Rose Tremain Die Verwandlung der Mary Ward

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Inhaltsangabe zu „Die Verwandlung der Mary Ward“ von Rose Tremain

Am 15. Februar 1952 legte die ganze Nation zu Ehren des toten Königs eine Schweigeminute ein. Es war der Tag seiner Beerdigung. Ein denkwürdiger Tag auch für die sechsjährige Mary Ward, die mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder auf einem Kartoffelacker in Suffolk stand. Vom Hof her hörte sie das vertraute Krächzen ihres Perlhuhns Marguerite, dem sie eine erschütternde Entdeckung mitzuteilen hat: »Ich habe eine Neuigkeit für dich, Marguerite, ich habe ein Geheimnis, das ich dir anvertrauen möchte, mein Liebling. Ich bin nicht Mary, das ist ein Irrtum. Ich bin kein Mädchen. Ich bin ein Junge.«
So hat sie angefangen, die lange Reise der Mary Ward. Wahrlich keine einfache Aufgabe für die Tochter einer armen Bauernfamilie im England der 50er Jahre. 30 Jahre dauerte es, bis Mary sein darf, der sie ist. Martin. Es gibt nur wenige, die sie begleiten, der Großvater, ihre geliebte Lehrerin. Die Reise verändert Mary, aber auch ihre Familie und die Beziehungen untereinander von Grund auf. Ein langer, schmerzhafter und harter Weg bis zu dem Tag, an dem – 1980 – Post in Nashville, Kentucky eintrifft: »Lieber Martin, bitte verzeih mir. Ich hoffe sehr, dass Du es kannst. Deine Mutter Estelle.«

Das schönste, poetischste, berührendste Buch, das ich seit Langem gelesen habe!

— Ginevra

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Tolle Idee, aber die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen

    Die Verwandlung der Mary Ward

    lesebiene27

    Das Buch beschreibt die wundersame Verwandlung eines Mädchens von 1952 bis zum Jahre 1980, wo sie als Mann ein neues Leben begonnen hat. Mary hat in all diesen Jahren mit Zurückweisungen, fehlender Elternliebe, Selbstzweifeln und Selbsthass zu kämpfen bis aus ihr Martin wird und er einen Platz im Leben findet. Diese Entwicklung wird in diesem Buch erzählt. Das Buch ist in der Hinsicht angenehm geschrieben, dass es aus verschiedenen Blickwinkeln die Geschichte verschiedener Menschen erzählt. Allerdings blieben mir die Personen genau deshalb auch weiterhin unnahbar. Und auch aus dem Grund, weil die Geschichte in einem extremen Zeitraffer geschrieben wurde, was mich persönlich beim Lesen ständig aus dem Konzept gebracht hat. Der Schreibstil ist zwar flüssig gehalten, dennoch waren mir die Abstände zwischen den Geschehnissen der einzelnen Textpassagen zu unregelmäßig, sodass ich einfach kein Gefühl für die Protagonisten bekommen habe. Ich konnte sie leider nicht zu fassen bekommen und hatte kein Bild vor Augen. Die Idee hinter der Geschichte hat mich fasziniert und vielleicht waren auch meine Erwartungen an das Buch daher so groß, aber mir persönlich hat die Umsetzung einfach nicht gefallen. Auch ist mir ein bisschen die Zuordnung der Geschichten weiterer Personen schwer gefallen, da sie meiner Meinung nach auf die Geschichte keinen Einfluss hatten. Ich bin nicht sonderlich gut in die Geschichte reingekommen, allerdings konnte ich das letzte Viertel dann besser lesen (mag daran liegen, dass ich mich endlich an den Schreibstil gewöhnt hatte oder dass er sich soweit verändert hat, dass ich der Geschichte besser folgen konnte). Dennoch hat mich die Geschichte nicht so weit berührt, wie ich es zuvor erwartet hätte. Deshalb bekommt „Die Verwandlung der Mary Ward“ von mir 2 von 5 Sternen.

