Rose Tremain Der weite Weg nach Hause

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Inhaltsangabe zu „Der weite Weg nach Hause“ von Rose Tremain

Lev ist ein Glückssucher: Er ist nach London gekommen, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Fremd und einsam denkt er zurück an seine jung verstorbene Frau Marina, seine kleine Tochter Maya und die verrückten Erlebnisse mit seinem Freund Rudi. Doch Lev ist entschlossen, sich eine Zukunft zu erkämpfen: Er entdeckt ein ungeahntes Talent, findet Freunde und sogar eine neue Liebe.Kraftvoll und klar, voller Menschlichkeit, Herzenswärme und befreiendem Humor erzählt Rose Tremain von einem, der akzeptieren muß, daß bei jedem Aufbruch etwas zurückbleibt.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Buchverlosung zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    DaniB83

    DaniB83

    Dieses Buch gibt’s im Februar auf Buchwelt zu gewinnen. Ihr habt bis einschließlich Mittwoch, 25.2.2015 (23:59 Uhr) Zeit, unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen, welcher Weg euer weitester nach Hause war … Bin gespannt auf eure Antworten. Hinweis: das Gewinnspiel findet auch auf facebook und auf meinem Blog statt - dort darf auch sehr gerne gepostet werden ;) Alles Liebe und viel Glück!

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  • Leserunde zu "Die Romantherapie" von Ella Berthoud

    Die Romantherapie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieser Thread ist vorrangig als Diskussionsrunde für die Gewinner der Januar-LovelyBooks-Lesechallenge gedacht und keine Leserunde im eigentlichen Sinn! :) Ich war jetzt einfach mal so frei die Geschichte mit den Unterthemen auszuprobieren und jep, man kann nachträglich noch welche hinzufügen, es gibt allerdings tatsächlich nur bei Leserunden überhaupt Unterthemen. Da "Die Romantherapie" ja anscheinend das Buch war, auf das sich viele am meisten gefreut haben, habe ich das jetzt einfach mal als unser "offizielles Leserunden-Buch" gewählt ^^ Ich werde erstmal einfach zu jedem Buch ein Unterthema erstellen, alles weitere kann man dann ja nach und nach hinzufügen. Ansonsten... Noch einmal herzlichen Glückwunsch an alle und ich freue mich sehr darauf, mich mit euch über die Buchpakete und vor allem natürlich deren Inhalt auszutauschen! 

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  • Buchempfehlungen: Jeden Monat, eine Buchempfehlung der anderen lesen - Abstimmung für November 2013

    Kanjuga

    Kanjuga

    Hallo Ihr Lieben, ihr wolltet es nicht anders, deswegen bin ich weiterhin eure Themeneröffnerin *freu* Worum geht es hier eigentlich? Nun, bestimmt kennt das jeder von euch: man steht vor seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher, wahlweise auch Regal oder Berg ^^ ) und weiß einfach nicht, welches Buch man als nächstes lesen soll. Wir wollen uns bei diesem Problem gegenseitig helfen ;o) Die Idee: Jeder Teilnehmer nennt hier  maximal 10 Bücher, die er sich eventuell vorstellen könnte, im nächsten Monat zu lesen. Alle anderen Teilnehmer stimmen ab und wählen jeweils den Favoriten aus den bis zu 10 vorgeschlagenen Büchern aus. Das am häufigsten vorgeschlagene Buch wird dann versucht zu lesen. Gern aber natürlich auch mehr! Bitte schreibt einen Hauptbeitrag, in dem ihr die Bücher anhängt, die ihr zur Wahl stellen möchtet und schreibt hierin auch für jeden der anderen Teilnehmer eure Buchempfehlung rein. Als Vorlage könnt ihr euch einen der bereits vorhandenen Beiträge nehmen. Wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann natürlich jederzeit einsteigen (gerne auch "kurz vor knapp") - wir freuen uns immer über neue Gesichter. Und wer nur abstimmen möchte, darf das auch sehr gern tun :-) Die Teilnehmer trage ich immer hier im Startbeitrag in einer Liste ein und verlinke den jeweiligen Hauptbeitrag. Damit es übersichtlich bleibt, wird für jeden Monat ein neues Thema gestartet. Man kann sich also jeden Monat aufs neue überlegen, ob man mitmachen möchte oder nicht. Und es ist ja auch nicht schlimm, wenn es mit dem Buch dann doch nicht klappt. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt einfach hier einen Kommentar. Ihr könnt dort direkt schon eure 10 Bücher anhängen. Bei diesem Thema geht es um ein Buch, das dann im November 2013 gelesen werden sollte. Das Buch, das am 31. Oktober 23:59 Uhr die meisten Stimmen hat, sollte also DAS Buch für den November sein. Schön fände ich, wenn jeder am Ende des Monats berichtet, ob es mit dem Buch geklappt hat und wie es gefallen hat! Bei Fragen, einfach hier melden! Teilnehmer: SteffiFeffi Kanjuga Lizz LadySamira091062 Bluebell2004 Sommerleser Sunny Rose Lese-Krissi mamenu Lesewutz Mikki 78sunny Lilasan Nymphe Ajana LibriHolly Carina2302 somaya niob Daniliesing Si-Ne LaDragonia synic Bücher booklover_42 (nur abgestimmt) chatty68 Hier lang gehts zur Dezemberrunde!

