Rose Tremain

 4 Sterne bei 303 Bewertungen
Autorin von Und damit fing es an, Der weite Weg nach Hause und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rose Tremain

Rose Tremain wurde 1943 in London geboren und studierte in Paris und Norwich Anglistik. Von 1988 bis 1995 war sie an letzterer Dozentin für kreatives Schreiben. Ihre Romane wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Orange Prize for Fiction und dem Prix Femina Étranger. Tremain lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Biographen Richard Holmes in Norfolk.

Alle Bücher von Rose Tremain

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Rose TremainUnd damit fing es an
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Und damit fing es an
Und damit fing es an
 (134)
Erschienen am 12.12.2017
Rose TremainDer weite Weg nach Hause
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Der weite Weg nach Hause
Der weite Weg nach Hause
 (69)
Erschienen am 14.11.2016
Rose TremainAdieu, Sir Merivel
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Adieu, Sir Merivel
Adieu, Sir Merivel
 (39)
Erschienen am 18.08.2014
Rose TremainMelodie der Stille
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Melodie der Stille
Melodie der Stille
 (12)
Erschienen am 15.07.2013
Rose TremainDie Farbe der Träume
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Die Farbe der Träume
Die Farbe der Träume
 (12)
Erschienen am 17.06.2012
Rose TremainDer unausweichliche Tag
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Der unausweichliche Tag
Der unausweichliche Tag
 (10)
Erschienen am 20.02.2011
Rose TremainDie Verwandlung der Mary Ward
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Die Verwandlung der Mary Ward
Die Verwandlung der Mary Ward
 (9)
Erschienen am 20.01.2014
Rose TremainDes Königs Narr
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Des Königs Narr

Neue Rezensionen zu Rose Tremain

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Buecherfreundinimnordens avatar

Rezension zu "Und damit fing es an" von Rose Tremain

Der Schatten eine Tragödie
Buecherfreundinimnordenvor 2 Monaten

Gustav hat es schwer, er wächst in der Nachkriegszeit auf, als Halbwaise an der Seite einer offenbar höchst verzweifelten Mutter. Nach und nach enthüllen sich dem Leser die Umstände ihrer unglücklichen Ehe, die - zumindest auch - Opfer politischer Verwicklungen im Zweiten Weltkrieg wurde. Ein interessanter Blick in die jüngere Schweizer Geschichte, zumal man ja allgemein glaubt, die Schweiz hätte im Krieg nicht viel auszustehen gehabt - Hitler hat sie verschont.dass es dennoch jede Menge Konfliktstoff gab, zeigt dieses Buch. Was mich daran störte, war, dass die Autorin meiner Meinung nach ziemlich viel hineinpackt - Erzählsstränge ,die nicht auserzählt sondern nur angerissen wurden. Für mich wäre die Story jeder Generation für sich hier ein eigenes Buch wert gewesen. So ging es oft hin und her und das Ende kam für mich ein bisschen zu überraschend: ein Liebespaar sollen sie also sein, die beiden inzwischen sehr gereiften Herren, die zu Beginn noch Kinder waren? Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber so richtig schlüssig schien mir das auch nicht. Ich war nicht ganz überzeugt, von daher „nur“ drei von fünf Sternen.

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buchstabensammlerins avatar

Rezension zu "Und damit fing es an" von Rose Tremain

Ein Buch über das späte Glück und dass es eigentlich ganz nah sein kann
buchstabensammlerinvor 3 Monaten

Rund ums Buch:
Titel: Und damit fing es an
Autorin: Rose Tremain
Verlag: Insel
Buch: Taschenbuch
Seiten: 330
Erschienen: 08.08.2016
ISBN: 978-3-458-36315-6
Preis: 11,00 €

Cover:
Zweit Schlittschuhlaufende Jungs... ein schöner Link zum Inhalt.

Inhalt:
Gustav wächst in den 40er Jahren mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Schweizer Ort auf, hilft seiner Mutter, die Kirche zu putzen und lernt eines Tages den gleichaltrigen Anton in seiner Klasse kennen, einen Juden, aus gutem Elternhaus, der Klavier spielt und auch sonst ein gutes Leben führt. Die beiden freunden sich an, Antons Eltern nehmen Gustav am Wochenende mit zum Schlittschuhlaufen und zeigen ihm die schöne Seite des Lebens. Später verlässt Anton Matzlingen, um als Pianist zu arbeiten, Gustav führt ein Hotel. Es dauert, bis beide irgendwann wieder aufeinander treffen und merken, wie nahe sie sich stehen und immer gestanden haben. 


Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich in seiner ruhigen und feinen Erzählung sehr berührt. Es ist ein Buch über Freundschaft, Liebe, Verzeihen und dem immer währenden Wunsch einfach nur geliebt zu werden. Denn das möchte Gustav, der von seiner Mutter keine Nähe erfährt, die es nicht möchte, dass Gustav mit Anton so viel Zeit verbringt, denn ihr verstorbener Mann hat Juden geholfen und sich strafbar gemacht und dadurch alles verloren. Das macht Gustavs Mutter ihm zum Vorwurf und hadert mit ihrem Leben. Eine furchtbare Geschichte, aber Gustav schafft den Weg zum eigenen Hotel, arbeitet viel, doch immer allein.
Das Buch besteht aus drei Teilen, das mit dem Kennenlernen der beiden Jungen beginnt. Im zweiten Teil erfährt der Leser dann, warum Gustavs Mutter so negativ und verhärmt ist. Man erfährt die Geschichte über ihr Kennenlernen mit Gustavs Vater und die Ereignisse des Krieges. Im dritten Teil sind Gustav und Anton Männer um die 50 und treffen nach vielen Umwegen wieder aufeinander.
Mit unglaublich viel Gefühl beschreibt die Autorin die Einsamkeit und Sehnsucht von Gustav und auf der anderen Seite das spätere Leben von Anton. Die Diskrepanzen der beiden, und immer wieder wird das Leid deutlich, die Schwere ihrer beider Leben und die Suche nach Glück, bis sie es endlich doch finden und der Leser zu Tränen gerührt ist.

Fazit:
Rose Tremain nimmt den Leser mit, das späte Glück zu erkennen und sich nicht aufzugeben sondern immer weiter zu machen.  

Kommentare: 1
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Perles avatar

Rezension zu "Und damit fing es an" von Rose Tremain

Rose Tremain - Und damit fing es an
Perlevor 5 Monaten

Klappentext:

"Es gibt da diese Straße, Gustav. Das weißt du doch. Und genau diese Straße müssen wir nehmen. Wir müssen die Mensvhen werden, die wir schon immer hätten sein sollen."

Ein bewegender Roman, der davon erzählt, dass es manchmal fast ein ganzes Leben dauert, bis man das Glück findet - in dem man zum Leben braucht.

Innentext:

Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Er wuchs in den 1940er-Jahren allein bei seiner Mutter Emilie in ärmlichen Verhältnissen im schweizerischen Matzlingen auf - und schon damals hat er gelernt, nicht zu viel vom Leben zu wollen. Als Anton in seine Klasse kommt, ein Junge aus einer kultivierten jüdischen Familie, hält mit ihm auch das Schöne in Gustavs Leben Einzug. Anton spielt Klavier, und seine Familie nimmt Gustav sonntags mit zum Eis laufen. Emilie sieht das nicht gerne, lebt sie doch in der Überzeugung, dass die Bereitschaft ihres verstorbenen Mannes, jüdischen Flüchtlingen zu helfen, letzlich ihr gemeinsames Leben ruiniert hat. Doch Anton ist alles, was Gustav braucht, um glücklich zu sein ...

Über die Autorin:

Rose Tremain, 1943 geboren, wuchs in London auf. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten und Romane, für die sie u. a. mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet wurde, schrieb aber auch für Film, Funk und Fernsehen. Ihr Roman Zeit der Sinnlichkeit wurde 1995 mit Robert Downey Jr. (Restoration). Rose Tremain lebt in London und Norwich. Ihre Romane wurden in rund 30 Sprachen übersetzt.

Christel Dormagen hat unter anderem Bücher von Anne Tyler, Carol Birch und Daphne du Maurier ins Deutsche übersetzt. Sie lebt in Berlin.

Eigene Meinung:

Es beginnt mit den Worten bzw. ganz am Anfang der Geschichte:

Ihr Name ist Emelie, aber alle nannten sie Frau Perle.

Gustav erklärte dann, er werde wohl nie wieder spielen, weil es ihn an so vieles erinnere, das ihn in seinem Leben terrorisiert habe.

