Ross Welford

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Der 1000-jährige Junge

 (5)
Neu erschienen am 14.01.2019 als Hardcover bei Coppenrath.

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Zeitreise mit Hamster

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 (32)
Erschienen am 31.01.2017
Der 1000-jährige Junge

Der 1000-jährige Junge

 (5)
Erschienen am 14.01.2019

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Rezension zu "Der 1000-jährige Junge" von Ross Welford

Der 1000-jährige Junge
FrauTinaMuellervor 2 Tagen

Ross Welford war mir ja schon ein Begriff: Mit seinen ersten beiden Kinderbüchern „Zeitreise mit Hamster“ und „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ und seiner wunderbaren Schreibe hat er mich ja damals schon sehr eingenommen. Als ich auf der Buchmesse von Herrn Rensing erfuhr, dass es ein neues Buch mit dem Titel „Der 1000-jährige Junge“ geben wird, war ich schier hin und weg. Und als ich den Klappentext in der Pressemitteilung gelesen habe, wusste ich, dieses Buch musste ich einfach lesen. Gesagt getan.



Der erste Satz:
„Mam und ich saßen auf einem flachen Felsen und schauten hinüber zur Flussmündung, wo sich die Rauchschwaden aus dem Dorf mit den tief hängenden Wolken vermischten.“ (Gelesen auf Seite 9)

Der Hauptprotagonist in Ross Welfords neuem Buch ist Alfie Monk. Alfie ist kein gewöhnlicher Junge. Er sieht zwar aus wie elf Jahre, ist aber in Wirklichkeit schon über 1000 Jahre. Unvorstellbar, denkt ihr jetzt? Ja, mir ging es beim Lesen auch so, ich habe mir vorgestellt, dass mein Sohn, der ja auch elf Jahre alt ist, eines Tages einen neuen Junge mit nach Hause bringt, der Alfie heißt und aussieht wie elf. Doch vom Gefühl her älter, reifer, weiser wirkt. Ein fantastische Vorstellung ;-).

„Als ich aufgehört habe zu altern, hatten die Wikinger ihre Besetzen vom Nordosten Englands schon so gut wie abgeschlossen.“ (Gelesen auf Seite 16)

Alfie hat schon die Winkinger gesehen und sogar Charles Dickens persönlich getroffen (er hat sogar signierte Originalausgaben von ihm) … Alfie lebt zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls eine Nimmertote ist (keine unsterbliche Person, Nimmertote können sterben, sind aber alterslos) … Auch seine Katze Biffa ist so alt. Die drei leben zusammen in einem alten, kleinen Haus im Wald. Sie wären sicher weiterhin nicht aufgefallen, wenn nicht das Haus plötzlich Feuer gefangen hätte und Alfies Mutter dabei ums Leben gekommen wäre.  Und so landet der 1000-jährige Junge in einem Kinderheim und es wird täglich schwerer, sein Geheimnis für sich zu behalten. Wem kann er vertrauen? Alfie hat die Nase voll vom Nimmertotsein und möchte endlich normal altern. Doch das geht nur mit einer bestimmten Sache. Er hat das große Glück, zwei neue Freunde zu treffen und gemeinsam mit Aidan und Roxy möchte er sein Vorhaben umsetzen.

Köstlich die Szene, in der Alfie in der Ausstellung „Abenteuer Angelsachsen“ seine Kommentare zu den Aufbauten und zur Gestaltung abgibt und wo die Klasse von einem verkleideten Mann begrüßt wird:

„Sag junger Mann, was stört dich? Warum glaubst du nicht, dass ich ein echter angelsächsischer Bauer bin?“ Ohne zu zögern, antwortete Alfie: „Sie sind viel zu sauber.“  (Gelesen auf Seite 228)

Auch mit seinem Buch ist Ross Welford einmal mehr ein zauberhaftes Kinderbuch gelungen. Ich habe das Lesen richtig genossen, auch wenn mir „Zeitreise mit Hamster“ einen Tick besser gefallen hat, so fand ich die Idee des Buches grandios. Wie in seinen anderen beiden Büchern finden sich auch in seinem neusten Wurf fantastische Elemente … ich bin gespannt, welche Thematik er in seinem nächsten Buch aufgreifen wird, denn die Themen Zeitreise, Unsichtbarkeit und Unsterblichkeit sind ja nun abgedeckt. Ich liebe seine Art des Schreibens, denn egal wie abstrus gewisse Dinge und Themen auch sein mögen, Ross Wellford gibt mir beim Lesen das Gefühl, dass alles möglich ist, wenn wir es uns nur vorstellen können. Realität und Fiktion verschmelzen zu wunderbaren Geschichten, die mich als Leserin herrlich mit auf eine wundersame Reise genommen haben.