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    AnnaChi

    AnnaChi

    13. October 2012 um 11:24

    Ein Mann in mittleren Jahren fährt mit dem Bus aus seinem osteuropäischen Dorf nach London, um dort Geld zu verdienen, damit er seiner kleiner Tochter und seiner Mutter, die dort geblieben sind, ein würdiges Leben ermöglichen kann. Es ist schwer für ihn Fuß zu fassen, aber es gelingt ihm, einen Weg zu beschreiten, der ihn Schritt für Schritt zu seinem Lebenstraum führt. Ein Buch voller großer Gefühle, kleiner menschlicher Geschichten - und mit einem Happy End, mit Warmherzigkeit und sehr poetisch geschrieben, zum Schmunzeln und Mitleiden. So schön, dass es trotz dezentem Kitschfakotr von mir vier Punkte bekommt.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    juhidiko

    juhidiko

    11. March 2012 um 19:06

    Das Buch handelt von einem der auszog nicht um sein Glück zu suchen, sondern um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu sichern. Er fährt mit dem Bus nach London. Viele Stunden dauert die Fahrt. Und es dauert lange bis ihm dann endlich auch etwas Glück begegnet. Es ist keine aufregende Geschichte, dennoch fühlt man mit dem tüchtigen Mann mit und hofft und bangt mit ihm, dass er seine Ziele erreicht.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    Elocin

    Elocin

    06. September 2011 um 20:53

    Lev, ein Witwer Ende 30, fährt von seiner Heimat irgendwo in Osteuropa nach London mit dem Bus. Er möchte dort Geld verdienen um es nach Hause zu seiner Mutter und seiner Tochter zu schicken. Mit sehr wenig Geld und einigen "wertvollen" Ratschlägen seines Kumpels Rudi ausgestattet, kommt er in dieser fremden Stadt an und versucht sein Glück. Christine Westermanns Kommentar auf dem Buchdeckel kann ich nur zustimmen. Es ist ein wunderschönes Märchen und wirklich berührendes Buch. Ich habe das Lesen SEHR genossen und vergebe nach längerer Durststrecke mal wieder 5 Sterne!

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    lao0ola

    lao0ola

    08. August 2011 um 07:36

    Der Roman "Der weite Weg nach Hause" beschreibt den Kampf eines osteuropäischen Immigranten für ein besseres Leben. Der Protagonist Lev lässt seine Familie zurück und reist nach London. Im Bus lernt er Lydia kennen, die ihm oft aus der Patsche helfen muss.
    In London findet er Jobs, Unterkünfte, Freunde und schließlich auch die Idee, wie er zu Hause neu anfangen kann.

