Rosemary McLoughlin Die Frauen von Tyringham Park

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Inhaltsangabe zu „Die Frauen von Tyringham Park“ von Rosemary McLoughlin

WENN SIE DOWNTON ABBEY MÖGEN, WERDEN SIE DIESEN ROMAN LIEBEN! Ganz im Süden Irlands befindet sich das prächtige Anwesen von Lord und Lady Blackshaw. Tyringham Park ist ein Ort voller Prunk und Privilegien. Doch ein verhängnisvolles Ereignis im Jahr 1917 zerstört den Frieden des Hauses: Victoria, die jüngste Tochter der Familie, verschwindet spurlos. Wurde sie entführt? Oder gar ermordet? Nicht nur die Blackshaws sind tief getroffen, auch die Dienstboten trauern um das kleine Mädchen. Fortan liegt ein Schatten über Tyringham Park, der das Leben aller verändert, die Victoria gekannt haben. Nur mit der Wahrheit, die schließlich ans Licht kommt, hätte niemand gerechnet ... »Große Gefühle und düstere Geheimnisse. Eine bis zum Schluss fesselnde Familiensaga« Irish Independent

Auch mit Aussicht auf mehr "Downton"- Gefühle gelesen. Leider war dem nicht so aber trotzdem ein gutes Buch, mit Drama

— Zara89
Zara89

Als Downton Abbey Fan musste ich diese Reihe einfach anfangen. Wurde bis jetzt noch nicht enttäuscht.

— kn-quietscheentchen
kn-quietscheentchen

Deprimierender Roman, der meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt hat.

— Tammy1982
Tammy1982

Nicht unbedingt ein Vergleich zu Downton Abbey, trotzdem spannend und empfehlenswert für Liebhaber von historischen Geschichten ...

— Buchschlumpf
Buchschlumpf

Glanzlos, düster, wenig unterhaltend. Leider enttäuschte mich das Buch auf ganzer Linie. Fast keiner der Charaktere versprühte Lebensfreude.

— Readytoread
Readytoread

Mit Dowtown Abbey hat dieser Roman leider nichts zu tun. Es war aber trotzdem lesenswert.

— BirgitRomeo
BirgitRomeo

Es ist ein ordentlich geschriebenes Buch mit einer netten Geschichte aber nicht zu vergleichen mit Downtown Abbey

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Alles in allem ein gutes Buch. Jedoch fokusiert sich die Geschichte schnell auf eine andere Thematik. Manches rückt in den Hintergrund.

— Anja41
Anja41

Auch wenn vieles passiert ist, was man wirklich nicht erwartet hatte, hat mir das Buch total gefallen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Sehr einseitige Charaktere, düstere Atmosphäre

— Klusi
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  • Ein unsympathisches Weibsbild nach dem anderen

    Die Frauen von Tyringham Park
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    25. April 2016 um 11:23

    Für Fans von Downton Abbey? Naja, vielleicht was die Zeit und das große Herrenhaus angeht...Beim Lesen schwankte ich permanent zwischen 3, 4 und 5 Punkten. Letztlich entschied ich mich, dass das Buch doch ganz gute 4 Punkte verdient hat, da ich teilweise total gefesselt war!Minuspunkte gibt es für die Auflösung über Victorias Verschwinden. Da war ich echt enttäuscht! Ich hätte mir etwas Aufregenderes vorgestellt. Und am Anfang fiel es mir echt schwer, in das Buch einzusteigen, bzw. am Ball zu bleiben. Ich fragte mich ständig... wo geht das Buch hin... Mit dem Ende bin ich auch absolut nicht zufrieden. Einzig, dass es wohl eine Fortsetzung gibt, lässt mich das Ende irgendwie erträglich finden.Zuerst war ich geneigt, die Protagonisten abzulehnen. Es gibt drei wichtige Frauen, die total unsympathisch (meistens) sind. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich ihre Bösartigkeit fasziniert. Da wären Edwina, Lady Blackshaw, deren Tochter Charlotte und Dixon, das bösartige Kindermädchen.Alle drei Frauen stehen sich in nichts nach was Feindseligkeit und Intrigen angeht. Ab und zu blitzt mal etwas auf, das Mitleid beim Leser erregt, vor allem bei Charlotte. Aber alles in allem sind es schwierige, doch gerade deshalb faszinierende Charaktere.Wer sich gerne mit den Abgründen der menschlichen (weiblichen) Seele befasst und das Ganze schöne drapiert zwischen 1. und 2. Weltkrieg vor einem hochherrschaftlichem Haus sehen möchte, der ist mit den Weibern von Tyringham Park bestens bedient.Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob ich den nächsten Band auch noch lese oder lieber nicht.

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  • Leserunde zu "Ich will mir selbst gehören – Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth" von Margret Greiner

    Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth
    MargretGreiner

    MargretGreiner

      Charlotte Berend-Corinth (geb. 1880 in Berlin, gest. 1967 in New York) gehört zu den Frauen, die immer von einem berühmten Mann her definiert und kaum als selbstbestimmte Persönlichkeiten wahrgenommen werden. Dabei verdient es die als Tochter eines jüdischen Kaufmanns in großbürgerliche Berliner Verhältnisse geborene Charlotte Berend aus dem Schatten ihres Mannes herausbefördert zu werden. Sie war Corinths erste Schülerin in seiner „Malschule für Weiber“, bevor sie ihn 1904 heiratete. Charlotte Berend-Corinth war aber sehr viel mehr als die nach traditionellem Rollenbild vorbildliche „Frau an seiner Seite“, (Gefährtin, Wirtschafterin, Mutter zweier Kinder und bevorzugtes Modell des Ehemannes), sondern eine eigenständige künstlerische Persönlichkeit, deren Malerei zu ihrer Zeit und heute wieder verstärkt wahrgenommen und geschätzt wird. Neben lithographischen Werkmappen von Schauspielern und Tänzerinnen malte sie vor allem Porträts und in den späteren Jahren Landschaftsaquarelle. Auch in ihrem privaten Leben, sowohl zur Zeit ihrer Ehe wie in der 40jährigen Zeit als Witwe, erwies sie sich ihrer Zeit voraus, lebte souverän und selbstbestimmt nach ihren eigenen Vorstellungen und nicht nach den Regeln einer Gesellschaft der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Sie unterhielt Freundschaften zu vielen Künstlern, vor allem auch zu Schauspielern und Schauspielerinnen, hatte aufregende Liebesbeziehungen, zum Beispiel zu Ferdinand Hodler, reiste bereits in den 30er Jahren in Länder wie die Türkei, Ägypten, Sizilien, lebte zehn Jahre in Italien und ab 1940 in den USA. Die Romanbiografie möchte Charlotte Berend-Corinth in ihr eigenes Recht setzen, sie als Malerin und Schriftstellerin ernstnehmen, eine Künstlerin zu Beginn des letzten Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Aufbegehren lebendig werden lassen. Es werden 15 Bücher verlost!! Eine Frage an die Bewerber und Bewerberinnen: Was stellen Sie sich vor, was Anfang des 20. Jahrhunderts  Anpassung an und Aufbegehren gegen die klassische Frauenrolle bedeuten konnte? Ich freue mich auf ein Gespräch!  

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    • 182
  • Rezension zu "Die Frauen von Tyringham Park" von Rosemary McLoughlin

    Die Frauen von Tyringham Park
    tigerbea

    tigerbea

    24. November 2015 um 20:56

    Tyringham Park ist ein großes Anwesen im Süden  Irlands. Für seine Bewohner, Lord und Lady Blackshaw, ihre Töchter Charlotte und Victoria und das Personal, zerstört ein Ereignis im Jahr 1917 ihre heile Welt. Die kleine Victoria verschwindet spurlos! Nach erfolgloser Suche geht das Leben auf Tyringham Park weiter. Die Jahre vergehen, doch immer prägt das Verschwinden von Victoria das Schicksal der Bewohner. Als dann endlich alles aufgeklärt wird, werden schreckliche Tatsachen aufgedeckt, mit denen niemand gerechnet hat. Es ist wahr, daß dieses Buch an Downton Abbey erinnert, Nur diese Geschichte ist schockierender. Die Lieblosigkeit der Eltern läßt den Leser frieren. Man fragt sich, ob so etwas überhaupt möglich ist, kommt aber zu dem Beschluß, daß in dieser Zeit in den höheren Gesellschaftsschichten die Kinder wirklich eher von den Kindermädchen erzogen wurden. Charlotte hat mir bis zum Schluß sehr leid getan. Sie hat ihr ganzes Leben eigentlich nur nach Liebe und Anerkennung gesucht. Ihre Verzweiflung wird so dramatisch beschrieben, daß der Leser diese bis in die Haarspitzen spürt. Das gesamte Buch ist ein Schrei eines Kindes, später einer jungen Frau, nach Liebe.

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  • Das Desaster kann nur schlimmer werden.

