Rosemarie Marschner

 4 Sterne bei 106 Bewertungen
Autorin von Das Bücherzimmer, Das Mädchen am Klavier und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rosemarie Marschner

Rosemarie Marschner, geboren 1944 im oberösterreichischen Wels, arbeitete bereits in ihrer Schulzeit für die Schülerzeitung. Sie studierte Deutsch und Englisch auf Lehramt und arbeitete dann als Lehrerin an mehreren Schulen und als Feuilletonistin und Hörspielautorin. Ihre Romane "Das Bücherzimmer und "Das Jagdhaus" basieren auf dem Wissen ihrer Großmutter über den Zweiten Weltkrieg. Marschner lebt seit 1973 als freie Journalistin und Schriftstellerin in Düsseldorf.

Alle Bücher von Rosemarie Marschner

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Buchformat:
Cover des Buches Das Mädchen am Klavier (ISBN:9783423216920)

Das Mädchen am Klavier

 (16)
Erschienen am 07.07.2017
Cover des Buches Das Jagdhaus (ISBN:9783423245012)

Das Jagdhaus

 (9)
Erschienen am 01.11.2005
Cover des Buches Nacht der Engel (ISBN:9783423208970)

Nacht der Engel

 (8)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches Good Morning, Mr. Mendelssohn (ISBN:9783423261425)

Good Morning, Mr. Mendelssohn

 (3)
Erschienen am 10.03.2017
Cover des Buches Zu Ehren des Königs (ISBN:9783423428859)

Zu Ehren des Königs

 (3)
Erschienen am 20.11.2015
Cover des Buches Nacht der Engel. Weltbild-SammlerEditionen (ISBN:B00DP918ZO)

Nacht der Engel. Weltbild-SammlerEditionen

 (0)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Das Bücherzimmer (ISBN:9783423195287)

Das Bücherzimmer

 (66)
Erschienen am 23.03.2011
Cover des Buches Nacht der Engel - Der Fall der Medici (ISBN:4026411105819)

Nacht der Engel - Der Fall der Medici

 (1)
Erschienen am 01.01.1998

Neue Rezensionen zu Rosemarie Marschner

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Rezension zu "Das Bücherzimmer" von Rosemarie Marschner

Eine sehr bewegende Geschichte
Lesezeichenfeevor 2 Monaten

Marie Zweisam ist die Hauptperson in Rosemarie Marschners Buch: Das Bücherzimmer. Der Leser darf die Zeit mit ihr verbringen, als sie 14 ist, und in Linz als Dienstmädchen arbeitet, danach pflegt sie ihre kranke Mutter bis zu ihrem Tod und dann heiratet sie einen Bäcker, dank der vielen Arbeit und seiner Mutter kommt es zur Scheidung. Was davor und danach passiert, wird auch erzählt, das Ende eher kurz und knapp.



Die Zeit als Dienstmädchen wird ziemlich ausführlich beschrieben. In dieser Zeit liest man auch, wie es ihr zuvor als „Bastard“ gegangen ist. Ihre Mutter hat ein Kind bekommen, obwohl sie nicht verheiratet war. Da sie „nur“ eine Bauerntochter war und ihr „Freund“ aus einem guten Linzer Hause, kam eine Hochzeit nicht in Frage. Marie wurde in ihrer Schulzeit immer gehänselt, aber sie war eine sehr gute Schülerin und ihr Lehrer hätte sie gerne studieren lassen. In dieser Zeit lernt man auch die Ohnesorgs kennen. Sehr sympathische Juden. Leider erfährt man nach ihrer „Flucht“ nichts mehr von ihnen. Ich hätte nun vermutet, dass Marie und der „Jude“ heiraten. Es wurde nur verraten, dass sie danach noch in Schanghai war, wohin die Ohnesorgs vermutlich flohen. Leider blieb dieser Teil der Geschichte dann völlig im Dunkeln, was ich sehr schade fand.



Als Marie ihre Mutter pflegte hatte sie einen herzlichen und liebevollen Kontakt zu ihr. Vorher eher weniger, weil die Mutter wusste, dass Marie von zu Hause weggehen musste. Sie wollte nicht, dass Marie schlimmes Heimweh bekam.



