MUTIG

von Rose McGowan 
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MUTIG
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C

In Mutig erzählt Rose Mc Gowan schonungslos und sehr ehrlich ihre eigene Geschichte. Sie ruft alle Frauen auf mit Unrecht mutig umzugehen !!

Kritisch (4):
FrauRedlichs avatar

Mutig daraus ein Buch zu machen.

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Inhaltsangabe zu "MUTIG"

MUTIG sein heißt, ein Leben ohne Skript zu führen: angstfrei, siegesgewiss, wütend, smart, scharfsinnig, hemmungslos, kontrovers und real as f*ck.

MUTIG ist das unverstellte, ehrliche und schlagfertige Enthüllungsbuch einer Ikone der Millennium-Generation, einer angstfreien Aktivistin, die für den gesellschaftlichen Wandel einsteht und kein Blatt vor den Mund nimmt, um die Missstände der Unterhaltungsindustrie aufzudecken und gängige Klischees von Ruhm und Erfolg bloßzustellen. Rose McGowan bringt Licht in die dunkelsten Ecken der Traumfabrik Hollywood, die systematisch auf Sexismus aufgebaut wurde. Jetzt will sie Menschen auf der ganzen Welt dazu ermutigen, endlich aufzuwachen und MUTIG zu sein.

»Hallo, ihr Mitmenschen, wie schön, dass wir uns treffen. Mein Name ist Rose McGowan, und ich bin MUTIG. Und ihr sollt es auch sein.«
Rose McGowan

»Ihr werdet lesen, wie mein Leben mich von einer Sekte in die nächste, in die größte Sekte von allen getrieben hat: Hollywood. In MUTIG erzähle ich, wie ich mich aus diesen Sekten befreien und mein Leben zurückerobern konnte. Und ihr könnt das auch.«
Rose McGowan

»Näher als in diesem Buch wird man dem heißen Kern von #MeToo kaum kommen. Allein das macht es schon zu einem historischen Dokument der unmittelbaren Gegenwart.«
Vogue

» Der Tonfall von MUTIG (…) ist konfrontativ und unversöhnlich. Man fühlt sich drangsaliert und gleichzeitig beschämt …]. Mit anderen Worten: Dieses Buch war lange überfällig. (…) Es ist gut, dass kein Lektor und keine Lektorin, kein Verleger und keine Verlegerin versucht haben, die rohe Sprache McGowans zu bändigen. Sie gefälliger zu machen oder im Tonfall differenzierter. Die Wut zu kanalisieren oder McGowan in manchen Passagen, in denen das Pathos überhandnimmt (…) zu bremsen. MUTIG will keine schöne Literatur sein (…).«
Der Tagesspiegel

„Ihre Autobiografie heißt, wie sie ist: Mutig!“ EMMA

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959672535
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:03.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sheena01s avatar
    sheena01vor 3 Monaten
    Biographie einer kämpferischen Frau

    Inhalt:
    „Mutig“ ist die Abrechnung McGowans mit ihrer Vergangenheit, angefangen von ihrer Kindheit, die sie in der Sekte „Kinder Gottes“ in Italien verbrachte, ihrem Leben auf der Straße bis hin zu ihrer Karriere als spätberufene Schauspielerin. Sie zeigt dabei auf, wie Männer, die in ihrem Leben eine Rolle spielten, diese Funktion oftmals missbrauchten, um auf sie einzuwirken.

    Handlung:
    In dieser Biographie rechnet Rose McGowan schonungslos mit jenen Männern ab, die sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist: der Sektenführer in Italien, der von seinen Mitgliedern bedingungslosen Gehorsam verlangte, und dabei auch vor Misshandlungen kleiner Kinder nicht zurückschreckte, ihr manisch-depressiver Vater, zu dem sie ein sehr zweigespaltenes Verhältnis pflegte oder jener bekannte Filmmogul, der sie sexuell missbrauchte. In diesem Umfeld war McGowan zum ständigen Kampf ums Überleben gezwungen, und lernte dadurch schon früh, einen emotionalen Panzer um sich aufzubauen, um sich vor Anfeindungen und Missbrauch zu schützen.

