Rosamund Lupton Lautlose Nacht

(55)

Lovelybooks Bewertung

  • 48 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 39 Rezensionen
(23)
(25)
(4)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Lautlose Nacht“ von Rosamund Lupton

Eine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht.Die britische Physikerin Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska, um ihren Mann Matt zu treffen, der dort einen Dokumentarfilm dreht. Doch die Polizei empfängt sie mit der Nachricht, dass Matt weit oben im Polarkreis umgekommen ist. Yasmin will das nicht glauben. Sie ist überzeugt, dass Matt am Leben ist und ihre Hilfe braucht. Zusammen mit Ruby macht sie sich auf eine lebensgefährliche Reise durch ewiges Eis und ewige Nacht, um ihn zu finden. Und irgendwann bemerkt sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will... Atmosphärisch, hochspannend – mit einem spektakulären Plot: der neue Roman von Bestsellerautorin Rosamund Lupton.

Eine Mutter und ihre gehörlose Tochter kämpfen in arktischer Kälte und Dunkelheit um ihr Leben - sehr spannend!

— ConnyKathsBooks

Ein junges Mädchen ohne Stimme, dafür mit großem Mut und Herz. Eine Liebe, die den Kampfgeist weckt. Herzerwärmend und zugleich spannend!

— Croeli

spannend, eisig und bewegend

— Anneja

Ein Thriller der anderen Art; nicht Mord und Totschlag, sondern die unendlichen, dunklen Weiten Alaskas und die Stille. Grossartig!

— PaulaAbigail

Atmosphärisch, düster, gar anders...was für ein eiskalter Thriller!

— dreamlady66

Die Atmosphäre, die das Buch schafft, hat mich sofort gefangen genommen. Außergewöhnliche Protagonistinnen. Spannend!

— FelicityWhitmore

Das Buch hat mich mitten ins eisige Alaska geführt. Es hat eine wunderbare Atmosphäre geschaffen und war spannend bis zum Schluss.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Nette Geschichte, aber stellenweise zu überzogen und unlogisch!

— Unzertrennlich

Ein wahrlich frostig spannender Thriller ...

— coala_books

Gelungener Thriller in der Eiswüste von Alaska

— Pefchen

Stöbern in Romane

Der Sandmaler

Eine Reise wert...

LeenChavette

Die Hauptstadt

Eine Herzlungenmassage für Europa ... so empfand ich das lesen

Gwenliest

Engel sprechen Russisch

10 Jahre kommunistische Sowjetunion.- 10 Jahre kapitalistisches Russland. 10 Jahre Deutschland.

miss_mesmerized

Im Herbst

Ein wunderbares Buch, in dem ganz alltägliche Dinge warmherzig beschrieben werden

Curin

Die Schlange von Essex

Mehr Frauenpower hätte diesem Buch gut getan. Cora war die bei weitem interessantes Figur in diesem Roman und hätte mehr Seiten verdient.

Flamingo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Packender Thriller in arktischer Kälte und Dunkelheit

    Lautlose Nacht

    ConnyKathsBooks

    31. July 2017 um 14:40

    "Die Kälte umgab sie ganz, sie war wie ein Raubtier aus Finsternis." (S. 221)Die Astrophysikerin Yasmin fliegt gemeinsam mit ihrer 12jährigen gehörlosen Tochter Ruby nach Alaska, um dort ihren Mann und Naturfilmer Matt zu treffen. Doch nach ihrer Ankunft in Fairbanks erfahren sie etwas Schreckliches. Das kleine Dorf hoch oben im Norden, in dem sich Matt zuletzt aufhielt, ist vollständig abgebrannt und es soll keine Überlebenden geben. Yasmin weigert sich, das Offensichtliche zu akzeptieren und begibt sich mit Ruby auf eine riskante Rettungsmission quer durch die arktische Kälte und Dunkelheit. Dem nicht genug, werden sie bald auch noch verfolgt. Doch warum? "Lautlose Nacht" stammt aus der Feder von Rosamund Lupton, die hier einen atmosphärisch dichten, raffiniert aufgebauten und superspannenden Thriller vorlegt.Allein der arktische Schauplatz ist grandios. Eine endlos erscheinende tiefschwarze Ödnis aus Eis und Schnee, in der Ruby und Yasmin bald um ihr Leben kämpfen. Die wunderbar-schreckliche Atmosphäre Alaskas hat die britische Autorin hier ganz toll eingefangen. Man bibbert bei minus 30 Grad und mehr richtig mit den Protagonisten mit und hofft, dass beide die 800 km per Laster bis zu Matts Dorf schaffen. Besonders die gehörlose Ruby habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Ein aufgewecktes, kluges und mutiges Mädchen, dass zwar ein Leben in Stille führt, doch besonders gut mit Computern umgehen kann und schon bald über sich hinauswächst. Mit zunehmender Handlung konnte ich auch Yasmin immer besser verstehen und ihre recht unverantwortlich wirkenden Entscheidungen nachvollziehen. Denn die bedingungslose Liebe zu Ruby und Matt lässt sie das fast Unmögliche wagen und nie die Hoffnung aufgeben, musste sie doch schon einmal einen großen Verlust verkraften. Das kann ich nur bewundern. Mutter und Tochter wachsen auf der Reise eng zusammen und lernen viel voneinander, was alles sehr einfühlsam beschrieben wird.Das Ganze liest sich angenehm flüssig, wobei ich mich erst an die verschiedenen Zeit- und Erzählformen gewöhnen musste, welche für die einzelnen Perspektiven von Ruby, Yasmin und weiteren Figuren verwendet werden. Doch später kam ich damit immer besser zurecht und die Seiten flogen nur so dahin. Lawinen, Polarstürme, spiegelglatte Pisten und dann auch noch ein unbekannter Verfolger, der vermutlich Böses im Schilde führt - die Ereignisse spitzen sich bald dramatisch zu und das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Geschickt werden auch aktuelle Umweltschutzthemen mit reingepackt und die Geschichte entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Das Ganze gipfelt dann in einem atemberaubenden Showdown, der noch für so manche Überraschung sorgt und an Spannung kaum zu überbieten ist. Insgesamt kann ich daher "Lautlose Nacht" uneingeschränkt empfehlen. Ein packender "eiskalter" Thriller, für den ich klare 5 Sterne vergebe.

