Rose A. Zimbardo Understanding the Lord of the Rings

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Inhaltsangabe zu „Understanding the Lord of the Rings“ von Rose A. Zimbardo

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  • Rezension zu "Understanding the Lord of the Rings" von Rose A. Zimbardo

    Understanding the Lord of the Rings
    Rainbow

    Rainbow

    09. February 2013 um 19:59

    Mit “Understanding the Lord of the Rings” legen Zimbardo und Isaacs ihren dritten Band mit Tolkien-Kritik vor, der sich aber bewusst mit einer positiven Grundhaltung mit Tolkiens großem Epos auseinandersetzt. In dieser Sammlung sind Essays zahlreicher Forscher und auch namhafter Autoren wie C.S. Lewis, Marion Zimmer Bradley oder W.H. Auden zu finden, die auf unterschiedliche Aspekte eingehen. Die Themen sind sehr abwechslungsreich. Während sich einige mit dem Mythos-Gehalt des Herrn der Ringe und den Wert von Fantasy-Literatur auseinandersetzen, unterschiedliche Formen von Heldentum und Einflüsse aus mittelalterlichen Quellen (z.B. „Beowulf“ oder „Die Schlacht von Maldon“) aufzeigen oder religiöse Aspekte betrachten, enthält der Band auch eine kurze Analyse von Tom Shippey zu Jacksons Film-Trilogie. Alle Autoren schreiben verständlich und belegen ihre Argumentation mit zahlreichen Textstellen aus dem Herrn der Ringe, aber auch aus anderen Quellen wie Briefen oder Essays. Dabei zeigen sie viele interessante Verbindungen auf, die man vielleicht selbst erahnt hat (z.B wissen wir alle, dass Sam der wahre Held der Geschichte ist) oder auch solche, an die man nie gedacht hätte (z.B. Gollum als Beispiel, dass der Held zum Monster werden kann und als äußeres Bild von Frodos innerem Kampf). So wird der Fokus des Lesers auf Figuren und Motive gerichtet, die man vielleicht nicht als seine Lieblinge bezeichnen möchte, und deswegen immer etwas vernachlässigt hat und macht ein tieferes Verständnis des Textes möglich. Trotzdem hatte ich so gut wie nie das Gefühl, dass Verbindungen und Parallelen zu konstruiert seien. Eine Ausnahme mag da der Aufsatz von Jane Chance sein, die sich mit dem Aufbau der Geschichte und wiederkehrenden Motiven befasst. Dieser war zwar interessant, aber solche Betrachtungen muss man vermutlich mögen. Gerade das Thema Heldentum ist ein häufig wiederkehrender Fokus und ermöglicht so, die Entdeckungen unterschiedlicher Forscher zu lesen und miteinander zu vergleichen. Immer haben sie dabei auch die Arbeit Tolkiens als Philologe und Professor im Blick, sodass Leser, die sich sehr für mittelalterliche Literatur und Legenden interessieren, sehr angetan sein werden. Da es sich um Sachtexte handelt, hat das Englisch natürlich ein gewisses Niveau, aber jedem, der „Der Herr der Ringe“ auf Englisch gelesen hat und ein wenig in der Übung ist, sei der Band auf Englisch ans Herz gelegt. Sobald man sich ein gewisses Grundvokabular erarbeitet hat, muss man wenig nachschlagen und kann die Essays voll genießen. Besonders schön fand ich, dass sich aus allen Essays die Bewunderung und Liebe zu Tolkiens Werk herauslesen lässt, sodass man selbst sofort Lust bekommt, die Bücher selbst noch einmal zu lesen. Ich kann natürlich nicht einschätzen, wie es ist, „Understanding the Lord of the Rings“ zu lesen ohne das Originalwerk selbst zu lieben – vielleicht überzeugt die Sammlung, vielleicht verliert sie auch ihren Reiz. Für all jene, die Tolkien-Fans sind, ist das Buch aber sehr empfehlenswert, um noch mehr zu verstehen, genießen zu können oder auch um ihre Begeisterung wieder anzufachen.

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