Rowan Coleman Einfach unvergesslich

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Inhaltsangabe zu „Einfach unvergesslich“ von Rowan Coleman

Neuerdings weiß Claire nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuß gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heißt, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiß, dass das nicht normal ist. Sie ist doch erst Mitte vierzig. Aber das Leben ist zu kurz, um Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzte Erinnerung verblasst, all die großen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt. Ein ebenso zärtlicher wie humorvoller Roman über das Leben mit Alzheimer, über letzte Chancen, wahre Liebe und den Zauber einzelner Augenblicke.

Berührende Geschichte zu einer wirklich fiesen Krankheit. Und trotz der vielen schlimmen Moment, blitzt doch immer wieder Humor hervor.

— black_horse
black_horse

Eine Achterbahn der Emotionen - furchtbar komisch, wunderschön, zart, wild, berührend - ich habe es geliebt!

— Code-between-lines
Code-between-lines
  • Rezensionen
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  • Themen
  • sehr bewegend

    Einfach unvergesslich
    silkedb

    silkedb

    01. August 2017 um 22:16

    Ich habe "Einfach unvergesslich" von Autorin Rowan Coleman als Hörbuch gehört. Da die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, gibt es auch für jeden Erzähler einen anderen Hörbuchsprecher. Hauptfigur ist Claire, die an Alzheimer erkrankt ist und von Nina Petri gesprochen wird. Ihre erwachsene Tochter Caitlin wird von Vanida Karun gesprochen, Claires jüngerer Ehemann und Vater der zweiten Tochter ist Greg und wird von Achim Buch gesprochen und schließlich gibt es noch Claires Mutter Ruth der Charlotte Schwab ihre Stimme leiht. Ebenfalls zur Familie gehört noch die kleine Tochter Esther, die immer mal zwischendurch auftaucht. Das gesamte Sprecherensemble leistet hier großartige Arbeit und verleiht den Figuren Tiefe und Authentizität. Inhaltlich hat mich die Geschichte einer Familie die sich ihre Erinnerungen behalten möchte sehr bewegt. Zwar steht hier natürlich hauptsächlich Claire im Mittelpunkt, doch "Einfach unvergesslich" zeigt eben auch, wie sehr die Familienmitglieder in einem solchen Fall involviert sind. Eltern, Ehepartner und Kinder, sie alle haben eine ganz eigene Sicht auf die Situation und sie alle kommen hier zu Wort und lassen den Leser/Hörer teilhaben am Leben einer Familie das sich in der Veränderung befindet. Bei einer solchen Handlung ist klar, dass es kein Happy End geben kann. Alzheimer ist nicht heilbar, aber es hat mich sehr bewegt zu erleben wie sich Claire ihre kleinen Freiheiten erkämpft, wie sie daran arbeitet das was ihr wichtig ist nicht zu vergessen und sich in Erinnerung zu rufen, was ihr einst wichtig war und daher auch immer noch wichtig sein sollte. Aber mehr noch hat mich eigentlich ihre Familie beeindruckt, die versucht Claire ein normales Leben zu ermöglichen aber hierbei immer wieder an ihre eigenen und die Grenzen von Claire stoßen. Aber was bleibt ist die Erinnerung die ihre Familie an Claire hat und diese Momente voller Emotionen sind es auch die dem Leser/Hörer nahe gehen und manchmal auch zu Tränen rühren. Ich kann mir für mich selber kaum etwas Schlimmeres vorstellen als langsam mich selber und die Erinnerungen an das was mir lieb ist zu verlieren und so ist Claire für mich eine der stärksten Hauptfiguren die ich in der letzten Zeit begleiten durfte. Das einzige was mir nicht zu 100 % gefallen hat ist das Ende, denn das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt als es so ohne wirklich Punkt stehen zu lassen. Empfehlen kann ich "Einfach unvergesslich" an alles die ruhige und bewegende Geschichte mögen.

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  • Sehr emotional und intensiv ...