    Mehr
  • Tweet Tweet

    Lautlose Nacht

    walli007

    30. May 2017 um 16:58

    Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska. Matt, ihr Mann, soll sie vom Flughafen abholen. Doch statt ihres Ehemannes wartet die Polizei. Eine Polizeibeamtin teilt Yasmin mit, dass es einen schweren Brand in dem Inuit-Dorf gegeben habe, in dem Matt sich aufgehalten hat, um einen Naturfilm zu drehen. In Yasmins Kopf dreht sich alles, das kann nicht sein. Matt hat doch versucht, sie anzurufen als die Katastrophe schon ihren Lauf genommen hatte. Yasmin muss das mit eigenen Augen sehen, sie glaubt einfach nicht, dass ihr Mann unter den Toten sein soll. Gegen alle Vernunft und Widerstände machen Yasmin und Ruby sich auf den Weg nach Norden. Wenn man schon einmal eine Dokumentation über die Lkw-Fahrer gesehen hat, die ihre fahrenden Festungen durch die Eiswüste steuern und allen Gefahren trotzen, kann man sich recht bildhaft vorstellen, was Yasmin und ihrer gehörlosen Tochter bevorsteht. Eine Fahrt durch eine gleißende weiße Stille, in der Mutter und Tochter dasselbe hören. Yasmin, die damit hadert, dass ihre Tochter lieber mit den Händen spricht, die sich nach ihrem Mann sehnt und fürchtet, ihre Ehe könne am Absterben sein. Mit viel Glück schaffen die Beiden auch ohne große Hilfe der Behörden ein Stück auf ihrem Weg voranzukommen. Bald schon aber wissen sie nicht mehr, wer ihnen hilft oder wer ihnen eher Steine in den Weg legen möchte. Ein Lkw fährt sich nicht von selbst, auch wenn eine Mutter in der Gefahr über sich selbst hinauswächst, um ihr Kind und ihren Mann zu beschützen oder zu retten, wirkt es doch etwas weit hergeholt, dass sie mit einem unbekannten Fahrzeug in unbekanntes und unwirtliches Gelände fährt. Das ist allerdings auch der einzige Kritikpunkt, der sich ein wenig aufdrängt. Davon abgesehen ist die Höllenfahrt von Yasmin und Ruby einfach nur packend und dramatisch ohne Ende. Man verschlingt eine Seite nach der anderen unfähig aufzuhören. Man begegnet hilfsbereiten Menschen und solchen, die nur so tun. Nicht immer ist es leicht zu unterscheiden, wer auf welcher Seite steht und welches die Seiten überhaupt sind. Man fragt sich anhand der bekannten Tatsachen, ob es überhaupt eine Hoffnung für Matt geben kann oder ob Yasmin und Ruby schließlich doch die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass er keine Chance hatte. Während der ganzen Zeit hört man förmlich das Brummen der Motoren oder man fühlt es wie Ruby. Man hält den Atem an, man zittert und bangt. Man versinkt in dem Buch, klasse. 4,5 Sterne

    Mehr
  • "Packender Alaska Thriller, super spannend.

    Lautlose Nacht

    buchbaron69

    24. April 2017 um 18:15

    KlappentextEine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht.Die britische Physikerin Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska, um ihren Mann Matt zu treffen, der dort einen Dokumentarfilm dreht. Doch die Polizei empfängt sie mit der Nachricht, dass Matt weit oben im Polarkreis umgekommen ist. Yasmin will das nicht glauben. Sie ist überzeugt, dass Matt am Leben ist und ihre Hilfe braucht. Zusammen mit Ruby macht sie sich auf eine lebensgefährliche Reise durch ewiges Eis und ewige Nacht, um ihn zu finden. Und irgendwann bemerkt sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will... Atmosphärisch, hochspannend – mit einem spektakulären Plot: der neue Roman von Bestsellerautorin Rosamund Lupton.Die AutorinRosamund Lupton studierte in Cambridge, arbeitete als Literaturkritikerin und schrieb zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Gleich mit ihrem Romandebüt ›Liebste Tess‹ wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin mit Millionenauflage weltweit. Es wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.Meine MeinungStoryYasmin möchte ihren Mann Matt in Alaska treffen der dort als Naturfilmer arbeitet, doch am Flughafen wird ihr von der Polizei mitgeteilt, dasihr Mann vermisst wird, ja möglicherweise ums Leben gekommen ist.Yasmin will das nicht wahrhaben. Zusammen mit ihrer Tochter der gehörlosen aber hochbegabten Ruby macht sich die Astrophysikern auf dem Weg durch die ewige Nacht, und das ewige Eis um Matt zu finden , denn sie ist.est davon überzeugt, das Matt lebt und ihre Hilfe braucht.SchreibstilDas Buch ist einfach zu lesen, die Geschichte wird aus der Sicht von Ruby und Yasmin erzählt.Die lebensfeindliche Landschaft wird gut beschrieben und man kann sich gut darin wiederfinden.Charaktere Die Geschichte wird aus der Sicht von Mutter und Tochter erzählt. Nicht nur die unterschiedliche Beschreibung der Suche, auch das unterschiedliche Verhältnis von Mutter und Tochter zu Matt, werden gut vermittelt.Mein FazitDie Suche nach einem vermissten Menschen ist nicht neu und schon mehrfach in Buch und Film erzählt worden. Dennoch kann man aus dem Stoff mit den richtigen Mitteln eine spannende Geschichte machen, wie z.B Rosamund Lupton in ihrem neuen Triller "Lautlose Nacht". Beeindruckend, wie es ihr gelingt, die Atmosphäre einzufangen, die Kälte, die trostlose Landschaft, die Hoffnungslosigkeit hinsichtlich der enormen weiten der Arktischen Tundra. Das und wie Menschen dort leben und dass ihr Lebensraum doch die Erdöl und Erdgas Förderung bedroht wird, hat Rosamund Lupton in einen spannenden Triller eingearbeitet. Ein Triller der von mir 5 von 5 Leseratten/Sterne bekommt.