    Schreibstil:
    Das Buch ist in sehr einfachen Worten verfasst, oftmals erinnert es an einen Schüleraufsatz, in dem sich die Betroffene ihre Wut von der Seele redet. Offensichtlich von ihren Emotionen übermannt, sind ihre Gedankengänge manchmal ein wenig wirr und unkoordiniert, was jedoch bei der Fülle an Negativerfahrungen durchaus nachzuvollziehen ist.

    Cover:
    Das Cover ziert eine kahlgeschorene Rose Mc Gowan, mit den abgeschnittenen Haaren als Sinnbild für die ihr von der Männerwelt aufoktroyierten Weiblichkeit. Auf der Rückseite des Buches blickt sie den Betrachter kampfeslustig entgegen.

    Autor:
    Als zweitältestes von sechs Kindern eines Ehepaares geboren, das in Certaldo in der Sekte „Kinder Gottes“ lebte, die Familie verließ Italien jedoch und wanderte in die USA aus. Rose überwarf sich jedoch im Teenageralter mit ihrer Familie, verließ diese und hielt sich nach einer Zeit der Obdachlosigkeit mit diversen Gelegenheitsjobs über Wasser. Recht spät entdeckte sie die Schauspielerei für sich. Im Oktober 2017 gehörte sie zu den ersten Schauspielerinnen, die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Produzenten Harvey Weinsteinerhoben und den so genannten „Weinstein-Skandal“ ins Rollen brachten.

    Meinung:
    Die Geschichte der Rose McGowan ist – ihrer Biographie zufolge – an Dramatik kaum zu überbieten, da schon als Kind war sie gezwungen war, um ihr Überleben zu kämpfen. Beim Lesen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Schilderungen nicht ein klein wenig medienwirksam aufbereitet worden und aufgebauscht worden sind, so irreal und unglaubwürdig muten diese an. Mag sein, dass ich der Autorin unrecht tue, aber diese Vermutung drängte sich mir beim Lesen einfach auf. Mag sein, dass ich mir unter diesem Werk nach Bekanntwerden des Weinstein-Skandals etwas anderes erwartet hatte, nämlich eher eine Art Enthüllungsbuch zu den Hintergründen in Hollywood denn eine persönliche Aufarbeitung Lebens der Autorin von Kindesbeinen an. Die Biographie ist jedoch nicht uninteressant zu lesen, phasenweise ist sie sehr beklemmend und krass erzählt.

    Persönliche Kritikpunkte:
    Wenn man sich die persönlichen Seiten der Autorin im Internet ansieht, passen diese nicht ganz zu der hier so kämpferisch zur Schau gestellten Attitüde, mit der sie das instrumentalisierte Frauenbild der heutigen Zeit anprangert. Wenn man sich jedoch die Bilder jener Seiten ansieht, wird dort gerade damit kokettiert. Für mich ist das ein wenig so wie das berühmte „Wasser predigen und Wein trinken“.

    Fazit:
    Eine Biographie, die sehr spannend zu lesen ist, und die durchaus zum Nachdenken anregt. Wenn man sich dahinter allerdings ein Enthüllungsbuch erwartet, ist man hier definitiv an der falschen Adresse.

