Rosa Zapato

 4.3 Sterne bei 16 Bewertungen

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Der Duft des Regenwalds

Der Duft des Regenwalds

 (16)
Erschienen am 12.03.2013

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StMoonlights avatar

Rezension zu "Der Duft des Regenwalds" von Rosa Zapato

In der Weite des Mexikanischen Dschungels
StMoonlightvor 3 Jahren

Bevor der Roman beginnt bekommt der Leser eine kleine Vorgeschichte serviert. Wir befinden uns in Lakmha' 830 n. Chr. und begleiten Mayauel auf ihrem Weg - in den Tod.
Auch nach dem eigentlichen Roman kehrt der Leser noch einmal zu ihr zurück, um zu sehen was aus ihr geworden ist. Sobald ich eine Zeitreise ins Jahr 1903 gemacht hatte, war diese Geschichte
schon wieder vergessen. Je weiter ich in den Dschungel Mexikos vordrang, desto unwichtiger erschien sie mir. Erst am Ende meiner Reise, auf meiner literarischen Heimreise, erschloss sich mir endlich ihr Sinn. Diese Seiten sind in jedem Fall eine nette Ergänzung, für die Haupthandlung hätte man sie aber auch weglassen können, da es in der Geschichte bereits erklärt wird. Nur eben etwas neumodischer.Kommen wir zur eigentlichen Geschichte:

Die Deutsche Alice Wegener reist zu ihrem Bruder der sich in Mexiko aufhält, um eine Mayastätte freizulegen. Denn während Alices Passion die Kunst ist, ist es für ihren Bruder die Archäologie. Da eine Reise noch Wochen dauert, haben die Geschwister sich eine Ewigkeit nicht mehr gesehen, umso größer ist die Vorfreude. Den Weg über den Ozean möchte sie nutzen, um zu malen. Doch das scheint nicht so einfach wie erhofft. Sehr schön dargestellt werden hier die Kleinigkeiten, die allgegenwärtig sind, einen aber doch immer mal wieder stören.

In Veracruz wird sie vom attraktiven Juan Ramirez in Empfang genommen. Dieser lässt seinen Scharm spielen und erweicht das Herz der Malerin ein wenig.
Doch kurze Zeit später erreicht Alice eine tragische Nachricht: Patrick ist tot! Nicht nur das er ermordet wurde, ihm wurde auch noch das Herz herausgerissen!
Der Mörder scheint bereits identifiziert: Ein Indianer der es weit gebracht hat und in letzter Zeit sehr aufsässig war. Für die Kaffeebarone scheint der Fall klar, doch etwas lässt Alice zweifeln. Sie will sich selbst aufmachen, um die Umstände vom Tod ihres Bruders zu klären.
Ihr erscheinen viele Dinge fremd, denn sie ist ein deutsches Rechtssystem gewöhnt.
Dr. Scarsdale, der Alice nach Mexiko eingeladen hatte, akzeptiert sie als Begleiterin, auch wenn er nicht besonders glücklich darüber ist. Ihn interessieren alte Steine mehr als Menschen. Während Alice immer tiefer in den Dschungel und damit in die Geheimnisse um Patricks Tod gerät, öffnet sich ihr Herz immer weiter für eine ungewisse Liebe.

Der Roman ist in Kapitel unterteilt, bei denen die Kapitelüberschrift immer von Schmetterlingen begleitet wird. - Dabei ist von einem solchem Tier auf den über 500 Seiten nicht ein einziges Mal die Rede. Aber gut, wirklich stören tun die Falter ja auch nicht.

Wirklich gestört haben mich die ständigen Wiederholungen. So wird zum Beispiel immer wieder darauf hingewiesen, dass sie, wegen Skorpionen und Ameisen, lieber in einer Hängematte schlafen würde.

Leider gibt es auch in diesem Roman einige unlogische Stellen. Beispielsweise möchte Alice eine Öllampe mitnehmen, bekommt jedoch folgende Antwort:
"Das würde nur die Mücken anlocken. Der Mond scheint hell genug." (S. 338)
Wenn der Mond wirklich so hell scheint wird keine Lampe benötigt, soweit klar. Allerdings würde das Licht keine Mücken anlocken, da diese auf Geruch reagieren.

Der Schreibstil ist sehr ausschmückend. Man merkt das die Autorin dieses farbenfrohe Land liebt. Als Leserin fühlte ich mich förmlich hinein in die Weiten Mexikos und sah bunte Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen. (Es sein angemerkt das ich selbst nie dort war.) An wenigen Stellen hätte ich mir auch weniger Umschreibungen oder weitere Ausführungen gewünscht. Im großen und ganzen war es okay. Ich merkte jedoch, dass dieser Roman nicht ganz so flüssig zu lesen ist, wie ich es z.B. von einem Krimi gewohnt bin.

Auch zieht sich das Ende leider hin oder besser der Teil nach dem Ende. So etwa die letzten 50 Seiten empfand ich nur noch als Füllmaterial. Das hätte bereits auf den vorherigen Seiten untergebracht werden können. Es wurde auch nicht mehr wirklich spannend, so dass ich mich recht gelangweilt zum Ende kämpfte.

Neben den tollen Beschreibungen Mexikos finde ich es auch faszinierend, wie die anfangs eher kühle Hautpcharakterin Alice mir immer mehr ans Herz wuchs. Nicht zuletzt lag diese sicher auch daran, dass sie eine neue Welt entdeckte und durch ihre Abenteuer eine andere Sich der Dinge erlangte. Sehr schön, dass die Autorin es schafft auch dem Leser kleine Denkanstöße zu geben.