    Die Frauen von Tyringham Park
    detlef_knut

    detlef_knut

    Familiensagas sind die Domäne des weihnachtlichen TV-Programms. Aber es muss nicht immer nur Fernsehen sein, um sich mit dem dramatischen Leben einer ganzen Familie, welches über mehrere Jahrzehnte hinweg dargestellt wird, zu unterhalten. In der Romanwelt sind ebensolche Epen bekannt. Eines davon ist der vorliegende Roman "Die Frauen von Tyringham Park" der Schriftstellerin Rosemary McLoughlin. Der zum größten Teil in Irland spielende Roman beginnt während des ersten Weltkrieges im Jahre 1917, als die Suche nach der gerade zweijährigen Victoria in vollem Gange ist. Das kleine Töchterchen derer von Blackshaws ist just verschwunden, nachdem wenige Tage zuvor ein Kindermädchen den Herrensitz verlassen hat. Alle sind zutiefst betroffen vom Verschwinden des Kindes. Selbst die Dienstboten zeigen tiefes Mitgefühl. Die achtjährige Schwester Charlotte verliert sogar ihre Stimme nach diesem Vorfall. Die Leute gehen davon aus, dass sie sich die Schuld an dem Verschwinden von Victoria gibt. Nur ihre Mutter Edwina interessiert sich nicht im Mindesten, wie es ihrer größeren Tochter geht. Für sie hängt Victorias Verschwinden unmittelbar mit dem des Kindermädchens zusammen. Den Vater, der in London im Kriegsministerium arbeitet, macht diese Sache am allerwenigsten aus. Er hat keine Zeit, auf den Herrensitz zurückzukehren und wäre dienstlich sehr stark eingebunden, ließ er seine Frau in einem Brief wissen. Charlotte ist die Protagonistin dieses Romans, obwohl der Klappentext mit dem Hinweis auf das Verschwinden Victorias leicht in eine andere Richtung weist. Die Spannung des gesamten Romans nährt sich aus der Entwicklung des achtjährigen Mädchens zu einer stattlichen Frau, die viele Höhen und Tiefen durchleben muss. Von dem eigenen Kindermädchen und selbst von der Mutter gehasst, hat sie eine schwere Kindheit. Doch der Leser wünscht ihr, dass sie aus diesem Sumpf von Abscheu herauskommt. Dabei ist Charlotte selbst nicht unfehlbar. So manches Mal, wenn sie ohne Argwohn denkt, auch sie hätte ein Anrecht darauf, ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen, greift sie zu verkehrten Mitteln. Das Desaster kann nur schlimmer werden. Sehr geschickt ist hier die Autorin mit den Konflikten umgegangen. Immer, wenn der Leser denkt, jetzt hat Charlotte es geschafft, gibt es den nächsten Tiefschlag. So müssen spannende Romane sein. Dabei werden die zuvor lose liegengelassenen Fäden zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen. Die Konflikte werden gelöst. Unwillkürlich wird der Leser an die Erzählungen von James Joyce erinnert. Das liegt weniger an dem Stil dieser Schriftstellerin als an das gesamte Setting. Joyce hat zu der Romanzeit des vorliegenden Romans gelebt und seine Geschichten aus dem Irland Anfang des 20. Jahrhunderts geschöpft. So erscheinen die Straßenzüge, die Freizeitvergnügen der Herrschaften, das Reden der Leute aus der Upper Class sehr bekannt. Der Verlag zieht auf dem Klappentext den Vergleich zu der englischen Fernsehserie "Downton Abbey". Dem kann man nur bedingt folgen. Doch genau wie bei den Erzählungen von Joyce stimmt das Ambiente in Zeit (zwischen ersten und zweiten Weltkrieg), Ort (Herrensitz) und Figurenensemble (Adelige, Bürger und Dienstboten) überein. Ein historischer Roman, der nicht im Mittelalter spielt, aber dennoch nichts an Dramatik, Spannung und Unterhaltung vermissen lässt. Es sind nahezu alle Genres in ihm enthalten: Liebe, Abenteuer und Verbrechen. Es macht großen Spaß, ihn zu lesen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2014    

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    • 2
    AmberStClair

    AmberStClair

    03. October 2015 um 12:24
  • Einfach nur deprimiernd. Überhaupt nicht mit Downton Abbey vergleichbar!

    Die Frauen von Tyringham Park
    Tammy1982

    Tammy1982

    14. September 2015 um 20:05

    1917 verschwindet auf dem Anwesen Tyringham Park von Lord und Lady Blackshaw ihre jüngste Tochter Victoria und taucht nie wieder auf. Die Eltern haben sich zwar nie viel um ihre Töchter gekümmert, trotzdem trifft das Verschwinden der kleinen Victoria Lady Blackshaw doch besonders, da sie Victoria immer der älteren Charlotte vorgezogen hat. Charlotte, die ungeliebte ältere Schwester, wächst abgelehnt von der Mutter und vernachlässigt vom Vater auf und baut ihre einzige Beziehung zu dem neuen Lehrer auf, der bald auf Tyringham Park eingestellt wird. Jedoch scheint das Verschwinden der kleinen Victoria wie ein Fluch auf ihr zu liegen... Das Buch habe ich mir gekauft, da groß die Parallelen zu der Serie "Downton Abbey" im Klappentext gezogen werden. Leider konnte ich diese Parallelen nicht wirklich erkennen und wurde von dem Buch doch sehr enttäuscht. Die Erzählweise ist zum Teil sehr anstrengend und springt gerade zu Beginn andauernd zwischen den auftretenden Personen hin und her. Dabei wird fast immer über den gleichen Zeitraum erzählt, um die Spannung zu erhöhen, aber ich fand diese ewigen Wechsel sehr anstrengend und musste viele Passagen doppelt lesen. Zum Teil gab es Einblicke in die Vergangenheit von Lady Blackshaw, die mir sehr gut gefallen haben und trotz dieser Einschübe waren mir einige Zusammenhänge lange nicht klar und ich habe viele Verhaltensweisen von Lady Blackshaw nicht verstanden. Erst im Laufe des Buches wurde mir immer klarer, was die Beweggründe der Lady waren und konnte einiges besser nachvollziehen. Ab einem gewissen Punkt ist nur noch Charlotte, die ältere Schwester von Victoria im Mittelpunkt. Charlotte hat mir wirklich das gesamte Buch über leid getan, aber irgendwann war es trotzdem schwer weiter über dieses zum Teil fremd- zum Teil aber auch selbstzerstörte Leben zu lesen. Warum Charlotte so wird und wieso sie einfach nie ihr Glück finden kann, war mir zum Teil schon von Anfang an klar und die überraschende Auflösung kam dann auch noch zum Schluss. Trotz allem habe ich das Buch irgendwann einfach nur noch als schrecklich empfunden und wollte es einfach nur zu Ende lesen, um dieses Leid nicht noch länger ertragen zu müssen. Die Erzählweise, die zum Teil einfach Begebenheiten aneinanderreiht, hat bei mir noch dazu beigetragen, dass ich zum Teil das Gefühl hatte, ich lese einfach ein Aufzählung von Tatsachen. Auch gerade schreckliche Dinge wurden fast schon lieblos aneinandergereiht und berührten mich daher zum Teil einfach gar nicht. Alles in allem ein Roman, der mich sehr deprimiert hat und als historisch nur deswegen eingeordnet werden kann, da er zu Beginn des 20. Jahrhunderts beginnt und auch noch den 2. Weltkrieg mit umspannt. Historische Begebenheiten sind aber größtenteils nur ganz am Rande eingebaut und werden von dieser armen gequälten Hauptfigur komplett in den Schatten gedrängt. Am Ende war ich einfach nur froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. Trotzdem vergebe ich noch zwei Sterne, da die Darstellung von Charlotte und die Hintergründe warum sie so geworden ist, wirklich sehr gut dargestellt worden sind. Jedoch sollte man das Buch nur lesen, wenn es einem selber sehr gut geht oder man über Menschen lesen möchte, die ein viel schlimmeres Schicksal erleiden müssen.