In meinen Augen ist Ross Welford auch mit seinem neuen Werk erneut ein wundervolles Kinderbuch gelungen. Im Vergleich zu seinen beiden vorherigen Büchern empfinde ich es als ein wenig schwächer, aber ich mag die Art, wie der Autor schreibt und habe richtig schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht. Richtig zum Dahinschmelzen fand ich die Freundschaft Alfies mit Aidan und Roxy (ein toller Mädchen-Charakter!). In der Geschichte, die einige tiefe Momente hat,  geht es um Freundschaft, Zusammenhalten, füreinander da sein, miteinander Zeit zu verbringen und sich gegenseitig zu unterstützen. Zudem hat mir das Buch hinsichtlich ewigen Leben zu sehr vielen nachdenklichen Momenten verholfen - über das Leben und den Tod an sich. Möchte ich über 1000 Jahre lang leben? Ich denke nein, einige hundert Jahre ja, aber irgendwann wäre mir das auch zu lange … Oder was meint ihr?

Das Buch ist spannend, an keiner Stelle langweilig und Ross Welford schreibt gewohnt lebendig und unterhaltsam. Durch die abwechselnd erzählte Ich-Perspektive von Aidan und Alfie ist die Geschichte sehr abwechslungsreich und bietet dem Leser zwei Perspektiven. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Aidan und Alfie in der Ich-Perspektive erzählt, so kam eben keine Langeweile auf und man hatte beim Lesen immer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein und die Geschichte auch aus zwei Perspektiven zu erleben.

Fazit:  „Der 1000-jährige Junge“ von  Ross Welford ist ein temporeiches, hinreißendes, wunderbar unterhaltsames, spannendes Kinderbuch, das eine famose Mischung aus Wirklichkeit und Fiktion bietet. Und natürlich kommt auch der britische Humor nicht zu kurz ;-)! Empfehlenswert für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren und für alle, die gerne gute Kinderbücher lesen. Ich kann euch das Buch nur sehr ans Herz legen, es liest sich sehr schnell ;-)!

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M

Rezension zu "Der 1000-jährige Junge" von Ross Welford

Voller wichtiger Lehren...
Moebookvor 4 Tagen

Als ich mir den Klappentext zu diesem Buch durchgelesen habe, wusste ich sofort: Ich muss es besitzen! Ich war mir sofort im Klaren, dass dieses Buch vieles Wichtige ansprechen würde, weswegen ich kaum darauf warten konnte, es zu besitzen.

Alfie Monk kann durch eine Lebensperle unendlich lange leben, aber seit dem Tot seiner Mutter möchte er das nicht. Eine lange Historie hat für sein ewiges Leben gesorgt, auf das er nun verzichten möchte, in der modernen Welt lernt er den Jungen Aidan und das Mädchen Roxy kennen, mit denen er sich sehr gut anfreundet. Auf der Suche nach einem Weg, sein Leben loszuwerden, muss sich Alfie leider einer Historie und manchen Fieslingen stellen...

Hört sich das nicht super an? Sieht dieses Buch nicht klasse aus? Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch gesetzt und das hat sich ausgezahlt, dieses Buch konnte mich wirklich auf allen Ebenen begeistern und wenn ihr den Kauf dieses Buches nicht bereuen wollt, dann lest euch diese Rezension gut durch!

Ich fand es wirklich sehr schön, wie der Autor die Gegenwart für jemanden wie Alfie beschreibt, denn den Umgang mit Smartphones etc. kennt er nicht. Das war ein schöner Handlungspunkt, dann mit unserer Welt klarzukommen, in der Vergangenheit zu schnüffeln und sich auf eine Mission zu begeben, dieses Netz hat für gar keine Verwirrungen gesorgt und konnte mich im Gegenteil sogar richtig begeistern!

