Roswitha Quadflieg

 4,4 Sterne bei 144 Bewertungen
Autor*in von Neun Monate, Ihr wart doch meine Feinde und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Roswitha Quadflieg, geboren in Zürich als jüngste Tochter des Schauspielers Will Quadflieg, studierte Malerei, Graphik, Illustration und Typografie in Hamburg und arbeitete zwischen 1973 und 2003 als Buchkünstlerin und Verlegerin in der eigenen Verlagswerkstatt Raamin-Presse am Stadtrand Hamburgs. Seit 1985 ist sie außerdem Schriftstellerin, sie schreibt Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Heute lebt sie in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Roswitha Quadflieg

Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)

Die unendliche Geschichte

(7.061)
Erschienen am 28.11.2024
Cover des Buches Brief an meine Schwester (ISBN: 9783351036201)

Brief an meine Schwester

(13)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Das kleine Lumpenkasperle (ISBN: 9783522458825)

Das kleine Lumpenkasperle

(5)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches »Ich will lieber schweigen« (ISBN: 9783985681716)

»Ich will lieber schweigen«

(5)
Erschienen am 24.04.2025
Cover des Buches Neun Monate (ISBN: 9783351034146)

Neun Monate

(5)
Erschienen am 12.09.2014
Cover des Buches Ihr wart doch meine Feinde (ISBN: 9783867302241)

Ihr wart doch meine Feinde

(3)
Erschienen am 01.02.2022
Cover des Buches Alles Gute (ISBN: 9783518397572)

Alles Gute

(2)
Erschienen am 01.07.2001
Cover des Buches Requiem für Jakob (ISBN: 9783847752448)

Requiem für Jakob

(2)
Erschienen am 10.12.2014

Neue Rezensionen zu Roswitha Quadflieg

Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
Biillchens avatar

Rezension zu "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende

Biillchen
Eine wundervolle Geschichte mit viel Sinn

Hinter der fantasievollen Erzählung verbirgt sich eine kraftvolle Reise zu sich selbst. Besonders beeindruckend ist, wie die Geschichte zeigt, was verloren geht, wenn man sich selbst aufgibt, um Erwartungen zu erfüllen oder jemand anderes zu sein. Sie erinnert daran, wie wichtig Mut, Identität und innere Wahrheit sind. Ein zeitloses Buch, das weit über ein Märchen hinausgeht und lange nachwirkt.

Cover des Buches »Ich will lieber schweigen« (ISBN: 9783985681716)
Silberhauch04s avatar

Rezension zu "»Ich will lieber schweigen«" von Will Quadflieg

Silberhauch04
Eine interessante Lektüre

Nach dem Tod der Mutter, fand Roswitha Quadflieg, die jüngste von fünf Geschwistern, eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe und Kurioses“. Erst Jahre später in der Corona Zeit packte sie diese Kiste aus und fand ein Tagebuch ihres Vaters, Will Quadflieg, aus den Jahren 1945 und 1946, als er von seiner Familie getrennt war. Da sich ihre Eltern scheiden ließen, als sie dreizehn Jahre alt war, kannte sie ihren Vater kaum. Mit dem Tagebuch und den Briefen versuchte sie Antworten auf unbeantwortete Fragen zu finden. Auf welcher Seite stand ihr Vater in Kriegszeiten oder wurde er protegiert, da er zu der Zeit schon ein berühmter Schauspieler war. 


Ich fand diese Lektüre sehr interessant. Die Tagebucheinträge wurden immer wieder durch Recherchen oder Inhalte, die in Briefen gefunden wurden, unterbrochen. Passten zum Beispiel die Auftrittsorte, die im Tagebuch standen mit den tatsächlichen Auftritten überein. War manches vielleicht erdacht? Es war schon ein wenig suspekt, wie es einem angesehenen Schauspieler in Kriegszeiten ging im Gegensatz zur restlichen Bevölkerung. Durch das im Krieg befindliche Land zu reisen, um Auftritte zu absolvieren und Essen im Offizierskasino einzunehmen, hörte sich überhaupt nicht nach Krieg an. Es gab zwar auch Szenen im Luftschutzbunker, trotzdem las es sich so „harmlos“. Allerdings habe ich auch schon einige andere Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen, die nicht von prominenten Menschen handelte. 


Deswegen fand ich diese Sicht äußerst interessant. Allerdings konnte sich auch die Autorin wenige Fragen beantworten, da dies wohl nur ihr Vater hätte tun können. 


Fazit:

Eine äußerst interessante Geschichte aus dem Tagebuch eines Vaters und Schauspielers. 

Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
juli_schwarzaufweisss avatar

Rezension zu "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende

juli_schwarzaufweiss
Auch heute noch ein schönes Kinderbuch

Die unendliche Geschichte ist für viele ein Stück Kindheit und trotzdem ein Buch, das auch Erwachsene noch fesseln und zum Nachdenken bringen kann. Michael Endes Klassiker entführt in die Welt von Phantásien, die vom geheimnisvollen „Nichts“ bedroht wird. Der schüchterne Junge Bastian taucht in ein Buch ein und findet sich selbst mitten in dieser Welt wieder. Gemeinsam mit Atréju, Fuchur und vielen anderen fantastischen Wesen erlebt er ein Abenteuer voller Mut, Freundschaft, Verantwortung und der Frage, was Fantasie wirklich bedeutet.

Besonders eindrucksvoll ist Bastians Entwicklung. Anfangs ist er ein unsicherer Außenseiter, verwandelt sich im Laufe der Geschichte in jemanden, den man kaum wiedererkennt. Er ist arrogant, selbstsüchtig, fast unsympathisch. Gerade das macht seine Wandlung so spannend, auch wenn man beim Lesen manchmal frustriert oder wütend auf ihn wird. Am Ende findet Bastian wieder zu sich selbst zurück, gereift und selbstbewusster. Atréju hingegen wächst einem sofort ans Herz. Er ist mutig, loyal und ein echter Freund. Und Fuchur, der Glücksdrache, ist für mich ohnehin der heimliche Lieblingscharakter.

Die Erzählweise ist poetisch, detailreich und voller Symbolik. Phantásien wird bildhaft lebendig, die vielen Wesen und Orte sprühen nur so vor Fantasie. Gleichzeitig nimmt sich der Autor viel Zeit für Details. Gerade in der zweiten Hälfte, wenn Bastian einen Wunsch nach dem anderen erfüllt. Diese Episoden wirken manchmal lose aneinandergereiht und etwas zäh, doch der rote Faden, nämlich Bastians schleichender Erinnerungsverlust, bleibt bestehen.

Inhaltlich ist Die unendliche Geschichte viel mehr als ein Kinderbuch. Es geht um Fantasie und ihre Macht, um Selbstfindung, Verantwortung und auch um die Schattenseiten von Illusionen und grenzenloser Macht. Die Geschichte verschwimmt geschickt zwischen Realität und Fantasie und spricht somit verschiedene Altersgruppen an.


Trotz kleiner Schwächen im Mittelteil und einem etwas schnell abgehandelten Ende bleibt Die unendliche Geschichte ein Klassiker, der berührt, überrascht und lehrt. Sie zeigt, dass man sich selbst nicht vergessen darf, dass Freundschaft Vertrauen braucht und dass man mit seinen Wünschen vorsichtig sein sollte.

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