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  • Kein Vergleich zu Downton Abbey, es ist eine ganz andere (tragische) Geschichte.

    Die Frauen von Tyringham Park
    Traeumeline

    Traeumeline

    24. August 2015 um 13:52

    Dafür, dass man dieses Buch anpreist, wenn man Downton Abbey liebt, hat diese Geschichte gar nichts damit zu tun, nicht ansatzweise. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Charlotte und ihre kleine Schwester Viktoria leben in Tyringham Park ein unbeschwertes Leben. Eines Tages verschwindet Viktoria spurlos und der ganze Hof ist in Aufruhr. Die Jahre ziehen ins Land und es kristallisiert sich heraus, dass ihre Mutter Charlotte spüren lässt, dass Viktoria ihr Lieblingskind war und Charlotte die ungeliebte Tochter ist. Wir begleiten Charlotte beim Heranwachsen und müssen leidvoll mit ansehen, wie sie von ihrem Kindermädchen Miss Dixon schikaniert und misshandelt wird. Man hat das Gefühl, dass es für Charlotte niemals besser wird. Doch das Blatt wendet sich.. und am Ende gibt es die große Auflösung. Ich habe sehr lange an diesem Buch gelesen, weil es anfangs so unglaublich schleppend zu lesen war. Ich habe es zeitweise weg gelegt, weil es echt öde war. Irgendwann gab ich mir einen Ruck und hab es dann zuende gelesen. Mir war Charlotte - auch wenn sie irgendwie eine tragische Rolle in diesem Buch hat - nicht symphathisch. Eigentlich war mir kein einziger Charakter in diesem Buch sympathisch. Zum Ende hin wurde es dann auch spannend und die Auflösung war ein gelungener Abschluss. Ansonsten kann ich dem Buch nicht viel mehr abgewinnen, leider.

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  • Die Frauen vonn Tyringham Park

    Die Frauen von Tyringham Park
    killerprincess

    killerprincess

    Inhalt Dublin, 1917. Charlotte ist die Tochter des Lords von Tyringham Park. Ihre Mutter bevorzugt ihre kleine (ca. 16 Monate alte) Schwester. Doch eines Tages verschwindet das Mädchen spurlos und dies verändert das Leben von Charlottes Familie nachhaltig. Meinung Seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich Lust habe, eine kurze Rezension (oder eher längere Kurzmeinung) zu schreiben. Und zwar aus dem Grund, dass mich dieses Buch überrascht hat und mit gemischten gefühlen zurücklässt. Anfangs fand ich das Buch etwas zäh und es ging schleppend voran. Aber irgendwann ertappte ich mich, dass mir die Protagonistin Charlotte total leid tat, wie sie unter ihrem Kindermädchen litt. Die Geschichte geht immer weiter, man begleitet Charlotte ihr ganzes leben lang, was mal mehr und mal weniger aufregend ist. Sehr spannend für mich zu beobachten war, dass ich die Protagonistin mal total mochte, ihr nur beste wünschte, mitleid hatte... um sie dann in ihrem nächsten Lebensabschnitt wieder total nervtötend zu finden. Fazit Verrückt, dass es einem Spaß machen kann, eine solche Geschichte zu lesen. So konkret kann man gar nicht sagen, worum es geht. Es ist einfach eine Lebensgeschichte, die zum Teil sehr tragisch und zum größten Teil unsagbar traurig ist. Der Schreibstil hat es aber nicht vermocht, dass ich am Ende traurig war. Ein gutes Buch, dass mir besser gefiel, als ich nach den ersten Seiten erwartet hätte.

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    • 3
  • Das Buch verdient eine eigenständige Betrachtung jenseits von Downtown Abbey

    Die Frauen von Tyringham Park
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2014 um 16:28

    Die mir bis dato unbekannte Autorin Rosemary McLoughlin sollte eine Adaption von Downtown Abbey geschrieben haben. Rums der Vergleich sitzt und stellt gewisse Erwartungen an das Buch. Da ich als großer Fan von Downtown Abbey (in der Originalsprache wohlgemerkt) kaum glauben konnte das einer Autorin das als Debüt gelingen sollte habe ich mich erstmal von dieser Vorstellung und der damit verbundenen Erwartungshaltung befreit, bevor ich anfing das Buch zu lesen. Im Nachhinein fand ich das eine sehr gute Idee. Der Roman würde dem nicht gerecht im Schatten von Downtown Abbey zu stehen. Sicherlich sind Parallelen da, auch das mag ich nicht abstreiten aber nichts desto trotz entwickelt der Roman eine eigene Geschichte mit Personen die handeln, leben und fühlen. Die dazugehörenden Emotionen, Schicksale und Begegnungen sind einmalig und haben mich selbst manche Male in ein Gefühlschaos aus Zittern, Hoffen, Bangen und Freuen gestoßen. Die Personen sind allesamt sehr lebendig dargestellt, d.h. die Aktionen und Interaktionen wirken real, authentisch und in die Zeit passend. Ich habe jedem der Charaktere seine Rolle abgenommen und abgekauft. Die Geschichte selber ist eine Mischung aus sicherlich Downtown Abbey und zum Schluss des Romans eine sehr gute Prise Sarah Lark. Da ich diese Autorin ebenfalls mag und gerne lese ist mir der Vergleich und die ähnliche Schreibstil sofort aufgefallen. Gestört hat es mich nicht, obwohl diese Passagen weniger Dynamik hatten und eher langatmiger waren. Das Rätsel das wie ein Schwert über der Geschichte hängt hat mich aber angespornt weiter zu lesen und auf die Lösung wäre ich im Traum nie gekommen. Vielleicht gibt es mal später eine Fortsetzung – ich würde sie lesen… FAZIT: Ein Vergleich mit Downtown Abbey ist naheliegend und in manchen Passagen auch gerechtfertigt aber insgesamt wird der Roman diesem Vergleich nicht gerecht und verdient eine eigenständige Betrachtung. Ich war hin und weg von den Emotionen die der Roman in mir auslöste und verschlang Seite um Seite. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt da es sich nicht um schwere Lektüre nach Kant handelt. Von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung für Fans von Downtown Abbey und Sarah Lark.

