Ross Macdonald Gänsehaut

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Inhaltsangabe zu „Gänsehaut“ von Ross Macdonald

Ein Lew-Archer-Roman, ausgezeichnet mit dem Silver-Dagger-Award der Crime Writers' Association of Great Britain. »Ross Macdonald verheiratet Freud mt dem Detektivroman.« (Rust Hills / Esquire)

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  • Ein toller Erzähler und großer Autor!

    Gänsehaut

    Alexandra_Luchs

    22. January 2017 um 13:11

    Ich warne euch: wenn man einmal mit den Krimis von Ross Macdonald beginnt, kann man leicht in eine echte Sucht abrutschen. Zumindest mir geht es so. Ich startete vor einer Weile mit “Schwarzgeld” und bin diesem Autor seitdem verfallen. Seine Bücher, ursprünglich erschienen in den 60er Jahren, strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Alles ist schick und edel, die Menschen reich und schön. Trotzdem verbergen sich hinter der feinen Fassade immer wieder menschliche Dramen, so auch in “Gänsehaut”. Privatdetektiv Lew Archer wird diesmal zu einem recht ungewöhnlichen Fall gerufen: eine junge Braut verschwindet am Tag nach ihrer Hochzeit plötzlich aus dem Hotel in dem sie mit ihrem Gatten die Flitterwochen verbringen möchte. Der verlassene (und verzweifelte) Ehemann betraut Archer mit der Suche nach seiner Frau. Diese ist zwar schnell aufgespürt, weigert sich jedoch zurückzukehren. Warum? Dem geht Archer natürlich auf den Grund und enthüllt dabei einige düstere Familiengeheimnisse. In dieser Geschichte führt Archers Ermittlungsarbeit weniger von Person zu Person, sondern vielmehr in die Vergangenheit der jungen Braut. Eine spannende Geschichte entwirrt sich vor dem Leser, die unerwartet auch wieder richtig kriminell wird. Das “Entwirren” ist dabei aber leider ein bisschen anstrengender als in meinem ersten Krimi von Macdonald. In dieser Geschichte hat mich die schiere Anzahl und verwirrende Verbindung der einzelnen Figuren schon manchmal ganz schön ins Grübeln gebracht. Zum Glück wird die Beharrlichkeit am Ende mit einem tollen Finale und einer schlüssigen, interessanten Auflösung des Falles belohnt. Was sich schon im ersten Roman andeutete, hat sich diesmal endgültig bestätigt: Macdonald ist nicht nur ein guter Erzähler, sondern auch ein großer Autor. Sein Stil ist voll geschmeidiger und spannender Metaphern. Er zeichnet von den kleinsten Emotionen die größten und beeindruckendsten Bilder. “Sie stand vor ihm, fast so groß wie er mit ihren Absätzen, fast so breit wie er in ihrem Mantel, fast so stur wie er in ihrem Stolz.” Immer wieder stolpere ich so über Beschreibungen, die so schön sind, dass man sie sich fast einrahmen möchte. Schon allein sprachlich sind diese Kriminalromane daher herausragend und ein echter Genuss. Und auch Lew Archer als Protagonist der Geschichten wird mir von Seite zu Seite sympathischer: er ist integer, klug und locker humorvoll ohne die Haltung zu verlieren. Ein Ermittler, dem ich literarisch einfach gern folgen möchte. Insgesamt ist “Gänsehaut” nicht ganz so perfekt wie “Schwarzgeld” zuvor, aber für Wiederholungstäter dringend zu empfehlen, 4 von 5 Sternen. Bei mir liegen nun auch schon die nächsten Krimis von Macdonald bereit, so dass ich schnell wieder in diese einmalige Stimmung abtauchen kann.

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  • Ein toller Erzähler und großer Autor!

