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SchmittsKatze

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen


Jonathan Engel ist 69 Jahre alt, Bibliothekar im Ruhestand, Witwer. Seit 30 Jahren wohnt er in einer Dachgeschosswohnung am Rand Berlins. Wenn er nach seinem Pförtnerjob bei einer Versicherung um 22.30 Uhr nach Hause kommt, zieht er rote Filzpantoffeln an, setzt sich in den Ohrensessel und hört „gepflegte klassische Musik“. Das macht er immer so. Er braucht Ordnung und Regelmäßigkeit, Dinge, auf die er sich verlassen kann.
Jonathan Engel führt ein gediegenes, manche würden sagen: spießiges Leben. Nichts scheint ihn in seinen Grundfesten erschüttern zu können. Nicht einmal der plötzliche Tod seiner über alles geliebten Frau Irma.
Zumindest nicht äußerlich. Er wahrt die Fassung. Innerlich aber
ist er in Aufruhr. In seinem Kopf herrscht Chaos.
...

Autor: Rosemarie Schmitt
Buch: Herr Jonathan ... (unbeabsichtigte Erkenntnisse eines ehemaligen Bibliothekars)
1 Foto

Klene123

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Hört sich total spannend an, da würde ich gerne mitlesen :)

vanessabln

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Würde auch gerne mitlesen, hört sich gut an.

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SchmittsKatze

vor 2 Jahren

4.) Leseabschnitt 3 : Das letzte Kapitel

Das letzte Kapitel. Ja, da scheiden sich die Geister. Was hat sich der Autor wohl dabei gedacht? Ich möchte Euch heute etwas dazu sagen.

Ein Roman schreibt sich nicht in einer Woche. An „Herr Jonathan...“ arbeitete ich etwa zweieinhalb Jahre. Das Konzept, der Plot, der Kapitelplan waren fertig. Ich wusste die Namen der Figuren, wusste, wie alt sie waren, wo und wie sie wohnten, wie sie aussahen, was sie gerne aßen und tranken, ob sie fleissig, unordentlich, reinlich, ehrlich ... waren. Ich begann die Geschichte niederzuschreiben. Im Laufe der Zeit waren mir die Personen, insbesondere Herr Jonathan, so nahe, so vertraut, sie waren ständig um mich herum und mit mir. Sie wurden ein Teil meines Lebens, meines Alltags.

Als ich dann nach Berlin reiste und eines Tages in dem Café an den Treptowers saß, jenem Café, in dem Jonathan gerne war, hätte es mich nicht gewundert, wäre er dort aufgetaucht. Und in der Tat spazierte ein Herr vorbei, der Jonathan unglaublich ähnlich sah, so wie ich ihn mir ausgedacht hatte.
Ja, Herr Jonathan existierte nur, weil ich ihn mir ausgedacht hatte. Er tat, was ich aufschrieb, spielte, wie alle anderen Figuren, die Rolle, die ich für sie vorgesehen hatte. Das ich es war, die das Leben von Jonathan bestimmte, habe ich aus seiner Sicht aufgeschrieben:

(Seite 64) (...) „Was mich sehr irritiert, sind zwei Dinge. Zum einen, dass ich Probleme habe mich zu erinnern, mich zu erinnern an alles, was vor der Zeit mit Irma liegt. Zum anderen erhalte ich oft aus heiterem Himmel oder von sonst wo eine Art Anweisung. Etwas sagt, suggeriert, befiehlt mir etwas zu tun oder zu denken. In solchen Momenten, die gar Tage andauern können, fühle ich mich völlig fremdgesteuert. Und wer mich kennt, weiß, wie sehr ich das hasse.(...)“

Im letzten Kapitel „entgleiten“ der Autorin ihre Figuren. Es ist ihr nicht mehr möglich, in die Geschichte, in das Leben der Figuren einzugreifen, es zu bestimmen.

