September

von Rosamunde Pilcher 
3,6 Sterne bei58 Bewertungen
September
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Positiv (31):
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"Ein wunderschönes Buch!"

Kritisch (10):
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Dürftige Handlung wird durch endlose Beschreibungen und sinnfreie Dialoge auf 600+ Seiten aufgeblasen.

Alle 58 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "September"

Das schottische Hochland – Schauplatz düstererer Geheimnisse in einer priviligierten Adelsfamilie Anläßlich einer großen Party, die Verena Steynton für ihre Tochter Katy veranstaltet, kehrt die bildschöne Pandora nach Strathcroy ins schottische Hochland zurück. Zwanzig Jahre zuvor war die Schwester von Lord Archie Balmerino über Nacht aus ihrem Heimatort verschwunden. Sie ging mit einem rätselhaften Geheimnis, über das bis zum Tag ihrer Rückkehr niemand ein Wort verlor. Am Abend der Festlichkeiten bricht Pandora ihr Schweigen. Ein tragisches Schicksal nimmt seinen Lauf... "Dieser Garten, der Fluß, die Hügel in der Ferne - die Sonne schien heute nicht, es war ein bedeckter Herbsttag, aber er war wunderschön. Alles um sie herum war schön. Niemals würde sie müde werden, das alles zu lieben. Niemals würde sie müde werden, das Leben zu lieben."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499247606
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:623 Seiten
Verlag:Rowohlt Taschenbuch Verlag in Rowohlt Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:19.08.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.05.1990 bei Random House erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Kuempelds avatar
    Kuempeldvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne Sonntagslektüre
    Kein üblicher Pilcher-Roman

    Dieser Roman von Rosamunde Pilcher hat mich etwas überrascht. Im Groben bleibt sie in den altbekannten Mustern, welche sich vor allem dadurch auszeichnen, dass die meisten Figuren Liebe in irgendeiner Form erfahren und diesen ein Happy End beschert wird. Doch wird hier auch mit Themen wie Ehebruch, vorehelichem Sex und traumatischen Kriegserlebnissen gearbeitet, die ich so aus den Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe, noch nicht kannte. Gerade das macht dieses Buch zu etwas besonderem. Jedoch wird dies wieder durch die Rückkehr zu den altbewährten Mustern relativiert, sodass dieses Potenzial etwas verloren geht. Dennoch überzeugt die Bandbreite der verschiedenen Personen, sodass man mit diesem Buch einen angenehmen Sonntag verbringen kann.

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    Wiebke_Schmidt-Reyers avatar
    Wiebke_Schmidt-Reyervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Dürftige Handlung wird durch endlose Beschreibungen und sinnfreie Dialoge auf 600+ Seiten aufgeblasen.
    Hirn vor dem Lesen irgendwo sicher deponieren, macht sonst Kopfweh

    ****   ACHTUNG: SPOILER REZENSION   ****


    Klappentext (meine Kursivsetzungen): Das schottische Hochland - Schauplatz düsterer Geheimnisse in einer privilegierten Adelsfamilie.
    Anlässlich einer großen Party, die Verena Steynton für ihre Tochter Katy veranstaltet, kehrt die bildschöne Pandora nach Strathcroy ins schottische Hochland zurück. Zwanzig Jahre zuvor war die Schwester von Lord Archie Balmerino über Nacht aus ihrem Heimatort verschwunden. Sie ging mit einem rätselhaften Geheimnis, über das bis zum Tag ihrer Rückkehr niemand ein Wort verlor. Am Abend der Festlichkeiten bricht Pandora ihr Schweigen. Ein tragisches Schicksal nimmt seinen Lauf ...

