Ross Macdonald

 3.9 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Unter Wasser stirbt man nicht!, Gänsehaut und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Unter Wasser stirbt man nicht! (ISBN: 9783257607666)

Unter Wasser stirbt man nicht!

 (13)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Gänsehaut (ISBN: 9783257607673)

Gänsehaut

 (11)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Der blaue Hammer (ISBN: 9783257607697)

Der blaue Hammer

 (11)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Der Untergrundmann (ISBN: 9783257607574)

Der Untergrundmann

 (9)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Die Küste der Barbaren (ISBN: 9783257607659)

Die Küste der Barbaren

 (7)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Ein Grinsen aus Elfenbein (ISBN: 9783257607642)

Ein Grinsen aus Elfenbein

 (7)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Der Fall Galton (ISBN: 9783257607680)

Der Fall Galton

 (6)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Die Kehrseite des Dollars (ISBN: 9783257607635)

Die Kehrseite des Dollars

 (7)
Erschienen am 01.12.2016

Neue Rezensionen zu Ross Macdonald

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Rezension zu "Mutter und Tochter" von Ross Macdonald

Mutter und Tochter
-Anett-vor 2 Jahren

“Von der Passhöhe aus bietet sich das ganze Tal dem Auge dar. An einem klaren Morgen, wenn es sich in leuchtenden Farben unter dem weißen Himmelszelt erstreckt, während im Hintergrund zu beiden Seiten die Berge aufragen, könnte man es für das gelobte Land halten.”

Lew Archer, Privatdetektiv, kommt zu Homer Wycherly, weil dessen Tochter Phoebe vermisst wird. Wycherly will natürlich seine Tochter um jeden Preis wiederfinden. Allerdings wird er ungehalten, als die Sprache auf seine Ex-Frau kommt. Die wurde aber nun mal als letztes mit Phoebe gesehen. Aber Wycherly will nicht von ihr sprechen und schliesst kategorisch aus, dass Phoebe noch etwas mit ihrer Mutter zu tun hat. Diese Reaktion findet Archer dann wieder sehr eigenartig und geht – gegen den Auftrag von Wycherly – den Spuren der Mutter auf den Grund.

Dies war mein erster Roman des Autors und ich habe entsprechend auch das Erstemal von Lew Archer gelesen. Mittlerweile habe ich mich schlau gemacht und gesehen, dass es da schon einige Romane gibt. Und dieser Autor hat mich wirklich neugierig gemacht, denn dieser Krimi war einfach nur Klasse!

Archer macht sich an die Arbeit und der Fall wird immer verworrener. Nachdem er bei Phoebes Mitbewohnerin gefragt hat, die aber das Verschwinden von ihr gar nicht so schlimm ansieht, braucht Phoebe doch einfach mal eine Auszeit; stößt Archer auch auf Phoebes Freund Bobby. Der kann sich das Verschwinden auch so gar nicht erklären. Später trifft Archer auf einen zwielichtigen Immobilienmakler und seinem Kompagnon.

Nach und nach stößt Archer auf immer mehr Verbrechen und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Und so deckt er in einer Art und Weise diesen Fall auf, der mich sehr fasziniert hat. Archer putzt hier so viele Klinken und zwischenzeitlich hält er so viele lose Fäden in der Hand. Aber am Ende bin ich sehr angetan vom Schluss und es löst sich alles auf.

Archer gibt sich immer mal wieder als Wycherly aus, der seine Frau und seine Tochter sucht. Mitunter kann er selbst manchmal glauben, was er spielt:

“Eine hartnäckig wiederholte Lüge kann sich seltsam im Gemüt niederschlagen. Was an lange genug behauptet, wird beinah wahr. Ich ertappe mich dabei, selbst schon fast zu glauben, Phoebe sei meine Tochter. Falls sie tot war, würde ich Wycherlys Verlust mit ihm teilen. Was seine Frau betraf, teilte ich seine Gefühle bereits jetzt.”

Seite 169

Dieser Krimi ist nicht nur spannend, er ist auch sehr intelligent. Es ist eine Neuübersetzung des 1961 erschienen Buches und hat mich auf jeden Fall total überzeugt. Ich werde davon auf jeden Fall mehr lesen!

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Rezension zu "Der blaue Hammer" von Ross Macdonald

