Rose Tremain Die Farbe der Träume

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Inhaltsangabe zu „Die Farbe der Träume“ von Rose Tremain

Ein Neuanfang soll es werden, als Harriet mit ihrem Mann Joseph im 19. Jahrhundert von England nach Neuseeland auswandert. Aber die erhoffte Liebe bleibt aus, genauso wie der Wohlstand, den sie sich erträumten. Als Joseph dem Goldfieber verfällt, bricht er Hals über Kopf auf und läßt seine Frau allein zurück. Doch Harriet gibt nicht auf und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Voller Abenteuerlust und Freiheitsdrang reist sie ihrem eigenen Traum entgegen …

Viel mehr als ein historischer Roman!!!

— literat
literat

Leider konnte ich mit diesem Roman gar nicht warm werden. Was anfangs vielversprechend klang, entwickelte sich zu einer zähen Handlung voller mehr oder weniger unsympathischer oder unfähiger Charaktere. Obwohl das Setting durchaus gelungen ist, war ich froh, als ich das Buch schließen konnte.

— Krinkelkroken
Krinkelkroken

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  • Viel mehr als ein historischer Roman!!!

    Die Farbe der Träume
    literat

    literat

    28. September 2016 um 13:11

    Ich bin so froh, daß ich diese Liste mit 1001 Büchern, die unbedingt gelesen werden müssen, entdeckt habe!! Weil ich hier wieder eine fabelhafte Autorin entdeckt habe!! Aber jetzt zum Buch: es geht hier um ein Auswandererehepaar samt Mutter des Ehemannes, die im 18. Jh. nach Neuseeland auswandern. Sie haben ein Stück Land in der Wildnis gekauft und wagen nun das Abenteuer in dieser fremden Umgebung sich das Land urbar zu machen. Harriet startet mit viel Begeisterung, sie freut sich aus ihrem total vorhersehbaren Leben als Gouvernante in England ausgebrochen zu sein und ein wildes, freies, selbstbestimmtes Leben anzufangen. Ihr Mann Joseph startet mit etwas weniger Enthusiasmus, er hat seine eigene Vergangenheit, im Laufe des Buches erfährt man dann auch sein Geheimnis, daß er vor seiner Frau hütet, wieso er aus England weg musste. Und Lilian, die Mutter ist anfangs gar nicht begeistert, hat viele Vorbehalte und will eigentlich nix wie heim. Aber dann beginnt sie dem leben in der Natur auch was abzugewinnen und taut auf. Und dann kommt der Goldrausch, dem Joseph auch verfällt und aufbricht um das große Glück zu machen. Weiter will ich nix verraten!! Der Autorin ist es gelungen, die Charaktere sehr detaillreich und sehr vielschichtig zu zeichnen. Und sie hat viele Begriffe einfließen lassen, die die Fremdheit des neuen Landes deutlich machen. Es war für die Neuankömmlinge eine total fremde Welt, wie ein anderer Planet. Was mir besonders gefallen hat ist, daß es am Ende keinen "Verlierer" gibt. Man hat das Gefühl, alle ihre Protagonisten haben ihren Weg, der ihnen halt vorbestimmt ist, gemacht. Und egal welche Schuld sie auf sich geladen haben, sie meistern ihr Schicksal. Tolles Buch!!

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  • Rezension zu "Die Farbe der Träume" von Rose Tremain

