Im Zug nach Los Angeles lernt Privatdetektiv Lew Archer die junge Claire kennen, die sich Sorgen um ihre ältere Schwester Ethel macht. Lew verspricht, ihr zu helfen und beginnt zu recherchieren. Zuerst bei Ethels frisch geschiedenem Ex-Mann Edward, doch der Besuch bei ihm wirft mehr Fragen als Antworten auf. Je länger Lew nachforscht, desto verworrener scheint alles zu werden.
„Einer lügt immer“ basiert auf einer 1955 erschienen Kurzgeschichte und hat praktisch alles, was man von einem klassischen Hardboiled-Krimi erwartet: Er ist schnell erzählt, mit vielen Handlungsorten und noch mehr markanten Sprüchen wie „der Revolver winkte gebieterisch“ oder „sie lachte an den richtigen Stellen, nur ein bisschen hektisch“. Auch ohne Vorwissen taucht man schnell in die Geschichte ein. Allerdings wirkt die Story dann doch etwas zu routiniert, um sich von anderen Geschichten des Genres (oder des gleichen Autors) abzuheben. Es ist eine solide Krimi-Unterhaltung, bei der keine Langeweile aufkommt.
Die ungekürzte Fassung hat eine Dauer von 106 Minuten und wird von Tommi Piper gelesen.
Ross Macdonald
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Ross Macdonald
Lew Archer ist einem verschwundenen, angeblich entführten schönen Mädchen auf der Spur. Auf seiner stundenlangen Odyssee durch abwechselnd reiche und arme Gegenden des amerikanischen Traumlandes, kommt er mit zahlreichen Leuten zusammen. Einige davon tragen tiefe Wunden des Lebens in sich, welche auch 25 Jahre nicht heilend vernarben lassen konnten. Die Vergangenheit, die auf 386 Seiten aufgerollt und abgearbeitet wird, führt ihn letztlich zu seiner Gesuchten. Dabei bleiben viele Lebenslügen auf der Strecke. Brilliant formuliert und zeitlos ergreifend.
Ein Krimi, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und das merkt man dem Erzählstil durchaus an. Da ich als Leser aber auch schon ein paar Semester hinter mir habe, fühle ich mich wohl in dieser Story. Es spielt in Kalifornien und das Fehlen der modernen Technik wird durch die Raffinesse des Ermittlers wett gemacht, der in vielen Gesprächen und mit kluger Recherche dem Verbrechen auf die Spur kommt. Da er nur zufällig vor Ort war, ist er nicht gern gesehen und muss also mit einiger Ablehnung kämpfen. Am Ende kommt es zu einer Klärung des Falles, die man erahnen konnte, die aber wunderbar logisch und konsequent erzählt ist.
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Beginn: 12.09.23
Zusätzliche Informationen
Ross Macdonald wurde am 02. Juni 1915 in Los Gatos (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.
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