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    • 2

    parden

    07. December 2014 um 07:23
  • „Mein Leben ist in mir und wartet. Sonst nirgends.“

    Die Verwandlung der Mary Ward

    Ginevra

    09. May 2014 um 20:21

    1952 im kleinen englischen Städtchen Swaithey: hier beginnt die Geschichte von Mary Ward - und endet 1980 als Geschichte von Martin Ward im amerikanischen Nashville. Dazwischen liegen fast dreissig Jahre, in denen Mary klar wird, dass sie eigentlich ein Junge ist. Von ihrem engstirnigen Umfeld wird diese Neigung geflissentlich ignoriert, vom trunksüchtigen Vater heftig bekämpft. Doch für Mary gibt es kein Zurück… Dieses Buch handelt von großen Träumen, gescheiterten Lebensplänen, zerplatzten Seifenblasen – aber auch von erstaunlichen persönlichen Entwicklungen. Wir treffen auf Menschen mit geheimen Wünschen, die den Plänen ihrer Eltern bzw. den Erwartungen der Gesellschaft widersprechen, was zu tiefer Verzweiflung führt. Entweder schaffen sie es wie Mary , sich zu befreien - oder ihr Leben endet im Chaos der Sucht – sogar im Suizid. Wir erleben mutige und ängstliche Charaktere, viele davon sind liebenswürdig, andere abstossend. Durch den häufigen Perspektivenwechsel bleibt die Geschichte sehr dicht, abwechslungsreich und interessant. Am Ende finden einige Protagonisten unerwartetes Glück, und Mary, die inzwischen als Mann lebt, erhält eine Postkarte: "Lieber Martin, bitte verzeih mir. Ich hoffe sehr, dass Du es kannst. Deine Mutter Estelle." Rose Tremain, geb. am 2. August 1943 in London als Rose Thomson, lebt zusammen mit dem Biographen Richard Holmes in Norfolk, GB. Tremain studierte an der Sorbonne und schloss 1967 an der University of East Anglia ihr Anglistikstudium ab. Dort war sie Dozentin für creative writing von 1988 bis 1995. Sie veröffentlichte Romane und Kurzgeschichten, schrieb aber auch Hörspiele und Drehbücher für Fernsehfilme. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen aufgezeichnet. Ihr bislang bekanntester Roman „Zeit der Sinnlichkeit“ wurde 1995 erfolgreich verfilmt. Mich hat dieser Roman sehr berührt, da die verschiedenen Schicksale sehr einfühlsam und tiefgründig beschrieben werden. Die Metaphern sind originell („ der Psychiater lebt im Dunkeln wie ein Quastenflosser“). Die Kapitel tragen Titel wie: „Zahnstein und Berechnung“. Für mich steckt dieses Buch voller Überraschungen, die zu Tränen rühren – aber auch zum Schmunzeln. Fazit: eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

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  • Das Streben nach Glück

    Die Verwandlung der Mary Ward

    czytelniczka73

    25. April 2014 um 14:23

    ""Ich wünschte,ich hätte schon vor Jahren gewußt,daß das Streben nach Glück ein Recht ist.In Swaithey war es das nicht,nicht wahr?" "Nein"erwiderte ich,"es war ein Unrecht""(Seite 348)   Inhalt: "Am 15. Februar 1952 legte die ganze Nation zu Ehren des toten Königs eine Schweigeminute ein. Es war der Tag seiner Beerdigung. Ein denkwürdiger Tag auch für die sechsjährige Mary Ward, die mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder auf einem Kartoffelacker in Suffolk stand. Vom Hof her hörte sie das vertraute Krächzen ihres Perlhuhns Marguerite, dem sie eine erschütternde Entdeckung mitzuteilen hat: "Ich habe eine Neuigkeit für dich, Marguerite, ich habe ein Geheimnis, das ich dir anvertrauen möchte, mein Liebling. Ich bin nicht Mary, das ist ein Irrtum. Ich bin kein Mädchen. Ich bin ein Junge." §So hat sie angefangen, die lange Reise der Mary Ward. Wahrlich keine einfache Aufgabe für die Tochter einer armen Bauernfamilie im England der 50er Jahre. 30 Jahre dauerte es, bis Mary sein darf, der sie ist. Martin. Es gibt nur wenige, die sie begleiten, der Großvater, ihre geliebte Lehrerin. Die Reise verändert Mary, aber auch ihre Familie und die Beziehungen untereinander von Grund auf. Ein langer, schmerzhafter und harter Weg bis zu dem Tag, an dem 1980 Post in Nashville, Kentucky eintrifft: "Lieber Martin, bitte verzeih mir. Ich hoffe sehr, dass Du es kannst. Deine Mutter Estelle.""     Meinung: Bei dem Thema Geschlechtsumwandlung war ich ein bisschen skeptisch,das finde ich jetzt nicht so interessant,aber dieser Roman ist vielschichtiger,als der Klappentext einem vermuten lässt.Zwar ist Mary Ward die Hauptprotagonistin,aber die Geschichte betrifft gleichermaßen viele anderen Personen,die eins gemeinsam haben-die sind auf der Suche nach sich selbst und versuchen ihr eigenes Glück zu finden.Darum geht's auch für mich in diesem Buch-dass man eigenen Weg finden muss und Mut für die Veränderungen braucht. Ein Schreibstil,der sehr angenehm zum lesen ist.Die Sprache ist recht einfach gehalten,aber gleichzeitig voll mit wunderbaren Metaphern.Die Geschichte ist in gleichmäßigen,ruhigen Tempo erzählt,aber weil die Erzählung oft die Perspektive wechselt,bringt das gewisse Dynamik und  wirkt nicht langatmig.Im Laufe der Geschichte hat sich meine Skepsis in pure Begeisterung verwandelt,weil die Erzählung sehr vielseitig,tiefgründig und überraschend ist.Natürlich ist das kein Buch das man schnell zwischendurch lesen kann,man braucht Zeit um die,teilweise schockierende,Bilder auf sich wirken zu lassen,aber es lohnt sich wirklich (!)     Fazit: Schonungslos erzählter,gesellschaftskritischer Roman,der  auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.  

