Roy Jacobsen Die Unsichtbaren

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Inhaltsangabe zu „Die Unsichtbaren“ von Roy Jacobsen

Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: eine abgelegene Insel hoch oben im Norden an der zerklüfteten Küste. Für Hans und Maria Barroy ist sie das Paradies auf Erden. Sie leben mit ihrer kleinen Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr. Sie geht aufs Festland. Als Hausmädchen findet sie eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie. Rührend kümmert sie sich um deren Kinder Felix und Suzanne. Doch eines Tages sind deren Eltern verschwunden. Ingrid entschließt sich, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen. Es ist der Beginn einer dramatischen Entwicklung!
Anrührend und weise, heiter und lebendig. Roy Jacobsens Beschreibungen der Menschen und der Natur sind atemberaubend.

Alltagsleben auf einer einsamen Insel im Nordmeer - realistisch, ruhig, klar und karg beschrieben - wie die Natur dort.

— Corsicana

Ein liebenswürdiger Weg der Sprache, aber mit wenig Ziel für Spannungsleser ...

— YvonneLaros

Vom Leben auf einer Insel Norwegens: Paradies der Natur oder Hölle der Naturgewalten!

— sommerlese

Die Interaktion von Mensch und Natur ist sehr kraftvoll und lässt niemanden ruhen: weder den Autor, noch die Protagonisten noch den Leser!

— TochterAlice

Jacobsen bringt uns eine ganz neue Art von Literatur näher, mit seinem außergewöhnlichen und sprachgewaltigen Stil , weiß er zu überzeugen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Leserunde zu "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen

    In jenen hellen Nächten

    aba

    "Die Frage ist, wieso kommt er nicht öfter hierher? Und die Antwort ist: das Meer..." Familiengeschichten haben einen besonderen Charme, dem man nicht widerstehen kann. Oft müssen darin Menschen Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben ändern, sondern auch die ihrer ganzen Angehörigen. Der norwegische Bestsellerautor Roy Jacobsen hat mit "In jenen hellen Nächten" einen wunderbaren und berührenden Roman über eine Familie geschrieben, die auf einer abgelegenen Insel im Norden Norwegens lebt. Wer möchte sich auf eine Reise zu einem Ort begeben, an dem die Natur den Lauf der Dinge bestimmt? Zum Inhalt Norwegen, Anfang des 20. Jahrhunderts, auf einer kleinen Insel weit oben im Norden. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Sie träumen von einem leichteren Leben, doch fortgehen von der Insel, das kommt nicht in Frage. Auch nicht für Ingrid, die einzige Tochter. Dem wachen, wissbegierigen Mädchen ist das Leben mit den Gezeiten, den Fischen und Vögeln, dem Horizont und dem weiten Himmel in Fleisch und Blut übergegangen. Das Meer ist ihr Abenteuer, die Insel ihre Festung. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid sich vor ungeahnte Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft gestellt… Leseprobe Zum Autor Roy Jacobsen, geboren 1954 in Oslo, ist einer der meistgelesenen Schriftsteller Norwegens. Mit Kurzgeschichten und zwölf Romanen hat er sich auch über die Grenzen Norwegens hinaus einen Namen gemacht. Sein Werk ist in seiner Heimat mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "In jenen hellen Nächten" unter allen, die von Roy Jacobsen auf eine kleine Insel Norwegens versetzt werden möchten. Was müsst ihr dafür tun? Einfach bis zum 08.07. auf eine Frage antworten*: Leben in und mit der Natur: Wer von euch kann es sich vorstellen, so zu leben wie Hans und Maria – fern von der Zivilisation und des Komforts der heutigen Welt? An welchem Ort würdet ihr dann am liebsten leben? Auf eure Antworten freue ich mich jetzt schon und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 622
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Kraftvoll, armosphärisch, literarisch, verzaubernd