Der praktisch 3. Teil war, als sie den Bäckerjungen heiratete, den sie in Linz kennen gelernt hat. Sie musste sehr viel arbeiten, hatte kaum Freizeit, ihre Schwiegermama hat sie bis zum geht-nicht-mehr ausgenutzt. Und wenn man mich fragt, ihre Schwiegermutter hat sie von Anfang an gehasst. Erst wollte sie abkassieren (der Anbau und die Möbel), dann wurde Marie ausgenutzt (kaum Freizeit und ein viel zu großes Gebiet, wo sie die Waren ausfahren musste) und dann durfte Marie nicht kritisieren (Juden, Ohnesorgs) und als sie dann noch was gegen Hitlers Machenschaften sagte, dachte die Schwiegermutter voller Freude: Hah, jetzt werden wir sie los. Die Frau war in diesem Buch eindeutig der schwärzeste und böseste Part, fast schlimmer als Hitler, halt in „kleinem Rahmen“. Die Autorin hat zwar immer geschrieben, man wisse nicht, was genau die Schwiegerutter dachte und so. Aber ihr Handeln sagte doch alles.



Es war eine „Schwarz-Weiß-Malerei“ in der Marie und ihre Mutter als „weiße Engel“ beschrieben wurden und nie böse waren und die perfekten Menschen. Dadurch kamen die „Bösen“ viel stärker heraus.



Ich fand das Buch sehr authentisch und es deckte sich vieles mit meinem Schulwissen, vor allem die Geschichten aus der Hitler-Zeit, auch wenn alles mehr oder weniger „kurz angerissen“ war. Insgesamt fand ich den Werdegang oder besser gesagt die Art von „Biografie“ sehr unterhaltsam und insgesamt gefiel mir der Roman sehr gut. Schade fand ich nur, dass man als Leserin nicht noch ein Weilchen mit Marie verbringen durfte, als es das Leben wieder gut mit ihr meinte.



Zwischendurch – während ihrer Bäckerinnenzeit – war das Buch dann zeitweise etwas langweilig, durch den Ausbruch von Marie und der „verleumderischen“ Schwiegermutter wurde es dann wieder spannender. Leider war dann das Buch auch schnell zu Ende, was ich sehr bedauert habe.



Die Charaktere waren sehr gut beschrieben. Ich konnte mir die Figuren sehr gut vorstellen. Der Notar gefiel mir irgendwie sehr gut. Auch wenn er es nicht möchte, aber er fördert Marie und sie genießt die Zeit. Am Besten war dann die letzte – wirklich die allerletzte – Szene mit dem Notar. Und die Leseausweisszene fand ich auch wunderbar. Der Notar war teilweise unfreiwillig „komisch“ mit (wie hieß sie noch mal?) „Walburga“ oder so. Irgendwie fand ich die Szene witzig. Es passte wunderbar in das Buch.



Der Schreibstil war auch sehr unterhaltsam und spannend. Insgesamt fand ich das Werk toll. Das Thema weniger und es gehört so überhaupt nicht in mein Beuteschema. Aber auch dieses Buch „sprach“ mich an und wollte unbedingt von mir gelesen werden und ich bereue dies keinesfalls.

Das Cover gefiel mir sehr gut, genauso wie der Titel. Mein Cover ist die Frau von hinten, mit den hochgesteckten Haaren, als Dienstmädchen.



Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Diesem Buch würde ich 9 Sterne geben, wenn ich könnte. Einen Stern ziehe ich ab, weil es zwischendurch kurzzeitig ein bisschen langweilig wurde. Also bleibt es bei den 5 Sternen, die ich geben kann. Sonst war es sehr spannend und kurzweilig, die Charaktere waren so gut beschrieben, dass das Kopfkino ansprang. Ich finde das Buch – trotz des Themas und der Zeit in der es spielt – wunderbar und ich kann das Buch sehr empfehlen.