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 3 Monaten
    Mutig

    „  Wenn du für Chancengleichheit bist, gewinnst du deine Menschlichkeit zurück.
    Und wenn du deine Menschlichkeit zurück gewinnst, fängst du an zu merken, dass du Einfluss auf die ganze Geschichte hast.“
    (Seite 295/296)


    Dieses Buch hat es mir wirklich angetan und lange habe ich gebraucht, um die richtigen Worte für diese Rezension zu finden.
    Rose McGowan erzählt als erstes von ihrer Kindheit – viel erzählt sie. Und sie hat etwas zu erzählen! Wie sie als Kind in der Sekte „Kinder Gottes“ aufwuchs. Schon allein auf diesen Seiten hätte ich immer wieder schreien können! Wie kann man nur so etwas den Kindern antun? Wie können Eltern ihren Kindern dies antun?
    Ich habe mir gleichzeitig die Sekte mal genauer angesehen und verschiedene Artikel darüber gelesen und finde alles nur noch erschreckender! Zum Glück, möchte man sagen, wurde Rose McGowan immer noch zeitig genug da raus geholt, ihr Vater konnte dies wohl alles selbst nicht ertragen, wohin die Richtung geht. Trotz allem war er tyrannisch und herrschsüchtig und auch bei ihm zu leben war alles andere als einfach. Rose lebte dann zeitweise bei ihrer Mutter, was nicht viel besser war, denn die Mutter erwischte wohl immer wieder Männer, die es der jungen Rose nicht leicht machten.

    „ Es tut mir leid um das Kleine Mädchen, das ich damals war, das bereits im zarten Alter von drei bis vier Jahren gelernt hat zu ^überleben^. Das Gefühl, sich sicher und geborgen zu fühlen, kannte ich nicht. Stattdessen Druck und Anspannung, eine permanente unterschwellige Angst, die spürbar durch die gesamte Gemeinschaft waberte.“
    (Seite 38)

    Und so zog sich das Buch weiter, in einem Kampf um Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Als Rose auch nur zufällig nach Hollywood und zum Film kam, war sie einfach nur naiv und hatte niemanden, der ihr irgendwie half. Sie tappte genau in die sexuelle Falle, wie andere vor ihr – und auch nach ihr.
    Selbst von ihrer Agentin hörte sie bspw., dass sie lange Haare haben muss!
    „ Ich müsse lange Haare haben, hieß es, andernfalls würden die Männer, die in Hollywood Filmrollen vergeben, nicht mit mir schlafen wollen, und wenn sie nicht mit mir schlafen wollen, würden sie mir auch keine Rollen geben.“
    (Seite 10)

    Also ich fand solche Aussagen mehr als erschreckend! Und natürlich ruft sie dann auch in ihrem Buch auf: natürlich darfst du lange Haare haben aber überlege warum! Trage ich sie, um mit mir selbst im Reinen zu sein, oder um ein Bild wieder zu geben, dass gefordert wird?
    Einige Rezensionen, die ich gelesen habe, bemängeln das und ich denke, sie haben die Botschaft einfach nicht verstanden.
    Auch fand ich Rose McGowan nicht wirklich verbittert, wie ebenfalls einige schrieben. Wenn man sich überlegt, was diese Frau erlebt hat (und scheinbar hat sie nicht mal alle Erlebnisse im Buch geschildert), dann darf man auch solche Aussagen machen, die sie trifft, dann darf auch ruhig mal richtig geflucht werden!
    Auch gefielen mir ihre Worte, zu den verbalen Attacken von Männern, und das den Mädchen zwangsweise beigebracht wird, ihr dürft nicht in kurzen Hosen gehen etc, weil das das Begehren der Männer weckt! Hallo! Natürlich darf ich kurze Hosen anziehen, wieso soll sich deswegen ein Mann genötigt sehen, über mich herzufallen! Was ist das denn für eine Logik. Um mit Rose McGowans Worten zu sprechen:
    „ ...erzieht eure Jungs gefällig so, dass sie Mädchen als Menschen ansehen, nicht als Objekte.“
    (Seite 88)