    Spoiler: Stimmt nicht. Der Klappentext stimmt einfach nicht. Es gibt kein düsteres Geheimnis. Es gibt zwei Menschen, die verbotenerweise mal miteinander im Bett waren, er verheiratet, sie zu jung. Manche haben's mitbekommen, drüber gesprochen hat niemand. Das ist das ganze rätselhafte Geheimnis, das Pandora mit sich mitnimmt, als sie als junge und enttäuschte - weil ihr Angebeteter verheiratet ist und es nicht sein darf - Frau mit einem wesentlich älteren Mann durchbrennt. Mehr ist da nicht. Wenn Pandora an diesem Abend ihr Schweigen bricht, sagt sie nichts weiter, als dass sie - ach, ich weiß schon gar nicht mehr; nie aufgehört hat, an ihn zu denken; ihn immer noch liebt; er sie damals sehr verletzt hat. Irgendwas in der Art, ist doch Jacke wie Hose. Das ist nicht düster und nicht rätselhaft, sowas passiert einfach im Leben, wenn sich ein schwärmerisches junges Mädchen in einen gutaussehenden, gebildeten älteren Mann verguckt. Und das ach so tragische Schicksal nimmt seinen Lauf, weil Pandora Krebs hat und sowieso keine Chance zu leben. Hat mit der alten Schwärmerei nicht das Geringste zu tun.

    Ich habe lange Zeit noch auf eine wirklich verruchte Wendung gewartet, ein uneheliches Kind wenigstens, das irgendwo platziert werden musste und plötzlich stellt sich raus, dass ein Bruder kurz davor ist, seine eigene Schwester zu ehelichen oder irgend sowas. Ca. 150 Seiten vor Schluss dachte ich das erste Mal "jetzt wird's spannend" - wurd's aber nicht. Alles, was wir erfahren, ist, dass Pandora mal mit einem verheirateten Mann im Bett war und unheilbar krank war. Und dafür haben wir uns durch über 600 Seiten gequält mit endlosen minutiösen Beschreibungen (wirklich jeder ... Handlungsschritt ... wird ... erwähnt, als wäre es keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen Autotüren schließen, bevor sie losfahren) und aufgeblasenen Dialogen (diese Menschen reden irgendwie ziemlich viel mit ihren Hunden). Außerdem findet jede Figur in diesem Roman mindestens einmal ein Opfer, dem sie aus ihrer Vergangenheit erzählen kann, wobei sie alle lange Monologe halten, die sich anhören wie mittelprächtige Artikel aus der Lokalzeitung: umständlich formuliert, um so etwas wie eine gewählte Ausdrucksweise vorzutäuschen und eigentlich nur für diejenigen von Interesse, die selbst darin vorkommen.

    Ich habe mich lange gefragt, in welcher Zeit dieses Buch spielen soll; erschienen ist es wohl 1990, die Handlung wird aber keinem konkreten Jahr zugeordnet. Autos und Flugreisen sind an der Tagesordnung, es gibt Telefon (aber keine Handys) und Kassetten, ein Schwuler lebt in Strathcroy offen sein Schwulsein, und junge Menschen tragen zerrissene Jeans. Ich habe mich irgendwann so bei Mitte / Ende der Achtziger eingependelt. Aber Kopfzerbrechen hat mir diese Frage v.a. wegen des Gesellschafts- und Frauenbildes, das hier präsentiert wird, bereitet:
    Da trifft ganz selbstverständlich der Mann alle wichtigen Entscheidungen, weil er "älter und klüger" ist. Schlimm fand ich gar nicht mal so sehr, dass diese bestimmte Frau das so akzeptiert (solche Figuren kann es ja gerne geben), sondern die vollkommen kritiklose, unreflektierte Art der Darstellung, dass ein solches Ehemodell in keinster Weise hinterfragt wird; als sei dies die natürliche Ordnung der Dinge.
    Oder eine junge Frau trifft nach langer, anstrengender Reise mit ihrem Freund auf Mallorca ein. Während er sich gleich in den Pool stürzt, durchsucht sie das Gästehaus, und die allergrößte Freude bereitet ihr der vollständig eingerichtete Haushaltsraum mit Waschmaschine, Wäscheleine, Bügeleisen und Bügelbrett (auch hier wieder viel zu viele Details: die Wäscheleine hätte ruhig unerwähnt bleiben können, ohne dass ich die Vollständigkeit der Einrichtung angezweifelt hätte). Zitat: "Der Anblick dieser vertrauten Gegenstände erfüllte sie mit größerer Befriedigung als aller andere Luxus zusammen, denn jetzt konnte sie endlich für Reinlichkeit sorgen." Ist klar - es ist heiß, die beiden sind verstaubt und verschwitzt angekommen, haben als junge Menschen ein Gästehaus mit eigenem Pool ganz für sich allein - und die junge Dame wäscht und plättet erst mal hübsch!