Künstliche Intelligenz ist hier nicht von Nöten
aus-erlesenvor 2 Jahren

Lew Archer ist spät dran. Mit etwas Verspätung trifft er bei Jack Biemeyer ein. Der ist wenig erfreut wegen der Wartezeit, doch der Fall ist dringend. Ihm wurde ein Bild gestohlen. Ein offensichtlich wertvolles Bild von einem gewissen Richard Chantry. Sein Frau Ruth hat den Maler gekannt. Zu gut, wie Biemeyer durchblicken lässt. Dieses Mal keine verschwundene Person, die Archer suchen muss? Abwarten!
Ruth Biemeyer ist zugänglicher als ihr Gatte. Sie erzählt von dem Bild und dessen Bedeutung für sie. Sie besitzt sogar etwas ganz Persönliches des Künstlers. Aber dazu später. Ruth erzählt auch von ihrer Tochter Doris. Der Umgang, den die Zwanzigjährige an der Uni pflegt ihren durchaus wohlhabenden Eltern überhaupt nicht. Vor allem dieser Fred Johnson ist ihnen ein Dorn im Auge. Ein ewiger Student, der sich auf dem Campus scheinbar eingenistet hat. Aber vor allem, weil er sich so unnachgiebig bei seinem einzigen Besuch bei den Biemyers für das nun gestohlene Bild interessiert hatte. Und prompt auch über den Preis des Bildes philosophierte. Eines aus einer kleinen Serie mit Bildern, die Chantry aus der Erinnerung heraus gemalt hatte. Also ohne konkrete Vorlage oder ein Modell. 
Lew Archer taucht nun in eine Welt, die ihm sehr vertraut ist. Freds Mutter kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihr kleiner Freddy ein Dieb ist. Auch Francine Chantry, die Ex-Frau des Künstlers kennt Fred Johnson. Ihr ist er niemals negativ aufgefallen.
Wäre da noch Paul Grimes. Der Galerist hat Ruth Biemeyer vor einigen Jahren das Bild verkauft. In dieser Gegen vor den Toren Los Angeles‘ kennt jeder den Künstler Richard Chantry. Seine Bilder hängen im Museum, und sie sind was wert. Zehn- bis zwölftausend Dollar, so schätzt Ruth Biemeyer den Wert ihres gestohlenen Gemäldes ein. Doch Paul Grimes lässt sich von seiner Assistentin verleugnen.
Es gibt Zweifel. Fred Johnson hat das Bild wohl nur, um es unter die Lupe zu nehmen. Er ist mittlerweile nicht mehr nur Fan des Malers, sondern ein richtiger Experte. Doris hat es ihm zukommen lassen. Von Diebstahl kann also nicht mehr die Rede sein. Oder doch? Denn Fred Johnson kann das Bild nicht mehr vorzeigen. Nun wurde ihm wiederum das Bild gestohlen. Und Lew Archer hat doch noch so was wie Glück. Er findet Paul Grimes, den Galeristen. Allerdings hat der eine klaffende Wunde…
Trotz all seines Charmes wird Lew Archer immer wieder ausgebremst. Immer ist er einen Schritt zu spät. Wenn er herausfindet, was damals vor fünfundzwanzig Jahren passiert ist, als Richard Chantry einen Abschiedsbrief schrieb und auf Nimmerwiedersehen verschwand, könnte er einem großen Geheimnis auf die Spur kommen. Ran ans Werk!

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Rezension zu "Dornröschen" von Ross Macdonald

Urlaubsende mit Schrecken
aus-erlesenvor 2 Jahren

Das Schlimme am Urlaub ist, dass er irgendwann in absehbarer Zukunft zu Ende sein wird. Lew Archer hat gerade ein paar Tage Urlaub hinter sich. Mexiko. Schon auf dem Heimflug, im Landeanflug sieht er seinen neuen Fall unter sich auf dem Ozean schwimmen. Noch weiß er nicht, was ihn erwartet, doch Neugier ist in seinem Metier Grundvoraussetzung für Erfolg. Ein Ölteppich treibt vor der Küste von Pacific Point. Eine Bohrinsel hat sich in Busch‘scher Manier verabschiedet. Rumms, das ging die Pfeife los, heißt es bei Wilhelm Busch. Bei Jack Lennox‘ Ölplattform gab es einen Riesenknall und die Umweltkatastrophe war unabwendbar.
Pacific Point ist Lew Archers Lieblingsplatz. Er ist gern hier. Und nun dieses Sauerei! Am Strand – ihn zieht es nicht nach Hause, sondern dorthin – trifft er eine überaus attraktive junge Frau, die ihm ansatzweise verwirrt vorkommt. In der Hand hält sie einen ölverschmierten Vogel. Sie traut dem Fremden nicht, der ihr Fragen stellt. Archer bietet ihr an sie mitzunehmen. Zu sich. Denn diese junge Frau, Laurel Russo, hat offenbar keine Ahnung wohin sie soll. Bei ihm könne sie jemanden anrufen, der sie abholt, ihr helfen kann. Doch dann ist Laurel verschwunden. Schlagartig begreift Archer, was gerade geschehen ist. Aus seinem Apothekerschränkchen fehlen gute drei Dutzend Schlaftabletten. Genug, um sich umzubringen. Das weiß auch Tom Russo, Laurels Ehemann. Der ist Apotheker und Archer neuer Kunde. Hundert Dollar pro Tag plus Spesen. Kein Pappenstiel. Denn Russo hat kaum Geld, seine Schwiegereltern dafür umso mehr. Ihnen gehört die Plattform, die so auffällig von der Erdoberfläche verschwunden ist. 
Sein erster konkreter Auftrag lautet sich mit den Angehörigen der verschwundenen Laurel Russo zu unterhalten. Tom Russo habe so viel zu tun, dass er unabkömmlich sei. Zu viel zu tun, um die eigene Frau zu suchen oder sich zumindest mit den Eltern und Großeltern zu unterhalten? Archer bekommt einen ersten ungefähren Einblick in die Familienverhältnisse. Alle sind so verschlossen. Nur, wen es um Tom und Laurel geht, haut jeder einen raus. Tom kann keiner so recht leiden. Umgekehrt ist es nicht anders. Tom ist verklemmt und sozial inkompetent. Aurel ist seine erste Frau. Wenn sie weg ist, wird sie es wohl auch für eine lange Zeit geblieben sein. Untereinander gönnt man sich auch nicht viel. Erbe hin oder her – die Familie Lennox ist ein ganz besonderes Exemplar kalifornischer Familienclans. Und Archer mittendrin. Doch ein gibt einen Lichtblick, fast schon fatal: Laurel hat es ihm angetan…
Beim Märchen Dornröschen weiß jeder wie es ausgehen wird. Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. In Ross Macdonalds „Dornröschen“ wird der Leser von einer emotionalen Achterbahnfahrt erfasst, aus der er nicht aussteigen kann.

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Ross Macdonald wurde am 02. Juni 1915 in Los Gatos (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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