    Leider tappte auch sie in die Männerfalle, hatte Beziehungen, die ihr nicht gut taten, Männer, die sie verraten haben. Obwohl sie es bei ihrer Mutter gesehen hat und sich immer fragte, wieso merkt die Mutter das nicht? So erging es ihr später ähnlich. Aber zum Glück konnte sie sich daraus befreien und klagte später das Unrecht an.
    Viele haben gefragt, wieso sie nie vorher was sagte, wieso sie 10 Jahre ins Land gehen lies, bevor sie den Mund aufmachte. Sicherlich beschreibt sie die Ängste den Job zu verlieren, wieder auf detrasse zu sitzen. Aber ich denke, da steckt auch viel mehr dahinter. Sie war jung und naiv, ihr konnte alles eingeredet werden und sie hatte einfach nur Angst. Jeder geht damit anders um, der eine schreit es gleich heraus, der andere muss es erst selbst nach und nach verarbeiten.
    Wer sind wir denn, und an zumaßen, wie sie hätte reagieren sollen? Haben das die Leute, die dies bemängeln selbst erlebt? Keiner kann von sich selbst sagen, wie er in so einer Situation reagieren würde, keiner! Und sie war ja auch nicht die Einzige, der es passiert ist, und keiner hat über Jahre irgendetwas gesagt!

    Was ür mich auch ganz schlimm war, war die Beschreibung der Hater im Internet. Ständig sind irgendwo Fotos von Stars zu sehen, und dann gibt es Leute, die sich einfach darüber aufregen müssen: „wie sieht die denn aus?“ „hat die sich operiert?“ „das Kleid geht ja gar nicht“ und bis zu „die ist zu fett!“ und solche Aussagen trieben Rose wieder hin zur Essstörung, die sie schon einmal gut bewunden hatte. Machen sich die Leute auch mal Gedanken, was sie da im Internet von sich geben? Würden sie das auch im realen Leben sagen, wenn sie sich nicht in ihrer Anonymität verstecken können? Unmöglich!

    Die Autorin postete später dann auf Twitter immer wieder Situationen, die für Hollywood völlig normal waren, aber genau betrachtet einfach nur sexistisch und frauenfeindlich. So bekam sie mit einem Drehbuch auch gleich gewisse Anweisungen, wie sie zum Vorsprechen zu erscheinen hat:
    „ ...schwarzes (oder dunkles) figurbetontes Top, das Dekolleté zeigt, (Push-up-BH empfohlen). Und hautenge Leggins oder Jeans. Nichts Weißes!“
    (Seite252)

    Erschreckend, oder? Was sagt ihr dazu? Ich bin froh, dass sie dieses Buch geschrieben hat und ich es gelesen habe! Und ich bin froh, dass solche und ähnliche Situationen nun aufgedeckt werden!
    Rose McGowan war nicht nur Mutig – sie hat auch Mut gemacht!

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Durchaus ein mutiges Buch zu einem wichtigen Thema, sprachlich leider ganz und gar nicht überzeugend.
    Mutiges Buch mit einigen Schwächen

    Das Leben der Rose McGowan: als Kind in einer Sekte groß geworden, der Vater manisch depressiv, die Mutter immer wieder in Missbrauchsbeziehungen, die junge Rose war Ausreißerin, Freak, Punk, Obdachlose, Junkie. Als junge Frau  Quereinsteigerin in die Schauspielerei lässt sie sich instrumentalisieren, wird magersüchtig, macht sich von Männern abhängig. Ihren Vergewaltiger nennt sie in ihrem Buch nur das Monster. Es ist auch nicht nötig den Namen des Mannes zu erwähnen. Wer den Skandal um den mächtigen Hollywoodproduzenten und die darauffolgende die #metoo Bewegung im Herbst 2017 mitverfolgt hat, weiß genau, um wen es sich handelt. Rose McGowan war eine der ersten Frauen, die diesen Mann entlarvt haben. Viele weitere sollten folgen.

    Mutig ist dieses Buch jedenfalls. Mutig in seiner Grundaussage, der ich voll und ganz zustimmen kann. „Frauen, habt eine Stimme, lernt Nein! zu sagen, lasst euch nicht klein, abhängig und wertlos machen. Lasst euch nicht sexualisieren, nicht instrumentalisieren, seid stark, innovativ, kreativ, steht auf und ein für euch selbst“.