Gustav habe weiterhin festgestellt, dass die "Krise", die irgendwann jeder in seinem Leben durchmacht, bei vielen Menschen in ihrem fünften Jahrzehnt auftritt. Doch bei Anton und ihm selbst kam sie später, erst 1994, als beide schon zweiundfünfzig waren.

Und zwei Seiten weiter bekommt man schon einen positiven Tipp als Lebensweisheit:

"Du siehst also", sagte sie, "du musst wie die Schweiz sein. Verstehst du? Du musst dich zusammenreißen und mutig und stark sein und dich heraushalten. Dann wirst du die richtige Art Leben führen."

Seine Frau ist Emelie, die dort steht und Schnaps trinkt und weint und von Liebe redet. Das ist sie, die Frau, die da vor ihm steht, in einem Kleid, das zu groß für sie ist, mit einem Körper, so dünn, so verhungert und kummervoll, dass er kaum lebendig zu sein scheint. Wer erlöst mich hiervon? Wer erlöst mich?

Und dann zog sie bei ihm ein:

Fast alle Möbel aus der Fribourstraße waren nach Davos transportiert worden, auch der Flügel, auf dem Gustav seinen Freund vor so langer Zeit "Für Elise" hatte spielen hören. Nachdem sie zusammengezogen waren, hatte Anton erst einen großen Bogen darum gemacht.

Sie wusste natürlich genau, warum sie ihn so sehr liebte:

"Wenn man in mich dringt, zu sagen, warum ich ihn liebte, so fühle ich, dass sich dies nicht aussprechen lässt, ich antworte denn: Weil er er war; weil ich ich war." (Michel Montaigne, Über die Freundschaft)

Und am Ende heißt es dann:

"Oh", sagte Anton, "Das ist nur ein Fragment, etwas das ich in Gent komponiert habe. Es entstand in einer einzigen furchtbaren Nacht, in der ich endlich begriff, wie viele falschen Wege ich in meinem Leben eingeschlagen hatte und dass ich eigentlich viel lieber woanders hätte sein wollen. Das Stück ist unvollendet, wie ihr natürlich gemerkt habt, aber vielleicht beginne ich wieder, daran zu arbeiten. Ich habe es ´Die Gustav-Sonate´ genannt."

Einfach herrlich! Ich habe mich beim Lesen des Buches sehr wohl gefühlt und mich total reinversetzt und mitgefühlt. Ich las es ca. vom 14.-21. März dieses Jahres. Da war es sehr kalt zu der Zeit. Konnte die letzten 5 Seiten leider nicht mehr lesen, da die Stadtbücherei gerade schloss. Heute konnte ich endlich den tollen Roman beenden und konnte mich noch ziemlich gut an gelesenen Seiten von über zwei Monaten erinnern. Das Buch hat ganze 331 Seiten mit Danksagung noch zwei Seiten mehr. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen - ihr werdet begeistert sein.

Vergebe hierfür liebend gerne gutgemeinte 5 Sterne.



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»Wir müssen die Menschen werden, die wir schon immer hätten sein sollen.«

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Darum geht’s:
Gustav Perle wächst in den 1940er Jahren in einem kleinen Ort in der Schweiz auf. Er lebt mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen und verlangt nicht viel von seinem Leben. Eines Tages lernt er in der Schule Anton kennen, den Sohn einer kultivierten jüdischen Familie – und entdeckt dort ein ganz anderes Leben kennen. Er hört Anton beim Klavierspielen zu und begleitet die Familie sonntags zum Schlittschuhlaufen. Gustavs Mutter aber sieht diese Freundschaft nicht gern – denn sie lebt in der Überzeugung, dass die Bereitschaft ihres verstorbenen Mannes, jüdischen Flüchtlingen zu helfen, das gemeinsame Leben zerstört hat.
Nachdem Anton fortgezogen ist, widmet sich Gustav seinem erfolgreichen Hotel Perle – doch irgendetwas fehlt ihm. Als Anton nach vielen Jahren zurückkehrt, erkennen die beiden, dass das Glück vielleicht schon immer direkt vor ihnen lag …

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Über die Autorin: Rose Tremain wurde 1943 in London geboren und studierte in Paris und Norwich Anglistik. Von 1988 bis 1995 war sie Dozentin für kreatives Schreiben. Ihre Romane wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Orange Prize for Fiction und dem Prix Femina Étranger. Tremain lebt zusammen mit ihrem Mann in Norwich und London.

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Rose Tremain wurde am 02. August 1943 in London (Vereinigtes Königreich) geboren.

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