    Mehr
  • Alaska, Schneesturm und eine Mutter mit Kind

    Lautlose Nacht

    Steffi1611

    21. April 2017 um 12:28

    Die wichtigsten Charaktere dieser Geschichte sind Yasmin und Ruby.Yasmin zweifelt an der Liebe von Matt und an ihrer Ehe. Sie ist Astrophysikerin und hübsch (da dies so oft erwähnt wird, schreibe ich es hier mit auf). Aber ebenso stur, eigensinnig und selbstsüchtig.Ruby ist die 10 jährige taube Tochter der beiden. Sie steht ihrem Vater näher als der Mutter und hat sich sehr auf die Reise nach Alaska gefreut.Als die beiden in Alaska landen, ist Matt nicht vor Ort um sie abzuholen. Dafür erfahren beide nach kurzer Zeit, dass es ein Unglück gab und Matt Tod ist. Yasmin kann dies nicht glauben und macht sich mit Ruby auf den Weg quer durch Alaska. Die Strecke, welche beide zurücklegen wollen, ist eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Noch erschwerend hinzukommt die Dunkelheit und die -40 Grad.Erzählt wird aus der Sicht von Yasmin sowie Ruby. Nach einigem Lesen hat man raus, wer wann an der Reihe ist. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr leicht, aber mit der Zeit wurde es langatmig und stellenweise sehr unrealistisch. So kann Yasmin einen LKW fahren. Woher kann sie das? Noch dazu auf einer so gefährlichen Straße?Weiterhin beschäftigte mich beim Lesen immer die Frage, wie eine Mutter so eine Tour ihrer Tochter zumuten kann.Gut dargestellt und realistisch fand ich die Tierwelt, sowie die Sterne und das Polarlicht in Alaska. Da hat man beim Lesen wirklich noch etwas gelernt. Ebenso über das Fracking und die damit verbundenen Gefahren.Das Ende der Geschichte kam dann doch sehr abrupt und wirkte wieder sehr gestellt. Außerdem bleibt das tatsächliche Ende offen und bei dieser Geschichte stört es mich wirklich.Cover sowie Titel sind passend gewählt. Grade durch das doch sehr dunkel gehaltene Cover wird eine Atmosphäre erzeugt, welche die Umstände in Alaska gut darstellt.Den Titel würde ich in zwei unterschiedliche Richtungen deuten. Zum einen natürlich Ruby mit ihrer Gehörlosigkeit und zum anderen die Einsamkeit und Stille auf der Stecke, welche die beiden zurücklegen.Mich hat das Buch nicht überzeugen können. Für mich leider nur Durchschnitt mit dem einzigen Highlight in Form von Ruby.

    Mehr
  • Stille, Kälte, Überlebenskampf und eine unaussprechliche Liebe

    Lautlose Nacht

    Croeli

    19. April 2017 um 21:42

    Eine Eiseskälte wie Nadelstiche auf der Haut  „Lautlose Nacht“ von Rosamund Lupton, deutschsprachig erstmals 2016 im dtv Verlag erschienen, handelt von Yasmin, einer Astrophysikerin, die mit ihrer Tochter Ruby eine wagemutige Reise antritt, die zum Überlebenskampf wird. Als Yasmin und Ruby in Alaska ankommen, weil sie ihren Ehemann und Vater Matt besuchen wollen, der sich als Tierfotograf dort aufhalten soll, erfahren sie von der Polizei, dass es in Anaktue einen Brand gegeben hat und alle Menschen in diesem Dorf umgekommen sind, darunter auch Matt. Yasmin und Ruby können dies jedoch nicht glauben und nachdem die Polizei nichts Weiteres mehr unternimmt, nehmen das Mutter-Tochter-Gespann es selbst in die Hand, machen sich auf den Weg nach Anaktue und nehmen die Gefahr eines schlimmen Sturmes, der eisigen Kälte, eines Verfolgers und der endlosen Dunkelheit in Kauf. Bei dem Mädchen Ruby handelt es sich um eine gehörlose Zehnjährige, die in der Schule keinen Anschluss findet, ihre Stimme nicht einsetzen möchte und sich als „Words_No_Sounds“ bei Twitter mitteilt, indem sie Gefühle mit alltäglichen Dingen und Sinneswahrnehmungen skurril beschreibt, z.B. „AUFREGUNG: Schmeckt wie bitzelndes Brausepulver, fühlt sich an wie das Hups-Rumms, wenn ein Flugzeug aufsetzt, und sieht aus wie die große flauschige Kapuze von Dads Iñupiaq-Parka“. Sie liebt ihren Vater, teilt seine Vorliebe für Tiere und freut sich ungemein auf ein Wiedersehen mit ihm. Ihr Verhältnis zur ihrer Mutter ist etwas angespannter, da diese immer wieder von Ruby verlangt, ihre Stimme statt der Gebärden zu verwenden, gegen Rubys ständige Verwendung des Laptops ist und kein gemeinsames Hobby oder spezielle Gesprächsthemen mit ihr hat. Ruby ist diejenige, die das Buch zu etwas ganz Besonderem macht. Das Mädchen wächst, wie schon der Klappentext anmerkt, über sich hinaus. Sie beweist Mut, Ausdauer und vor allem Herz in der Dunkelheit und Eiseskälte von Alaska. Ohne ihren tollen Charakter, wäre das Buch vielleicht nicht einmal halb so spannend. Sie wächst dem Leser von Kapitel zu Kapitel ans Herz und die Tatsache, dass sie gehörlos ist, bringt neue und spannende Elemente in den Handlungsverlauf. Mit ihrer Mutter Yasmin muss man erst einmal warm werden. Je mehr man jedoch über sie erfährt und je länger sie mit Ruby unterwegs ist, desto greifbarer wird ihr Charakter, zumal dieser sich in solch einer Ausnahmesituation zwangsläufig auch weiterentwickeln muss. Zu Beginn zieht sich der Handlungsaufbau ein wenig in die Länge, vor allem, weil nicht jede der Figuren sofort greifbar ist. Im Verlauf der Geschichte, wenn Ruby und Yasmin sich auf die Suche nach Matt begeben, kommt aber – im wahrsten Sinne des Wortes – immer mehr Fahrt auf. Als Leser bekommt man zunehmend das Gefühl, live dabei zu sein und die Minustemperaturen zu spüren und absolute Stille zu vernehmen. Die Beschreibung Alaskas lässt dem Leser einen Schauer über den Rücken jagen, und das nicht nur wegen der Wetterverhältnisse, sondern wegen der durch Rosamund Lupton erzeugten Spannung. Bei „Lautlose Nacht“ fällt es mir schwer, nicht zu viel zu verraten. Man muss es gelesen haben, um die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und mit dem Mutter-Tochter-Gespann zusammenzuwachsen und mitzufühlen. Die Autorin hat große Arbeit geleistet, sowohl was die Erfindung des Charakters Ruby betrifft, als auch die unfassbar realistische Beschreibung Alaskas und zu guter Letzt der Einbau von Themen wie Astrologie, Gebärdensprache, Iñupiaq-Kultur und Fauna. Allerdings stören ein wenig Logikfehler wie die Tatsache, dass eine Frau, die nie zuvor einen LKW gefahren hat, es auf Anhieb und unter solchen Bedingungen schafft und dazu auch noch so verantwortungslos ist und ihre kleine Tochter mitnimmt. Insgesamt aber ein tolles, zu Tränen rührendes Buch (ich würde es eher als einen Thriller denn als einen Roman bezeichnen), das ein ernstes Thema behandelt, das an dieser Stelle jedoch nicht genannt werden soll. Leider kann man keine halben Sterne vergeben, weshalb ich einen ganzen für die Startschwierigkeiten in Bezug auf den Spannungsaufbau abziehen muss.