    Die Farbe der Träume
    sumsidie

    sumsidie

    23. August 2011 um 09:55

    Mein letztes Buch von Rose Tremain, der weite Weg nach Hause, hat mich sehr begeistert, so dass ich mit relativ hohen Erwartungen an dieses Buch herangekommen bin. Es handelt sich um einen historischen Roman, der sich den britischen Auswanderern und ihrem Leben auf Neuseeland widmet. Harriet und Joseph sind erst kurz verheiratet, als sie die lange Überreise wagen um ihr Glück zu finden. Doch dieses Glück, das z.B. in Form des Goldes, das Joseph in einem Bach findet, so zum Greifen nah scheint, ist sehr viel schwerer zu finden als erwartet. Das Buch dokumentiert die Reise der beiden zu sich selbst, also einem sehr universellen Thema. Obwohl sich dieses Buch stark von den vielen historischen Romanen, die sonst so auf den Markt geworfen werden in seiner Sprache, der Ausdifferenzierung der Charaktere und des Settings unterscheidet, konnte es mich dennoch nicht begeistern. Die Geschichte plätscherte dahin wie ein beschauliches Bächlein, aber konnte mich nie mitreißen. Harriet und Joseph blieben Figuren, die ich zwar mit Interesse aus Distanz betrachten konnte, deren Schicksal mich jedoch kaum berührt hat. Ich habe dabei aber auch den Verdacht, dass mir die Charaktere evtl. näher gekommen wären, wenn ich das Buch im Original gelesen hätte. Das soll weniger eine Kritik an der Übersetzung sein, über die ich nichts Negatives sagen kann, sondern eher ein Gefühl, dass es sich hier lohnen würde die Originalausgabe zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Farbe der Träume" von Rose Tremain

    Die Farbe der Träume
    walli007

    walli007

    13. May 2011 um 21:20

    Auswandern auf realistisch Auf nach Neuseeland - im Jahr 1864 wandern Harriet, ihr Mann Joseph und dessen Mutter Lilian aus. Zunächst läuft es gar nicht so schlecht. Ein neuer Anfang bringt Auftrieb, Spannung, Freude ... Doch gerade Harriet merkt bald, dass ihre Schwiegermutter sich nicht wohlfühlt und oft zurückdenkt. Joseph hält seine Gefühle unter Kontrolle, er scheint getrieben, schuldig. Während des ersten Jahres machen die drei die Anfängerfehler, die sie mehrere Tiere kosten. Natürlich reißt das ein Loch in die Kasse. Dann findet Joseph ein wenig Goldstaub. Nun denkt er, er könne mit dem künftigen Reichtum die Schuld begleichen. Nein, dieses Buch ist kein typischer Neuseeland - Auswanderer - Roman. Sehr realistisch wird geschildert mit welchen Schwierigkeiten die Auswanderer zu kämpfen haben. Nicht immer geht alles gut aus. Nicht immer sind alle glücklich und zufrieden. Auch das Scheitern kommt vor. Und selbst diejenigen, denen das Glück hold zu sein scheint, werden von Schicksalsschlägen heimgesucht. Vor diesem Hintergrund war die Lektüre zwar sehr fesselnd, brachte aber keine reine Entspannung. Mir persönlich war es etwas zuviel Realität. Dennoch kann ich sagen, dass das Buch sich nicht so in das erwartete Genre einordnen lässt wie zunächst angenommen und das empfand ich doch eher als positiv.

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  • Rezension zu "Die Farbe der Träume" von Rose Tremain