    Die Unsichtbaren

    tonks

    Inhalt: Roy Jacobsen beschreibt in "Die Unsichtbaren" das Leben einer norwegischen Familie auf einer kleinen Insel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Leben auf der Insel ist abgeschieden und einsam, es ist hart und entbehrungsreich, erfüllt von Arbeit, aber auch von Schönheit. Immer öfter ist es jedoch ein Kampf um Überleben, ein Kampf gegen einen übermächtig erscheinenden Gegner: Die Naturgewalten. Es geht um die täglichen Arbeiten, die von den Jahreszeiten diktiert werden: Um das Stechen von Torf, das Fischen, das Mähen von Heu, das Versorgen des Viehs und vieles, vieles mehr. Es geht um Familie, um Mensch und Natur, Leben und Tod, Ferweh und Heimweh, Tradition und der Wandel zur Moderne. Stil: Die Sprache des Romans ist wunderschön und pur. Sie verzaubert und hat großen Wiedererkennungswert. Es geht in diesem Roman nicht um Spannung, um eine Handlung, die auf einen Klimax hinarbeitet und zu einem Walt-Disney-Happy-End hin abfällt. Es geht vielmehr um diese einzigarige Atmosphäre, um Wortgewalt, Sprachkunst und packende Beschreibungen der Natur und der menschlichen Beziehungen. Mein Fazit: Krimi- und Fantasy-Fans sollten vielleicht besser die Finger von "Die Unsichtbaren" lassen. Doch wer gut geschriebene Literatur einfach deshalb genießen kann, weil der Schreibstil einen verzaubert, die Figuren Leben versprühen wie reale Menschen und die Beschreibungen ein wahres Kopfkino erzeugen - und nicht nur wegen des Handlungsstrangs - die werden diesen wunderschönen kleinen Roman sicher genauso lieben wie ich.

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    • 2

    Floh

    09. September 2014 um 12:47
  • Leserunde zu "Die Unsichtbaren" von Roy Jacobsen

    Die Unsichtbaren

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leserinnen und Leser, wir starten eine Leserunde für den neuen Roman "Die Unsichtbaren" von Roy Jacobsen, dem Autor des Bestsellers "Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte". Der Osburg Verlag verlost dafür 15 Rezensionsexemplare, für die Ihr Euch bis zum 18. März bewerben könnt! Eine erste Leseprobe gibt es hier. Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: eine abgelegene Insel hoch oben im Norden an der zerklüfteten Küste. Für Hans und Maria Barroy ist sie das Paradies auf Erden. Sie leben mit ihrer kleinen Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr. Sie geht aufs Festland. Als Hausmädchen findet sie eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie. Rührend kümmert sie sich um deren Kinder Felix und Suzanne. Doch eines Tages sind deren Eltern verschwunden. Ingrid entschließt sich, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen. Es ist der Beginn einer dramatischen Entwicklung! Bewerbt Euch für ein Exemplar und lasst Euch von Roy Jacobsens atemberaubenden Beschreibungen der Menschen und der Natur verzaubern. Wir freuen uns auf Eure Meinungen und Kommentare und eine spannende Leserunde! Euer Osburg Verlag

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    • 283
  • beeindruckend....

    Die Unsichtbaren

    SLovesBooks

    20. May 2014 um 09:19

    Beschreibung: Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: eine abgelegene Insel hoch oben im Norden an der zerklüfteten Küste. Für Hans und Maria Barroy ist sie das Paradies auf Erden. Sie leben mit ihrer kleinen Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr. Sie geht aufs Festland. Als Hausmädchen findet sie eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie. Rührend kümmert sie sich um deren Kinder Felix und Suzanne. Doch eines Tages sind deren Eltern verschwunden. Ingrid entschließt sich, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen. Es ist der Beginn einer dramatischen Entwicklung! Meine Meinung: Eine wirklich eindrucksvolle und wortgewandte Geschichte. Der Autor schafft es den Leser in seinen Bann zu ziehen und mit seinen sprachlichen Fähigkeiten zu verzaubern, teilweise grenzen seine geistigen Konstrukte an Kunst. Die Geschichte ist beeindruckend und sehr aufwühlend. Die durch den Autor kreierte Atmosphäre kann durch ihren Tiefsinn bestechen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und können durch ihre Dimension überzeugen. Die Sprache ist wirklich ein herausragendes Beispiel für einen Schreibstil. Ich vermute, dass man einen Menschen der das Schreiben so derart beherrscht unter Millionen nur sehr selten findet. In ganz gefühlvoller Weise schafft er es zwischen den verschiedenen Emotionen hin und her zu wechseln. Insgesamt ist es ein hervorragendes Buch und ich kann es nur empfehlen. Es hat mir wirklich rund um sehr gut gefallen und hat mich beeindruckt.

