Ross Thomas Am Rand der Welt

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Inhaltsangabe zu „Am Rand der Welt“ von Ross Thomas

Deutscher Krimipreis 1990 Dieser Politthriller spielt unmittelbar nach dem Ende des Marcos-Regimes auf den Philippinen 1986. Als der Terrorismusexperte Booth Stallings seinen Job verliert, erhält er von regierungsnahen amerikanischen 'Geschäftsleuten' den Auftrag, einen 5-Millionen-Dollar-Deal mit einem philippinischen Terroristen abzuwickeln, für ein hübsches Honorar versteht sich. Seine Auftraggeber wollen den Guerillaführer damit in den Ruhestand zwingen. Stallings, der den Guerillero Jahrzehnte zuvor im Zweiten Weltkrieg kennen gelernt hat, zweifelt an den lauteren Absichten seiner Auftraggeber. Er faßt den Entschluß, die Millionen mit der kompetenten Unterstützung von Hochstapler Maurice 'Otherguy' Overby und den Glücksrittern Artie Wu – Anwärter auf den Kaiserthron von China – und Quincy Durant zu stehlen, da sie eine bessere Verwendung dafür haben. 'Am Rand der Welt ist einfach genial. Ross Thomas führt uns, gemeinsam mit einem erstaunlichen Aufgebot an Figuren, an den Rand der Welt, in einer Geschichte, die sich windet und schlängelt und niemals innehält.' Elmore Leonard

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  • Rezension zu "Am Rand der Welt" von Ross Thomas

    Am Rand der Welt
    BertieWooster

    BertieWooster

    13. February 2011 um 11:26

    Booth Stallings, ein sechzigjähriger Terrorismusexperte, wird zu Beginn des Jahres 1986 von seinem Arbeitgeber aus dubiosen Gründen entlassen, aber kurz darauf von dem ebenso dubiosen Dichter Crites für einen heiklen Auftrag angeheuert. Er soll fünf Mio. $ an einen philippinischen Extremisten Espiritu übergeben, damit dieser sozusagen in den Ruhestand wechselt. Denn Stallings hat im 2. Weltkrieg zusammen mit Espiritu gegen die japanischen Besetzer im Untergrund gekämpft. Man kennt sich also. Natürlich ist Stallings klar, dass an diesem Auftrag etwas faul ist. Schnell ist der Plan gefasst, diese fünf Mio. $ abzustauben. Dazu braucht er aber Hilfe. Über seinen Schwiegersohn und Wirtschaftsverbrecheranwalt, kommt er in Kontakt zu dem zwielichtigen „Housesitter“ Maurice „Otherguy“ Overby. Der soll ihm wiederum die Verbindung zu den Experten für schwierige Fälle Artie Wu und Quincy Durant bringen. Wie der Zufall es so will, sind diese gerade auf den Philippinen tätig und zur Zeit abgebrannt. Denn ihr Versuch in der Versicherungsbetrugsbranche Geld zu verdienen, ist durch die Ermordung ihres Kontaktmannes gescheitert. Die Philippinen befinden sich derzeit in einem etwas chaotischen Zustand. Der Diktator Ferdinand Marcos musste auf Grund des Drucks der Bevölkerung seine sieben Sachen und so nebenbei auch ein paar Milliarden $ und seine Frau Imelda ein paar ihrer Schuhe packen und ins Exil gehen. Das kommt einen zur Zeit doch bekannt vor. Fraglich ist es, ob es die Regierung von Frau Aquino schaffen wird, die Demokratie zu erhalten, oder wird es zu einem Putsch der Militärs kommen. Was machen die Untergrundkämpfer oder wird sogar Marcos zurückkommen. Die Möglichkeit die fünf Millionen abzusahnen kommt Artie und Quincy gerade recht. So ist auch schnell ein Plan geschmiedet. Die ganze Sache kompliziert sich jedoch, als eine Freundin von Quincy ermordet wird, sich die philippinische Polizei einmischt und auch der amerikanische Secret Service auftritt. Außerdem bekommt Booth Stallings noch eine Aufpasserin in Form der Ex-Agentin Georgia Blue. Aber wer wird bei fünf Millionen nicht schwach. So beginnt ein Katz und Maus Spiel. Wer will wen betrügen, was ist geplant, was Zufall? Auch wenn Artie und Quincy stets cool und abgebrüht wirken, es läuft nicht alles nach Plan. Denn es gibt auch einige unbekannte Variablen. Wer sind die Auftraggeber und was haben die tatsächlich vor, was will der Terrorist Espiritu und welche Rolle spielt der amerikanische Geheimdienst? Ein Krimi mit historischem Hintergrund, der aber gerade jetzt wieder sehr aktuell erscheint. Denn er beleuchtet auch die historischen Hintergründe und politischen Seiten eines Umsturzes. Er bezieht nicht so sehr seine Spannung aus einem dramatischen Handlungsablauf. Vielmehr ist es spannend zu sehen, wer sein eigenes Süppchen kocht und wer wessen Pläne durchkreuzt. Es mutet fasst wie ein Schachspiel an, in dem mit Finten und Fallen gespielt wird. Insgesamt ein sehr abwechslungsreicher spannender Krimi, mit einem interessanten Nachwort.

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