    Gänsehaut

    Alexandra_Luchs

    22. January 2017 um 13:11

    Ich warne euch: wenn man einmal mit den Krimis von Ross Macdonald beginnt, kann man leicht in eine echte Sucht abrutschen. Zumindest mir geht es so. Ich startete vor einer Weile mit “Schwarzgeld” und bin diesem Autor seitdem verfallen. Seine Bücher, ursprünglich erschienen in den 60er Jahren, strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Alles ist schick und edel, die Menschen reich und schön. Trotzdem verbergen sich hinter der feinen Fassade immer wieder menschliche Dramen, so auch in “Gänsehaut”. Privatdetektiv Lew Archer wird diesmal zu einem recht ungewöhnlichen Fall gerufen: eine junge Braut verschwindet am Tag nach ihrer Hochzeit plötzlich aus dem Hotel in dem sie mit ihrem Gatten die Flitterwochen verbringen möchte. Der verlassene (und verzweifelte) Ehemann betraut Archer mit der Suche nach seiner Frau. Diese ist zwar schnell aufgespürt, weigert sich jedoch zurückzukehren. Warum? Dem geht Archer natürlich auf den Grund und enthüllt dabei einige düstere Familiengeheimnisse. In dieser Geschichte führt Archers Ermittlungsarbeit weniger von Person zu Person, sondern vielmehr in die Vergangenheit der jungen Braut. Eine spannende Geschichte entwirrt sich vor dem Leser, die unerwartet auch wieder richtig kriminell wird. Das “Entwirren” ist dabei aber leider ein bisschen anstrengender als in meinem ersten Krimi von Macdonald. In dieser Geschichte hat mich die schiere Anzahl und verwirrende Verbindung der einzelnen Figuren schon manchmal ganz schön ins Grübeln gebracht. Zum Glück wird die Beharrlichkeit am Ende mit einem tollen Finale und einer schlüssigen, interessanten Auflösung des Falles belohnt. Was sich schon im ersten Roman andeutete, hat sich diesmal endgültig bestätigt: Macdonald ist nicht nur ein guter Erzähler, sondern auch ein großer Autor. Sein Stil ist voll geschmeidiger und spannender Metaphern. Er zeichnet von den kleinsten Emotionen die größten und beeindruckendsten Bilder. “Sie stand vor ihm, fast so groß wie er mit ihren Absätzen, fast so breit wie er in ihrem Mantel, fast so stur wie er in ihrem Stolz.” Immer wieder stolpere ich so über Beschreibungen, die so schön sind, dass man sie sich fast einrahmen möchte. Schon allein sprachlich sind diese Kriminalromane daher herausragend und ein echter Genuss. Und auch Lew Archer als Protagonist der Geschichten wird mir von Seite zu Seite sympathischer: er ist integer, klug und locker humorvoll ohne die Haltung zu verlieren. Ein Ermittler, dem ich literarisch einfach gern folgen möchte. Insgesamt ist “Gänsehaut” nicht ganz so perfekt wie “Schwarzgeld” zuvor, aber für Wiederholungstäter dringend zu empfehlen, 4 von 5 Sternen. Bei mir liegen nun auch schon die nächsten Krimis von Macdonald bereit, so dass ich schnell wieder in diese einmalige Stimmung abtauchen kann.

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  • Grandioser Krimiklassiker