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Rezension zu "Good Morning, Mr. Mendelssohn" von Rosemarie Marschner

Tolles Buch
buchbaron69vor 2 Jahren

Klappentext
»Bist du auch fleißig, Felix?«, fragt Lea Mendelssohn häufig ihren Zweitgeborenen. Oh ja – das ist Felix und er bleibt es sein nur 38 Jahre währendes Leben lang. Er wird einer der größten Musiker und Musikförderer der Romantik und trägt wesentlich zur Wiederentdeckung von Bach und Händel bei. Für die bezaubernde Betty
Pistor komponiert der Jugendliche ein Streichquartett. Doch während diese erste große Liebe sich nie erfüllt, wird eine andere – die Liebe zu England – erwidert und bleibt bestehen: Als der zwanzigjährige Felix zum ersten Mal nach London reist, wird er dort enthusiastisch aufgenommen und so berühmt, dass ihn die Leute auf der Straße mit »Good Morning, Mr. Mendelssohn« begrüßen.

Die Autorin
Rosemarie Marschner, geb. in Österreich lebt seit 1973 in Deutschland und arbeitet als freie Journalistin und Hörspielautorin.

Meine Meinung
Story
Felix Mendelssohn ist einer der größten deutschen Komponisten, Lehrer und Förderer zeitgenössischer Musik. Felix wächst im gutbürgerlichen Verhältnissen auf, geht auf die besten Schulen. Schon früh wird sein Talent entdeckt und gefördert. Er führt ein Leben für die Musik durch die Musik. Seine Musikstücke haben epische Ausmaße und begeistern die Menschen nicht nur in Deutschland. Das Buch erzählt die Geschichte diese Genies. Ein Genie das viel für die Förderung der zeitgenössischen Musik getan hat ,dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war.

Charaktere

Neben Felix Mendelssohn spielen eine ganze Reihe Personen mit, da die Geschichte auf dem ausgiebigen Briefwechsel von Felix und seiner Schwester beruht, ist es klar dass sämtliche Charaktere reale historische Persönlichkeiten sind .

Mein Fazit
Ich habe das Buch vom dtv Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Ich gebe zu, ich hätte mir das Buch selber wohl nie gekauft, da ich eigentlich keinem großen Bezug zur klassischen Musik habe. Doch beim Lesen hat mir das Buch immer besser gefallen und ich muss sagen, dass das Buch nicht nur eine Autobiografie ist, auch gibt es einen Einblick in die damalige Zeit. Das Leben Felix Mendelssohn verläuft völlig reibungslos, gute Schulbildung, keine Geldsorgen, Erfolg mit allem was er macht. Es ist nicht die übliche Geschichte des Underdogs der sich nach Oben arbeiten muss. Gerade das macht das Buch so anders und keineswegs langweilig. Das Buch war ein tollen Leseerlebnis und ich kann der Geschichte nur die Höchstbewertung geben 5 von 5 Leseratten / Sternen, dazu eine Leseempfehlung nicht nur für Anhänger der klassischen Musik.

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Rezension zu "Good Morning, Mr. Mendelssohn" von Rosemarie Marschner

Good Morning Mr.Mendelssohn
twentytwovor 2 Jahren

Felix Mendelssohn, Sohn einer jüdischen Bankiersfamilie, wächst in einem von der Regentschaft Friedrich Wilhelm III. geprägten Berlin auf. Als musikalisches Ausnahmetalent macht er sich schon in jungen Jahren einen Namen. Sein Schaffensdrang ist unermüdlich. Mit teilweise gewagten Neuerungen setzt er sich selbstbewußt über alte Normen hinweg und zieht damit das Publikum voll in seinen Bann. Nachdem er seine, zu diesen Zeiten übliche Grand Tour absolviert hat gibt es nichts was ihn in Berlin hält. Nach einer prägenden Zeit in Düsseldorf, findet er seine wahre Heimat in Leipzig. Fleiß und der Hang zur Perfektion treiben ihn immer weiter und er hat Mühe allen Anforderungen gerecht zu werden. So bleibt ihm kaum Zeit zur Ruhe zu kommen um sich seiner Familie und den Kindern zu widmen. Fast schon symbolhaft wirkt sein Tod im Jahr 1847 mit dem fast zeitgleich eine Epoche zu Ende ging.

Fazit
Eine bewegende Romanbiografie, die den Lebensweg des Ausnahmemusikers Felix Mendelssohn in beeindruckender Weise nachvollzieht und gleichzeitig ein lebendiges Bild, des sich im Umbruch befindlichen 19. Jahrhunderts, wiedergibt.

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