    Die Farbe der Träume
    lokoschade

    lokoschade

    10. February 2011 um 11:27

    Taschenbuch: 459 Seiten Verlag: Insel Verlag; (25. Dezember 2010) ISBN 978-3458357025 Originaltitel: The Colour Preis: € 9,95 Pressestimmen »Die englische Autorin Rose Tremain, bekannt geworden durch ihre opulenten historischen Romane, hat sich mit dem neuseeländischen Goldrausch ein unerwartet fremdes Gebiet ausgesucht. Aber auch hier findet sie, was ihre anderen Romane auszeichnet: starke Charaktere, erzählerischen Reichtum und eine mitreißende Farbigkeit – nicht nur bei dem Stoff, aus dem die Träume sind.« (Jutta Duhm-Heitzmann ) Kurzbeschreibung Dankbarkeit und Zuneigung, aber nicht Liebe, empfindet Joseph Blackstone gegenüber seiner Frau Harriet, denn sie hat ihm das Leben gerettet. Oder eher: Sie hat ihn in ein anderes Leben gerettet. War mit ihm von England nach Neuseeland gereist, zusammen mit Josephs Mutter. Ein Neuanfang sollte es werden, von einem Leben im Wohlstand träumten sie. Die Quelle des Wohlstands im Neuseeland des 19. Jahrhunderts hieß „Gold“, und als Joseph im Fluß neben dem Haus einen Schimmer von Gold entdeckt, kennt er nur noch ein Ziel. Er verlässt die beiden Frauen und macht auf den Weg zu den Goldfeldern, zusammen mit vielen anderen Glückssuchern. Auf der Suche nach ihrem Mann reist Harriet ihrem eigenen Traum entgegen, voller Abenteuerlust und Freiheitsdrang. Meine Meinung Nachdem Joseph und Harriet eher aus praktischen Gründen denn aus Liebe geheiratet haben, machen sie sich 1864 auf den Weg nach Neuseeland und dort ein gemeinsames Leben aufzubauen. Das Dasein das sie zusammen mit Josephs Mutter in dem kleinen Lehmhaus führen, das später mal zu einer prächtigen Farm ausgebaut werden soll, ist hart und von Entbehrungen geprägt. Joseph hält trotz vieler Rückschläge an seinem Traum fest und ist entschlossen ein erfolgreicher Farmer zu werden. Seine Pläne ändern sich aprupt als auf seinem Grundstück meint Gold entdeckt zu haben. Er wollte ihr nicht eingestehen, dass sein Herz für die Farm an jenem Wintermorgen erkaltet war, als er es zum ersten Mal am Flussufer hatte funkeln sehen, und dass ihm seit jenem Augenblick alles andere sehr klein und sehr unbedeutend erschienen war. Er griff vorsichtig nach ihrer Hand. "Ich will mehr", sagte er. Aber das will Harriet auch. Dennoch schließt Joseph sich einem Goldsuchertrupp an und sein Verlangen wird immer heftiger und erbarmungsloser. Harriet bleibt zunächst auf der Farm zurück, beschließt aber bald ihrem Mann in das Camp zu folgen...denn auch sie hat Ziele. Fazit: Die Bücher von Rose Tremain habe ich schon immer gerne gelesen und auch bei diesem hier wurden meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. In einer schönen und unaufgeregten Sprache erzählt sie die Geschichte von den beiden Auswanderern und es bereitet einem ein wohliges, zufriedenes Lesevergnügen in deren Welt einzutauchen.

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  • Rezension zu "Die Farbe der Träume" von Rose Tremain