  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    FunkyWaldfee

    FunkyWaldfee

    06. July 2011 um 13:00

    Lev hat nicht nur seine Frau, sondern auch seinen Arbeitsplatz verloren und kann so weder seine kleine Tochter versorgen, noch seine Mutter unterstützen. Um wieder auf die Beine zu kommen, steigt er schließlich in einen Bus, der ihn von seiner polnischen Heimat in das aufregende Leben Londons bringt. Obwohl er nur mit rudimentären Englischkenntnissen und ein paar wenigen Klamotten zum Wechseln bewaffnet ist, findet er zügig Arbeit in einem Edelrestaurant sowie eine bezahlbare Unterkunft bei einem irischen Klemptner: Es geht steil bergauf. Das altbekannte Märchen des Tellerwäschers, der sich (beinahe) bis zum Millionär hocharbeitet -- diesemal in europäischem Kontext. Nicht nur wird Lev unverschämtes Glück zuteil, als er in der völlig überlaufenen Metropole scheinbar mühelos Job sowie Unterkunft findet und engere wie entferntere Bekannte nicht davor zurückschrecken, ihm großzügige Geldgeschenke zu machen. Auch legt er eine beeindruckende Karriere in seinem neuen Metier hin: Während er noch in Polen mit dem Kochen nichts am Hut hatte, zaubert er nun fantastische Gerichte und bringt es bis zum Küchenchef eines Seniorenheims binnen weniger Monate. Solch ein Erfolg in so kurzer Zeit kann schließlich nur auf seine faszinierende Persönlichkeit zurückzuführen sein -- so arbeitsam wie schweigsam, sieht man von den gelegentlichen Wutanfällen und der Gewalt Frauen gegenüber ab --, oder? Inhaltlich fad und wenig realitätsnah, sprachlich durchschnittlich. Eher enttäuschend.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2010 um 09:37

    Lev, verwitweter Vater einer Tochter und Sohn einer Mutter, begibt sich auf die Reise nach London, um dort Arbeit zu suchen, die er in seinem osteuropäischen Dorf nicht finden konnte. Er beginnt als Flyer-Austräger und schafft es bis zum Hilfskoch in einem angesehenen Londoner Restaurant. Dort entdeckt er die Liebe wieder und findet zudem seinen Traum, mit dem er seine Zurückgebliebenen vor einer Überschwemmung und sich selbst vor der Vergangenheit rettet. Ein schönes, zuweilen trauriges, aber immer rührendes Buch über die Fremde und die Heimat, das mit einem Happy End endet.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    lollebolle

    lollebolle

    20. March 2010 um 15:10

    Einsamer Pole kommt in die große Stadt, versteht kein Wort und findet trotzdem Menschen, die ihm eine Chance geben. Das klingt nach Kitsch und ist es vielleicht auch, trotzdem - ein positives Buch, das froh macht.

