Rosl Reddy Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt

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Inhaltsangabe zu „Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt“ von Rosl Reddy

Ein junges Mädchen verliebt sich in ihrer Heimatstadt Hamburg in einen Inder. Eine unbewusste, unerklärliche Kraft drängt sie nach Indien: Ist es die Suche nach ihrer Spiritualität oder opfert sie sich für die große Liebe? Eine starke Frau, die im Rausch der Gefühle zwischen zwei extrem unterschiedlichen Kulturen zu zerbrechen droht. 1943 in Bayern geboren, in Hamburg aufgewachsen, fühlt sich die Autorin bis heute dem Buddhismus sehr nahe. Die Ehe mit einem Inder führt sie nach Indien, wo ihre Tochter geboren wird. Es folgen fünf Jahre in Holland und als die Ehe geschieden wird, kehrt sie nach Deutschland zurück. Heute lebt die Autorin in Berlin. Glücklich darüber, dass ihre Familie ebenfalls nach Berlin gezogen ist, genießt sie das vielfältige kulturelle Leben und die wunderschöne Landschaft in und um Berlin. Dieser Roman trägt autobiographische Züge.

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  • Der Titel hört sich lustig und zynisch an.

    Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt
    steffeinhorn

    steffeinhorn

    25. July 2013 um 12:51

    Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt Von Rosl Reddy Der Titel hört sich lustig und zynisch an. Das Titelbild des Buches ist auch witzig gestaltet und ich mag das Blau im Hintergrund. Aber die Geschichte ist weder lustig noch zynisch. Beim Lesen aus der Ich-Perspektive begleitet der Leser das Leben einer jungen deutschen Frau und staunt und leidet mit ihr. Die Narben des vergangenen 2. Weltkrieges sind deutlich spürbar und beeinflussen lebenswichtige Entscheidungen über Generationen hinweg. Auf der Such nach Menschlichkeit, so könnte der Untertitel heißen. Die Protagonistin sucht nach Liebe, Spiritualität, Anerkennung, Bestätigung und vor allem Menschlichkeit, die da, wo sie am meisten gebraucht wird, völlig abwesend ist und manchmal ganz unverhofft vor ihr steht und ihr die Hand reicht. Ein deutsches junges Mädchen, ein Nachkriegskind aus einfachen Verhältnissen, verliebt sich in einen indischen Studenten aus einer wohlhabenden, einflussreichen Familie, die in Indien lebt. Die kindlichen Träume von Liebe, gemeinsamen Leben und einer eigenen glücklichen Familie zerbrechen an der erbarmungslosen Welt unserer Realitäten. Namen und Traditionen lassen Menschen in festgefahrenen Systemen funktionieren, wobei in den seltensten Fällen Glück, Freiheit und ein erfülltes Menschenleben bei herauskommen. Das Buch und der Text sind nicht perfekt, aber das hilft beim Vermitteln dieser emotionsgeladenen Geschichte, die dennoch objektiv erzählt wird. Wenn wir Menschenkinder schon auf dieser Welt sind, warum nicht eine Reise auf der Suche nach dem Selbst zu begehen? Erkenntnisse, Verzeihen, Verstehen und Klarsicht sprechen dem Leser besonders an. Persönliche Notiz: Wenn ich meinen französischen Freunden und Bekannten sage, dass die Narben des letzten Weltkrieges noch heute in der Kulturwelt und der Gefühlswelt vieler Deutscher sehr spürbar und belastend sind, mag man mir nicht immer glauben. Möglich, weil in Frankreich das System seit ewiger Zeit nicht grundsätzlich infrage gestellt wurde … Im Buch von Rosl Reddy traf ich unverblümt auf ein Verhalten, welches ich verstand, selbst wenn es absurd erscheinen mag. Deutsche Standhaftigkeit zum Beispiel, ein nobler Zug von der Protagonistin, der ihr allerdings viel aufbürdet. Wenn Verständnis und Selbstgefühl fehlen, berufen Menschen sich auf das Wenige, das sie kennen, oder zu kennen glauben. Die eigene Kultur und seine eigenen Wurzeln verstehen und akzeptieren setzt voraus, mit sich selbst im Verständnis zu leben, was nicht bedeutet, alles bedingungslos gut zu finden. Um eine Idee von persönlicher Freiheit zu entwickeln, kann hilfreich sein, das Mindeste seiner Herkunft zu erkennen und zu verstehen. Durch unausgesprochene Tatsachen und verbissenes Festhalten von veralteten Traditionen wird mehr zerstört als erhalten.

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  • Rezension zu "Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt"

    Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt
    sternthaler75

    sternthaler75

    21. May 2013 um 22:26

    Wo die Liebe hinfällt . . .  Manchmal ist es nicht leicht mit der Liebe, wie hier in diesem Fall. Da ist diese junge Studentin aus Hamburg. Sie stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie, immer ist das Geld knapp. Als sie im Studium den Inder Mano kennen lernt, schlägt förmlich der Blitz ein. Alle warnen sie, diese Liebe würde keine Zukunft haben, die Kulturen sind zu unterschiedlich. Manos Familie ist in Indien hoch angesehen, und sie hätte dort den Stand eines Dienstmädchens. Und auch als Mano die Beziehung zu ihr abbrechen will, weil er in seinem Heimatland bereits einer anderen versprochen ist, schlägt sie alle Warnungen in den Wind und reist ihm heimlich nach. Doch es läuft nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Seine Familie lehnt sie ab, ist ihr gegenüber tief entsetzt und auch Mano stellt sich nicht ernsthaft hinter sie. So beginnt eine harte Zeit, sie soll 1 Jahr warten, ihn nicht sehen, dann wird man schauen. In Indien hat sie es schwer, überbrückt die Zeit mit Arbeit im Krankenhaus, und sieht ihren Mano doch ab und zu. Es ist ein Hin und Her, mal in Deutschland, mal in Indien. Auch als sie schwanger ist und eine Tochter entbindet, wird die Situation nicht leichter, weder hier noch dort. Meine Meinung Meine Gefühle und Gedanken für dieses autobiographische Buch sind sehr zwiegespalten. Einerseits muss ich der Autorin meinen Respekt aussprechen. trotz vieler Steine im Weg kämpft sie um ihre Liebe, ihre Zukunft und später auch um ihre Tochter. Nur leider ist dieser Kampf sehr einseitig und hart. Es ist sehr interessant, das alles zu erfahren, gerade weil sie nicht aufgibt, nicht einen Moment. Und genau da ist mein Zwiespalt. Im Nachhinein gibt es bis auf wenige Ausnahmen so viel trauriges, ablehnendes in ihrem Leben, dass ich beim Lesen manchmal das Buch beiseite legen musste, um mich mit schönen Dingen wieder aufzubauen. Ständig nur Ablehnung, Ablehnung, Ablehnung. Es zeugt von enormer Stärke, ohne jede Frage, und ich hoffe, dass Frau Reddy mit diesem Buch ihr Erlebtes besser verarbeiten kann. Die Geschichte wird komplett in der Ich-Form erzählt. Der Stil ist sehr distanziert und emotionslos. Der Leser erfährt nebenbei einiges über Indien und die dortige Religion. Über die Gegebenheiten hätte ich gern mehr erfahren, aber das wäre sicher zu sehr vom eigentlichen Thema abgeschweift. Die indischen Götter konnten ihr leider nicht helfen, aber die Autorin sagt selbst, dass sie ihren Weg gefunden hat. Unterm Strich Eine interessante, aber tragische Geschichte

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