Rosamund Kidman Cox 50 Jahre Wildlife Fotografie des Jahres

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „50 Jahre Wildlife Fotografie des Jahres“ von Rosamund Kidman Cox

Zum 50-jährigen Jubiläum des weltweit angesehensten Wettbewerbs für Natur- und Tierfotografie erscheint dieser prachtvolle Band. Er versammelt die außergewöhnlichsten der eingereichten und prämierten Arbeiten und macht die Entwicklung der Naturfotografie in diesen Jahren nachvollziehbar. So wurde der eher dokumentarische Wert früherer Bilder durch eine hohe Ästhetik abgelöst, die die Aufmerksamkeit auf seltene Naturphänomene oder die Bedrohung von Tier und Natur lenkt. Durch herausragende Beispiele für unterschiedliche Aufnahmetechniken kann man den Fortschritt der Fotografie in diesen Bereichen genau verfolgen. Ergänzende Texte würdigen die einzelnen Werke und ordnen sie in die Entwicklungsgeschichte der Fotografie ein.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • "Jetzt ist es an der Zeit, die Naturfotografie als Kunstform anzuerkennen"

    50 Jahre Wildlife Fotografie des Jahres
    R_Manthey

    R_Manthey

    13. August 2015 um 10:13

    Das britische Natural History Museum schrieb vor 50 Jahren zum ersten Mal einen Wettbewerb aus, dessen Namen der Knesebeck-Verlag in schönstem Denglisch als "Wildlife Fotografien des Jahres" übersetzt hat. In diesem Bildband findet man die die prämierten Bilder aus einem halben Jahrhundert und zahlreiche andere dort eingereichte spektakuläre Fotografien. Meistens wurden Szenen aus der Tierwelt aufgenommen. Der Betrachter entdeckt aber auch einige Motive aus der Natur, beispielsweise von Pflanzen, Vulkanausbrüchen oder auch bildliche Dokumente der Naturgefährdung durch die menschliche Zivilisation, die aufrütteln sollen. Nach einer kurzen Einleitung lernt der Leser auf wenigen Seiten, welche Entwicklung die Menschheit von den Naturdarstellungen der Höhlenmalerei bis zur modernen Fotografie zurückgelegt hat. Es fällt im Angesicht der heutigen Technik sehr schwer, sich die Mühen vorzustellen, unter denen die ersten wirklich guten Tierfotografien in der Wildnis entstanden. Die Apparaturen waren gigantisch, der Aufwand enorm. Davon kann man sich in diesem Teil des Buches überzeugen. Dann erklärt die Autorin die Entstehung des Wettbewerbs und seine Geschichte. Schließlich folgen auf über 200 Seiten die prämierten oder andere eindrucksvolle Fotografien aus dem Wettbewerb. Ihre Entstehung und ihr Inhalt werden dabei stets kurz kommentiert, wobei allerdings keine technischen Einzelheiten genannt werden. Solche Details findet man jedoch am Ende des Buches im Verzeichnis der Fotografen. Ein Anliegen dieses Buches besteht darin, den Wandel der Tierfotografie von der bloßen Aufnahme aus der Wildnis hin zu künstlerischen Bildern zu dokumentieren. Zweifellos ist das auch eine Folge der technischen Revolution in der Fotografie, denn erst wenn man nicht mehr mit der Technik und den Gegebenheiten zu kämpfen hat, kann man sich auf die Ästhetik tatsächlich völlig konzentrieren. Die meisten der in diesem Band gezeigten Fotografien sind tolle Bilder, die nicht immer von professionellen Fotografen stammen. Die Zahl der jährlich bei diesem Wettbewerb eingereichten Bilder geht in die Tausende. Bei einigen sind die Entscheidungen der Jury nicht unbedingt nachzuvollziehen, was aber den Gesamteindruck dieses sehr schönen Bildbandes überhaupt nicht schmälert. Was jemand in einem Foto sieht, muss ein anderer nicht unbedingt nachvollziehen können. Bei wirklich guten Fotos gibt es allerdings selten verschiedene Meinungen. Und von dieser Sorte sind die meisten Bilder in diesem Band. Bei vielen von ihnen haben die Fotografen mit einem hohen Sinn für Ästhetik und dem besonderen Blick für den entscheidenden Moment Bilder von großer Schönheit und Einzigartigkeit geschaffen.

    Mehr