  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. December 2009 um 15:41

    Koffer packen. In den Bus oder die Bahn einsteigen. Die Fahrt in die neue Welt kann beginnen, das alte wird zurückgelassen – Sicherlich hat der eine oder andere schon einmal darüber nachgedacht, seinem Leben eine neue Wendung zu geben, indem er in ein ganz anderes Land reist, um sein Glück dort zu suchen. Wie es einem Osteuropäer jedoch geht, wenn er, um Geld zu verdienen, in der Metropole London landet, erzählt der Roman „Der weite Weg nach Hause“. Er nimmt zwar ein gutes Ende, aber der Weg dahin ist mit Enttäuschungen und traurigen Erlebnissen gepflastert. Das nur zur Warnung. DIE FAHRT INS UNGEWISSE Lev verlässt seine osteuropäische Heimat, seinen ländlich geprägten Heimatort Auror, seine kleine Tochter Maya und seine Mutter Ina. Seine Frau Marina ist vor einigen Jahren mit gerade 36 Jahren an Leukämie gestorben. Mit einem Bus fährt Lev über den halben Kontinent, um in London schließlich sein Glück zu suchen, vor allem eine Arbeit zu finden, um Geld zu verdienen, das er seiner Familie schicken kann. Doch der 43-Jährige landet nicht in dem Land der Träume, sondern in einem Chaos und in emotionaler Kälte, aus rassistischen Menschen, die ihren Hass und die Vorurteile gegenüber Ausländer kundtun und einer Welt, in dem der Aufstieg mit körperlich, harter Arbeit verbunden ist. Von einem Prospektverteiler für eine Döner-Laden über einen Tellerwäscher in einem stilvollen Restaurant arbeitet/schuftet er sich hoch zu einem wichtigen Mitarbeiter des Hauses. Doch die Beziehung zu Sophie und das Ende lässt Lev fallen. Er wird von einem Tag auf den nächsten gekündet. Auf dem Land erhält Lev schließlich einen neuen Job als Erntehelfer, der ihn allerdings von Christy, einem Iren und einzigem Freund in seiner neuen Heimat, trennt. Trotz seines schmalen Lohnes schickt Lev immer wieder regelmäßig einige Pfund nach Hause. Zudem hält er über sein neu erworbenes Handy Kontakt zu seinem Freund Rudy, der ihn von seinen Erlebnissen erzählt. Mit der Zeit entsteht in Lev eine Idee, ein Traum, den es zu verwirklichen gilt und zwar in der alten Heimat, da von dort traurige Nachrichten kommen. Doch für seinen Traum braucht Lev eine Menge Geld. Er kehrt nach London zurück, um gleich zwei Jobs zu übernehmen, in einem griechischen Restaurant und in einem Altenheim als Koch. Mit der Zeit trägt er das notwendige Geld zusammen, auch durch ein kleines Erbe, das ihm eine Bewohnerin des Altenheimes vor ihrem Tod überlässt. Schließlich macht er sich wieder auf den Weg nach Osteuropa, um seinen Traum zu erfüllen und seiner Frau ein Denkmal zu setzen. EIN TRAUM BEGINNT Für die Reise mit Lev in den Westen gibt es kaum Zeit zum Überlegen. Der Leser sitzt mittendrin im Bus und muss sich damit abfinden, dass die Geschichte, die erzählt wird, zwar ein gutes und teilweise schönes Ende nimmt, aber vor allem über die Schattenseiten berichtet. Den Rose Tremain hält der westlichen Welt den Spiegel vor, die wenig Verständnis zeigt, wenn ein Mann aus Osteuropa einreist. In vielen Szenen muss Lev sich den ausländerfeindlichen und rassistischen Anfeindungen stellen. Eine der drastischsten Schilderungen beschreibt, wie er von zwei Jugendlichen in der Nacht nach der Arbeit ausgeraubt und verprügelt wird und jene ihn noch aus Ausländer beschimpfen. Wirkliche Hilfe und Verständnis bekommt er eigentlich nur von seinesgleichen, die ebenfalls ihre Heimat verlassen haben, um in England ihr Glück zu suchen. Aber den Osten bezieht Tremain in ihre Kritik ein, die allgemein auf die Kälte in der Gesellschaft und ihre teils menschenverachtenden Strukturen und Seiten zielt. Im Falle des Ostens widmet sich die Autorin an einigen Stellen der Religionsfeindlichkeit des früheren Kommunismus und die spätere Planungslosigkeit im Zuge jener neuen Zeit der westlichen Orientierung ganz nach dem Motto „Wohlstand für alle“. Doch das Motto ist nur Schein und verdeckt die wirklichen Nutznießer von großen Projekten, wie jenes, das schließlich Lev in die Heimat zurückkehren lässt. Jede Figur in diesem Buch ist sehr plastisch gezeichnet. Da ist beispielsweise Levs Vermieter Christy, der sich ebenfalls wie Lev entwickelt: von einem von Unglück verfolgten, von der Familie verlassenen Mann, dem schließlich in Form einer Inderin das Glück wieder hold ist. Sinnbild für die teils ambivalenten Charaktere ist vor allem Lydia, jene Frau, der Lev im Bus begegnet und die sich bei ihm Chancen ausgerechnet hat, schließlich jedoch nur an seinen kleinen Fettnäpfchen, in die er hineintritt, rummäkelt und am Ende mit einem alten Musiker um die Welt reist. Die schillernste Person ist allerdings Levs bester Freund Rudi: er ist der Mann mit den besten Sprüchen und dem größten Optimismus, der am Ende allerdings auch bröckelt, weil er sich von Lev allein gelassen fühlt. Immer wieder denkt Lev in Rückblenden während seines Aufenthaltes in London an den Freund und die Erlebnisse, die er mit ihm teilte wie er auch immer wieder an seine verstorbene Frau und seine kleine Tochter zurückdenkt. „Der weite Weg nach Hause“ erzählt eine wunderbare mal melancholisch, mal heitere Geschichte, deren Figuren trotz ihrer Schrullen natürlich wirken. Levs Weg vom armen Propekteausträger zu einem Mann mit einem verwirklichten Traum erscheint sicherlich wie jenes bekannte Märchen vom Tellerwäscher zum Millionär, aber es zeigt auch, dass wer sich für seine Träume und Wünsche einsetzt, belohnt wird. Vielleicht ist dies die große Weisheit des Buches: Dass der Weg lang und steinig sein kann, aber jeder mit dem Weg wächst, um sich einer selbst gestellten Aufgabe mit aller Kraft zu widmen. Dass es übrigens ein Mann aus Osteuropa schafft und seiner Heimat im Endeffekt trotz der westlichen Glitzerwelt mit ihren teils verlogenen Fassaden treu bleibt, sollte zudem eine kleine Mahnung sein und zum Nachdenken anregen. ZAHLREICHE PREISE Rose Tremain, 1943 in London geboren, zählt zu den bekanntesten englischen Autorinnen der Gegenwart. Sie studierte an der Sorbonne und beendete ihr Anglistikstudium an der Universität East Anglia, an der sie später auch als Dozentin für Kreatives Schreiben tätig war. Ihr Debüt, der Roman „Sadlers Birthday“ erschien 1976. Tremain schreibt neben literarischen Texten wie Romanen und Kurzgeschichten auch Hörspiele für das Radio sowie Drehbücher für das Fernsehen. Für ihre Werke erhielt sie eine ganze Menge an Preisen, wie den Whitbread-Preis für den Roman „Die Melodie der Stille“ oder den James-Tait-Black-Memorial-Preis (for fiction) und den Prix Fémina Etranger für den Roman „Die Umwandlung“. Für ihr Werk „Der weite Weg nach Hause“ bekam sie im vergangenen Jahr den Orange Prize of Fiction. Mit ihrem Mann, den Biografen Richard Holmes, lebt sie heute in Norfolk.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    lokoschade

