Rose Tremain Der unausweichliche Tag

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Inhaltsangabe zu „Der unausweichliche Tag“ von Rose Tremain

Anthony Verey, Mitte 60, früher der bekannteste Antiquitätenhändler Londons, spürt, dass es vorbei ist, sein glamouröses Leben. In Frankreich, in der kargen Landschaft der Cevennen, wo seine Schwester Veronica mit ihrer Geliebten Kitty lebt, möchte er ein Haus kaufen, „bevor es zu spät ist“. Die eifersüchtige Kitty ist mit Anthonys Aufenthalt jedoch völlig überfordert. Bei Veronica hingegen löst der Bruder aufs neue Beschützerinstinkte aus, aber auch Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als sich Anthony für das einsame, heruntergekommene Anwesen der Geschwister Aramon und Audrun Lunel interessiert, werden diese von ihrer gewalttätigen Familiengeschichte eingeholt, und Audrun sinnt auf Rache für einen Verrat, der ihr ganzes Leben vergiftet hat. Da macht ein kleines Mädchen, während eines Schulausflugs, eine grausige Entdeckung. Der neue Roman von Rose Tremain ist eine mitreißende Geschichte über Geschwisterliebe, Rache – und die Frage, wie man seinem Leben noch einen Sinn geben kann, wenn man nicht weiß, wie viel Zeit einem noch bleibt. "Gerade einmal 300 Seiten, aber die haben es wirklich in sich – das Werk einer Autorin auf der Höhe ihrer Kunst. Ein durch und durch fesselnder psychologischer Thriller, der unbedingt von Claude Chabrol verfilmt werden sollte." Independent on Sunday "Jeder Satz glüht vor Schönheit." Vogue

Starke Charaktere, ausführlicher Schreibstil jedoch in der Handlung eher flach.

— Esme--

Nettes buch für zwischendurch. Hält die Spannung und lässt sich sehr gut lesen!!

— kofler_sonja

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  • Buchverlosung zu "Der unausweichliche Tag" von Rose Tremain

    Der unausweichliche Tag

    izzy050

    Hallo zusammen! Wie angekündigt verlose ich hier ein weiteres Buch aus meinem persönlichen Bestand um damit einem anderen interessierten Leser / einer Leserin eine Freude zu machen. Ihr könnt euch eine Woche lang hier bewerben. Bei mehreren Bewerbern wird ausgelost.

    • 20
  • Starke Charaktere, ausführlicher Schreibstil jedoch in der Handlung eher flach

    Der unausweichliche Tag

    Esme--

    14. March 2015 um 09:28

    Charaktere: Melodié ist ein 10-jähriges Mädchen. Sie ist aus Frankreich hergezogen und wird von ihren Mitschülerinnen als Außenseiterin wahrgenommen. Sie bekommt lediglich eine kleine aber dennoch starke Rolle in diesem Buch zugewiesen. Anthony ist 64 Jahre alt. Er besitzt ein Antiquitätengeschäft, in der seine „Lieblinge“ zu horrenden Preisen vor sich hin vegetieren. Überhaupt gibt es für Anthony nichts, was er wirklich liebt. Weder hat er eine Frau, ein Haustier, Kinder oder einen anderen Mann in seinem Leben. Lediglich zu seiner Schwester Veronika spürt er eine feste Verbindung. Sexuell fühlt er sich bestenfalls zu Knaben hingezogen. Veronika ist Anthonys Schwester. Sie fühlt sich für ihren Bruder verantwortlich. Nimmt ihn bei sich auf und hilft ihm in seinem Leben wieder fuß zu fassen. Veronika lebt mit ihrer Lebensgefährtin Kitty in einem Haus mit einem großen Grundstück. Die gemeinsame Leidenschaft der beiden Frauen ist ihr Garten. Gemeinsam mit Kitty verfolgt sie den Traum ein Gartenbuch herauszubringen. Audrun ist 64 Jahre alt. Vom Vater hat ihr Bruder Armon Haus und Grund geerbt. Sie selbst hat ein angrenzendes Waldstück vermacht bekommen, auf dem sie sich eine kleine Kate aufgebaut hat. Audrun fällt gelegentlich in Ohnmacht, sieht Dinge entfernt und hat sie kurz darauf vergessen. Ihre Psyche ist von einer schweren Kindheit geprägt. Armon ist Audruns Bruder. Er lässt seinen Selbsthass, vielleicht durch die Prügel des Vaters entstanden, an Audrun aus. Er droht ihr Häuschen abzureißen, weidet sich an ihrem Schmerz, den er ihr mit den Worten immer wieder zufügt. Audrun erträgt das Leid, schluckt es und kümmert sich trotz dem Verhalten ihres Bruders um ihn, säubert sein Heim, wäscht seine Wäsche. Inhalt: Anthony lebt - wenn überhaupt - in der Vergangenheit. Im Alter möchte er das Glück noch einmal für sich entdecken und entschließt sich dazu vom verregneten London in das schöne Frankreich zu seiner Schwester Veronika zu ziehen. Dort möchte er sich ein Haus kaufen und ein neues Leben aufbauen. Dass er mit seinem Einzug in den Haushalt seiner Schwester und ihrer Freundin, vielleicht deren sorgfältig aufgebautes Leben, was auch nur auf einem sporadisch festem Fundament ruht, zerstören könnte, ist ihm, zumindest aus Sicht auf die Freundin Kitty, gleichgültig. Armon ist, ebenfalls wie Anthony, am Leben gescheitert. Sein Haus ist verschmutzt, die Hunde im Schuppen drohen zu verhungern, seine Wäsche hängt er ins Fenster, um sie vom Regen waschen zu lassen. Er bittet seine verhasste Schwester Audrun um Hilfe. Aus einer Opferrolle heraus, in die sich Audrun selbständig begibt, kümmert sie sich um den Bruder. Als Anthony sein Haus verkaufen möchte und feststellt, dass Audruns am Rande liegende Kate, die Käuferschaft (unter ihnen auch Anthony) abschreckt, eskaliert die Situation. Schreibstil: Rose Tremain schreibt sehr detailliert. Sie findet dabei gerade noch einen Weg nicht ausufernd zu werden. Für ihren Roman „der unausweichliche Tag“ nutzt sie die Zeitform Präsens. Gemächlich baut R. Tremain Handlung und Charaktere auf. Dabei entwickelt sie einen seelischen Abgrund bei den Charakteren, der dem Roman einen düsteren Schatten auferlegt. Fazit: Rose Tremains Roman krankte für mich an Handlungsstrang und Charakteren. Die Charaktere waren zwar allesamt gut ausgearbeitet. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass R. Tremains ganzes Hauptaugenmerk auf den Charakteren lag. Jedoch konnte ich zu keinem von ihnen eine Bindung aufbauen. Der Handlungsstrang blieb mir über den Roman hinweg zu flach. Lediglich der detaillierte Schreibstil konnte mich an den Roman binden.