    Mehr
  • Spannung, Kälte und eine unvergessliche Reise der Gefühle

    Lautlose Nacht

    Anneja

    04. April 2017 um 09:13

    Was tut man wenn man erfährt das der Partner bei einem tragischen Unfall verstorben ist? Die meisten würden trauern, doch viele wollen Beweise, wollen genau wissen das es wirklich ihr Partner ist. Doch was macht man wenn alles darauf zeigt das er es ist? Würde man ihn trotzdem suchen? Fragen über Fragen die man sich selbst hoffentlich nie stellen muss.Der Einstieg in das Buch erwies als etwas holprig, da man direkt in das Geschehen geworfen wird. Ich wusste zuerst garnicht mit welchen Personen ich es zutun habe und wo ich genau bin. Doch ein paar Seiten weiter fand ich meinen Weg in das Buch und konnte es danach nur noch schwerlich aus der Hand legen.Die Geschichte handelt von Yasmin, einer Astrophysikerin und ihrer Tochter Ruby, welche gehörlos ist. Beide wollen in Alaska ihren Vater Matt abholen, der dort die arktische Tierwelt fotografieren wollte. Doch statt ihm zu treffen, erfahren sie von der Polizei das er bei einem Brand umgekommen sei. Alle Beweise deuten darauf hin, doch niemand kann den Hoffnungsschimmer von Yasmin zerstören, welche fest glaubt das ihr Mann lebt. Schließlich begeben sie sich auf eine waghalsige Tour durch Alaskas Eiswüste. Angetrieben von Hoffnung, finden Tochter und Mutter zu einander und meistern den gefährlichen Weg gemeinsam.Die Charaktermenge im Buch fand ich sehr überschaulich, was sehr angenehm war, da man sich so sehr gut auf Yasmin und Ruby einlassen konnte. Zuerst muss ich allerdings gestehen das mir Yasmin nicht von Anfang an sympatisch war. Sie wirkte sehr kalt und unfreundlich. Das dazu immer erwähnt wird, das sie eine Schönheit ist machte es da nicht besser. Erst im Laufe der Geschichte konnte ich mich langsam an sie gewöhnen und war zwischendurch sogar sehr fasziniert von Wissen über Sterne und unsere Welt.Ruby dagegen musste man einfach mögen. Sie ist clever, neugierig und hat sich mit ihrer Gehörlosigkeit abgefunden. Doch außer ihre Eltern, wissen nur Leute auf ihrem Blog und bei Twitter wie sie ihre Welt mitbekommt. Sie postet in regelmäßigen Abständen wie sie Wörter sieht und wie sie schmecken. Ein Umstand der mich teilweise zum grinsen brachte.Die Menschen die man zwischendurch erlebt, wirken sehr real und man hatte zwischendurch das Gefühl das das Geschehene tatsächlich passiert ist. Gerade die Momente in denen Yasmin klar wurde das sie verfolgt wird, bannten mich und man hoffte einfach das sie sich irrt.Ich empfand das Buch als zweigleisige Geschichte da man zum einen die Suche nach dem Vater erlebt und zum anderen einen genauen Einblick in Ruby´s Welt bekommt. Hier möchte ich der Autorin ein Lob für ihre Recherchen geben. Denn es war sehr interessant was man über die Tierwelt Alaskas und über die Sterne, den Mond oder das Polarlicht erfährt. Wie bereits angedeutete hatte ich anfangs einige Probleme in die Geschichte hinein zu kommen, da mich der Schreibstil etwas verwirrte. Nachdem man sich allerdings daran gewöhnte kam man sehr gut in der Geschichte voran. Die Wechsel de Charaktere waren manchmal etwas zu schnell und zu unübersichtlich, man wusste nicht gleich aus wessen Sicht man das Geschehene gerade erlebt.Was mir leider garnicht gefiel war das Ende, welches viel zu schnell endete und offene Fragen hinterließ. Da die Geschichte sonst sehr detailtreu war und vieles erklärte, hätte ich mir dies auch für den Schluss gewünscht.Außer Einstieg und Ende konnte mich das Buch wirklich überzeugen. Die Geschichte hatte Biss und wurde nie langweilig. Ein Buch das Hoffnung spendet und dabei gleichzeitig fasziniert.