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  • In der Stadt des schwärenden Wandels

    Die Verwandlung der Mary Ward

    Schreibschnegel

    16. February 2014 um 22:03

    Als Mädchen geboren, ist Mary Ward schon früh klar, dass sie eigentlich ein Junge ist. Doch in einer verschlafenen Kleinstadt in Suffolk ist es schwer, Veränderungen durchzusetzen, oder gar die Menschen dazu zu bewegen, ihre Traditionen und Vorurteile aufzugeben. Das erfährt nicht nur Mary – oder Martin, wie sie sich insgeheim nennt – am eigenen Leib, sondern auch ihre Mutter, die dem Alltag mit einem gewalttätigen und verbohrten Ehemann in Fantasiewelten entflieht. Oder ihr Bruder Timmy, der nicht den Familienbauernhof übernehmen, sondern Priester werden will. Oder Metzgersohn Walter, der lieber Hillbilly-Sänger in Nashville wäre. Oder der alte Edward, der an Reinkarnation glaubt und Marys Vertrauter wird. „Die Verwandlung der Mary Ward“ von Rose Tremain zeichnet das Porträt einer Stadt und einer Gesellschaft, in der es vor sich hin gärt. Der Wandel kommt – langsam und schwerfällig, bitter und hässlich, ohne Garantie dafür, dass das Neue besser sein wird als das Alte. Mary ist nur eine von vielen Figuren, die in diesem komplexen Roman um ihre Individualität und ihre Erfüllung ringen. Ihre physische Transformation ist ein Symbol für die Veränderung, die auch alle anderen Charaktere schleichend befällt, bis sie die erstickende Umklammerung ihrer Heimatstadt abstreifen, um sich selbst und eine neue Haut zu finden. Ihre Geschichten werden langsam und detailverliebt erzählt, in einer bildhaften Sprache, deren originelle Vergleiche und Metaphern noch lange im Leser nachhallen. Gleichzeitig ist der Roman so nüchtern und dem Boden der Tatsachen verhaftet wie die Einwohner von Suffolk: Die große Liebe ist ein Trugbild, Vertrauen selten und kostbar, der Alltag ordinär und träge. Dieses Erzählen lässt das Buch stellenweise langatmig und desorientiert erscheinen, der rote Faden ist nur schwer zu greifen. Doch damit schafft es Rose Tremain meisterhaft, die Erwartungen des Lesers zu durchkreuzen und sämtliche Klischees abzuwerfen. Mary/Martin tritt in der zweiten Romanhälfte deutlicher als Hauptcharakter hervor, doch dessen Weg verläuft ganz anders, als man auf den ersten Seiten meinen mag. Mit „Die Verwandlung der Mary Ward“ hat man ein Buch in den Händen, das so stachelig und unsympathisch wirken kann wie seine Held_in, aber auch einen langsamen Sog entwickelt, dem sich der Leser nur schwer entziehen kann. Diese (Lese-)Reise mag streckenweise lang und unbequem sein – doch sie lohnt sich!

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  • Frage zu Ria Klug

    RiaKlug

    Kennt jemand noch eine Autorin oder einen Autor, dieder einen Transmenschen als Prota hat?

    • 4

    Solaris

    12. February 2011 um 19:50
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