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  • die Frauen von...

    Die Frauen von Tyringham Park
    natti_ Lesemaus

    natti_ Lesemaus

    25. September 2014 um 17:39

    Ein Historischer Roman, von dem ich mir nach dem Klapptext her, viel erwartet habe. Er ist etwas Oberflächlich teilweise und manchmal wollte ich schon das Buch beiseite legen, die Neugier um das Ende siegte aber und ich las weiter. Es handelt um die Frauen von Tyringham Park, vielmehr die Familie und deren Leben. Zuerst steht das verschwinden der kleines Victoria im Vordergrund, was aber im laufe der Geschichte eher im Hintergrund rückte. Vielmehr wurde von der Schwester Charlotte berichtet, ihre grausige Kindheit unter dem bösen Kindermädchen, einer Mutter die sie nicht liebt usw... Manchmal tat sie mir wirklich leid. Wenn man den Klapptext nicht kennt, könnte man glauben, die Geschichte handelt um Charlotte. Sie hat wunderbare Talente, (Reiten, Malen) die sie aber vernachlässigt und fast niemand, der sie wirklich auf dauer darin bestärkt ihre Talente zu fördern. Immer wieder wird sie von Menschen verlassen oder enttäuscht. Die Chakraktere sind teilweise nicht sehr liebenswert beschrieben, vieles ist eher kalt und böse. Im laufe der Jahre wird auch  von den Menschen rund um dem Hause berichtet. Manchmal wird mir auch zu schnell von einem zum anderem Thema gewechselt und die plötzlichen Jahressprünge sind auch oft sehr grob. Das Ende wäre irgendwie vorausschaubar, wenn man die Geschichte aufmerksam liest, aber trotzdem ist es überraschend. Für meinen Geschmack könnte man mehr auf das Verschwinden der kleinen Victoria eingehen, da ja auch der Klapptext darum handelt. Mein Fazit: Schon lesenswert, aber nicht unbedingt mein absoluter Favorit. Hatte mir mehr davon versprochen.

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  • Düstere Familiengeschichte mit vielen schlechten Menschen

    Die Frauen von Tyringham Park
    anushka

    anushka

    21. July 2014 um 21:41

    Irland, 1917: die 2-jährige Victoria verschwindet spurlos, während ihre Mutter eigentlich auf sie aufpassen sollte. Aber Lady Edwina Blackshaw kann mit ihren Kindern nicht allzuviel anfangen. Deshalb interessieren sie auch die Vorwürfe ihrer Tochter Charlotte nicht, das Kindermädchen Schwester Dixon würde sie schlecht behandeln. Victorias Verschwinden lastet fortan auf dem Anwesen ... ... aber auch ohne das Verschwinden der jüngeren Tochter, wäre das Leben auf diesem Anwesen kein Zuckerschlecken gewesen. Es herrschen Neid, Missgunst, Eifersucht und Intrigen. Lady Blackshaw hat so ihre Probleme mit sich selbst und ihrem Mann und nicht zuletzt mit ihrer Tochter. Schwester Dixon ist bei ihren Erziehungsmethoden als Kindermädchen eigentlich völlig ungeeignet. Sie und eine andere Angestellte wandern schließlich nach Australien aus und nehmen dunkle Geheimnisse mit. Ein Großteil der Geschichte widmet sich jedoch der labilen Charlotte, ihrem Erwachsenwerden und ihrem Liebesleben. Leider ist auch sie dabei keine Sympathieträgerin. Sie selbst hat keine Liebe erfahren und ist nun verzweifelt auf der Suche danach, doch dabei reißt sie andere mit in den Abgrund. Diese 550 Seiten düstere Familiengeschichte voller Intrigen und Rachsucht waren beim Lesen schon ziemlich bedrückend. Bis auf ein oder zwei Randcharaktere gab es wenige sympathische Figuren, viele erfüllten ihre Wünsche oder Träume nur auf Kosten der anderen, sodass man kaum Identifikationsfläche hatte. Gleichzeitig gibt es noch ein oder zwei Personen mit mutwilligen, böswilligen Racheabsichten. Andererseits gingen mir die Verluste nicht nahe, da es alle anderen auch ziemlich kalt zu lassen schien. Die Verquickungen sind vielfältig, werden aber an zahlreichen Stellen nicht aufgelöst. Entweder war dies Absicht für eine Fortsetzung oder es waren letztlich doch einfach zu viele Fäden, die zum Schluss nicht mehr zusammenfinden. Besonders belastet haben mich beim Lesen die Szenen, in denen es um physische und psychische Kindesmisshandlung geht. Beim Lesen hat man keine Möglichkeit, hier einzugreifen und ist dem genauso ausgeliefert wie die armen Kinder. So gibt es verschiedene Verdachtsmomente in bestimmte Richtungen, was Victorias Verschwinden angeht. In den zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Charakteren geht es dementsprechend viel um Ungerechtigkeiten. Gleichzeitig mutet das Buch aber streckenweise auch wie eine Seifenoper an. Handlungstechnisch kann man sich kaum beklagen, da sehr viel passiert und auch das Ende sehr dramatisch ist. Die Zeitsprünge zwischendurch waren mir allerdings zu groß und sie wurden auch nicht durch Exkurse nach Australien gefüllt. Insgesamt bin ich nicht ganz zufrieden mit diesem Buch. Den Vergleich zu Downton Abbey kann ich nicht ziehen, da ich die Serie noch nicht gesehen habe. Dieses Buch lässt sich allerdings ganz gut als Seifenoper bezeichnen, der vielleicht etwas Sonnenschein, gute Menschen und Glück sowie etwas mehr Struktur gut getan hätten.