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  • große erzählkunst!

    Der unausweichliche Tag

    liyah40

    04. May 2013 um 10:49

    "Jeder Satz glüht vor Schönheit." so schrieb die Vogue und sie hat damit nicht zu viel versprochen! ein eitler, erfolgsverwöhnter antiquitätenhändler auf der suche nach einem neuen leben, seine ihn über alles liebende schwester, ihre geliebte und ein verfeindetes geschwisterpaar, das schwere lasten mit sich herumträgt und doch nicht voneinander loskommt - sie alle treffen in südfrankreich, in einer beschaulichen ländlichen region aufeinander - das alles ist unglaublich spannend beschrieben und rose tremain versteht es eine atmosphäre zu erzeugen, die einen sofort gefangen nimmt und einen dazu führt, mit besagten personen mitzufühlen, ja das man geradezu traurig wird, obwohl keiner einem wirklich sympathisch erscheint. Dazu kommt ein kleines mädchen, dass eine entdeckung macht und so nimmt alles seinen lauf.. ein unglaublich packender und vielschichtiger, aber auch unterhaltsamer roman, dem ich viele leser wünsche!

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  • Rezension zu "Der unausweichliche Tag" von Rose Tremain

    Der unausweichliche Tag

    parden

    23. December 2012 um 21:35

    VERGANGENHEIT UND SUFF UND WAHNSINN... Anthony Verey, Mitte 60, früher der bekannteste Antiquitätenhändler Londons, spürt, dass es vorbei ist, sein glamouröses Leben. In Frankreich, in der kargen Landschaft der Cevennen, wo seine Schwester Veronica mit ihrer Geliebten Kitty lebt, möchte er ein Haus kaufen, "bevor es zu spät ist". Die eifersüchtige Kitty ist mit Anthonys Aufenthalt jedoch völlig überfordert. Bei Veronica hingegen löst der Bruder aufs neue Beschützerinstinkte aus, aber auch Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als sich Anthony für das einsame, heruntergekommene Anwesen der Geschwister Aramon und Audrun Lunel interessiert, werden diese von ihrer gewalttätigen Familiengeschichte eingeholt, und Audrun sinnt auf Rache für einen Verrat, der ihr ganzes Leben vergiftet hat. Da macht ein kleines Mädchen während eines Schulausflugs eine grausige Entdeckung... "Ein absolut fesselnder, psychologischer Thriller" steht hinten auf dem Buchrücken - und das ist schlichtweg gelogen. Mit Thriller hat das Ganze nämlich wenig zu tun, noch nicht einmal als Krimi würde ich das Buch bezeichnen. Es gibt erst recht spät eine Leiche, und obgleich es neugierig macht, wer denn nun der Täter sein könnte, steht diese Ermittlung ganz und gar nicht im Zentrum der Handlung. Psychologisch hingegen hat dieser Roman einges zu bieten! Beide Geschwisterpaare sind bereits jenseits der 60, und alle vier haben ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Dabei ist keine der Figuren wirklich sympathisch, jedoch gelingt es Rose Tremain, die Eigenarten und Charakterzüge der einzelnen Personen ganz behutsam und allmählich herauszuarbeiten und durch ihre jeweils persönliche Geschichte nachvollziehbar werden zu lassen. Eingebettet ist die Erzählung in eine detaillierte Beschreibung der Landschaft und der Natur Südfrankreichs, dargeboten in einer überaus bildhaften Sprache. Überhaupt gelingt es der Autorin, mit ihrer Sprache eine ganz besondere Stimmung herzustellen, die den Leser in die Handlung gleichsam versinken lässt, die gleichzeitig einen Zauber hervorruft und manchmal abstoßend ist... Ein Portrait zwischenmenschlicher Tragödien, gefangen in der Vergangenheit. Wer einen spannenden Thriller erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen, aber wer atmosphärisch dichte Romane mag, der liegt hier richtig...

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