    Mutig aber auch, weil das Buch stilistisch, sprachlich einfach wirklich schlimm ist. Das ist wohl die Krux vieler dieser Coming Out Bücher. Doch ich musste mich wirklich immer wieder und immer öfter fragen, ob dieses Buch jemals ein Lektorat gesehen. Dabei ist es nicht nur die Schlichtheit der Sprache, die in Schüleraufsätzen schon übertroffen werden könnte. Vieles ist wirr und inkonsequent, widersprüchlich innerhalb weniger Absätze. Das könnte ich ja noch auf unverarbeitete Emotionen der Autorin schieben. Aber wie passt denn nun ein Facebook Titelbild mit großen Glubschaugen und dickem Schmollmund zu der Absage an die „Sekte Hollywood“. Auch Schwimmen gegen den Strom kann man, so scheint es mir, gut vermarkten.

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    S
    Stefanie_Ofenbeckvor 4 Monaten
    Deprimierend

    Ich kenne Rose McGowan aus der Serie Charmed und war damals ein großer Fan, deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen. 
    Das Titelbild mit den abrasierten Haaren polarisiert und hebt sich von der Masse ab. Mutig vorallem eine Biografie zu schreiben, Ihr Leben vor der ganzen Welt auszubreiten. 
    Mit dem Schreibstil kam ich nicht zurecht, sehr viel Beschimpfungen und für meinen Geschmak zu vulgär. Den Anfang fand ich sehr Interessant, man Erfährt viel über Ihre Kindheit, die Sekte der "Kinder Gottes", Ihren Entzug und das Leben auf der Straße. 

    Bei ungefähr der Hälfte des Buches habe ich aufgehört. Ich konnte den Pessimismus und das Gejammer nicht mehr ertragen, es fertig zu lesen. Ich mag es nicht wenn ein Buch meine Gute Laune runterzieht, es ist steckt so voller Hass, Verachtung, Selbstmitleid und Feindseligkeit Männern gegenüber. 

    Ich will nicht schlecht über jemanden Urteilen, so manch einer wäre verrückt geworden wenn Ihm so eine Kindheit widerfährt. Jedoch hat man im Leben immer eine Wahl, manchmal ist nur nicht immer der einfache Weg der Beste.

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    Kayris avatar
    Kayrivor 4 Monaten
    Wie MUTIG sind wir?

    Rose war für mich als Jugendliche immer eine Person die ich sehr interessant fand. Charmed war meine Lieblings Serie als sie vorbei war habe ich die drei Schwestern sehr vermisst. Doch irgendwann schiebt man es auf die Seite und lebt weiter. 


    Als Rose ein Bild und Video gepostet hat wo sie sich die Haare abrasiert wurde ich wieder auf sie aufmerksam, ich habe mir gedacht warum tut man das? 
    War es eine Challenge ? Ein Streich ?  Ein Spaß? 

    In Buch erfährt man wieso.
    Es ist eine Biografie die sehr früh in ihrer Kindheit anfängt und ab der ersten Seite liest man das Buch wie ein Tagebuch Eintrag aber nicht wie ich schreibe das an dem Tag so und lese es sondern von der Vergangenheit Perspektive. 

    Rose´s Kindheit war nicht einfach, das lesen wir schon sehr früh und das hat man schon sehr schokiert. 
    Ich konnte das Buch auch nicht wie ein Liebesroman einfach lesen, so 100 Seiten am Tag oder, nein das geht hier definiert nicht.

    Das Buch ist einfach keine leichte kost.

    Es geht viel um das Bild der Frau.  Um Vergewaltigung, Mord, Bolemie, das Leben auf der Straße, und viele andere Dinge mit der Rose in ihrem Leben Kämpfen musste. 

    Eine Biografie kann man nicht wirklich bewerten.

    Ich gebe 5 Sterne her weil es mir wirklich die Augen geöffnet hat, und ich mir mehr Gedanken mache wie uns die Gesellschaft sieht und wie wir uns sehen. 