Auch über die Hintergründe lässt Rosa Zapato den nicht im Unklaren. Auf den letzten Seiten berichtet sie über "echtes" Wissen. Über alte Kulturen und neue Zustände, über Ausgrabungen und politische Lage in Mexiko. Auch verrät die Autorin welche Szenen im Roman aus der Realität stammen bzw. einen realistischen Hintergrund haben und welche frei erfunden sind. Sehr interessant.

~ Fazit ~

Die Idee der Geschichte ist wirklich gut: Jemand wird eines Verbrechens bezichtigt, nur weil er sich für die Rechte seines Volkes einsetzt. Das ist, leider auch heute noch, gar nicht so unüblich. Die Landschaft wird in den blühendsten Farben beschrieben, so dass der Leser förmlich mit in diesen Sog gerissen wird. Leider kommt die eigentliche Geschichte dabei etwas zu kurz. Wiederholungen kommen öfter vor, manchmal nur wenige Seiten später und die Spannung sinkt, da der Leser sich noch durch einen Berg ausgeschmückten Textes kämpfen muss. Leider ist auch der Ausgang der Geschichte nicht allzu überraschend.
Gut find ich die Verschmelzung zwischen Wahrheit und Fiktion. Natürlich damit auch die Aufklärung der Autorin am Ende des Buches.
Grade da dieses Buch nichts für Zwischendurch ist, habe ich es gerne als "Urlaubslektüre" bezeichnet. Mit diesem Roman kann der Leser sich gut wegträumen, in den bunten Dschungel Mexikos. Dafür bekommt er eine Mischung aus leichter Spannung, geschichtlichen Hintergrund und einiges an Leidenschaft und Liebe.

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Micha1985s avatar

Rezension zu "Der Duft des Regenwalds" von Rosa Zapato

eine abenteuerliche Reise...
Micha1985vor 5 Jahren

Ich habe dieses Buch absolut verschlungen. Es ist die aufregende Geschichte von Alice, die nach Mexiko kommt um nach ihrem Bruder zu sehen, der dort archäologische Ausgrabungen betreibt. Leider erfährt sie bei ihrer Ankunft, dass er ermordet wurde. Somit beginnt eine abenteuerliche Reise durch Mexiko auf der Jagd nach dem Mörder ihres Bruders.
In dem Buch erfährt man viel über das damalige Mexiko. Wie die Leute dort lebten, wie die Indios unterdrückt und versklavt wurden. Dies regt einem zum nachdenken an.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker. Es ist absolut leicht zu lesen und fesselt einen von der ersten Seite an. Absolut empfehlenswert!

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MrsFoxxs avatar

Rezension zu "Der Duft des Regenwalds" von Rosa Zapato

Spurensuche im Regenwald
MrsFoxxvor 5 Jahren

Die aufstrebende junge Malerin Alice macht sich auf den Weg nach Mexico, um ihren Bruder zu besuchen, der dort an Ausgrabungen einer alten Maya-Stätte teilnimmt. Doch statt einem Wiedersehen mit Patrick wartet dort nach wochenlanger Seereise die Nachricht seines Todes auf die Berlinerin. Als sie nach weiteren Informationen über das Unglück verlangt, trifft Alice auf Ausflüchte und eine Mauer des Schweigens. Verbissen kämpft sie sich durch den Dschungel Mexicos um das Geheimnis um den Tod ihres Bruders zu lüften. Kein einfaches Unterfangen für eine junge Dame im Jahr 1903... 

Gewappnet mit einer Fülle an Hintergrundwissen erzählt Rosa Zapato alias Tereza Vanek die Geschichte der jungen Alice die sich durch den Dschungel Mexicos kämpft, um den Mord an ihrem Bruder aufzudecken. Der Leser erfährt viel von Land und Leuten. Den Indios - die Ureinwohner des Landes, die unterdrückt und versklavt werden, den Ladinos - Mexikanern mit Spanischer Abstammung, und den Kaffebaronen, die sich dort eine goldene Nase verdienen indem sie sich der Ureinwohner bedienen. 
Die Hauptprotagonisten der Geschichte - Alice und Andres - sind sympathisch und wirken sehr authentisch. Beide haben so ihre mühe Not sich durch Mexico zu kämpfen, doch keiner der Beiden denkt ans aufgeben. 
Einige Zeit hatte ich das Gefühl, die Geschichte plätschert nur so dahin, und außer Essen passiert nicht viel. Dies änderte sich jedoch in der zweiten Hälfte des Buches und die Geschichte gewinnt deutlich an Geschwindigkeit. Langweilig war es jedoch nicht wirklich. Die Neugierde auf das Schicksal von Alice und Andres lies mich immer wieder zum Buch greifen. 
Der Schreibstil der Autorin las sich angenehm flüssig, auch wenn sich die ein oder andere Wiederholung einschlich. Die liebevollen Beschreibungen von Land und Leuten war ein Genuß. Schon ab der ersten Seite hatte man das Gefühl, mitten in Mexico zu stehen und selbst einen der Tortillas zu verspeisen. Hierfür gibt es einen dicken Pluspunkt  
Das Cover besticht durch seine kräftigen Farben und die Berge des Regenwalds. Als würde man mitten drin stehen... 

Fazit: Eine gelungene, gut recherchierte Geschichte. Der angenehme Schreibstil führte mich flott durch das Buch. Dafür gibts eine Leseempfehlung und 4 Punkte von mir!

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