Ich hatte das Buch an zwei Tagen durchgelesen, der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, der gleichzeitig sehr poetisch ist. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe eine Menge Zitate rausgeschrieben. Ich kann echt nicht zeigen, für welches ich mich entscheiden soll, dieses Buch steckt einfach voller wichtiger Lehren.

Außerdem haben mich die Charaktere sehr überzeugen können. Anhand von Alfie, Roxy und Aidan war festzustellen, was wahre Freundschaft auszeichnet, denn sie unterstützen ihn durchgehend und begleiten ihn bei diesem Abenteuer, sie sind stets treu geblieben.
Alfie als Protagonist war sehr spannend mitzuverfolgen, da er ehrgeizig, aber auch sehr voller Emotionen steckt, das war wirklich bemerkenswert ausgearbeitet, da er so ein braver und netter Junge ist, der sich diese tragischen Aspekte nicht verdient hat!

Lesefazit
Wenn ihr nicht sofort dieses Buch kauft, macht ihr einen Fehler, denn es ist ein Jahreshighlight, ein Buch voller wichtiger Lehren, ein Buch, das jeder entdecken muss. Ich vergebe volle 100/5 Sternen!

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Rezension zu "Der 1000-jährige Junge" von Ross Welford

Humorvoll, spannend, originell und einfach nur schön!
CorniHolmesvor 4 Tagen

Mit seinen ersten beiden Kinderbüchern konnte mich Ross Welford richtig begeistern. Als ich nun in der Vorschau des Coppenrath Verlags entdeckte, dass es ein neues Kinderbuch von ihm geben wird, war meine Freude groß gewesen. Da wusste ich auch schon, ehe ich mir überhaupt den Klappentext durchgelesen hatte, dass ich „Der 1000-jährige Junge“ unbedingt lesen möchte.

Alfie Monk ist anders als die Kinder in seinem Alter. Obwohl er aussieht wie elf, zählt er tatsächlich schon 1000 Jahre. Wenn man ihm begegnet, würde man niemals auf die Idee kommen, dass Alfie die Zeit der Wikinger in England miterlebt hat oder Charles Dickens höchstpersönlich begegnet ist. So etwas geht ja auch eigentlich gar nicht. Tja, eigentlich. Denn Alfie ist tatsächlich ein 1000-jähriger Elfjähriger und lebt zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls eine Nimmertote ist und der Katze Biffa gut versteckt in einem kleinen Häuschen im Wald.
Als Alfies Mutter eines Tages durch ein schreckliches Feuer ums Leben kommt, ist Alfie plötzlich auf sich alleine gestellt. Er landet in einem Kinderheim und es wird zunehmend schwieriger sein großes Geheimnis zu wahren. Alfie aber möchte gar kein ewiges Leben mehr führen, er möchte ganz normal altern und schließlich irgendwann sterben. Doch um kein Nimmertoter mehr zu sein, muss er an einen geheimen und gut versteckten Ort reisen. Zum Glück muss er dieses große Abenteuer nicht alleine antreten. Seine beiden neuen Freunde Aidan und Roxy sind sofort bereit, ihm bei seinem Vorhaben zu helfen.

In meinen Augen ist Ross Welford auch mit seinem neuen Werk erneut ein wundervolles Kinderbuch gelungen. Im Vergleich zu seinen beiden vorherigen Büchern empfinde ich es als ein wenig schwächer, aber ich bin natürlich dennoch ganz begeistert und habe richtig schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht.

Wie in „Zeitreise mit Hamster“ und „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ beinhaltet auch dieses Buch Fantasy-Elemente. Nach Zeitreisen und der Unsichtbarkeit ist nun also das ewige Leben an der Reihe. Alle drei Themen finde ich wahnsinnig interessant. Und das Coole bei den Büchern von Ross Welford ist: Der Autor hat ein Händchen dafür diese total unrealistischen Dinge so rüberzubringen, dass man fast annehmen könnte, dass sie tatsächlich möglich sind. Man weiß natürlich, dass so etwas wie in der Zeit reisen, sich unsichtbar machen oder tausend Jahre alt werden nicht geht, aber der Autor hat`s einfach drauf, Realität und Fiktion so gekonnt zu vermischen, dass man es irgendwie doch für möglich halten könnte. Wobei ich diesen Punkt in den beiden vorherigen Büchern deutlicher gelungener fand.