    Eine Sache finde ich auch noch wichtig, nicht viele können ein Buch schreiben. Rose hat das wirklich gut hinbekommen bis auf einen kleinen Grammatik Fehler auf Seite 64 ich denke da ist die Übersetzung schuld. 

    Ich habe mir hin und wieder gedacht Lügt nicht Rose da? Kann ein Mensch so vieles erleben? Ist das ALLES so passiert was hier steht? Ich denke man muss sich immer eine eigene Meinung bilden und nicht immer alles glauben, Biografie hin oder her und die Wahrheit kennt nur Rose selbst. Nehmt es mir nicht übel ich sage nicht hey sie lügt sondern ich denke nur ist das alles so passiert? Wenn ja und ich denke und hoffe das es die wahrheit ist denn es ist alles sehr krass dargestellt und wenn es nicht wahr ist nun dann hat sie sehr viele Mensch so richtig verarscht und das wäre nicht Fair.

    Liebe Rose, ich hoffe das jetziges Leben ist viel besser als die Vergangenheit. 


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    dieschmitts avatar
    dieschmittvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein lesenswertes Buch über die Welt des Scheins und ein Blick hinter die Kulissen.
    Ein lesenswertes Buch über die Welt des Scheins und ein Blick hinter die Kulissen.

    Zum Inhalt:

    Ein Buch von und über eine Ikone, die über ihre Erfahrungen in der Glamourwelt berichtet.

     

    Meine Meinung:

    Dieses Buch hat mich nachdenklich zurück gelassen. Wirklich verwundert hat mich der Inhalt nicht, denn dass all der schöne Sein wirklich so ist hatte ich nicht vermutet.

     

    Das Buch beschreibt eine ungewöhnliche Kindheit, die ein bestimmtes Rollenbild prägt. Dominan und Gewalt ist an der Tagesordnung. Mit diesem Hintergrund wächst McGowan auf und lehnt sich gegen dieses Leben auf.

     

    Nicht verwunderlich finde ich, aus psychologischer Sicht, dass sie das gelebte Rollenbild doch noch einholt. Dieses Buch bietet einen sehr aufrüttelnden und erschütternden Blick hinter die Kulissen Hollywoods. Trotz dem Gefühl, dass alles nicht so sein kann wie es scheint, glaubt man doch immer noch, so schlimm könne es nicht sein.

     

    Der Ton des Buches wirkt auf mich ziemlich verbittert. Was ich wirklich verstehen kann. Letztlich hat sie das Spiel eine Zeit mitgespielt, ohne dies als Grund angeben zu wollen, dass es sonst nicht passiert wäre.

     

    Fazit:

    Ein lesenswertes Buch über die Welt des Scheins und ein Blick hinter die Kulissen.

     

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    A
    ameliesophievor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wortwörtlich stark!
    Die Biographie einer selbstbewussten und mutigen Frau - Rose McGowan

    Rose McGowan erzählt von ihrem Leben, einem sehr bunten, chaotischen Leben, mit Höhen und Tiefen, schrecklichen und schönen Momenten. Doch sie unterscheidet sich von vielen anderen Menschen darin, sehr mutig und selbstbewusst aufzutreten. Deshalb ist sie auch als Schauspielerin tätig. Eine für mich faszinierende und sehr interessante Biographie, die es sich zu lesen lohnt, um etwas von der nach außen glänzenden Hollywood-Welt zu erfahren, die mehr Schein als Sein ist... 
    Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, spricht Gedanken offen und ehrlich aus, legt ihre Ängste dar und zeigt Schwächen und Stärken, die jeder Mensch besitzt. Deshalb fordert sie uns auf, ebenfalls mutig zu sein, um in der Welt etwas zu verändern und sich nicht nur den gesellschaftlichen Idealen anzupassen. 
    Mut trägt zu einem lebenswerten Leben bei und ist ein "Manifest der Selbstermächtigung" (Rose McGowan).

