Ross Montgomery

 4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autorenbild von Ross Montgomery (©)

Lebenslauf von Ross Montgomery

Mehrfach ausgezeichneter Kinderbuchautor: Der britische Schriftsteller und Grundschullehrer Ross Montgomery, schrieb schon als Teenager Bücher, obwohl er lieber was für die Schule hätte tun sollen. Sein Debütroman Alex, the dog & the unopenable door wurde für den Costa Children’s Book of the Year und dem Branford Boase Award nominiert. In der Sunday Times wurde das Buch außerdem in die “Top 100 Modern Children’s Classics” aufgenommen. Seine weiteren Werke wurden für viele weitere renommierte Preise nominiert und ausgezeichnet. Ross Montgomery lebt mit seiner Freundin und Fun Bobby, seiner Katze in London und ist oft unterwegs um Workshops für kreatives Schreiben zu geben oder seine Bücher zu promoten.

Alle Bücher von Ross Montgomery

Cover des Buches Die Tornadojäger (ISBN:9783446258723)

Die Tornadojäger

 (4)
Erschienen am 20.08.2018
Cover des Buches The Building Boy (ISBN:9780571314102)

The Building Boy

 (1)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches The Tornado Chaser (ISBN:9780571298426)

The Tornado Chaser

 (0)
Erschienen am 03.07.2014

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Rezension zu "Die Tornadojäger" von Ross Montgomery

Skurrile Geschichte mit Spannung, Humor und einer wichtigen Botschaft
Skyline-Of-Booksvor 10 Monaten

Klappentext

„Tornado-Alarm im Städtchen Barrow, dem Heimatort von Owen und seinen vier Freunden, den unerschrockenen Tornadojägern! Barrow ist anders als andere Orte. Immerzu droht die Gefahr eines Tornados, und die Erwachsenen sind in heller Aufregung. Der 11-jährige Owen muss ständig einen Helm tragen, weil seine Eltern solche Angst um ihn haben. Er darf nicht auf Bäume klettern und soll immer pünktlich zu Hause sein. Owen macht da nicht mehr mit. Zusammen mit vier Freunden will er dem Beispiel seiner Großeltern folgen, die berühmte Tornadojäger waren. Sie wollen dem Sturm ins Auge sehen, allen erwachsenen Ängsten und Kontrollzwängen zum Trotz. Denn ein Leben ohne Abenteuer ist doch kein Leben, oder?“

 

Gestaltung

Mit dem angedeuteten grauen Tornado, in dessen Mitte in roten Buchstaben auf weißen Papierblättern der Buchtitel schwirrt, passt das Covermotiv super zum Buchinhalt. Auch erregen die knalligen Farben des Titels vor dem blauen Hintergrund sofort die Aufmerksamkeit. Die Kinder, die am unteren Bildrand auf ihren Fahrrädern entlangfahren, sehen mit ihren dunklen Capes sehr geheimnisvoll aus. Zudem passen sie hervorragend zur Geschichte! Ich finde das Cover daher super und schaue es gerne an.

 

Meine Meinung

Tatsächlich bin ich zunächst durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden und als ich dann den Klappentext las, war ich mir sehr sicher: das ist genau das richtige Buch für mich! Dann zeigte sich mir direkt auf den ersten Seiten, dass ich es hier mit einer ganz besonderen Geschichte zu tun habe, denn schon der Beginn von „Die Tornadojäger“ hat meine Neugierde geweckt. Hier erfuhr ich durch einen Brief von einem jugendlichen Insassen eines Gefängnisses. Doch um wen mag es sich dabei handeln?

 

Dieser Brief hat mich beim Lesen die ganze Zeit rätseln lassen, denn glücklicherweise wird erst kurz vor Schluss aufgedeckt, um wen es sich beim Insassen handelt. Dies hat mich gebannt an den Seiten des Buches kleben lassen und die Geschichte von dem 11jährigen Owen, der nach dem Brief die Erzählung übernimmt, interessiert verfolgen lassen. Owen ist mit seinen Eltern neu ins Städtchen Barrow gezogen und so gibt es viele erste Male. Wie beispielsweise der erste Tag an der neuen Schule oder das Erkunden des neuen Wohnortes, durch die ich gemeinsam mit Owen das Setting kennen lernen konnte.

 

Mir gefiel dabei, wie skurril und gleichzeitig glaubwürdig Barrow dargestellt wurde. In der Stadt haben alle Angst vor Tornados und Bärenangriffen, wodurch es zu einigen recht merkwürdigen Regeln (gerade für Kinder) kommt, um die Sicherheit aller zu gewährleisten (und das, obwohl Barrow als der sicherste Ort des Bezirks gilt). Ich fand es amüsant zu verfolgen, wie sehr die Angst doch das Handeln gerade der Erwachsenen bestimmt und wie der Autor Ross Montgomery die Erwachsenen aus Kindersicht darstellt.

