Roswitha Quadflieg

 3,9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Neun Monate, Bis dann und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Roswitha Quadflieg

Roswitha Quadflieg, geboren 1949 in Zürich, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Malerei, Graphik, Illustration und Typographie. Von 1973 bis 2003 betrieb sie die Raamin-Presse in Schenefeld am Stadtrand Hamburgs und illustriert außerdem diverse Kinderbücher. Seit 1985 schreibt sie eigene Texte seit 2003 ist sie ausschließlich Schriftstellerin. Heute lebt sie in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Ausgestoßene. L'Expulsé. The Expelled (ISBN: 9783518243213)

Der Ausgestoßene. L'Expulsé. The Expelled

Erscheint am 06.12.2021 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Roswitha Quadflieg

Cover des Buches Brief an meine Schwester (ISBN: 9783351036201)

Brief an meine Schwester

 (12)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Neun Monate (ISBN: 9783351034146)

Neun Monate

 (5)
Erschienen am 12.09.2014
Cover des Buches Das kleine Lumpenkasperle (ISBN: 9783522435376)

Das kleine Lumpenkasperle

 (4)
Erschienen am 12.09.2006
Cover des Buches Alles Gute (ISBN: 9783518397572)

Alles Gute

 (2)
Erschienen am 01.07.2001
Cover des Buches Requiem für Jakob (ISBN: 9783847752448)

Requiem für Jakob

 (2)
Erschienen am 10.12.2014
Cover des Buches Fabels Veränderung. Roman in einem Kapitel (ISBN: 9783716020586)

Fabels Veränderung. Roman in einem Kapitel

 (1)
Erschienen am 01.07.2002
Cover des Buches Frei (ISBN: 9783958901865)

Frei

 (0)
Erschienen am 29.06.2018

Neue Rezensionen zu Roswitha Quadflieg

Cover des Buches Brief an meine Schwester (ISBN: 9783351036201)tardys avatar

Rezension zu "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton

Brief an meine Schwester
tardyvor 6 Jahren

Die Schauspielerin Leslie Malton schreibt in diesem Buch einen Brief an ihre Schwester. Diese leidet am sogenannten Rett-Syndrom, eine bislang unerforschte und sehr seltene Krankheit. Die Betroffenen sind nicht alleine lebensfähig und können nur mit den Augen sprechen. Eine Diagnose wurde erst im Jahr 2012 gestellt, Marion galt einfach als "anders". Leslie Malton schreibt offen und ehrlich über ihre Schwester, über die großen und kleinen Sorgen und Probleme, aber auch über Glück und die große Liebe und Zuneigung zu Marion. Sie berichtet auch von falschen Behandlungsmethoden, die Rückschritte oder Stagnation für die Patientin bedeuten. Es ist sicher schwierig für eine Familie, ein schwer krankes Kind zu haben. Wenn man dann erst sehr spät erfährt, woran es erkrankt ist und dadurch versäumt hat das Kind entsprechend zu fördern, kann man durchaus Selbstzweifel bekommen. Leider ist es ja so, dass seltene Krankheiten für die Pharmaindustrie sehr unrentabel sind und deswegen wird auch hier eine Forschung nicht oder nur sehr wenig unterstützt. Diese Problematik ist natürlich sehr ungünstig für die Betroffenen. Deshalb finde ich es gut, dass Leslie Malton die Rett-Forschung unterstützt und dieses Buch geschrieben hat. Es gehört Mut dazu derart private Dinge zu veröffentlichen. Das Buch ist sehr informativ und sollte viele Leser finden.

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Cover des Buches Brief an meine Schwester (ISBN: 9783351036201)JDaizys avatar

Rezension zu "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton

eine Autorin als Botschafterin für das Bett-Syndrom
JDaizyvor 6 Jahren

„Doch Rett ist keine wirklich degenerative Erkrankung. Rett-Mädchen können ihr Leben lang dazulernen, neue Fähigkeiten erwerben. Man muss ihnen nur sehr viel mehr Zeit geben als anderen Kindern, darf sie nicht unter Druck setzen und auf gar keinen Fall herablassend über sie reden, das merken sie sofort. ⎜…⎟ Man muss einfach nur geduldig mit ihnen sein. Die wortlose Sprache lernen. Sich abgewöhnen, ständig etwas erreichen zu wollen. Rett, eine Herausforderung für unsere auf Effizienz ausgerichtete Leistungsgesellschaft.“


Obwohl ich selbst keine Erfahrung mit dem Rett-Syndrom habe, habe ich dieses Buch erworben, weil mich der Text auf dem Buchrücken neugierig gemacht hatte.

„Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene - die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot.“ (Klappentext)

Wie schwer ist es, in einer Familie aufzuwachsen, in der ein Kind gesund und ein anderes behindert ist? Was heißt es für die Angehörigen? Und was heißt es für das heranwachsende behinderte Kind?
Im Buch „Brief an meine Schwester“ treffen genau diese Welten aufeinander: eine amerikanische Diplomatenfamilie mit zwei Töchtern Leslie und Marion. Leslie ist gesund, ihre nur ein Jahr jüngere Schwester Marion (plötzlich) behindert. Keiner weiß, was ihr fehlt und auch die Ärzte sind lange Zeit ratlos. Der Familienalltag wird durch die aufopferungsvolle Pflege und die Sorge um Marion Zukunft bestimmt. Angst, Verzweiflung, Gewissensbisse, Kraftlosigkeit und immer diese quälende Ungewissheit. Was ist die Ursache für ihre Behinderung? Hätte man etwas anders machen müssen, anders machen können? Und trägt man selbst vielleicht sogar eine Schuld an Marions Behinderung?

Offen und berührend schreibt die Schauspielerin Leslie Malton einen Brief an ihre Schwester.
Sie schreibt von ihrem Leben in Deutschland und wie oft sie an ihre Schwester und ihre Mutter, die im fernen Amerika leben, denken muss. Sie schreibt von Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit und von ihren Ängsten und Sorgen um die „kleine“ Schwester.
Vor allem aber gibt sie einer rätselhaften Behinderung - dem Rett-Syndrom - einen Namen. Sie beschreibt, wie es sich symptomatisch äußert, woran man es erkennen kann und gibt Hoffnung für Erkrankte (und insbesondere für ihre Angehörige).
Besonders bewegt hat mich dabei, dass sie - neben der Behinderung - auch weitere Themen anspricht, die oft tabuisiert werden: medizinische Versuche an Schutzbefohlenen, Zwangssterilisation, Misshandlungen unter staatlicher Obhut und Kritik an dem medizinischen und sozialen Betreuungssystemen.
Aber sie macht auch Mut, erklärt, dass Rett-Mädchen - innerhalb ihrer Grenzen durch die Behinderung selbst - durchaus eine gute Entwicklungsmöglichkeit haben und ermutigt zum Austausch. Die Botschaft: ihr seid nicht allein!

Eine kleine Anmerkung habe ich. Für mich wurde der Brief zum Ende hin etwas zu „autorenlastig“. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schwerpunkt beim Rett-Syndrom und den gemeinsamen Erinnerungen der Schwestern verbleibt. Leider gab es auch keinen Ausblick auf die für mich brennendste Frage: Was passiert nach dem Tod der Mutter mit Marion?


Fazit:
Ein Buch, dass über eine seltene, rätselhafte Behinderung: das Rett-Syndrom aufklärt und offen und berührend, die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die unterschiedlicher nicht sein können.
Ein Brief voller Selbstzweifel, Ohnmacht und Sehnsucht, aber auch voller Hoffnung und tiefer innerer Vertrautheit.
„Die Geschichte einer Schwesternliebe, die sich über Krankheit und Ozeane hinwegsetzt.“ 

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Cover des Buches Brief an meine Schwester (ISBN: 9783351036201)DarkReaders avatar

Rezension zu "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton

Berührend, emotional und absolut lesenswert!
DarkReadervor 6 Jahren

Als ich hier bei LB auf das Buch aufmerksam wurde, weckte es meine Neugierde und ich bewarb mich für ein Exemplar des Buches. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber sicher nicht einen "ganz normalen" Umgang mit einer Krankheit, die alles andere als "normal" ist, weil kaum erforscht.
Leslie Malton erzählt von ihrer Schwester Marion und dem Rett-Syndrom, einer fast unbekannten Krankheit. Sie beschreibt die Odyssee der Familie durch Arztpraxen und Krankenhäuser, bis endlich die richtige Diagnose gestellt wurde. Und sie beschreibt den Umgang mit Marion, ihrer erkrankten Schwester.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sehr überrascht - positiv überrascht darüber war, dass es in diesem Buch Stellen gibt, die den Leser zum Schmunzeln bringen.
Wie die Familie mit der Krankheit und Marion umgeht ist einfach wunderbar und ich kann vor der Stärke nur "den Hut ziehen". Doch nicht nur vor der Familie und den Freunden, nein, auch vor Marion!

Ich bewundere Frau Malton für ihren Mut, in die Öffentlichkeit zu gehen und auf diese Krankheit aufmerksam zu machen.

Ich möchte mich bedanken, dass ich das Buch lesen durfte und hoffe, es schärft das Bewusstsein vieler Menschen für diese - fast - unbekannte Krankheit und trägt mit dazu bei, dass auf dem Gebiet geforscht wird - auch wenn das keinen Profit bringt für die Pharma-Industrie, weil der Absatz eines solchen Medikaments viel zu gering wäre.

Was - und wieviel durch Öffentlichkeit erreicht werden kann sehe ich jedes Jahr wieder zur Weihnachtszeit, wenn im TV die Spenden-Gala der Leukämie-Stiftung des spanischen Star-Tenors José Carreras gesendet wird.
Vielleicht gibt es so etwas irgendwann auch für so unbekannte und unerforschte Krankheiten wie das Rett-Syndrom.
Ich würde es den Betroffenen, ihren Familien und Freunden so sehr wünschen.

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