    Mehr
  • Dunkelheit & Stille

    Lautlose Nacht

    PaulaAbigail

    21. February 2017 um 18:25

    Yasmin will ihrem Mann die Meinung sagen, Tochter Ruby möchte mit ihm einen Blog starten, in dem sie über die Woche in Alaska berichtet. Die bedrohlichen Mails und der Tanklaster hinter ihnen waren zwar beängstigend, nährten aber auch ihre Hoffnung, dass Matt am Leben war, denn nur dann würde ja jemand verhindern wollen, dass sie ihn fand. (S.206) Ursprünglich sollten sie am Flughafen abgeholt werden, doch Matt erscheint nicht. Man informiert sie, dass es in dem Dorf, in dem Matt zuletzt gelebt hat, zu einer Explosion - möglicherweise durch eine Frackingstation - gekommen ist und es 24 Opfer gab; 23 Einwohner, ein Auswärtiger. Zudem wurde Matts Ehering gefunden - alles deutet darauf hin, dass Matt bei dem Brand ums Leben gekommen ist, doch daran wollen die beiden nicht glauben und begeben sich auf die Suche nach Ehemann und Vater. Da auch die Polizei ihnen in dieser - vermeintlich aussichtslosen - Situation nicht weiterhelfen will oder kann, wendet sich Yasmin verzweifelt an die Trucker und wird tatsächlich von einem mitgenommen. Durch einen Vorfall an einer der Raststätten, beschliesst Yasmin, sich nicht aufhalten zu lassen und fährt den Truck kurzerhand selbst - dies mag erstmal unlogisch erscheinen, aber als ehemalige Astrophysikerin kann sie ihr Physikwissen anwenden und hat den Fahrer zuvor beobachtet, sodass sie den Truck relativ sicher steuern kann. Schnell bemerken die zwei aber, dass ihnen jemand folgt - doch wer das ist und zu welchen Zwecken... Dazu erfahrt ihr mehr in diesem hochspannenden Thriller. Aber ich weiss gar nicht, ob zu Hause wirklich Nacht ist. Ich weiss nicht mal, ob hier Nacht ist. Es ist, als wäre überall Nacht, als hätte die Nacht alle Tage verschlungen. (S.272) Dadurch, dass kürzere Passagen aus Rubys Sicht erzählt werden, fühlt man sich den beiden näher, die neutrale Erzählweise wiederum macht deutlich wie dunkel und kalt es tatsächlich ist und in welche Gefahr sie sich begeben. Zwar kann Ruby sprechen, da sie aber ihre eigene Stimme nicht hören kann - sie ist taub -, redet sie meist in Gebärdensprache oder via Sprachsoftware auf ihrem Laptop. Ruby hat auch einen eigenen Twitteraccount auf dem sie die Wörter, die sie nicht aussprechen kann, umschreibt. @Words_No_Sounds LÄRM: Sieht aus wie eine blinkende Neonwerbung, fühlt sich an wie herunterrieselnder Schutt, schmeckt wie die ausgeatmete Luft anderer Leute. Lautlose Nacht ist ganz sicher kein gewöhnlicher Thriller, denn anstatt Mord und Totschlag, findet man hier viel eher das beklemmende Gefühl der Dunkelheit und des Ungewissen vor. Durch Rubys Gehörlosigkeit wird der Stille noch viel mehr Kraft verliehen; die Stille, die auch Yasmin zu spüren bekommt, mit der ihre Tochter tagtäglich zu leben hat. Dadurch, dass das Fracking zum Thema gemacht wird, hat der Thriller einen zusätzlichen politischen Aspekt. Die Personen sind eher blass, was aber nicht so eine grosse Rolle spielt, da sich die Geschichte eh meist um Ruby und Yasmin im Führerhaus dreht. Dafür sind eben diese sehr klar gezeichnet, bilden durch die Seiten einen Charakter und man schliesst - vor allem die kleine, starke Ruby - sehr schnell ins Herz und fiebert mit den beiden Frauen mit. Wie gehen sie mit den Minusgraden um, können sie sich bei einer Lasterpanne selbst helfen - und was hat das mit dem Verfolger auf sich? Und lebt Matt noch? Lohnt es sich denn überhaupt? Ruby und ihre Mutter zweifeln nicht an Matts Überleben und begeben sich in die unendlichen Weiten Alaskas, um zu suchen - und schlussendlich auch zu finden.

    Mehr
  • Die Qualität des Schweigens

    Lautlose Nacht

    MikkaG

    29. January 2017 um 19:27

    Der Klappentext klingt nach einem rasanten Thriller, aber wenn ich jetzt an "Lautlose Nacht" zurückdenke, kommt mir als erstes die kristalline Klarheit der Geschichte in den Sinn: zeitlos, schwerelos, oft beinahe poetisch, und dennoch mit einer ganz eigenen Art von Spannung.Denn Rosamund Lupton erzählt mit dichter Atmosphäre von der archaischen Gnadenlosigkeit der Eiswüste, der Unbedeutsamkeit des Menschen in der unendlichen Weite der Polarnacht, der Qualität der Stille, aber es ist auch eine packende Geschichte von Verrat und Tod, Flucht und Jagd. Kein Thriller, aber durchaus ein fesselnder Roman, den ich nicht mehr weglegen konnte.Zugegeben, die Geschichte ist nicht immer hunderprozentig glaubwürdig. Denn im Mittelpunkt stehen Yasmin und Ruby, eine junge Mutter und ihre gehörlose Tochter, die sich aufmachen, mitten im arktischen Winter im Norden Alaskas nach Matt zu suchen - Rubys Vater, der angeblich bei einem Brand zu Tode gekommen sein soll, was sie aber nicht glauben wollen. Die beiden überwinden die unglaublichsten Gefahren, und Yasmin, die in ihrem Leben noch nie einen LKW gefahren hat, steuert einen 40-Tonner über vereiste Flüsse, durch Lawinen und Schneestürme... Im echten Leben wäre ihr das schwere Gefährt wohl schon nach 500 Metern in den Graben gerutscht.Aber das hat mich weit weniger gestört, als ich selber erwartet hätte, denn dadurch verstärkte sich für mich das Gefühl, ein spannendes modernes  Märchen zu lesen.Die Autorin spricht viele interessante, ganz unterschiedliche Themen an: Fracking (ein sehr umstrittenes Verfahren der Erdgas- und Erdölförderung), Gehörlosigkeit (nicht als Behinderung, sondern als andere und ebenso reiche Form der Wahrnehmung), die aussterbende Kultur der Inupiat, (indigener Ureinwohner der Polarregionen Nordamerikas) und vieles mehr. Die Mischung fand ich sehr originell und gelungen. Die Geschichte wird zum Teil in der Ich-Perspektive aus Rubys Sicht erzählt, und durch sie gewinnt man einen wunderbaren Einblick in das Leben eines gehörlosen Kindes. Obwohl sie sich weigert, laut zu sprechen, empfindet sie sich nicht als sprachlos, denn sie sieht ihre Gebärdensprache als ihre Stimme. Ihre Sicht auf die Welt ist keine eingeschränkte - nur eine andersartige. Genau das ist aber ein häufiger Streitpunkt zwischen ihr und ihrer Mutter, denn Yasmin glaubt, Ruby müsse sich an die Welt der Sprechenden anpassen, um in ihr bestehen zu können.Ehrlich gesagt fand ich dieses Thema fast spannender als die Frage, ob Matt  noch lebt und was wirklich hinter der Brandkatastrophe steckt, die ihn angeblich getötet hat! Das Sahnehäubchen waren für mich die Tweets, in denen Ruby beschreibt, wie sie verschiedene Wörter wahrnimmt.Zitat:@Words_No_Sounds650 FollowerLÄRM: Sieht aus wie eine blinkende Neonwerbung, fühlt sich an wie herunterrieselnder Schutt, schmeckt wie die ausgeatmete Luft anderer Leute.Auch Yasmin ist in meinen Augen ein gut geschriebener, komplexer Charakter. Die anderen Charaktere bleiben eher blass, aber das liegt meines Erachtens daran, dass sich die Handlung zu großen Teilen ausschließlich um Yasmin und Ruby dreht, denn die verbringen viel Zeit ganz alleine im Cockpit eines Trucks.Zitat:Die Kälte war ein Schock. Sie hatte gedacht, Kälte sei weiß wie Schnee oder vielleicht blau wie der Punkt auf einem Kaltwasserhahn. Aber diese Kälte entsprang einem Ort der Nacht und war schwarz, ohne jegliche Farbe oder Licht. Ein gellendes Kreischen ertönte, dann begriff sie, dass es der Wind war, der Neuschnee über den festgefahrenen Schnee am Boden trieb, weiße Geister, die über Straße und Ödnis tanzten. Den Schreibstil fand ich wunderbar, mit starken und dabei oft lyrischen Bildern. Für mich sind besonders die Passagen sehr gelungen, die aus Rubys Sicht erzählt werden. Oft finde ich in Büchern die "Stimmen" von Kindern nicht glaubhaft oder authentisch, aber Rosamund Lupton hat mich mit Ruby überzeugt. Fazit:"Lautlose Nacht" ist in meinen Augen vielleicht kein Thriller, aber dennoch auf ganz eigene Art und Weise spannend. Die Autorin erzählt von einer Extremsituation, beschreibt aber nicht nur Bedrohung und Gefahr sehr fesselnd, sondern auch die einzigartige, harsche Schönheit Nordalaskas im Polarwinter - und die Geschichte, wie sich eine Mutter und ihre kleine gehörlose Tochter in der endlosen Stille aneinander annähern, denn das Schweigen der Tochter und ihr Beharren auf der Gebärdensprache waren bisher ein steter Streitpunkt.