In „Der 1000-jährige Junge“ hatte ich nicht diesen Effekt, dass ich für einen Moment dachte, hey, ja, klingt irgendwie logisch, vielleicht ist das ja doch möglich? Wie es Alfie gelungen ist, tausend Jahre alt zu werden und dabei immer noch wie ein Elfjähriger auszusehen, ist doch sehr kreativ und fantasiereich. Da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich hier nicht erzählen, wie es eigentlich sein kann, dass Alfie zu einem Greis im Körper eines elfjährigen Junge wurde. Wenn ihr das gerne wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet, das Buch ist echt klasse! :D

Besonders gut gefallen hat mir, das wichtige Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt sehr im Vordergrund der Handlung stehen. Und auch die Bedeutung und der Sinn des Lebens ist ein großes Thema in der Geschichte. Sie gewinnt dadurch sehr an Tiefe und stimmt einen nachdenklich.

Bei mir war es hier wieder so wie bei den beiden vorherigen Büchern von Ross Welford: Einmal angefangen mit dem Lesen flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil ist einfach super, er ist locker-leicht und flüssig und herrlich humorvoll. Der Humor von dem Autor ist stets ganz nach meinem Geschmack; seine Bücher liefern mir immer eine Menge Gründe zum Schmunzeln. So auch hier, auch wenn meine Gesichtsmuskeln hier nicht ganz so aktiv waren wie bei Ross Welfords vorherigen beiden Büchern. „Der 1000-jährige Junge“ ist doch deutlich ernster. Sehr gut unterhalten hat mich das Buch aber natürlich trotzdem.

Wie man sich denken kann, benimmt sich Alfie nicht so ganz wie ein typischer Elfjähriger zu unserer Zeit. Seine Art zu sprechen zum Beispiel ist doch etwas ungewöhnlich und altmodisch. Und auch sein Wissen ist enorm groß. Logisch, schließlich hat er schon so einige Jahrhunderte miterlebt.

Wenn andere Menschen auf Alfie treffen, spüren sie sofort, dass mit ihm etwas nicht stimmt. So auch die beiden Kinder Aidan und Roxy.
Roxy ist ein kleines, quirliges und äußerst cleveres Mädchen, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Auch Aidan und Alfie sind zwei richtig sympathische Charaktere. Ich mochte alle drei Kinder unheimlich gerne.

Erfahren tun wir alles im Wechsel von Aidan und Alfie in der Ich-Perspektive. Da ist es dem Autor in meinen Augen prima gelungen, den Schreibstil so anzupassen, dass man die ganze Zeit weiß, dass Aidan ein Junge aus unserer Zeit ist und der liebe Alfie einige Jährchen mehr zählt. Die verschieden Erzählperspektiven machen das Lesen wunderbar abwechslungsreich und richtig unterhaltsam.

Spannend geht es natürlich auch zu. Ich habe das Buch als sehr temporeich empfunden, sodass für mich beim Lesen an keiner Stelle Langeweile aufkam. Besonders zum Ende hin bin ich richtig ins Mitfiebern geraten.

Kinder, die eher ungern zu etwas dickeren Büchern greifen, sollten sich von den gut 380 Seiten bloß nicht abschrecken lassen. Das Buch liest sich wirklich schnell und richtig gut. Nicht nur aufgrund der packenden Handlung und dem tollen Schreibstil – auch die herrlich kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man das Buch im Nu durch hat. Die Kapitel sind stellenweise wirklich extrem kurz, manchmal umfassen sie sogar nur eine Seite. So etwas heiße ich in Büchern ja immer sehr willkommen, ich bin überhaupt kein Fan von langen Kapiteln.

Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. In meinen Augen ist es aber auch für deutlich ältere Leser absolut lesenswert.

Fazit: Mit „Der 1000-jährige Junge“ ist Ross Welford erneut ein richtig schönes Kinderbuch gelungen, welches einen tollen Mix aus Realität, Fiktion, Humor, Spannung und wichtigen Werten enthält. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann das Buch Kindern und Erwachsenen, die gerne witzige, teilweise auch ernste und zum Mitfiebern einladende Abenteuerromane lesen, wärmstens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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