    Den Männern dagegen ist waschen und bügeln nicht zuzumuten und wohl noch nicht mal eine Tasse Kaffee zu kochen oder sich morgens was zum Anziehen rauszulegen: Als die Frau des "älteren und klügeren" Mannes (der mit den wichtigen Entscheidungen) für eine Weile ihre Familie in den USA besuchen will, quartiert sie ihren Mann bei seiner Mutter ein. Merke: Dieser Mann jettet regelmäßig beruflich um die ganze Welt und hat eine Zweitwohnung in der Stadt, in der er ja auch irgendwie zurechtkommt. Aber wenn seine Frau für eine Weile weg will, muss der erfolgreiche, mittlerweile in zweiter Ehe verheiratete Geschäftsmann wieder bei Mutti einziehen! Wenigstens wissen die Männer zu schätzen, was die Frauen für sie leisten: Schon ein Achtjähriger beginnt ein Gespräch mit einer älteren Dame mit den Worten "Du bügelst sehr gut."

    Gott sei Dank hat diese Gesellschaft die Frauen; ohne die würde gar nichts funktionieren. Und obwohl sie alle schuften wie die Tiere - irgendwo heißt es mal, niemand würde so viel arbeiten wie schottische Frauen - fallen so Sätze wie "Wirklich ausgezeichnet, wie du das alles organisierst. Es hat sicher damit zu tun, dass deine Mutter aus Amerika stammt." Dabei scheinen all diese Frauen hervorragend organisiert zu sein und schreiben sich ständig Listen für all ihre Aufgaben, auf denen nicht nur "Truthahn braten" steht, sondern vorsorglich auch "Truthahn rausholen". Hoffentlich scheitert das Truthahnbraten dann nicht daran, dass die gute Frau vergessen hat aufzuschreiben "Tür zur Speisekammer öffnen, Speisekammer durch die Tür betreten" ...

    Ich könnte noch endlos mit hanebüchenen Beispielen weitermachen, zum Abschluss aber sei nur noch dieses angeführt: "Möchtest du was trinken? Einen Schlummertrunk? Edmund hat für Notfälle immer eine Flasche Malt Whisky im Haus."
    Edmund ist ein gut situierter Schotte. Schotten - und nicht nur die reichen - haben nicht für Notfälle EINE Flasche Whisky im Haus. Schotten haben vielleicht sonst nichts im Haus, aber Whisky immer, und nie nur eine Flasche! Und sollte diese nur für Notfälle sein, dann ist halt alles ein Notfall.

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    gsts avatar
    gstvor 3 Jahren
    Seichte Unterhaltung

    „Erfrischt kleidete er sich wieder an und trat, während er das frische Hemd zuknöpfte, ans Fenster, um das überwältigende Bild zu genießen, das die Landschaft draußen bot. Weiden, Schafe, Berge. Aus der Stille kam der Ruf eines Brachvogels, schwoll an und erstarb.“ (Seite 448)

    Wer kennt es nicht, das Kontrastprogramm zum Tatort am Sonntagabend? Rosamunde Pilchers Cornwall-Geschichten bestechen durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen – und leichtes Liebesgeplänkel auf herrschaftlichen Wohnsitzen …

    Nachdem ich vor ungezählten Jahren dieses Buch geerbt habe, wollte ich doch endlich mal den Erzählstil der so häufig verfilmten Schriftstellerin kennenlernen. Leider fühlte ich mich mindestens die Hälfte des Buches über nicht wohl dabei. Während die Figuren eingeführt wurden, fielen mir immer wieder die Augen zu. Ich wurde in der Geschichte einfach nicht heimisch.