 

Die Kindersicht von Owen war für mich sowieso sehr gelungen, denn dem Autor ist es sehr gut gelungen, die kindliche Sprache einzufangen und Owen Leben einzuhauchen. So lässt sich das Buch auch sehr einfach und schnell lesen. Hinzu kommt, dass ich das Verhalten der Erwachsenen wie Owen es beschreibt, sehr lustig fand und oftmals wirklich schmunzeln oder auch lachen musste, weil die Erwachsenen mit ihrem Tun einfach zum Kopfschütteln waren. Super süß fand ich auch die Illustrationen im Buch, die sich sehr schön auf die Erlebnisse im Buch beziehen und dieses visualisieren!

 

Sehr gefallen hat es mir, wie der Autor in diese lockere, humorvolle Sichtweise und Geschichte ernste Themen eingewoben hat. So verdeutlicht „Die Tornadojäger“ sehr schön, dass alle Menschen Angst vor irgendetwas haben, auch wenn sie vielleicht den Anschein machen, dass dem nicht so ist. Ich finde auch, dass das Buch verdeutlicht, dass es okay ist, Angst zu haben und dass man durch seine Ängste und die Überwindung dieser (oder auch das Leben mit ihnen) mutig wird. So hat das Buch eine sehr wichtige Botschaft, die mich sehr bewegt hat und die mir unglaublich gut gefallen hat. Für mich war sie eigentlich sogar das Beste am ganzen Buch!

 

Sehr cool fand ich auch Owen, der unter einem „Verzögerten Schockreflex-Syndrom“ leidet und daher zusammenzuckt nachdem er sich erschrocken hat. Deswegen wollen seine Eltern, dass er einen Helm trägt, wodurch er in der Schule natürlich auffällt. Doch Owen lässt sich nicht unterkriegen und genau das macht ihn total sympathisch, bewundernswert und stark. Seine vier neuen Freunde fand ich auch sehr facettenreich, denn jeder hat seine Stärken, aber auch Schwächen, die sich mit der Zeit zeigen. Das Freundschaftsband, das zwischen den fünf Kindern entsteht, war wirklich spürbar, denn bei ihrem neu gegründeten „Tornadojäger“-Klub und ihren Abenteuern wird ihr Zusammenhalt  sehr deutlich.

 

Fazit

Mir hat „Die Tornadojäger“ ausgesprochen gut gefallen, da das Örtchen, in dem das Buch spielt, wirklich skurril ist und die Handlung Humor mit ernsten Themen mischt. Die Kinder haben mir super gut gefallen, da sie alle sehr verschieden sind und super zusammenhalten. Ihre Sichtweise hat der Autor auch klasse dargestellt. Zudem mochte ich die Botschaft des Buches sehr, denn es geht um Angst und Mut und darum, dass es vollkommen in Ordnung ist, ängstlich zu sein, da jeder Mensch Angst hat. Gleichzeitig ist die Handlung aber auch sehr spannend und außergewöhnlich mit ihren „Tornadojägern“!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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Rezension zu "Die Tornadojäger" von Ross Montgomery

Owen und seine Freunde auf der Jagd nach einem Tornado
Pepamovor einem Jahr

Der 11-jährige Owen Underwood und seine Eltern sind nach Barrow gezogen. Barrow gilt als eines der sichersten Orte der Welt. Das Dorf ist von Tornadofalle umgeben und hält so schlimme Stürme fern. Ausserdem gelten für die Kinder strenge Regeln und Ausgangssperren, welche strikt eingehalten werden müssen. Kinder, die sich nicht daranhalten, droht ein Aufenthalt im Jugendbezirksgefängnis. Owen, der an einem «verzögerten Schocksyndrom» leidet, muss immer einen Helm tragen und darf fast nichts allein machen. An seinem ersten Schultag in der neuen Schule muss er allen erklären, weshalb er einen Helm trägt und er erfährt, dass in Barrow alles anders ist als in seiner bisherigen Schule. Hier gelten strenge Regeln und jedes Kind hat einen Heimwegpartner. Owen wird Callum zugeteilt und merkt schnell, dass dieser darüber nicht erfreut ist. Callum nennt sich selbst der härteste Junge von Barrow, doch bald stellt sich heraus, dass dies nicht zutrifft. Als sich Barrow ein Sturm nähert, geraten die Dorfbewohner in Panik und verstärken die Sicherheitsmassnahmen. Doch Owen und seine Freunde Callum, Ceri, Pete und Orlaith haben andere Pläne, sie wollen Tornadojäger werden und fliehen in einer stürmischen Nacht aus dem Dorf. Auf ihrer Jagd nach einem Tornado erleben sie einige Abenteuer und geraten in Gefahr.
Eine skurrile Geschichte über Menschen, welche in Folge grosser Angst nach sehr strengen Regeln und Verhaltensweisen leben und dabei ihren Kindern keinen Freiheiten zugestehen. Dadurch wird jedoch das Gegenteil erreicht und die Kinder, versuchen dem eingeschränkten Leben zu entkommen. Die Geschichte beginnt humorvoll, lustig und spannend, endet jedoch dramatisch. Die eher ernste Geschichte regt zum Nachdenken an und ist teilweise schwierig zu verstehen. Insgesamt eine spezielle Geschichte über Angst, Entscheidungen und Freundschaften, welche mit schwarzweissen Illustrationen ergänzt wird. 

