Wenn es Winter wird in meinem Garten …

von Rosemarie Doms 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Wenn es Winter wird in meinem Garten …
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Wunderschön und Bibliophil. Augenmerk liegt auf dem lyrischen Text. Erinnert an englische Dichter/Lyriker.

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Inhaltsangabe zu "Wenn es Winter wird in meinem Garten …"

(Leseprobe) "Gerade dann, wenn der Herbst alle seine bunten Farben über das Land und den verlassenen Weinberggarten, hoch über der Stadt, ausgeschüttet hat, zieht mit leisen Schritten, wie ein Dieb in der Nacht, der Winter ein und hinterlässt seine ersten Spuren. Bereift und frostig versteckt er sie, noch ganz verstohlen, unter dem zusammengewehten Laub zu seinen Füßen. Staunend nimmt er wahr, wie verschwenderisch die Farben des Herbstes mit den Blättern spielten und wie willig die weißstämmige Birke ihre Lichter entzündete zum späten, zum letzten Fest. Manchmal fuhr ein stürmischer Wind, wie ein vorbeibrausender Zug der Zeit durch die blättrigen Straßen, die ziegelroten Dächer der kleinen Laubhütten und hinweg über niedrige Hügel und flache Höhlen aus farbigen Blättern, die sich auf dem nassen Grase zusammengerottet hatten … Pfeifend und brausend fegte er noch die allerletzten Blätter von den Bäumen und warf sie übermütig in die aufgeladene Luft. Dann wirbelte er sie wild durcheinander und legte sie mit einer kleinen Verbeugung wie einen letzten Gruß auf die feuchte Erde nieder …"

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783799511728
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:64 Seiten
Verlag:Jan Thorbecke Verlag
Erscheinungsdatum:18.09.2017

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön und Bibliophil. Augenmerk liegt auf dem lyrischen Text. Erinnert an englische Dichter/Lyriker.
    Wunderschön und Bibliophil. Augenmerk liegt auf dem lyrischen Text. Erinnert an englische Dichter/Ly

    Wahre Größe kommt von innen und so konnte ich hier nach dem Lesen meine erste, anfängliche und schnelle augenscheinliche Skepsis in das nur Postkartengroße Büchlein hinter mir lassen.

    Denn, als ich das Buch aufschlug, fielen mir als erstes die Illustrationen und Fotos auf. Im ersten Moment, ich gestehe es, war ich enttäuscht, denn diese erschienen mir altmodisch. Das lag daran, dass ich mir etwas ganz anderes unter diesem Buch vorgestellt hatte. Ich dachte, es wäre in Landlust/Servus-Zeitschrift Manier ausgestattet. Und das war es nicht, im Gegenteil. So wirken die Illustrationen und Fotos dann doch eher beruhigend, auch wenn ich denke, dass manche eine Gratwanderung zwischen altbacken /altmodisch und modern sind. Im Endeffekt, und im Kontext mit dem Text, konnten sie mit ihrer ruhigen Ausstrahlung dann doch noch überzeugen. Es passt, und wahrscheinlich hätte das moderne und stylische hier nicht zu den reinen und winterlichen Natur-Impressionen gepasst.

    Der Schreibstil ist auch etwas Besonderes. Ich habe zwar entfernt ähnliches schon in Gartenzeitschriften gelesen, aber ich finde, da nimmt man sich nicht so die Muse dafür. Dafür sind  die Zeitschriften zu schnelllebig. Aber hier, mit einem Büchlein in der Hand, ist es eine andere Sache. Die Beschreibungen des winterlichen Gartens erinnerten mich vor allem an englische und amerikanische Dichter/Lyriker, so schön, verschnörkelt, poetisch, ja auch irgendwie nostalgisch, und dennoch auch so klar. Weiter oben im Text habe ich ein paar Zitate heraus geschrieben, es fiel mir schwer, mich auf diese paar zu beschränken. Denn es finden sich viele Inspirations-Quellen, für alle, die gerne mit Worten spielen. Manche Sätze sind so schön, dass ich sie mir auf einer entsprechenden Postkarte gut vorstellen könnte.

    Am besten genießt man den Text in Häppchen, lässt ihn sich auf der Zunge vergehen. Am besten im Winter, wenn es drinnen warm und behaglich ist.

    Alles in allem: Es ist ein bibliophiles und lyrisches Buch zugleich. Dennoch aber auch ein „schwieriges“ Buch, nicht jedem werden sich die Worte und Beschreibungen über die winterlichen Impressionen erschließen. Und ich habe leider manchmal das Gefühl, dass die Menschen, die solche Bücher lieben und verstehen immer weniger werden.

    Sterne:
    Ich gebe fünf von fünf Sternen, weil mich das Buch auf vielen Ebenen überzeugt hat. Nicht sofort, das gebe ich zu, aber spätestens nach ein paar Seiten des Lesens. Es ist manchmal wie schönes Gedicht aus alter Zeit. Es wäre sinnvoll, sich vor dem Erwerb des Büchleins die Leseprobe auf der Verlagsseite anzuschauen.

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