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  • Tyringham Park

    Die Frauen von Tyringham Park
    Klusi

    Klusi

    21. July 2014 um 20:41

    1917 im Süden Irlands: Lord und Lady Blackshaw leben mit ihren zwei Töchtern und vielen Bediensteten auf ihrem imposanten Anwesen Tyringham Park. Eines Tages geschieht etwas Schreckliches, die jüngere Tochter Victoria ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Selbst lange, gründliche Suchaktionen bringen keine Spur von dem kleinen Mädchen. Der Verdacht fällt auf Teresa Kelly, die bis zu diesem Zeitpunkt als Kindermädchen auf dem Anwesen gearbeitet hat und nun zu einem neuen Leben nach Australien aufgebrochen ist. Wurde die Kleine vielleicht entführt? Charlotte, die ältere der Blackshaw-Schwestern, steht unter Schock und spricht lange Zeit kein Wort. Das Schicksal der kleinen Victoria ist ungewiss, und manche befürchten, sie wäre vielleicht gar nicht mehr am Leben. Von den dramatischen Auswirkungen auf alle Beteiligten erzählt dieser Roman. Die Kurzbeschreibung zum Buch klang ganz danach, als wäre dies der richtige Roman für mich. Ich lese sehr gerne über alte Herrensitze und ihre Bewohner, und in diesem Fall klang der Klappentext schon sehr verheißungsvoll. Zu meiner Enttäuschung haben sich meine Erwartungen an den Roman jedoch nur zu einem sehr kleinen Teil erfüllt. Es geht eigentlich hauptsächlich um Charlotte, die ältere Tochter von Lord und Lady Blackshaw. Geschildert wird ihre Entwicklung, ungefähr ab dem Zeitpunkt, als ihre kleine Schwester verschwand. Nach und nach lernt man die Personen in ihrem Umfeld kennen und ist erst einmal ernüchtert, denn Lord Blackshaw weilt die meiste Zeit in London, um dort seinen Geschäften nachzugehen. Man gewinnt den Eindruck, dass seine Familie keine große Rolle in seinem Leben spielt, auch spricht er übermäßig dem Alkohol zu. Lady Edwina ist eine verbitterte und selbstsüchtige Frau, denn die Heirat mit Lord Blackshaw war arrangiert, und das Verhältnis zu ihrem Ehemann ist weder verständnis- noch liebevoll. Ihre beiden Töchter scheinen ihr weitgehend egal, wenn nicht sogar lästig zu sein, und sie überlässt die Betreuung einem lieblosen Kindermädchen. Schwester Dixon drangsaliert die beiden Mädchen sehr, und nach Victorias Verschwinden bekommt Charlotte allen Unmut geballt zu spüren. Für mich war es von Anfang an schwierig, in die Geschichte hinein zu finden; ich wurde nicht recht heimisch in Tyringham Park. Vielleicht liegt das in der Absicht der Autorin, der es wohl vordergründig wichtig war, Charlottes Schicksal und die dramatischen Folgen ihrer lieblosen Kindheit zu schildern. Es fehlt dem Roman an Wärme. Ich habe die gesunde Mischung aus positiven und negativen Charakteren vermisst. Während Charlotte versucht, die Zuneigung ihrer Mutter zu erringen, straft Edwina das Mädchen mit unverständlichen Entscheidungen, aus denen Missgunst und Bösartigkeit sprechen. Ich konnte schon nur den Kopf schütteln, als ich las, dass sie nicht einmal das genaue Geburtsdatum ihrer Töchter kennt und von Victoria nicht einmal weiß, ob diese schon laufen bzw. Treppen steigen kann. Was ist das für eine Mutter? Auch die Verhaltensweise des Kindermädchens ist unverschämt und zeugt von Dummheit. Dixon fehlt im Umgang mit Kindern jegliches Feingefühl und auch der nötige Sachverstand. Ganz sicher ist es nicht realistisch, nur nette und liebenswerte Figuren in einem Roman zu beschreiben, aber hier war mir zu viel Boshaftigkeit auf einem Haufen. Die sympathischen Charaktere sind eindeutig in der Minderzahl. Auch haben sie meist nur eine Statistenrolle inne, werden nicht näher beschrieben und verschwinden nur allzu häufig schnell wieder von der Bildfläche. Selbst Charlotte, für deren Reaktionen ich viel Verständnis aufbringen konnte und die ich im Lauf der Geschichte immer wieder sehr bemitleidet habe, ging mir irgendwann mit ihrer Wechselhaftigkeit auf die Nerven. Ohne jedes Selbstbewusstsein verkriecht sie sich wochenlangin ihrem Schneckenhaus und meidet den Kontakt mit anderen Menschen. Dann wieder hat sie Phasen, in denen sie selbstgefällig und arrogant wirkt. Zwar wird ihre Entwicklung über viele Jahre geschildert, aber ihre wechselnde Gemütsverfassung wirkte auf mich häufig abrupt und nicht immer glaubwürdig. Der Schreibstil ist weitgehend einfach und flüssig, aber mir sind im Lauf der Geschichte immer wieder Unklarheiten aufgestoßen, von denen ich nicht sagen kann, ob es an der Übersetzung liegt oder ob sie von der Autorin selbst so dargestellt wurden. Auch kam keine rechte Spannung auf. Zum Vergleich mit „Downtown Abbey“, der im Klappentext herangezogen wird, kann ich nichts sagen, da ich die Serie nur vom Hörensagen kenne und mir zum Inhalt nichts bekannt ist. Insgesamt ist der Roman für mich enttäuschend, allenfalls Mittelmaß, und die Fortsetzung, die im kommenden Frühjahr erscheinen soll, werde ich wohl nicht mehr lesen.

