Ross Macdonald Schwarzgeld

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Inhaltsangabe zu „Schwarzgeld“ von Ross Macdonald

Als im mondänen Tennisclub von Montevista ein Eindringling auftaucht, verlässt Ginny Fablon für ihn den Verlobten. Für Detektiv Archer ein klarer Fall von enttäuschter Liebe – bis Verbindungen auftauchen zu einem Selbstmord und Spielschulden. ›Schwarzgeld‹ ist eine Abrechnung mit dem amerikanischen Traum. Nichts will man in dem Tennisclub, wo die Haut so weiß sein muss wie die Kleidung, mit dunklen Machenschaften zu tun haben – und doch kommt das Geld der Reichen nicht von ungefähr.

Ein sehr lohnenswerter Klassiker!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Elegant und schick aber auch spannend, mir gefällt "Schwarzgeld" von Ross Macdonald wirklich unheimlich gut

— Alexandra_Luchs
Alexandra_Luchs

Das Buch Buch "Schwarzgeld" ist meiner Meinung nach seiner Geld leider nicht wert, wenig packend!

— Callso
Callso

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  • Klassiker: Schwarzgeld - Ross Macdonald

    Schwarzgeld
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    07. February 2017 um 21:52

    Schon sehr oft ist es mir passiert, dass ich die beiden Autoren Ross Macdonald und Ross Thomas verwechselt habe. Ist aber auch verzwickt mit dem gleichen Vornamen und Genre. Aber natürlich bedienen die beiden Autoren grundsätzlich ein ganz anderes Subgenre und nun, nach der Lektüre meines ersten Ross Macdonalds wird mir auch die Unterscheidung nicht mehr so schwer fallen. Lew Archer, der Privatdetektiv in Macdonalds Krimis, ist eine Bekanntheit im Krimigenre und dort nicht wegzudenken. So weist man Ross Macdonald die Nachfolgeschaft von Chandler und Hammett an und nennt die Namen in einem Zug, wobei ich persönlich da schon große Unterschiede erkennen kann. Ginny Fablon trennt sich von ihrem Verlobtem Peter Jamieson und wendet sich dem unbekannten, aber mondänen Francis Martel zu – das kann nicht mit rechten Dingen zugehen, denkt ihr Verlobter und engagiert Privatdetektiv Lew Archer, um herauszufinden, welchen halbseidenen Lebemann Ginny sich da geangelt hat. Ein Fall von enttäuschter Liebe? Archer macht sich auf, um im mondänen Tennisclub nahe Los Angeles herauszufinden, wer Martel ist. Doch dabei findet er nicht nur mehr über Martel heraus, sondern auch über einen Selbstmord, ein paar Affären und viel über die sogenannte bessere Gesellschaft. Fast schon gruselig, wie gut es Macdonald gelungen ist, die Atmosphäre der 60er Jahre in diesem abgeschotteten Fleckchen der Erde einzufangen. Der Tennisclub, umgeben von den Villen der Reichen und Betuchten, alter Geldadel, der zwar neue Reiche integriert, aber noch lange nicht akzeptiert. Männer in Anzügen, Frauen in eleganten Kleidern, die Sonne brennt und versetzt alles in eine trockene, flirrende Stimmung. Keine Großstadt, keine großen Umbrüche, hier lebt man noch genauso wie vor 20 Jahren, gibt Partys und trifft sich im Tennisclub. Ein beneidenswertes Leben, zumindest auf den ersten Blick. Denn natürlich brodeln unter der Oberfläche massenweise Geheimnisse und Gerüchte, aber es gibt auch allgemein Bekanntes, über das man eben nicht spricht. Archer stößt auf Affären und Spielsüchtige, Fresssucht und Geldprobleme, findet einen Selbstmord, über den keiner sprechen will und fühlt dem Neuling, Martel, auf den Zahn. Ein charmanter, aber unangenehmer Bursche, in dessen Kielwasser sich aber schon einige Fische tummeln, die die schöne Gesellschaft rund um den Tennisclub gehörig durcheinander wirbeln. Und wer ist Lew Archer eigentlich? So arg viel erfährt man über den Privatdetektiv eigentlich nicht. Eben nur durch seine Ermittlungen, seine geschickten Fragen, sein hartnäckiges Nachhaken. Eine Beschreibung über Archer sucht man vergebens – es gilt, Archer durch seine Ermittlungsgespräche kennen zu lernen. Einen Vergleich mit Chandlers Philip Marlowe und Hammetts Sam Spade, muss Lew Archer zwar nicht fürchten, doch kann ich die Ermittlungen in der schön-scheinenden Realität des Tennisclubs keinesfalls als Hardboiled bezeichnen. Archer manövriert sich mit Bravour durch die Häuser der Reichen, hardboiled-typische Anzeichen lassen sich kaum finden. Ist aber auch nicht so wichtig, denn die Ermittlungen Archers machen einfach Freude beim Lesen. Es ist eine klassische Privatdetektivgeschichte – zuerst mal gar kein Fall, doch eben genug, um als Privatdetektiv nach und nach die kleinen dreckigen Details der guten Gesellschaft aufzudecken. Ein Genuss, der heute oft seinesgleichen sucht – ein toller Klassiker! Fazit: Ein sehr lohnenswerter Klassiker, in dem Privatdetektiv Lew Archer die Steine der feinen Gesellschaft umstülpt und die dunklen Geheimnisse wie kleine Käfer aus dem Licht flüchten. Ein Lesegenuss!