    Mehr
  • Leserunde zu "Lautlose Nacht" von Rosamund Lupton

    Lautlose Nacht

    dtv_Verlag

    Liebe Leserinnen und Leser,in diesen grauen und düsteren Novembertagen laden wir alle Thrillerfans dazu ein, gemeinsam mit uns ein hochspannendes und atmosphärisches Buch zu lesen. ›Lautlose Nacht‹ von Rosamund Lupton spielt im Eis und Schnee Alaskas und erzählt von der lebensgefährlichen Suche der Physikerin Yasmin und ihrer Tochter Ruby nach ihrem Mann und Vater in den Weiten Alaskas. Sie sind überzeugt, dass Matt noch lebt und dringend ihre Hilfe braucht. Doch schnell merken sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will ...Wieso möchtet ihr bei dieser Leserunde dabei sein? Erzählt es uns und mit etwas Glück gewinnt ihr eins von 25 Buchexemplaren.Viele GrüßeDie Online-Redaktion vom dtv Verlag

    Mehr
    • 341
  • Atmosphärisch, düster, gar anders...was für ein eiskalter Thriller!

    Lautlose Nacht

    dreamlady66

    23. January 2017 um 20:13

    (Inhalt übernommen) Eine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht.Die britische Physikerin Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska, um ihren Mann Matt zu treffen, der dort einen Dokumentarfilm dreht. Doch die Polizei empfängt sie mit der Nachricht, dass Matt weit oben im Polarkreis umgekommen ist. Yasmin will das nicht glauben. Sie ist überzeugt, dass Matt am Leben ist und ihre Hilfe braucht. Zusammen mit Ruby macht sie sich auf eine lebensgefährliche Reise durch ewiges Eis und ewige Nacht, um ihn zu finden. Und irgendwann bemerkt sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will... Atmosphärisch, hochspannend – mit einem spektakulären Plot: der neue Roman von Bestsellerautorin Rosamund Lupton. Zur Autorin: Rosamund Lupton wurde 1964 in England geboren. Sie studierte an der Cambridge University und arbeitete anschließend als Literaturkritikerin. Außerdem schrieb sie zahlreiche Drehbücher. Ihr Debütroman "Sister", auf deutsch "Liebste Tess", war ein New York Times Bestseller und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Auch ihr zweiter Roman war sehr erfolgreich. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in London. Schreibstil/Fazit: Zuerst einmal DANKE an dtv_premium für die Zusage an dieser besonderen Leserunde, ich freute mich über meinen Roman, der schon Thrillercharakter hat mit 379 Seiten und einer sehr angenehmen Leseschrift - wie passend erschienen jetzt zu dieser düsteranmutendkalten Jahreszeit - und, noch ein Bestseller dazu! Die Spannung steigt... Dies ist eine sehr persönliche (Familien)geschichte. Welch düster, atmosphärisch, gar beklemmendes Wechselspiel der Gefühle zwischen Mutter & (taubstummer) Tochter, jeweils aus beiden Sichtweisen erzählt. Schaurige Atmosphäre vom Feinsten...aber immer mit einem Kick an Adrenalin! Schneestürme, Lawinen, unpassierbare Straßen und die erbarmungslose Kälte sind dabei nur das kleinere Übel - ich sehe es bildlich genau vor mir! Mit welchen Irrungen & Wirrungen diese Story endete empfand ich einfach nur als grandios - Chapeau - allemal überaus spannend, gar atmosphärisch vermittelt. Ich hatte viele emotionale Lesestunden, die mich einfach nur fesselten & manchmal auch sprachlos zurückliessen...bitte mehr davon, denn Mainstream können & dürfen gerne Andere!

    Mehr
  • Lautlos durch Alaska mit Ruby...