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  • Tyringham Park

    Die Frauen von Tyringham Park
    vormi

    vormi

    Familiengeheimnisse, Stolz, Intrigen- und das ganze vor historischer Kulisse. Das in Großbuchstaben beworbene Downtown Abbey, mit dem das Buch verglichen wird, kenne ich leider nicht, vielleicht war das aber gar kein Nachteil:-) und da mich das Cover und der Klappentext auch so überzeugen konnte, war dieser für mich Kriterium genug um mir das Buch zu bestellen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Hier nochmal der Klappentext von der Amazon-Produktseite- Ganz im Süden Irlands befindet sich das prächtige Anwesen von Lord und Lady Blackshaw. Tyringham Park ist ein Ort voller Prunk und Privilegien. Doch ein verhängnisvolles Ereignis im Jahr 1917 zerstört den Frieden des Hauses: Victoria, die jüngste Tochter der Familie, verschwindet spurlos. Wurde sie entführt? Oder gar ermordet? Nicht nur die Blackshaws sind tief getroffen, auch die Dienstboten trauern um das kleine Mädchen. Fortan liegt ein Schatten über Tyringham Park, der das Leben aller verändert, die Victoria gekannt haben. Nur mit der Wahrheit, die schließlich ans Licht kommt, hätte niemand gerechnet ...  Von Beginn an hat es ein gutes Tempo vorgelegt. Dadurch war es kurz etwas verwirrend, bis man alle Personen gut zuordnen konnte. Spannend, die Charaktere der Protagonisten zu enthüllen. Wer ist ehrlich, wer gemein, wer lügt, wer hat Macht, wer ist ein Blender, warum handelt jeder wie er handelt? Sehr gut geschrieben, spannend erzählt, ich hatte keinen Abschnitt, in dem mich das Buch gelangweilt hat. Mein einziger kleiner Kritikpunkt, für den ich den Stern abgezogen habe - mir ist eine Person etwas zu sehr vom Schicksal gebeutelt worden. Das war mir schon etwas zu unrealistisch. (So weit man bei einem solchen Buch Realität zugrunde legen kann.) Und daraus resultierten dann noch ein paar nicht so nachvollziehbare Handlungen. Aber das ist ja letztlich auch Geschmacksache, wie so vieles bei Büchern. Für mich war es ein gut gemachtes Buch, mit vielen Irrungen, Wirrungen, Stolz, Liebe, Angst, Hass und noch viele Gefühle mehr. Es hat mich gut unterhalten und Spaß gemacht zu lesen. Wie ich vor kurzem erfahren habe gibt es im März 2015 einen 2. Teil. Das werde ich mir mal gut merken:-)

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    • 2
  • Kein Downton Abbey, aber lesenswert

    Die Frauen von Tyringham Park
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    18. July 2014 um 23:52

    Eines vorweg: Der auf dem Buchumschlag und in der Werbung für das Buch gezogene Vergleich mit Downton Abbey führt in die Irre. Dieses Buch spielt zwar in der gleichen Zeit und ebenfalls auf einem großen Familiensitz, damit haben sich die Ähnlichkeiten aber auch schon erschöpft. Diese Geschichte ist etwas ganz eigenes und sollte nicht von vornherein mit gewissen Erwartungen gelesen werden. Irland 1917. Auf Tyringham Park, dem Sitz der Familie Blackshaw, verschwindet die jüngste Tochter Victoria spurlos. Ausgerechnet, als ihre Mutter Edwina sich für einen Moment selbst um sie kümmern wollte, statt sie dem Kindermädchen zu überlassen. Das Verschwinden des kleinen Mädchens ist und bleibt (lange) mysteriös. Dieses Geheimnis zieht sich unterschwellig durch das ganze Buch und hält die Spannung konstant aufrecht. Gleichzeitig überschattet es das Leben der anderen Tochter, Charlotte, die vom Kindermädchen drangsaliert wird und ein wechselhaftes, selten glückliches, Leben hat. Zu Beginn hatte ich Probleme, mich mit den ganzen Charakteren zurechtzufinden. Es wurden einfach zu viele in zu kurzer Zeit eingeführt, und ich musste erst einmal sortieren, wer denn nun zu wem gehört. Aber dann fing ich an, die üppig ausgestattete Geschichte zu genießen, besonders, weil sie nicht so zuckersüß daherkommt, sondern einen durchaus düsteren Unterton besitzt. Ich habe mich über die gesamte Länge des 557 Seiten starken Romans gut unterhalten gefühlt. Die Mischung aus düsterer Familiengeschichte, Krimi und historischem Roman ist gelungen. Zahlreiche Personen, Handlungsstränge und überraschende Wendungen werden geschickt zu einer spannenden Geschichte verknüpft. Die Charaktere sind interessant und entwickeln sich weiter. Lediglich das Ende fand ich völlig unbefriedigend. Nichtsdestotrotz werde ich auch den zweiten Teil, der für März 2015 angekündigt ist, lesen.