    Gänsehaut

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. September 2015 um 08:49

    "Ich habe ein Problem mit meiner Frau. Sie hat mich verlassen." Nach seiner Zeugenaussage vor Gericht wird Lew Archer von Alex Kincaid angesprochen, frisch verheiratet, aber schon sitzen gelassen. Er will, dass Archer seine Frau Dolly findet, nachdem ihn bereits zwei andere Anlaufstellen abgewiesen haben. Dass sie einfach so weggelaufen ist, will er nicht glauben. Viel eher meint er, ein bärtiger Besucher im Honeymoonhotel habe mit dem Verschwinden zu tun. Die ernsthafte Besorgnis von Kincaid berührt Archer, also nimmt er an. Die Frau ist relativ schnell aufgespürt, aber der jungen Ehe hilft das zunächst nicht weiter. Ein Mord vor rund 10 Jahren warf das damals kleine Kind Dolly aus der Bahn und bis heute plagt sich die Frau mit Schuldgefühlen. Ausgerechnet Dolly wird in einen neuen Mordfall verwickelt. Mit Hilfe des Psychiaters Dr. Godwin sorgt Archer dafür, dass Dolly zunächst Ruhe in einer Klinik findet statt vom Sheriff unter Druck gesetzt zu werden. Dolly böte sich so perfekt als Schuldige an, dass es dem Sheriff gerade recht käme, einer wie Archer aber misstrauisch wird. Simple Lösungen gibt es seiner Erfahrung nach selten. Archer gräbt in Dollys Familiengeschichte und stellt langsam aber sicher fest, dass es einen Zusammenhang zwischen beiden Morden gibt. Diese Konstellation ist typisch für Ross Macdonald: Um einen aktuellen Fall zu lösen, muss die Vergangenheit analysiert und verstanden werden. Manch eine Entdeckung wirft Fragen auf, manch eine lässt bereits Entdecktes in neuem Licht erscheinen. In "Gänsehaut" spielen falsch verstandene Liebe, Besitzgier und tiefe Abneigungen eine maßgebliche Rolle und erst, als Archer auf einen weiteren Mord vor vielen Jahren stößt, kann er die Abhängigkeiten der Beteiligten entschlüsseln. Diese Rückblenden zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie früh und wie verhängnisvoll Weichen im Leben gestellt werden können. Dem Philosophen Kierkegaard wird der Aphorismus zugeschrieben: "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muß man es vorwärts." Bei Ross Macdonald könnte man das im übertragenen Sinne als Leitspruch für seine Bücher verstehen. Das Buch beeindruckt noch in einem weiteren Punkt: Der Sprache. Bei Macdonald bekommt man nie unheilschwangere Standards zu lesen wie "Doch sie sollte nie mehr Gelegenheit bekommen, mit ihm zu reden." Bei ihm stellt sich das Schicksal mit kleinen Bildern wie diesem vor: "Auf der Terrasse lag eine Wildtaube mit schillerndem Federkleid und gebrochenem Genick. Ein in den Staub auf dem Fensterglas gezeichneter Abdruck zeigte an, wo der Vogel gegen die Scheibe geflogen war." Im Prinzip reicht das schon völlig aus, um ein Schicksal anzudeuten und -wie in diesem Fall- gleichzeitig eine Assoziation mit einer Person zu erzeugen. Wenn wenige Seiten später das Motiv des Vogels, der gegen eine Scheibe fliegt, wiederholt wird, vertieft sich das Bild - und man kommt nicht drumrum, solche Kunstgriffe noch tagelang zu bewundern. Bleibt das Fazit, dass "Gänsehaut" ein ausgezeichnet geschriebener Krimi ist, der sich mit seinem Stil deutlich gegen die Krimis abhebt, die sich gerne an neutralen Nebenhandlungen abarbeiten. Ross Macdonald zieht seine Handlung durch und erzählt trotzdem mit wenigen Worten eine Menge über die Leute, mit denen sein Lew Archer zu tun bekommt. "Gänsehaut" erzählt viel von einer tiefen Einsamkeit seiner Figuren, die nicht mit Nähe umgehen können und letztlich daran scheitern. "'Mit Revolvern ist jetzt Schluss', sagte ich. Schluss jetzt mit allem."

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  • Rezension zu "Gänsehaut" von Ross Macdonald

    Gänsehaut

    NachtPoet

    03. September 2009 um 12:39

    Ein ordentlicher, sich flüssig lesender Krimi. Es beginnt mit der Suche nach einer vermissten Frau, die kurz nach der Hochzeit und dem Besuch eines bärtigen Mannes verschwindet, und mündet in einem Geflecht von drei Morde, die über 20 Jahre hinweg miteinander verknüpft sind. Interessant und durchaus kurzweilig und weitgehend schlüssig geschrieben, aber nichts wirklich herausragendes. Nette Lektüre für den kleinen Lesehunger zwischendurch.

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