    Lautlose Nacht

    Ayda

    15. January 2017 um 10:49

    "Eine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht." Inhalt: Passend zur Winterzeit hat uns Rosamund Lupton eine interessante Geschichte geschenkt. Wie lernen hier die Phyikerin Yasmin und ihre Tochter Ruby kennen,die sich auf die Reise nach Alaska begeben. Dort möchte Yasmin ihren Mann Matt besuchen,der sich dort mit den schönen Seiten der Natur beschäftigt und als Tierfilmer arbeitet. Doch am Flughafen angekommen,erfahren sie von einem tragischen Unfall,bei dem es keine Überlebenden gegeben haben soll,unter ihnen auch Matt! Yasmin lässt sich davon nicht abhalten und glaubt fest daran,dass ihr Mann lebt. Sie begibt sich mit ihrer Tochter Ruby auf die Suche nach ihm. Der Weg zum Polarkreis ist jedoch queer durch den Schnee und eisige Kälte und sie haben nur ihren Truck und den Laptop von Ruby... Meine Meinung: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und durch die kalte Jahreszeit war es auch eine sehr passende Lektüre. Das Cover ist sehr passend zum Inhalt gestaltet. Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte, die durch den Schreibstil schön zu lesen war. Gerade wenn eine Geschichte in so einer Extremsituation spielt,muss sie es ansatweise schaffen mich in die Lage der Protagonisten zu versetzen und das hat sie. Ich hatte das Gefühl,dass ich in diem Fahrerhaus des LKW sitze und mit den beiden friere und hoffe. Mein absolutes Highlight war die gehörlose Tochter Ruby,die wir in ihren Gedanken,in Ich-Perspektive- kennenlernen dürften,ein tolles Mädchen,das einen Blog führt und ganz schön viele Follower hat und eine wichtige Rolle in der Geschichte einnehmen wird. Ich habe mir auch nach dem lesen gedacht,dass das Lautlos im Titel sich auch sie beziehen könnte, dieser Gedanke ist natürlich jedem selber überlassen. Mit Yasmin musste ich erstmal warm werden und es war interessant ihre Entwicklung in der Beziehung zu ihrer Tochter zu verfolgen. Interessant in dem Buch fand ich auch ein weiteres Thema, das uns-vor allem mit dem Schaden,das es anrichtet- nahe gebracht wurde: das techische Verfahren von "Fracking" und hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe erhofft. Lautlose Nacht ist ein sehr atmosphärisches und spannendes Buch,das ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann... Autorin: Rosamund Lupton studierte in Cambridge, arbeitete als Literaturkritikerin und schrieb zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Gleich mit ihrem Romandebüt ›Liebste Tess‹ wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin mit Millionenauflage weltweit. Es wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: www.dtv.de)

    Mehr
  • Lautlose Nacht

    Lautlose Nacht

    jackdeck

    07. January 2017 um 14:58

    Eine Geschichte, die uns auf eine Reise mitnimmt in die eisige unerträgliche Kälte und Dunkelheit Alaskas im Winter, aber auch eine Reise in die Seelen- und Gedankenwelt eines kleinen, gehörlosen Mädchens, eines sehr mutigen und tapferen Mädchens, das sich trotz ihrer Behinderung nicht unterkriegen lässt. Als Yasmin und Ruby endlich auf dem Flughafen von Fairbanks, Alaska landen, wissen sie noch nicht, was sie dort erwartet. Ruby freut sich unsagbar auf ihren Dad, und Yasmin auf ihren Ehemann, Matt, der sie dort abholen wollte.Doch es kommt anders.Meine Meinung:Ein mitreißender und tiefgründiger Roman, der einen ins eisige Alaska entführt und in seinen Bann zieht.Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und sehr flüssig. Die Handlung war spannend und fesselnd, auch der Spannungsbogen wurde im Laufe der Geschichte stetig gesteigert. Die Charaktere waren realistisch und liebevoll ausgearbeitet, sodass ich mit ihnen mitfieberte.Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

    Mehr
  • Gefangen in der Eishölle

    Lautlose Nacht

    Pefchen

    06. January 2017 um 17:45

    Yasmin hat sich mit ihrer zehnjährigen gehörlosen Tochter Ruby auf den Weg nach Alaska gemacht, um ihren Mann Matt, der dort als Tierfilmer arbeitet zurück nach Hause nach England zu holen. Doch Matt ist nicht wie verabredet am Flughafen in Fairbanks. Stattdessen werden Yasmin und Ruby dort von der Polizei empfangen, welche ihnen mitteilt, dass es in dem kleinen Eskimodorf mitten in der tiefen Weite von Alaska, in welchem Matt gelebt hat zu einem schrecklichen Unglück gekommen ist. Es gab ein verheerendes Feuer und niemand der Dorfbewohner hat überlebt, auch Matt soll unter den Toten sein. Yasmin will das nicht wahrhaben. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihr Mann noch lebt, allein und auf sich gestellt durch die kalte Wildnis von Alaska irrt und dringend auf Hilfe angewiesen ist. Doch keiner will ihr glauben und niemand nimmt sie ernst. So macht Yasmin sich mit ihrer Tochter auf eigene Faust auf den Weg nach Anaktue um ihren Mann zu finden. Sie mischt sich in Fairbanks unter die Truckergesellschaft, auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit. Ein sehr netter Trucker namens Adeeb hat Mitleid mit der jungen Frau und ihrem tauben Mädchen und nimmt die beiden mit in die Wildnis, doch Adeeb wird krank und kann die Reise nicht fortsetzen. Statt ebenfalls zurück nach Fairbanks zu fahren, nimmt Yasmin Adeebs Truck und macht sich mit Ruby allein auf die Suche nach Matt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und es ist eine Fahrt ins Ungewisse. Ein schwerer Sturm zieht auf und zu allem Übel werden Yasmin und Ruby auch noch von einem unheimlichen Trucker verfolgt, der sich einfach nicht abschütteln lässt. Yasmin beginnt sich zu fragen, warum alle ihr Glauben machen wollen, Matt sei tot. Warum soll sie ihren Mann nicht finden? Was ist wirklich in dem kleinen Dorf passiert und was hat es mit den Fracking-Anlagen auf sich? Die Autorin versteht es, den Leser in die kalte und doch traumhaft schöne Welt von Alaska eintauchen zu lassen. Sie erzählt die Geschichte sowohl in der Ich-Form aus Rubys Sicht, welche sich nur durch Gesten und Gebärden nach außen hin verständigen kann und auch in der Erzählform aus Yasmins Sicht. Durch diese Perspektivwechsel gewinnt der Roman an Lebendigkeit und man bekommt einen sehr guten Einblick in das Seelenleben und in die Gedanken der beiden Hauptprotagonistinnen. Mir hat das Buch bis zum Schluss sehr gut gefallen. Man fiebert bis zum Ende wirklich mit und fühlt sich ebenfalls mitten nach Alaska versetzt. Aus diesem Grund gibt es von mir für diesen wirklich gelungenen Roman fünf Sterne.