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Rezension zu "Die Tornadojäger" von Ross Montgomery

Spannend und skurril - stürmisch eben. Aber mit einem Ende, das man nicht unterschätzen sollte ...
Damarisvor einem Jahr

Alleine die Buchbeschreibung kling schon etwas verrückt. Ein Ort, dem immerzu heftige Stürme drohen, ist plausibel. Eine Kindergruppe jedoch, die diese jagen wollen? Für mich war alleine das die Garantie für ein aufregendes, lustiges und tolles Leseerlebnis. Ich empfand das Buch als besonders und positiv-abgedreht. Bis auf das Ende; da wurde es dann ganz still und nachdenklich in mir.

Barrow ist ein Ort der Sicherheit. Das Dorf umgibt eine Schutzmauer aus Tornadofallen, die die gefährlichen Stürme von Kindern und Erwachsenen fernhalten sollen. Vor allem für Kinder gelten strenge Regeln. So gilt ab Nachmittags eine Ausgangssperre, und von der Schule darf ein Kind nur in Begleitung nach Hause gehen. Wer nicht spurt kommt ins Jugendbezirksgefängnis (!). Und genau darum sind Owens Eltern auch nach Barrow gezogen. Sie wollen den größtmöglichen Schutz für ihren Sohn (der zu seinem Leidwesen die ganze Zeit über einen Helm tragen muss - schließlich könnte er schlimm stürzen und sich verletzten). Doch Owen findet Freunde, und gemeinsam lehnen sich sich auf gegen die Regeln und Gesetze von Barrow. Sie wollen einen Tornado fangen!

Zugegeben, die ganze Geschichte klingt irgendwie sonderbar und skurril. Und genau so liest sich das Buch auch. Ein bisschen unwirklich, sogar leicht dystopisch, und trotzdem mit viel Humor und Spannung. Gerade das gefiel mir super. Für mich war auch klar, dass der Autor unsere Gesellschaft (Eltern) voller Regeln, Verboten und Fremdbestimmung bewusst aufs Korn nimmt und die Situation überspitzt. Was Anfangs noch ziemlich lustig beginnt, wird irgendwann im Verlauf der Handlung zu einem ernsten Fall für Owen und seine Freunde. Es kommen Dinge ans Licht, mit denen sie nicht wirklich gerechnet hatten.

Die anderen schauten mich mit großen Augen an.
"Ich will das nicht", sagte ich. "Nicht mehr. Ich habe es satt, mich zu fürchten." Ich wandte mich wieder dem Höhleneingang zu. "Ich werde jetzt herausfinden, wovor sie alle solche Angst haben." - S. 227


Das Buch ist wunderbar geschrieben. So spritzig, dass man ständig mitfiebert, und dann wieder so gefühlvoll und nachdenklich stimmend, dass es lange nachwirkt. Außerdem baut der Autor eine Wendung ein, die unerwartet kommt und vieles in ein anderes Licht rückt. Für junge Leser könnte diese allerdings etwas schwierig zu verstehen sein.
Am Ende ist das Buch dann nicht mehr lustig. Im Gegenteil. Es wird dramatisch, eigentümlich und tiefgründig. Erwartet hätte ich das nicht, und normalerweise mag ich gerade so etwas bei Geschichten sehr gerne. Persönlich hätte ich es mir hier jedoch anders gewünscht. Warum nur musste die Geschichte so enden? Ich hatte lange daran zu knabbern.

Fazit ...
Der Angst ins Gesicht zu blicken, eigene Entscheidungen zu treffen und füreinander einzustehen - das ist wohl die Botschaft des Kinderbuches "Die Tornadojäger". Verdeutlicht wird das Ganze auf sehr humorvolle, aber auch etwas skurrile Art. Stürmisch eben. Der Handlungsort, ja, die komplette Geschichte ist wirklich ungewöhnlich und packend. Die Wirkung, die das Buch am Ende hat, ist nicht zu unterschätzen. Um mich wurde es windstill und ruhig. Es hat mich noch lange beschäftigt. Unbedingt anschauen!

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