    Einfach unvergesslich
    engineerwife

    engineerwife

    03. June 2016 um 11:30

    Claire ist noch jung. Sie ist Mitte vierzig, Mutter einer erwachsenen Tochter und einem kleinen dreijährigen Mädchen, das sie mit ihrem neuen Ehemann, dem jüngeren Mann namens Greg hat. Er ist die Liebe ihres Lebens, die beiden sind erst ein paar Jahre verheiratet. Die junge Familie hatte sich darauf eingestellt, das Leben in vollen Zügen zu genießen, als Claire an frühmanifester Alzheimer-Demenz erkrankt. Sie kann nicht mehr als Lehrerin arbeiten und verliert auch langsam die Fähigkeit, ihren Alltag selbständig zu bewältigen. Sie und ihre Familie sind zutiefst verunsichert. Langsam lernen sie jedoch mit der Krankheit umzugehen und zu schätzen, was ihnen geblieben ist - ihren Zusammenhalt und die Gefühle füreinander.Die Autorin Rowan Coleman schafft es, das sehr ernste Thema mit großer Leichtigkeit, aber auch Würde zu behandeln. Es wird immer wieder die Sichtweise gewechselt, indem alle Familienmitglieder zu Wort kommen. Dies schafft beim Leser ein großes Verständnis für die vielfältigen Aspekte der Krankheit und ihre Auswirkungen auf das Umfeld. Bedingt durch die wunderbaren Sprecherinnen und Sprecher ist man beim Zuhören sehr bewegt und gerührt von Claires Schicksal, hat aber trotzdem auch genügend Momente zum Schmunzeln. Für mich ganz persönlich ist die Vorstellung an Demenz zu erkranken einer meiner schlimmsten Alpträume. Umso mehr bewundere ich es, wie toll manche Familien damit umzugehen lernen. Sie verdienen meinen höchsten Respekt. 

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  • Die Tücke der Krankheit

    Einfach unvergesslich
    Daphne1962

    Daphne1962

    01. September 2015 um 12:33

    gelesen von Nina Petri, Vanida Karun, Achim Buch und anderen Sprechern Über Alzheimer ist ja nun genug geschrieben worden. Das es eine schreckliche Krankheit ist, wissen wir alle, die mal darüber nachgedacht haben. Hier erzählen verschiedene Figuren aus dem Hörbuch, wie sie die Krankheit von Claire, einer noch zu jungen Mutter erleben. Ihre studierende Tochter Caitlin ist 21 Jahre alt und die Kleine Tochter Esther ist 3 Jahre alt. Dann ist da noch ihre Mutter Ruth oder ihr jüngerer Ehemann Greg, der sehr unter dem geistigen Verlust seiner geliebten Claire leidet. Mutter Ruth hat schon den Ehemann an dieser vorzeitigen Alzheimer Krankheit verloren. Die Geschichte ist mir einfach zu simpel gestrickt und verliert sich zunehmends in einer einzigen Gefühlsduselei. Zumal das vergangene Leben aller Personen nun nicht gerade sehr spannend war. 8 CDs um auf diesem Thema herum zu lamentieren ist meiner Meinung nach einfach zu viel des Guten. Ich musste bei CD Nr. 5 abbrechen. Zumal hier ständig Zeitsprünge gemacht wurden, die anfangs schwierig aufzunehmen waren. Für mich war dieses Hörbuch definitiv zu langweilig.

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  • Der Fluch Alzheimer

    Einfach unvergesslich
    black_horse

    black_horse

    31. July 2015 um 22:23

    Claire steht mitten im Leben. Sie hat zwei Töchter, die 21-jährige Caitlin und die 3-jährige Esther. Mit Esthers Vater, den sie über alles liebt, ist sie erst seit wenigen Jahren verheiratet. Es könnte alles so schön sein, aber Claire ist krank, schwer krank. Claire hat früh manifestierten Alzheimer, wahrscheinlich schon länger, doch durch ihre Intelligenz konnte sie bisher viel kompensieren. Doch nun mehren sich die Momente, in denen sie sich an nichts mehr erinnern kann. Sie weiß nicht mehr, dass sie ihren Mann liebt, sie weiß nicht mehr, wie man ein Telefon bedient oder sie weiß nicht mehr, dass man nachts nicht mit einer 3-jährigen auf den Spielplatz gehen sollte. Und dann verschwindet auch noch Caitlin ... Das Hörbuch, das von unterschiedlichen Sprechern aus der Sicht der verschiedenen beteiligten Personen - Claire, Caitlin, Ruth (Claires Mutter) und Greg (ihr Mann) wunderbar vertont ist, zeigt die Probleme der Krankheit schonungslos auf. Eben noch war alles klar, dann verschwimmt das Wissen und Claire bleibt völlig hilflos zurück. Auch Caitlin gerät in Schwierigkeiten und ist zerrissen zwischen ihren eigenen Problemen, der Krankheit der Mutter und deren Forderung, dass sie ihren Vater kennenlernen soll, dem sie damals nichts von Caitlin erzählt hat. Claires Mutter kennt die Krankheit schon, denn ihr Mann ist ebenfalls frühzeitig daran verstorben. Sie gibt sich alle Mühe, Claire zu versorgen, aber das scheint eine fast unmögliche Aufgabe zu sein. Und Greg ist verzweifelt, weil seine große Liebe ihn nicht mehr zu erkennen scheint. Ein sehr berührendes Buch. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr von Claires Geschichte gewünscht. Auf jeden Fall aber habe ich viel gelernt über das, was in den Köpfen der Betroffenen vorgeht und wie schwer die Krankheit eine Familie trifft.

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