    lokoschade

    15. December 2009 um 10:33

    Lev, Anfang vierzig, Witwer, verläßt sein osteuropäisches Dorf um in England viel Geld zu verdienen das er seiner Mutter und seiner 5jährigen Tochter nach Hause schicken will. Denn da wo er herkommt, den Ort den er verläßt, gibt es keine Arbeit mehr. Und der Erlös der Schmuckstücke die seine Mutter in Handarbeit herstellt reicht nicht aus um die Familie zu ernähren. Nach einer mehr als 50stündigen Busfahrt kommt er müde, schmutzig und äußerst naiv in London an. "Die Engländer haben Glück. Aber, dachte Lev, jetzt fahre ich in ihr Land, und ich werde sie zwingen, es mit mir zu teilen: ihr verteufeltes Glück." Doch Lev ist nicht der Typ der jemanden zwingt. Er ist ein Träumer und die harte Realität holt ihn sehr bald ein. Sein erster Job besteht darin für eine Dönerbude Prospekte zu verteilen und bald muss er erkennen, dass dieses Geld bei weitem nicht ausreicht seinen Lebensunterhalt zu verdienen, geschweige denn dass er davon noch etwas an seine zurückgebliebene Familie schicken kann. Mit Hilfe von Lydia, einer Mitreisenden aus der alten Heimat, zu der er lange Zeit Kontakt hält, findet er im Anzeigendschungel der englischen Tageszeitungen, ein Zimmer zur Untermiete und einen Aushilfsjob in einer Küche. Er hat Glück, sein Vermieter wird ihm ein echter Freund und er kann sich auch wieder, obwohl der ständig an seine verstorbene Frau denken muss, auf die Liebe einlassen. Er verfolgt seine Ziele, manchmal bis an den Rand der Erschöpfung. Der Weg den er beschreitet ist hart und bitter, aber immer voller Hoffnung. Eine Geschichte voller Wehmut und Sehnsucht, die mir das Herz erwärmt hat. (dk)

