehnsüchte, meine Zweifel, meine Schmerzen aus“ - welche? Der recht unpassende Schluss über den Weltfrieden und Afrika hat mich etwas irritiert. Trotzdem interessiert mich die Reise der Autorin zurück in ihr Geburtsdorf in Sibirien und möchte wissen, wie sie dieses Wiedersehen empfand. Dies kann man wunderbar im Blog der Autorin nachlesen.

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