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    FrauRedlichs avatar
    FrauRedlichvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Mutig daraus ein Buch zu machen.
    Hollywood und seine Machenschaften

    Die Schauspielerin Rose McGowan beschreibt in "Mutig" ihre Kindheit in einer Sekte in Italien, den Umzug in die USA, ihre Karriere in Hollywood und ihre Trennung vom Filmbusiness, denn McGowan steht mit an der Spitze der #metoo-Bewegung und brachte so einige Steine ins Rollen, als sie den Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen Vergewaltigung anklagte. Ihr Buch ist eine Abrechnung mit all den Mitwissern in der Filmbranche, deren Schweigen mit daran Schuld ist, dass täglich so viele Frauen unter dem Deckmantel Hollywoods missbraucht werden. 

    Und genau so liest sich das Buch auch: eine einzige wütende Anklage und bei vielen Erinnerungen will man die Grausamkeiten gar nicht wahrhaben. 

    Jedoch hat das ganze auch einen komischen Beigeschmack. Rose McGowan hatte es wirklich nicht leicht in ihrem Leben und hat von klein an immer wieder versucht sich aus der Scheiße rauszuholen. Insofern ist es beim Lesen oft unverständlich, wie eine vermeintlich so starke Frau doch immer wieder in die Opferrolle fällt. 

    Des Weiteren widerspricht sie sich direkt im ersten Teil des Buches sehr gravierend: 

    Sie berichtet von Mary, der Tochter ihres Stiefvaters, die von eben diesem immer wieder missbraucht wurde. Auf Seite 58 schreibt McGowan „Erst kürzlich habe ich sie wiedergetroffen, was ein schmerzlicher Moment für mich war.(…)Wir saßen inniglich beisammen und sparten das Thema aus.“ 

    Nur drei Seiten weiter schreibt sie über Mary „ich weiß nicht, was aus Lawrences Kindern geworden ist. Arme Mary. Ich hoffe sie lebt und es geht ihr gut“ (Seite 61). 

    Dieser kleine Widerspruch hat leider dazu geführt, dass ich das komplette Buch eher kritisch betrachtet habe, denn wer weiß, wo ihre Erinnerung noch unscharf war. Damit meine ich jedoch nicht den Weinstein-Skandal, sondern eher die kleineren Hürden auf ihrem Weg. 

    Rose McGowans Anklage ist wichtig, da es eine Debatte und eine Bewegung angestoßen hat, die längst überfällig waren. Aber ich denke, es wäre nicht unbedingt ein Buch nötig gewesen.

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    H
    HK1951vor 4 Monaten
    Hätte man kürzen können...

    Rose McGowan packt mit ihrem Buch „Mutig“ u.a. ein Thema an, dass in aller Munde war vor kurzem und es auch immer noch ist: die nicht immer angemessene Behandlung von Frauen in der „Traumfabrik Hollywood“.

    Wer hier neue Erkenntnisse erwartet, wird wohl partiell enttäuscht werden.

    Es ist dennoch recht unterhaltsam geschrieben, wenn auch für meine Begriffe teilweise etwas „radikal“. Ein paar Sachen waren mir einfach „zuviel“, das hätte man kürzen können, so dass ich diese Teile eher „quer gelesen“ habe. Alles in allem allerdings schon ein wichtiges Buch mit einigen „messages“, die durchaus wichtig sind und auch Beachtung finden sollten.





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    N
    Nomadenseelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wichtige Denkanstöße
    Wichtige Denkanstöße

    McGowan hatte ein Leben bei dem jeder Abschnitt ein eigenes Buch gerechtfertigt hätte, sei es das Leben in einer italienischen Sekte, ihr Leben auf der Straße oder Hollywood. Und trotzdem stellt sich für mich die Frage, ob es nicht ein Problem der sozialen Schichten ist und weniger ein gesamtgesellschaftliches Phänomen.