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    MissAusten

    MissAusten

    29. November 2009 um 17:47

    Mit 42 Jahren nimmt Lev die Reise aus Osteuropa nach London auf sich, um Geld für seine Familie zu verdienen. Dabei lässt er seine Mutter Ina und seine 5 jährige Tochter Maya zurück. Noch dazu verarbeitet er den Verlust seiner Frau Marina, die an Krebs gestorben ist. Den weiten Weg nach London bestreitet er mit Lydia, seiner Sitznachbarin im Bus, die ihn immer wieder hilft sich in der neuen Stadt zurechtzufinden. Während er in London verschiedene Jobs annimmt, um sich über Wasser halten zu können, macht er neue Bekanntschaften und zieht in eine WG. Alles ist für ihn neu und er muss sich erst mit der Mentalität der Menschen vertraut machen, wobei er immer als Asylant behandelt wird und damit auch negative Erfahrungen macht. So gut es geht schickt er seiner Familie Geld und schwelgt in Erinnerungen an seine Heimat, seine Frau und seinen Vater. Jeden den er zurückließ fragt sich wann er endlich zurückkommt oder ob er überhaupt wieder zurückkommt. Indem er sich sein erstes Handy kauft, bleibt er auf dem neusten Stand und telefoniert wöchentlich mit seinen Freunden. Was er alles auf seinem Weg bis nach Hause erlebt und wen er trifft, das sollte jeder selbst lesen. Insgesamt ist es ein sehr berührendes und ergreifendes Buch über einen Träumer, dessen Träume ihn am Leben erhalten und die Vergangenheit bewältigen lassen. Träumer zu sein ist nicht immer negativ, denn es kommt darauf an was man mit seinen Träumen macht. Die 490 Seiten erzählen die Geschichte eines Mannes der sich auf seinem langen Weg in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt und immer wieder neue Hoffnung schöpft um weiter zu machen. Der Roman zieht den Leser direkt in den Bann und hinterlässt eine melancholische Stimmung, sodass man diesen Roman nicht nach dem Lesen zuklappt, zurück ins Regal stellt und schnell wieder vergisst. Deswegen gibt es von mir die volle Punktzahl und den Orange Prize for Fiction hat die englische Schriftstellerin Rose Tremain definitiv verdient bekommen.

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  • Rezension zu "Der weite Weg nach Hause" von Rose Tremain

    Der weite Weg nach Hause
    Kolibri1966

    Kolibri1966

    01. November 2009 um 09:44

    Wow, was für ein Buch. Am liebsten würde ich es nochmal lesen aber leider habe ich noch einen viel zu großen Stapel ungelesener Bücher. Das Buch berührt aber zugleich erfreut es einen. Lev, der Protagonist aus einem Osteuropäischen Land wagt denn Schritt in denn Westen. Genauer gesagt nach London. Er hat seine Familie und Freunde zurückgelassen um im Westen Geld zu verdienen was er dann seiner Mutter und Tochter zuschicken will. Seine Frau ist mit 36 Jahren an Leukämie gestorben. Alles traurige Ereignisse aber hier läßt sich Lev nicht unterkriegen. Auch wenn er einiges einstecken mußte so ist er doch, typisch für einen Osteuropäer, ein Optimist, der seinen Weg machen will. Ich will hier nicht zuviel verraten aber das Buch ist absolut lesenswert. Wenn ich mehr als 5 Sterne abgeben dürfte, hätte dieses Buch immer die absolute Zahl bekommen. Ich hoffe das Rose Tremain noch mehr solcher Bücher schreiben wird!!

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