    Die Farbe der Träume
    Girl56

    Girl56

    31. January 2011 um 09:19

    "Die Farbe der Träume" ist vordergründig ein historischer Roman, der um 1860 in Neuseeland spielt. Drei Menschen wagen die Reise in die fremde Welt, um ihrem alten Leben in England zu entfliehen. Das Paar Joseph und Harriet Blackstone hat völlig überstürzt geheiratet und zusammen mit Josephs frisch verwitweter Mutter Lilian das Schiff in Richtung Neuseeland bestiegen. Joseph und Lilian tragen schwer an Erinnerungen und Ereignissen aus ihrer Vergangenheit und bringen diese als große Belastung mit in ihr neues Leben. Joseph kauft ein Grundstück in relativer Einsamkeit, läßt seine Frau und seine Mutter für die erste Zeit allein zurück in Christchurch und beginnt damit, ein Haus zu bauen. Er hört nicht auf den Rat seiner neuseeländischen Helfer, die sowohl das Klima als auch die geographischen Gegebenheiten seines Grundstücks besser einschätzen können als er. Er ist völlig unbeirrbar und starrköpfig, ein Charakterzug, der ihm in der Vergangenheit schon zum Verhängnis wurde und ihm auch in der neuen Heimat zum Schicksal werden wird. Mehr schlecht als recht richten sich die drei Menschen in ihrem neuen Zuhause ein, und versuchen ihrem Land eine Ernte abzuringen. Immer deutlicher wird, dass Joseph Harriet nicht liebt, seine Mutter nur fürchtet und sich heimlich ein Leben ohne die beiden Frauen ausmalt und wünscht. Als er Gold auf seinem Land findet, verheimlicht er dies, und als an anderer Stelle in Neuseeland auch Gold gefunden wird, überläßt er Harriet und Lilian ihrem Schicksal und geht mit tausend anderen auf Goldsuche. Diese Zeit der Goldsuche wird zum Wendepunkt im Leben von Harriet und Joseph. Nach und nach werden die seelischen Abgründe und die schwere Schuld, die auf Joseph lasten, aufgedeckt, aber auch Harriets Traum von einem selbstbestimmten und glücklicheren Leben nimmt immer klarere Konturen an. Rose Tremains Roman ist mehr als ein klassisch erzählter historischer Roman. Sie durchleuchtet die Seele ihrer Protagonisten, zeigt sie in ihren Stärken und Schwächen. Sie entwirft eigentlich ein ganz modern anmutendes Psychogramm von Joseph, Harriet und diversen sehr schön gezeichneten Nebenfiguren, und die wunderbare Natur Neuseelands ist eine gut gewählte Kulisse für das Schicksal ihrer Helden.

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  • Rezension zu "Die Farbe der Träume" von Rose Tremain

    Die Farbe der Träume
    Clari

    Clari

    21. January 2011 um 17:15

    Abenteuer pur..... Neuseeland ist das Land der Träume, in das zahlreiche Zuwanderer aus England Mitte des 19.Jahrhunderts aufbrechen. Unter ihnen befinden sich auch Harriet und Joseph mit dessen Mutter. Die beiden jungen Leute kannten sich erst kurz und eigentlich gar nicht richtig, als sie ein halbes Jahr zuvor geheiratet haben. Nun stehen sie in einem Land, das karg und wüst und wenig besiedelt hohe Anforderungen an die neuen Einwohner stellt. Trockene Winde, eiskalte und schneereiche Winter machen die Besiedelung zu einem entbehrungsreichen Abenteuer, dem nicht jeder gewachsen ist. In ihrem abenteuerreichen Roman entwickelt Rose Tremain ein Bild vom Leben der Einwanderer, das von Freundschaft, Feindschaft und von Liebe und Vergehen und von wüsten Klimabedingungen handelt. Harriet und Joseph finden nicht ihr großes Glück und gehen schlussendlich eigener Wege. Harriet findet gute und wohlhabende, tüchtige Freunde auf der Orchard Farm, während ihr eigenes ungünstig gelegenes Lehmhaus den klimatischen Bedingungen zum Opfer fällt. Harriet bleibt tapfer, mutig und stark, Joseph hingegen entpuppt sich als charakterlicher Widerling. Rose Tremain setzt ihrer Fantasie keine Grenzen. Auf diese Weise ist ein opulenter Abenteuerroman entstanden, im dem sich Gut und Böse findet, und in dem mit gravierenden Fehleinschätzungen und immer neuen Anstrengungen schließlich eine Goldgräbergesellschaft zusammen findet, in der es rau und übel zugeht. Das entbehrungsreiche Leben führt allenthalben zu menschlichen und charakterlichen Herausforderungen, denen nicht jeder standhält. Wer ausufernde Schmöker liebt, der wird mit diesem Roman auf seine Kosten kommen. Unermüdlich wird die Handlung fortgesponnen und lässt Freund und Feind im krassen Licht des Dschungels und der reißenden Flüsse und gewaltigen Naturereignisse erschauern. Gekonnt und schmissig legt sich der Zauber des Abenteuers auf den Leser und entführt ihn in eine ferne Welt.

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