Rosa Sütö

 3.4 Sterne bei 11 Bewertungen

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Die Glücksritterin

Die Glücksritterin

 (11)
Erschienen am 15.08.2016

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Rezension zu "Die Glücksritterin" von Rosa Sütö

Tagebuch einer Kämpferin, die das Glück sucht
bearelicvor 2 Jahren

Inhaltsangabe:

Ein autobiografischer Roman über die abenteuerliche Lebensgeschichte einer modernen Glücksritterin – von der Zeit des Krieges 1942 bis zum Anschlag auf das World Trade Center 2001. Rosa Sütö beschreibt ihre Befreiung aus den prekären Verhältnissen des Flüchtlingsdaseins, in das sie hineingeboren wurde und den Weg zu einem Leben als Millionärin, welches sie mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert. Mit ihrer Risikofreude und dem Drang nach Selbstverwirklichung überwindet Rosa die Ängste und Traumata ihrer Kindheit. Sie lernt mit schwierigen Menschen umzugehen. Auf einem schmalen Grat wandelnd, zwischen Höhenflügen und Abstürzen, wünscht sie sich nur die zwei Dinge, die jede Frau will: Den richtigen Mann an ihrer Seite und finanzielle Unabhängigkeit. Doch ob Fernfahrer, Hippie, Millionär oder charmanter Nordspanier - das Glück ihrer Ehen ist nie von Dauer. Als internationale Immobilienmaklerin landet sie schließlich in der Luxusmetropole Marbella an der spanischen Costa del Sol. Aber in der Welt des Geldes ist nicht alles so, wie es scheint... Spannend, emotional, humorvoll und mit Liebe fürs Detail, erzählt die Autorin Rosa Sütö über Beziehungs- und Finanzkrisen, sowie über ihre spirituelle Selbstfindung. Lassen Sie sich berühren und mitreißen von einer Geschichte über die Licht- und Schattenseiten menschlicher Qualitäten.

 

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich zunächst angesprochen, weshalb ich mich bei einer Buchverlosung darauf beworben habe. Letztendlich habe ich jedoch feststellen müssen – um das Fazit mal vorwegzunehmen – dass es einfach kein Buch für mich war.

Der Schreibstil war durch die szenenhaften Beschreibungen einem Tagebuch ähnlich, in denen man in die Erinnerungen einer Frau blickt, die durch ein ständiges Auf und Ab in ihrem Leben geht.

Flüchtlingskind, kindliche Geliebte, Ehefrau, Mutter, Besitzerin einer Modeboutique, Auswanderin, Immobilienmaklerin und doch immer – so scheint es mir zumindest – vom Pech verfolgt. Keine Beziehung ist von Dauer, Das Geld wird mit vollen Händen zum Fenster raus geworfen, zwielichtigen Menschen wird Vertrauen geschenkt…man könnte meine, dass Rosa Sütö nichts aus ihren Erfahrungen lernt oder stoisch an das Gute im Menschen glaubt und mit so einer inbrünstigen Naivität durch die Welt geht, dass man sie am liebsten schütteln möchte.

Stellenweise habe ich mich gefragt, ob die Familie von Frau Sütö mit dem Aufdecken manche Details oder das Erzählen mancher Familiengeschichten ihr Einverständnis gegeben hat, aber letztendlich bleibt es für mich das Tagebuch einer Geschäftsfrau die viel gewonnen und alles wieder verloren hat und ihre Erinnerungen nun einer breiten Masse zur Verfügung stellt. Das Abtriften in die spährischen Alien-Geist-Licht-Erzählungen waren mir dann doch etwas zu viel des Guten, weshalb der „Roman“ für mich einen fahlen Beigeschmack erhalten hat und wie ein Versuch anmutet, sich nach all den schlechten Erfahrungen mit Geld in die Spiritualität zu stürzen.

Lässt man die Handlung außen vor war der Lesefluss sehr gewöhnungsbedürftig und durch die oft unzusammenhängenden Erzählungen undurchsichtig und an der Oberfläche. Auch emotional konnte mich der „autobiografische Roman“ leider nicht mitreißen und war an manchen Stellen etwas langatmig. Die vereinzelten Schreibfehler, die sich zu Mitte/ Ende des Buches häufen, sind sicher ebenfalls überarbeitungsbedürftig, aber lasse ich nicht in meine Bewertung mit einfließen.


Fazit:

Der Roman hat leider nicht meine Erwartungen erfüllt, weshalb ich auch lange gebraucht habe, um mir mit einem gewissen Abstand Gedanken über die Rezension zu machen.

Die Autorin hat dieses Buch mit Freuden geschrieben und sicher trägt eine autobiografische Erzählung dazu bei sich vieles von der Seele zu schreiben, weshalb ich Rosa Sütö wünsche, dass sie nach so vielen unglücklichen und schwierigen Zeiten, nun ihr Glück gefunden hat, aber eine Leseempfehlung fällt mir hier schwer.

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Schnuck59s avatar

Rezension zu "Die Glücksritterin" von Rosa Sütö

Licht- und Schattenseiten des Lebens
Schnuck59vor 2 Jahren

In ihrem autobiografischen Roman „ Die Glücksritterin“ beschreibt Rosa Sütö ihre abenteuerliche Lebensgeschichte mit Licht- und Schattenseiten von der Zeit des Krieges, des Flüchtlingsdaseins bis zum Anschlag auf das World Trade Center. 

Rosa Sütö schreibt über wahre Gegebenheiten in ihrem bewegten Leben, erzählt über Beziehungs- und Finanzkrisen und über das jeweilige Umfeld. Ihr Schreibstil erinnert an Tagebucheintragungen, wirkt manchmal wie einzelne Szenen ohne fließenden Übergang oder Zusammenhänge. Sie schreibt überwiegend sachlich. Mir fehlen Emotionen und Empathie. Die Charaktere ihrer Ehemänner und angeblichen Freunde hat sie gut ausgearbeitet. Ihre finanzielle Situation ist sehr schwankend. Für mich wird deutlich, dass Geld allein nicht glücklich macht und dass man richtige Freunde erst in schwierigen Situationen genau kennen lernt. Die gesellschaftspolitischen Einstellungen der siebziger Jahre sind gut dargestellt. Diese hatten auch Auswirkungen auf ihre persönliche Entwicklung. Auflockernd fand ich die einbezogenen Musiktitel aus dieser Zeit. 

Wie die Autorin in ihrer Vita schreibt hat sie mit Freunde dieses Buch geschrieben, mit Rückblick auf ein ereignisreiches und erfülltes Leben. Ich fand manche Passagen interessant, insgesamt hat mich dieses Buch allerdings nicht überzeugt. 

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bookrauhls avatar

Rezension zu "Die Glücksritterin" von Rosa Sütö

Überlege gut, was du dir wünschst...
bookrauhlvor 2 Jahren

Ungarn 1942. Rosa Sütö wird in der Silvesternacht dieses Jahres in eine Familie aus ärmlichen Verhältnissen geboren. Nach dem Krieg muss ihre Familie zurück nach Deutschland, denn ihre Mutter ist deutschstämmig und deutsche Bürger sind dort nicht mehr erwünscht. Rosa durchlebt eine kurze Kindheit, geprägt von den Gewaltzuständen ihres Stiefvaters, dem Leben des Flüchtlingsdaseins aber auch der Leichtigkeit eines Kindes. Dass genau dieses junge Mädchen einmal Millionärin sein, in Spanien leben und verschiedenste Villen und Häuser besitzen wird, hätte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand erwartet. Aber Rosa lernt, dass Geld zwar wichtig, aber nicht alles ist und erzählt von ihrer eigenen Selbstfindung und Unabhängigkeit.

Rosa Sütö erzählt auf sehr anschauliche und intime Weise. Beim Lesen hat man das Gefühl, neben ihr zu sitzen und ihr beim Erzählen ihrer Lebensgeschichte zuzuhören, denn sie beherrscht eine sehr erzählerische Sprache, die verständlich, spannend und auf berührende Weise dem Leser eine besondere Geschichte näherbringt. Zudem lässt die Autorin vor allem zu Beginn die Protagonisten in ihrer Mundart sprechen, um das Erzählte noch begreifbarer und anschaulicher zu machen. Schwierigkeiten bereitet dies dem Leser jedoch nicht, denn den kurzen Gesprächen folgt stets eine Übersetzung und einzelne, ausgesprochene Wörter sind leicht verständlich. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt einem das Buch trotz der schweren Thematik wie im Fluge lesen, was zu der Spannung der Geschichte beiträgt.
Die verschiedenen Protagonisten werden deutlich und verständlich beschrieben, wobei mir vor allem die unterschiedlichen Charaktere der Ehemänner in Erinnerung geblieben sind. Rosa begegnet in ihrem Leben vielen Menschen, die sie je auf eine gewisse Weise geprägt haben, und auch wenn man mal bei den verschiedenen Personen den Überblick verliert, so ist das nicht schlimm, denn in unserem Leben ist es ja nicht anders. Jeder Protagonist wird auf seine Art individuell beschrieben und Rosa schiebt manchmal kurze Einblicke über den späteren Verlauf ein, sodass der Leser bereits ungefähr weiß, wie es sich mit dem gewissen Charakter verhält.
Das Buch besitzt verschiedene Schwerpunkte und Themen, die deutlich bestimmte Verhaltensmuster zeigen aber auch kritisieren. Die Darstellung verschiedener gesellschaftlicher Punkte, wie die Stellung der Frau oder das Verschweigen jeglicher Gefühle und Erlebnisse um Stärke zu zeigen, werden auf anschauliche Weise verdeutlicht, zeigen aber auch die Zeitumstände, sowie die Veränderungen in der Gesellschaft der letzten Jahre. Rosas Lebensgeschichte verdeutlicht verschiedene Lebensstile und regt zum Nachdenken an, löst aber auch Vorurteile auf und beweist, dass man im Grunde nie wissen kann, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht.

Mir hat das Buch, sowie die Erzählweise sehr gut gefallen, jedoch hätte ich gerne zum Ende hin noch etwas mehr erfahren. Die letzten fünfzig Seiten gingen mir fast schon zu schnell und manchmal fiel es mir in diesen paar Seiten schwer mit den verschiedenen Erlebnissen mitzukommen. Aber natürlich wäre das Buch viel zu lange geworden wenn man jedes Ereignis und jeden Beziehungsstrang ausführlich erklärt und erläutert hätte. Ansonsten hat mich die Geschichte sehr berührt und ich konnte viele Ratschläge aus den Erzählungen ziehen, die mir wohl noch lange im Kopf bleiben werden. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine turbulente und besondere Lebensgeschichte erfahren möchte, begleitet mit den Vorstellungen der Zeit und der Suche nach Freiheit und dem Glück. 

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Gespräche aus der Community

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Rosasuetoes avatar
Liebe Teilnehmer der Leserunde "Die Glücksritterin - Überlege gut, was Du Dir wünschst ..."

ich freue mich sehr, nun endlich die LR eröffnen zu können.
Lasst Euch berühren und mitreißen von einer Geschichte über die Licht- und Schattenseiten menschlicher Qualitäten. Es ist eine abenteuerliche Lebengeschichte - von der  Zeit des Krieges 1942 bis zum Anschlag auf das World Trade Center 2001. 
Keine Bange, es darf auch gelacht werden.
Eure Rosa :)) <3

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