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    • 3
  • Elegant und schick

    Schwarzgeld
    Alexandra_Luchs

    Alexandra_Luchs

    11. December 2016 um 14:18

    Noch nie habe ich so einen schicken und eleganten Kriminalroman wie “Schwarzgeld” von Ross Macdonald gelesen. Bereits 1966 im Original erschienen und erstmals 1995 ins Deutsche übersetzt, hat der Diogenes Verlag nun eine wunderbare und stilvolle Neuübersetzung des Buches veröffentlicht, die modern daher kommt und den besonderen Charakter der Geschichte trotzdem erhält. “Schwarzgeld” ist ein Band aus der Reihe rund um den charmanten und dennoch ziemlich toughen Privatdetektiv Lew Archer. Seine Fälle sind einerseits klassische Kriminalgeschichten, gleichzeitig aber wirklich ungewöhnlich arrangiert. So dreht sich auch “Schwarzgeld”  nicht um die Leiche im Keller und den Gärtner als Mörder, sondern um eine verschmähte Liebe und die Machenschaften der wohlhabenden Gesellschaft. Es ist nämlich ein verlassener Verlobter, der Lew Archer beauftragt dem neuen Mann im Leben seiner Geliebten auf die Schliche zu kommen. Mit dem eitlen Pfau kann etwas nicht stimmen, er scheint sich das Herz der Frau und den Zugang zum noblen Tennisclub in Montevista erschwindelt zu haben. Was jetzt vielleicht unspektakulär klingt, entwickelt sich zu einer tollen Geschichte in der feinen amerikanischen Gesellschaft. Es geht um Spielsucht, Betrug, Mord und das titelgebende Schwarzgeld. Die Geschichte bemüht sich in Kreisen, in denen alle bemüht sind die sprichwörtliche weiße Weste zu behalten und führt Lew Archer dennoch in menschliche Abgründe. Gelungen thematisiert wird die Bedeutung von Herkunft und Streben eines Menschen für seinen Platz in der Gesellschaft. Können wir jemals aus unserer Haut? Wunderbar gelungen sind vor diesem Hintergrund vor allem die Figuren, die diese Geschichte bevölkern. Vom Auftraggeber Archers, einem stark übergewichtigen und stark verunsicherten jungen Mann aus bestem Hause, über den unerwünschten Eindringling bis hin zu den Mitgliedern des schicken Tennisclubs, hat der Autor spannende und ungewöhnliche Charaktere geschaffen. Immer wieder zeigen sie die Licht- und Schattenseiten der amerikanischen Gesellschaft, den Wunsch nach Ruhm und Reichtum genauso wie die Laster und menschlichen Schwächen. Auch Archer selbst ist ein facettenreicher Charakter, distanziert und trotzdem vor allem bei der Damenwelt äußerst beliebt. Im Gegensatz zu Helden von heutigen Kriminalromanen schleppt er keine klischeehaften eigenen Probleme mit sich herum, sondern ist unaufgeregt und integer, ein einfach cooler Ermittler. Was mich aber völlig begeistert hat ist Ross Macdonalds tolle, bildhafte Sprache. Die Übersetzung ist gelungen “entstaubt”, ihr Alter merkt man der Geschichte wirklich nicht an, gleichzeitig aber sehr elegant. Vor allem bei der Beschreibung von Personen und Gesprächen wird dies durch sehr eindrückliche Metaphern ergänzt, die mir nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen. “Sie biss sich auf die Lippen, wie um sich dafür zu bestrafen, dass sie zu viel gesagt hatte.” Ehe ich zu viel sage kurz und gut: ich bin süchtig. Für mich ist Ross Macdonald feines Krimi-Lesefutter, spannende Geschichten, die mich nicht mehr loslassen.

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  • Eine Krimi aus den 50er Jahren, etwas spröde und trocken...

    Schwarzgeld
    Callso

    Callso

    08. November 2016 um 15:34

    Manchmal greift man auch beim Buchhändeler zum falschen Buch oder oder gar in das falsche Regal. So ist es mir wohl bei "Schwarzgeld" von Ross Macdonald passiert. Auch in der neuen Übersetzung kommt der Krimi für mich sehr trocken, sehr verstaubt, sehr altbacken und leider auch wenig aufregend daher. Klar, ein Krimi aus den 50er Jahren, gleichwoh kann man den etwas flotter, frecher und knisternder schreiben. Ein Privatdetektiv schnüffelt in der High-Society herum und versucht aufzuklären, wer hinter der Person Margel steckt. Egal, wo er auftaucht, er erhält überall jede Menge Auskünfte und kann nach Herzenswunsch suchen, spionieren, aufklären und im Dreck wühlen. Auch die Polizei unterstützt ihn tatkräftig. Alleine diese Tatsache finde ich in der heutigen Zeit undenkbar. Doch es waren auch andere Punkte, die mich bei dem Buch nicht so überzeugt haben. Von der manchmal etwas holprigen Sprache des Autors, vom wenig charmanten und etwas undurchsichtigen Privatdetektiv Archer, von der sehr konstruierten und nur bedingt spannenden Geschichte, bis hin zur Zeit, die nur selten wirklich auflebt. Schade, ich wurde nur wenig warm mit dem Werk, so dass das Buch demnächst mein volles Bücherregal schnell wieder verlassen muss....

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