    Lag es an der Gesellschaftsschicht, die hier beschrieben wird? Oder am Thema? Ort des Geschehens ist Schottland, wo im September, nachdem die meisten Fremden abgereist und die Einheimischen sich der Moorschneehuhnjagd hingeben, ein großer Ball zu einem 21. Geburtstag stattfinden soll. Nach und nach lernen wir Leser die Geladenen und deren Hintergründe kennen. Erst dann beginnen sie miteinander zu agieren, kommen Verwicklungen auf. Die letzten 150 der insgesamt über 600 Seiten versöhnten mich ein wenig mit der anfänglichen Langeweile, gaukelten sie mir doch Aktivität vor.

    Eigentlich mag ich romantische Landschaftsbeschreibungen. Sie können Ruhe in einen hektischen Tag bringen. Doch hier hatte ich eher das Gefühl, „eingelullt“ zu werden: „… Schweigen trat ein. Unversehens füllte es sich mit kleinen Geräuschen, so wie Wasser Tropfen um Tropfen einen Hohlraum füllt. Das leise Wehen des Windes. Das Murmeln des fernen Baches, der Hochwasser führte. Auf der anderen Seite des Tals grasten verstreut Schafe, blökten von Zeit zu Zeit. Und in dem Maße, in dem diese Geräusche die Stille anfüllten, durchflutete Conrad, der sich in der Gesellschaft seines Gastgebers wohl fühlte, ein Empfinden von Ruhe und Seelenfrieden, von dem er vergessen hatte, dass es dergleichen gab.“ (Seite 414).

    Die Bilder in Filmen zu sehen ist angenehmer, da sich dort gleichzeitig etwas bewegt. Die Landschaft ist Kulisse, die die Handlung untermalt. Außerdem ist das Geschehen komprimiert, dehnt sich nicht über 600 Seiten aus ...

    Eigentlich hatte ich mir von dieser Erfolgsautorin mehr erwartet. Mehr als zwei Sterne kann ich diesem Buch beim besten Willen nicht geben. Dazu war es mir einfach zu seicht. 

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    Perles avatar
    Perlevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: "Ein wunderschönes Buch!"
    Rosamunde Pilcher - September

    Klappentext:
    "Dieser Garten, der Fluss, die Hügel in der Ferne - Die Sonne schien heute nicht, es war ein bedeckter Herbsttag, aber er war wunderschön. Alles um sie herum war schön. Niemals würde sie müde werden, das alles zu lieben. Niemals würde sie müde werden, das Leben zu lieben."

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch habe ich schon ein paar Jahre hier im Regal liegen. Da es über 624 Seiten waren, fiel es mir schwer, es zu beginnen. Doch vor 10 Tagen nahm ich es endlich in Angriff.

    Von Anfang gefiel es mir. "Anfang Mai kam der Frühling endlich auch nach Schottland. Zu lange war der Winter geblieben, nicht bereit, den Griff seiner stählernern Finger zu lockern. Den ganzen April hindurch waren eisige Winde aus Nordwest gekommen und hatten die ersten Blüten von den Wildkirschenbäumen gerissen."  Der Schreibstil war sehr angenehm und warm, Habe mich richtig wohl gefühlt und es am Anfang total verschlungen, pro Tag 100 Seiten gelesen, und dann leider wieder weniger. Aber vor 1-2 Stunde habe ich es beendet. Hätte jetzt noch 300-400 Seiten noch weiter lesen können.

    Die Protagonisten waren alle sehr nett und waren mir wirklich sympathisch. So gut wie nix negatives, ein wunderschönes und wunderbaren Buch. Ich kann es nur weiterempfehlen. Daher werde ich es auch weiterleiten an eine ältere Dame, die jetzt im September Geburtstag hat, da passt es ja haargenau. Denke, dass sie sich garantiert darüber freut.

    5 Sterne vergebe ich hierfür sehr sehr gerne!


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    W
    wundervollvor 12 Jahren
    Rezension zu "September" von Rosamunde Pilcher

    Der September ist in Schottland der Monat, in dem glänzende Feste stattfinden, viel getanzt und getrunken wird, in dem man sich verliebt, Ehen geschlossen werden und zerbrechen. Rosamunde Pilchers "September"-Geschichte spielt in dem kleinen schottischen Dorf Strathcroy. Hier treffen Gäste aus aller Welt ein, die zu einem großen Ball geladen wurden. Für einige von ihnen ändert sich das Leben auf überraschende Weise.

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    S
    Sissi
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