(Seite 293) (...) „War es meine Schuld, dass diese Menschen hier gemeinsam hofften, bangten und litten? Was hatte ich mir da bloß ausgedacht? Doch dieses Ende hatte nicht ich geschrieben, nein, es war des Lebens Ende, nicht meines. Ich hatte Jonathan, Elli und Simone zusammengebracht und alles gut werden lassen!
Wenn ich nun wieder schriebe? Wenn ich wieder zu der Stelle zurückginge, an der Elli und Jonathan sich bei Simone in der Klinik trafen? (...)“

Ich hatte die Figuren und ihre Leben erfunden, doch plötzlich schien dies alles tatsächlich zu sein. Hier schließt sich der Kreis, auch wenn einige sagen, das Ende sei „unrund“. Das Ende knüpft an den Anfang.

(Prolog, Seite 10): "Alles ist erst dann tatsächlich geschehen, sobald es niedergeschrieben wurde."

Herzlich,
Eure Rosemarie

hannelore259

vor 2 Jahren

4.) Leseabschnitt 3 : Das letzte Kapitel
@SchmittsKatze

Danke für diese Erklärung.
Das hilft doch bestimmt vielen diese Herangehensweise besser zu verstehen.
Ich fand diese Form wirklich toll, aber mich hat eben irritiert, dass alles so harmonisch zu Ende gegangen ist.
Meiner Meinung nach hat das nicht zu dem Herr Jonathan gepasst, den du geschaffen hast.
Auch wenn die Figuren dann nicht mehr nach deinem Willen handelten, so kam mir die Veränderung irgendwie doch zu heftig vor.
Trotz dem für mich nicht so befriedigenden Ende fand ich das Buch sehr gelungen und ich werde mir auch auf jeden Fall dein nächstes Werk zur Hand nehmen.

hannelore259

vor 2 Jahren

Mir fällt gerade auf ich habe an dieser Stelle meine Rezension noch gar nicht verlinkt.
Da hole ich das jetzt mal nach

http://www.lovelybooks.de/autor/Rosemarie-Schmitt/Herr-Jonathan-unbeabsichtigte-Erkenntnisse-eines-ehemaligen-Bibliothekars-1156833386-w/rezension/1162491343/1162494034

thora01

vor 2 Jahren

1.) Cover & Gestaltung
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Das Cover ist mir ein wenig sehr düster. Die Idee mit dem Karteikastenzettel finde ich sehr gut. Das werden die jüngeren Leser sicher nicht mehr kennen. Das deutet schon darauf hin das es um jemand älteren gehen könnte.

thora01

vor 2 Jahren

2.) Leseabschnitt 1 : bis einschl. Seite 97 (Ende Kapitel III)

Ich bin nicht sehr gut in das Buch hineingekommen. Für mich war es ein wenig sprunghaft. Der Rollifahrer und Herrn Jonathan was haben die Beiden miteinander zu schaffen?

thora01

vor 2 Jahren

3.) Leseabschnitt 2 : bis einschl. Seite 252 (Ende Kapitel VIII)
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Herr Jonathan ist ein wenig durch den Wind. Er versteht seine Welt nicht mehr und will aus ihr scheiden. Das wird durch eine Nachbarin vereitelt die einen Unfall hatte. Dadurch kommt ein Geheimnis zu Tage. Herr Jonathan ist Vater einer Tochter.

thora01

vor 2 Jahren

4.) Leseabschnitt 3 : Das letzte Kapitel
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Mit diesem Abschnitt konnte ich nicht allzuviel anfangen. Er passt für mich irgendwie einfach nicht zur Geschichte. Obwohl die Idee sich in die Geschichte hineinzuschreiben schon was besonderes ist.

Hier noch meine Rezi

Sorry das ich so lange gebraucht habe um das Buch zu lesen.

http://www.lovelybooks.de/autor/Rosemarie-Schmitt/Herr-Jonathan-unbeabsichtigte-Erkenntnisse-eines-ehemaligen-Bibliothekars-1156833386-w/rezension/1167837000/

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