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  • Kein Downton Abbey, aber lesenswert

    Die Frauen von Tyringham Park
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    18. July 2014 um 23:42

    Eines vorweg: Der auf dem Buchumschlag und in der Werbung für das Buch gezogene Vergleich mit Downton Abbey führt in die Irre. Dieses Buch spielt zwar in der gleichen Zeit und ebenfalls auf einem großen Familiensitz, damit haben sich die Ähnlichkeiten aber auch schon erschöpft. Diese Geschichte ist etwas ganz eigenes und sollte nicht von vornherein mit gewissen Erwartungen gelesen werden. Irland 1917. Auf Tyringham Park, dem Sitz der Familie Blackshaw, verschwindet die jüngste Tochter Victoria spurlos. Ausgerechnet, als ihre Mutter Edwina sich für einen Moment selbst um sie kümmern wollte, statt sie dem Kindermädchen zu überlassen. Das Verschwinden des kleinen Mädchens ist und bleibt (lange) mysteriös. Dieses Geheimnis zieht sich unterschwellig durch das ganze Buch und hält die Spannung konstant aufrecht. Gleichzeitig überschattet es das Leben der anderen Tochter, Charlotte, die vom Kindermädchen drangsaliert wird und ein wechselhaftes, selten glückliches, Leben hat. Zu Beginn hatte ich Probleme, mich mit den ganzen Charakteren zurechtzufinden. Es wurden einfach zu viele in zu kurzer Zeit eingeführt, und ich musste erst einmal sortieren, wer denn nun zu wem gehört. Aber dann fing ich an, die üppig ausgestattete Geschichte zu genießen, besonders, weil sie nicht so zuckersüß daherkommt, sondern einen durchaus düsteren Unterton besitzt. Ich habe mich über die gesamte Länge des 557 Seiten starken Romans gut unterhalten gefühlt. Die Mischung aus düsterer Familiengeschichte, Krimi und historischem Roman ist gelungen. Zahlreiche Personen, Handlungsstränge und überraschende Wendungen werden geschickt zu einer spannenden Geschichte verknüpft. Die Charaktere sind interessant und entwickeln sich weiter. Lediglich das Ende fand ich völlig unbefriedigend. Nichtsdestotrotz werde ich auch den zweiten Teil, der für März 2015 angekündigt ist, lesen.

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  • Düster

    Die Frauen von Tyringham Park
    fredhel

    fredhel

    WENN SIE DOWNTON ABBEY MÖGEN, WERDEN SIE DIESEN ROMAN LIEBEN! Auf diesen Satz bin ich hereingefallen, denn ich habe einen Roman erwartet, der genau wie in Downton Abbey eine bunte Mixtur des Lebens einerseits bei den "Lordschaften" und andererseits bei den Angestellten widergibt. Es handelt sich bei Tyringham Park ebenfalls um ein reiches (irisches) Anwesen, doch der Fokus liegt, wie schon im Titel angedeutet, allein bei den Frauen. Die Männer sind eigentlich nur zum Kinderzeugen und zur Pferdepflege von größerer Bedeutung. Bedingt durch die ständige berufliche Abwesenheit von Lord Blackshaw vertreibt sich ihre Ladyschaft die Zeit mit Pferden, Jagden und nicht zuletzt dem charmanten Stallmeister. Ihre Kinder sind ihr lästig und werden an das Kindermädchen Dixon abgeschoben, obwohl diese einen niederträchtigen, gewalttätigen Charakter hat. Das jüngere Kind, Victoria, verschwindet eines Tages spurlos, und somit ist Charlotte, die ältere Tochter, ganz allein ihrer Willkür ausgeliefert. Im weiteren Verlauf des Romans verfolgen wir die unterschiedlichen Lebenswege der Frauen, in erster Linie von Lady Blackshaw, von Dixon und Charlotte. Alle drei sind auf ihre eigene Art emotional gestört und unsympathisch. Gegen Ende kommt es zu einem grossen Showdown, der zwar das Rätsel um Victorias Verschwinden aufklärt, aber den Leser unzufrieden mit einem ausgelesenen Buch in der Hand zurück läßt. Es liegt nicht am Schreibstil, denn der ist spannend und verleitet zum Weiterlesen. Nein, die Geschichte handelt eigentlich fast ausschliesslich von Unrecht und Unterdrückung Wehrloser. Es liegt eine negative Grundstimmung über allem, die einen auch hinterher nicht mehr losläßt. Aus diesem Grund möchte ich das Buch eigentlich keinem empfehlen.

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