Roxane Gay

 3.9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Tage der Furcht, Bad Feminist und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Roxane Gay

Roxane GayTage der Furcht
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Tage der Furcht
Tage der Furcht
 (8)
Erschienen am 10.12.2015
Roxane GayBad Feminist
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Bad Feminist
Bad Feminist
 (6)
Erschienen am 01.12.2015
Roxane GayNot That Bad: Dispatches from Rape Culture
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Not That Bad: Dispatches from Rape Culture
Not That Bad: Dispatches from Rape Culture
 (1)
Erschienen am 01.05.2018
Roxane GayDifficult Women
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Difficult Women
Difficult Women
 (0)
Erschienen am 03.01.2017
Roxane GayAn Untamed State
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An Untamed State
An Untamed State
 (0)
Erschienen am 06.05.2014
Roxane GayAn Untamed State
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An Untamed State
An Untamed State
 (0)
Erschienen am 01.09.2014

Neue Rezensionen zu Roxane Gay

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aftersunblaus avatar

Rezension zu "Tage der Furcht" von Roxane Gay

Gutes, grausames Schicksaldrama, aber kein Thriller
aftersunblauvor 3 Jahren


Nachdem mich in diesem Jahr noch kein Buch richtig von der ersten Seite an fesseln konnte, dachte ich sofort beim Beginn dass sich dies nun ändert und sich das Buch zu einem Highlight entwickelt.
Mireille reist mit ihrem Mann Michael und Sohn Christoph aus Amerika in ihr Heimatland Haiti um dort ihre Eltern zu besuchen. Als die drei zum baden an den Strand wollen, wird ihr Auto gestoppt und Mireille wird entführt. Da dies in Haiti an der Tagesordnung ist, macht sie sich zunächst nicht so viele Gedanken da ihr Vater reich ist und schnell das geforderte Lösegeld zahlen wird.
Da hat sie sich aber getäuscht, denn dieser denkt gar nicht daran den Entführern Geld für Null Arbeit in den Rachen zu werfen und er ist fest davon überzeugt das seine Tochter bald frei gelassen wird wenn die Entführer merken das nichts zu holen ist.
Mireille verbringt 13 schlimme Tage in den Händen der Entführer, die sie aufs schlimmste misshandeln und vergewaltigen, sie aber nie zeigt wie sehr sie darunter leidet, denn dies gönnt sie ihren Peinigern nicht.
Gleich zu Beginn ging es richtig zur Sache und die Entführung wurde sehr gut und spannend geschildert, leider ging es danach in eine ganz andere Richtung. Mireille, die in der Ich Form berichtet, erzählt viel zu den Unterschieden zwischen Haiti und Amerika, ebenso gibt es Rückblenden auf das kennenlernen zwischen ihr und ihrem Mann Michael. Zunächst fand ich es ganz interessant, wurde mir dann aber zu ausführlich und ich gebe zu das ich in diesen Abschnitten viel überlesen habe.
Wie zum Ausgleich wurden die Abschnitte der Entführung und des Leidens von ihr äußerst grausam widergegeben und es viel schon manchmal schwer weiter zu lesen und dies zu verarbeiten.
Ein gutes bis sehr gutes Schicksalsdrama / Erfahrungsbericht, aber auf keinen Fall ein Thriller, denn dafür fehlte es an Spannung. Gefallen hat mir das Buch dennoch weil alles realistisch, mit gut gewählten Worten, geschildert wurde. Ich finde es immer ärgerlich wenn Leser mit Angabe eines falschen Genres in die "Falle" gelockt werden und schon einmal deshalb bekommt das Buch von mir Sterneabzug und nicht die normalerweise vergebenen 4,5 Sterne. Mit 3,5 Sternen finde ich das Buch gut bewertet.

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Carol-Graysons avatar

Rezension zu "Tage der Furcht" von Roxane Gay

Definitiv kein Thriller
Carol-Graysonvor 3 Jahren

Zunächst einmal gehört dieses Buch für mich nicht in das Fach Spannungsliteratur, obwohl es als Thriller bezeichnet wird. Es handelt sich vielmehr um eine Art Schicksalsroman. Die junge Haitianerin Mireille Duval wird zu Beginn einer Urlaubsreise von bewaffneten Männern aus dem Wagen entführt und es wird Lösegeld für sie erpresst. Ihr Vater, ein sturer Selfmade-Millionär im Baugeschäft, weigert sich jedoch zunächst, das Lösegeld zu zahlen. Alle Verhandlungen verlaufen im Sande. Selbst ihr amerikanischer Ehemann kann kaum etwas erreichen, um sie zu befreien.

Es vergehen dreizehn Tage, an denen Mireille gefoltert und mißbraucht wird. Natürlich verändert so eine Gefangenschaft die Persönlichkeit und den Charakter eines Menschen. Als sie endlich frei kommt, braucht Mireille lange, um wieder zu sich selbst, ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn zurück zu finden. Aber ihre inneren Verletzungen werden vermutlich nie ganz heilen und das Verhältnis zu ihren eigenen Eltern wurde für immer zerstört.

Der Roman ist gut erzählt, obwohl die stetigen Rückblenden es schwierig machen, überhaupt einen Spannungsbogen aufzubauen. Für mich definitiv kein Thriller.

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DerMichels avatar

Rezension zu "Tage der Furcht" von Roxane Gay

Vom Paradies in die Hölle...
DerMichelvor 3 Jahren

Die Anwältin Mireille reist mit ihrem Mann Michael und dem gemeinsamen Sohn zu ihren Eltern nach Haiti, um dort ein paar Urlaubstage zu verbringen. Ihr Vater hat sich zu einem der größtem Baulöwen des Landes hochgearbeitet und lebt mit seiner Frau ein Leben im Luxus, während der überwiegenden Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Bei einem Ausflug zum Strand wird der Wagen der kleinen Familie gestoppt und Mireille gekidnappt. Der Anführer verlangt 1 Million Dollar für ihre Rückkehr. Mireilles Vater sieht aber nicht ein, seinen hart erarbeiteten Reichtum mit diesem Abschaum zu teilen und verweigert die Lösegeldzahlung. Ihren Unmut lassen die Kidnapper an Mireille aus. Sie wird geprügelt, massenhaft vergewaltigt und muss hungern. Ihr Vater bleibt weiterhin stur, aber Mireille will überleben und sich nicht brechen lassen...

Roxanne Gay ist mit ihrem Debüt sein sehr packendes Buch gelungen. Realistisch und absolut schonungslos werden das Martyrium des Entführungsopfers, ihre Gedanken, Gefühle und die Leiden der Familie dargestellt. Wie soll eine Person, die so etwas erleiden musste, jemals wieder ihren Alltag bewältigen? Man ist von der Stärke und dem Kampfgeist der Hauptfigur eingenommen und fiebert bei jeder Seite mit. Ein winziger Kritikpunkt zum Schluss - für den einen vielleicht eher unverständlich und für den anderen wahrscheinlich Nörgeln auf hohem Niveau: auch wenn sie für das Gesamtbild von Bedeutung sind, hätten die zahlreichen Rückblenden auf ihr bisheriges (Gefühls-, Liebes-, Familien-) Leben für meinen Geschmack allerdings etwas kürzer ausfallen können. Hier habe ich dann den Text auch das ein oder andere Mal nur überflogen, um zum spannenden Teil zurückzukehren. 

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