    Allen diesen Gruppen ist es gemeinsam, dass wenige Menschen extreme Macht über viele haben: Sekten zeichnen sich dadurch aus, dass alles auf eine Führungsperson zugeschnitten ist. Mir ist es noch nie passiert, dass ein Geschäftsinhaber seinen Penis an mir reibt, und wahrscheinlich auch seinen anderen Kundinnen nicht, denn die hätten das Geschäft gewechselt und ihr Umfeld mitgerissen. Kinder und Jugendliche leiden immer, wenn sie in gewalttätige Familien hineingeboren werden, ich erinnere an das Buch. Hillbilly Elegie. Jungen leiden sicherlich anders als Mädchen, aber auch sie leiden.

    Bleibt Hollywood, in welches McGowan wohl ein bisschen Naiv reinstolperte. 1921 gab es den Skandal um Roscoe Arbuckle (Beschrieben in dem wirklich guten Krimi *Der Mann, der nicht mitspielt*.), nun gab es Weinstein und in 100 Jahren den nächsten. Bereits vor 100 Jahren gab es Frauenproteste gegen Hollywood als Sündenpfuhl. Wer in diese Industrie geht, muss wissen, was er (oder bessser: sie) tut. Dass sie nur ein Stück Fleisch ist, welches gut aussehen soll, ich hat es immer gewundert, dass der Skandal nie auf die Modelindustrie übergesprungen ist.

    Auch wertet sie vieles als frauenfeindlich, was nicht frauenfeindlich ist: So beklagt sie sich darüber, dass sie sich während eines Actiondrehs schwer verletzt hatte und trotzdem funktionieren musste. 1.) Auch Männer verletzen sich bei Drehaufnahmen, werden nicht geschont und müssten weiterfunktionieren. 2.) Dass bei einem Actionfilm das Verletzungsrisiko höher ist als bei einem BBC Period Drama, sollte klar sein. Und wenn man so richtig in Fahrt ist, dann kann man sich auch einmal darüber beschweren, dass Szenen in verschiedenen Einstellungen gedreht werden, um dann beim Schnitt den Film zusammenstellen zu können.

    Dass heißt nicht, dass ich das Buch für schlecht halte, im Gegenteil, je öfter über (sexuellen) Missbrauch gesprochen wird, desto besser. Es ist auch gut, dass über strukturelle Gewalt gesprochen wird, die überall dort ausgeübt wird, wo Menschen Macht über andere Menschen haben und zwar von beiden Geschlechtern. Und nicht zuletzt erlaubt es einen intimen Blick in das Hollywoodsystem und in die Drehbedienungen, wie man ihn selten bekommt.

    Die Autorin hat auch durchaus Recht, wenn sie schreibt, dass die Filmindustrie den Menschen ein Frauenbild einhämmert, in welchem außer Aussehen nichts zählt. Aber das ist nicht das Privileg von Filmen, sondern auch der Werbe-, Mode- und Musikindustrie. Wann hat man mal eine mittelmäßig aussehende Frau als Model oder Werbung für etwas gebucht? Und gibt es in Jahrhunderten bis Jahrtausenden von Musikgeschichte ein Lied, welches die Intelligenz einer Frau besingt? Auch die Minnesänge des Mittelalters zielen immer auf die Tugendhaftigkeit und die Schönheit einer Frau ab.

    Natürlich ist es wichtig, auf diese Strukturen aufmerksam zu machen, sie sichtbar zu machen und in geregelte Bahnen zu lenken. Aber es muss eben auch klar sein, dass wir weder die Biologie aushebeln können, Männer haben nun einmal einen stärkeren Sextrieb als Frauen, noch die Psychologie, die Menschen zu Ar***löchern mutieren lässt, sobald sie Macht über andere haben.

    Fazit

    Interessante Einblicke, wichtige Denkanstöße, aber die ein oder andere Einstellung der Autorin muss man kritisch betrachten.

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