    Mehr
  • Atmosphärisch dichter Roman/Thriller

    Lautlose Nacht

    bieberbruda

    06. January 2017 um 13:27

    Eine Familie auf der verzweifelten Suche nach ihrem Mann & Vater: Lautlose Nacht entführt die Leser auf eine spannende Reise mitten in einen tosenden Eissturm im tiefsten Alaska.Inhalt:Yasmin und ihre gehörlose Tochter Ruby sind auf dem Weg nach Alaska, um die Weihnachtsfeiertage mit ihrem Mann/Vater Matt zu verbringen. Matt ist Dokumentarfilmer und arbeitet im eisigen Nirgendwo an einer neuer Reportage über die Tierwelt Alaskas. Doch nach ihrer Landung in Fairbanks erfahren Sie, dass das abgelegene Eskimo-Dorf vollständig abgebrannt ist und es keine Überlebenden gab. Die beiden wollen der Hiobsbotschaft keinen Glauben schenken und vermuten Matt alleine in der Wildnis. Mitten in einem gewaltigen Schneesturm machen Sie sich auf den verzweifelten Weg ins ewige Eis - und sie müssen schnell feststellen, dass sie auf ihrer gefährlichen Reise nicht alleine sind...Meine Meinung:Der Titel "Lautlose Nacht" ist ebenso passend wie unpassend. Auf der einen Seite tobt über weite Strecken des Buches ein gigantischer Eissturm, der die beiden auf der Reise in ihrem Truck zu vernichten droht. An dieser Stelle schon einmal ein großes Lob an die Autorin, die sowohl die Landschaft als auch den Schneesturm sehr atmosphärisch und bildhaft in Szene setzt! Auf der anderen Seite ist das Buch ein eher ruhiger, subtiler und sehr emotionaler Thriller(?) ohne allzu große Effekthascherei. Die beiden Frauen sind mitten im Nirgendwo auf sich alleine gestellt und werden offensichtlich verfolgt - doch der Schnee verwischt alle Spuren und würde auch ihre Schreie "verschlucken". Und neben dem stummen Verfolger gibt es dann noch die immer wieder eingehenden Bilder von grausam verendeten Tieren. Kommen diese tatsächlich von Matt? Oder will ihr Verfolger sie damit quälen und auf ihr Schicksal vorbereiten?Neben der dramatischen Verfolgungsjagd und Suche nach dem Ehemann, bekommt man interessante Einblicke in den Alltag der Trucker, das Leben einer gehörlosen Jugendlichen, sowie das Thema "Fracking". Hier kam mir das Buch dann jedoch etwas zu "belehrend" rüber. Das Ende war mir auch etwas zu langatmig und auch vorhersehbar. Aus diesem Grund ziehe ich einen Punkt ab.Fazit:Ein spannender und besonders atmosphärischer Thriller/Roman, der über weite Strecken vollkommen überzeugt und dann ganz am Ende leider etwas abbaut. Ich vergebe 4 Sterne.

    Mehr
    • 3
  • Anregend und spannend erzählt

    Lautlose Nacht

    michael_lehmann-pape

    05. January 2017 um 14:19

    Anregend und spannend erzähltDa sind diese beiden Scheinwerfer. Die immer den gleichen Abstand einhalten. In dieser dunklen, bitterkalten Nacht auf der Schnee- und Eisstraße durch die Arktis.Den Lkw geborgt, alle anderen Fernfahrer haben sich rechtzeitig vor dem kommenden Sturm an der Raststätte in Sicherheit gebracht. Die Augen fallen u vor Müdigkeit, schon das Aufziehen der Schneeketten auf die Räder des LKW hat fast ihre Kräfte überfordert. Bei minus 30 Grad, Temperatur fallend.Aber Yasmin musste alle Warnungen verhallen lassen, musste vom Flughafen so schnell es geht in dieses kleine, zerstörte, verbrannte Dorf jenseits der Zivilisation.Denn aus diesem völlig verbrannten Ort hatte sie das letzte Lebenszeichen Ihres Mannes empfangen. Seit Monaten war dieser bereits als Fotograf unterwegs. Und war da nicht auch was mit dieser Einheimischen?Weder sie noch ihre taubstumme Tochter Ruby (die neben ihr im LKW sitzt), werden glauben, dass Matt, ihr Mann und Rubys Vater, im Dorf getötet wurde. Auch wenn die Polizei ausführlich gesucht hat, auch wenn die Zahl der Leichen stimmen würde.Aber niemand weiß, was genau dort geschehen ist. Ständiger Schneefall verwischt Spuren, der aufkommende Sturm könnte, falls Matt noch lebt, für ihn dann wirklich den Tod bedeuten. Und obwohl Yasmin den Ehering ihres Mannes mit eigenen Augen gesehen hat, sie wird hunderte Kilometer durch die arktische Nacht fahren, mitten hinein in den Sturm, um Matt zu finden.Und sin das nicht Lebenszeichen, diese grausamen, brutalen Fotos, die Ruby, ihre Tochter, hier und da auf dem Laptop empfängt? Bis kein Empfang mehr möglich ist. Was mit diesen Scheinwerfer zu tun haben könnte, die ihr hartnäckig an den Fersen haften.Geschickt pendelt Lupton in ihrer Erzählweise zwischen der zunehmenden Spannung im Schneetreiben der Arktis und Rückblenden auf die Beziehungsgeschichte von Matt und Yasmin hin und her und fügt dieser Erzählung auf zwei Ebenen immer wieder einen Blick in das innere Erleben Rubys zu. Die nicht sprechen möchte, weil sie sich nicht hören kann, die mit einem Übersetzungsprogramm per Laptop „Unterhaltungen“ führt und die, ebenso wie ihre Mutter, inmitten der feindlichen Umwelt, in meterhohen Schneewehen oder auf dem Eis eines Flusses Meter für Meter dem Ort des Geschehens, dem bis auf die Grundfesten niedergebrannten Dorf, sich nähert. In einer für Sie, wie gewohnt, völlig „lautlosen Nacht“. Was sich dort genau abgespielt hat, ob Geschäftsmänner oder Umweltaktivisten ihre Finger im Spiel hatten, wer ihr folgt und wem sie vertrauen können wird oder nicht, das sind die Fragen, die für Spannung sorgen und die Lupton mit überraschenden Wendungen im Finale des Thrillers noch Würze geben wird.Sprachlich eher einfach und schlicht erzählt, bietet „Lautlose Nacht“ eine solide und, vor allem im zweiten Teil des Buches, spannende Unterhaltung.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks