Rosa Teruzzis Reihe rund um die Floristin Libera hat in Italien bereits einen kleinen Kultstatus. In diesem Fall werden Libera und ihre Mutter Iole von Liberas Tochter Vittoria darüber informiert, dass Amelio, ein langjähriger Bekannter der Familie, wegen Mordes festgenommen wurde. Eigentlich ist Vittoria als Kripobeamtin der Mailänder Polizei sehr verschwiegen, doch Amelio ist als Butler bei Franca beschäftigt, mit der die Familie schon lange befreundet ist. Franca ist auch davon überzeugt, dass weder ihr Anwalt noch die Polizei fähig ist, in diesem Fall weiterzukommen, weswegen sie Libera und Iole damit beauftragt, den wahren Täter zu finden. Wer nach Blutvergießen strebt, dem wird das Buch nicht zusagen. Wer aber eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre mag, durchaus mit ein wenig Poesie gespickt, dem wird dieser Roman gefallen. Rosa Teruzzi hat einen sehr angenehmen Schreibstil und hat mit Libera und Iole zwei wundervolle Protagonistinnen erschaffen, deren Privatleben durchaus auch Erwähnung findet. Eine durchaus gelungene Lektüre, die ich durchweg empfehlen kann!
Rosa Teruzzi
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Alle Bücher von Rosa Teruzzi
Die verschwundene Braut
Letzter Tango in Ortica
Niemand tötet aus Liebe
Die Floristin von Giambellino
Neue Rezensionen zu Rosa Teruzzi
Die Geschichte dreht sich um eine Tochter, deren Mutter und Grossmutter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Oma ist ein Hippie mit bunter Kleidung, weltoffen, lebt die sexuelle Freiheit (wird jedenfalls so angedeutet) und mag das angestaubte Gutbürgertum nicht sonderlich. Ihre Tochter ist das pure Gegenteil: eher introvertiert, ruhig, bescheiden. Sie mag es, leckeres Essen zuzubereiten und in ihrem Blumengeschäft die magischen Sträusse zu erstellen, welche für ewiges Liebesglück sorgen sollen. Und die Enkelin ist - wie der verstorbene Papa - eine taffe Polizistin, die sich weder von Mama noch von der Grossmutter reinreden lässt. Und sie mag es gar nicht, wenn die zwei ihr vorgeben, wie sie zu ermitteln hat.
Jede ist auf ihre Art liebenswert. Die Charaktere werden toll beschrieben. Die Tochter arbeitet bei der Polizei und durch Umstände ermitteln ihre Mama und Oma gleich mit (was der rebellischen Tochter missfällt).
Die Mutter hat eine Leidenschaft für die italienische Küche, was sich durchs ganze Buch zieht mit den verschiedenen Gerichten, die sie zubereitet. Also ich krieg da Hunger beim Lesen. ;-)
Der Handlungsstrang zieht sich immer weiter, es ist für mich ein guter cozy crime. Riesen Wermutstropfen sind die zahlreichen orthografischen Fehler in der deutschen Fassung. Es sind echt unglaublich viele. Die haben mich aus dem Lesefluss gerissen und waren sehr enttäuschend.
Insgesamt ein unterhaltsamer Roman.
Liberia hat vor 20 Jahren ihren Mann, einen Polizisten, durch Mord verloren. Dieser Mord wurde nie aufgeklärt. Nun findet sie in einer alten Jacke einen Zettel der mit diesem Fall in Zusammenhang steht. Wer war die Frau die diesen kleinen Brief geschrieben hat? Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Mutter macht sie sich auf die Suche nach Antworten. Antworten die alte Wunden wieder aufreißen könnten. Warum musste ihr Mann sterben, warum wurde der Mord nie aufgeklärt? Mit Unterstützung einer Kriminalreporterin reist sie durch Italien und stellt unangenehme Fragen, dabei kommt sie der Wahrheit gefährlich nahe.
Ein spannendes Thema, interessante Figuren und ein für mich langweiliger Schreibstil. Wenn man mir dreimal erklärt wer welche Figur ist, reicht es ich kann mir das dann merken. Aber in jedem Satz wird erklärt das Vittoria die Tochter und Iole die Mutter ist. Gabriele ist der mögliche Liebhaber usw.. Damit geht die Spannung verloren, genau wie immer wieder beschrieben wird, dass die Reporterin anscheinend Gedanken lesen kann. Alles was wichtig ist an Ermittlungen und anderen interessanten Details wird von unnötigen Details und Unterhaltungen zu gedeckt.
Die Auflösung des Falls passt sehr gut zum Titel, so profan, dass es schon wieder grausam ist.
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