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  • Ein liebenswürdiger Weg der Sprache, aber mit wenig Ziel für Spannungsleser ...

    Die Unsichtbaren

    YvonneLaros

    Das erste Blatt, der erste Schritt auf eine Insel mitten in Norwegen. Und eine Welle ästhetischster Erzählkunst umfließt unsere Füße. Weist uns den Weg zum einzigen Haus auf "Barroy" ... Noch wissen wir nicht, wie vergänglich unsere Spuren hier sein werden. Wir beobachten einfach ... Beobachten die Bewohner, eine fünfköpfige Familie, bei ihrem Alltag ... Doch Beobachter werden wir bleiben. Sind wir "Die Unsichtbaren", von denen der Titel spricht? Denn es gibt keine Perspektive, die uns wirklich hineinlässt bis auf ihren Grund. Und doch bleibt uns der Atem stocken - die beklemmende Atmosphäre, die Einsamkeit schnürt uns die Kehle zu. Wellen von Widrigkeiten, mit denen ein Landwirt, ein Fischer, ein Händler zu kämpfen hat ... Wellen von bescheidenem Glück, das ein Einkauf auf dem Festland bringen kann ... Wellen von Abschieden, wenn jemand versucht, die Insel zu verlassen ... Wellen von der Rückkehr, wenn der Jemand doch wieder zurückkommt ... All das begleitet unseren Weg. Nur um die Spuren erblassen zu lassen, während der Kreislauf der Geschichte sich weiterdreht ... Aber auch uns hält etwas hier ... Eine Brise von Unheil umbraust die Zeilen. Wir ahnen ... Ahnen ... Erinnern uns an den Klappentext ... Von dramatischen Entwicklungen wurde geflüstert ... Wir warten ... Warten auf die Wendung, die diese Entwicklungen mit sich bringen sollte ... Fast hat die Ebbe schon die Seiten geraubt ... Da blitzt etwas auf! Um zu versiegen. Um ein Hauch von Andeutungen zu bleiben. Für manche nur trüb ... Für andere glasklar. Eine Frage des Geschmacks. Trotzdem ist es möglich, auch als unbefriedigt Abereisender etwas für sich mitzunehmen. Vielleicht haben wir ja verlernt, uns in der Ruhe treiben zu lassen ... Vielleicht sollten wir nach etwas Frieden in unserem Leben suchen und dann wiederkommen, um festzustellen, ob die Geschichte dann mit uns spricht. Bis dahin navigieren 3 1/2 Sterne den Weg potentieller Insel-Besucher.

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    • 2
  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Ingrids Geschichte

    Die Unsichtbaren

    Kleine8310

    27. April 2014 um 00:13

    Was mir gleich zu Beginn des Buches sehr positiv aufgefallen ist, ist der besondere Schreibstil des Autoren Roy Jacobsen. Der Autor hat ein vielfältiges Repertoire im Schreiben und das reicht von langen verschachtelten Sätzen bis hin zu kurzen und ausdrucksstarken, aber egal in welcher Art gelingt es dem Autor eine tolle Stimmung im Buch aufkommen zu lassen. Die Charaktere in diesem Buch haben mich leider nicht gefesselt, was hierbei für mich auch leider der größte Minuspunkt ist, denn ohne eine gewisse Tiefe der Charaktere hat ein Buch für mich auch nicht den nötigen Tiefgang. Die Geschichte von Ingrid ansich ist nett erzählt, aber gefühlsmäßig erreicht hat mich die Geschichte leider nicht sehr. Es ist eine tolle Geschichte um Ingrids Leben und ihre Familie, bei dem mir aber leider der Funken Spannung oder Impuls zum weiterlesen wollen gefehlt hat. Das fand ich ein bisschen schade.

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  • Schöne Sprache, wenig Dramatik

    Die Unsichtbaren

    Antonella

    25. April 2014 um 18:08

    Der neueste Roman von Roy Jacobsen beschreibt das Leben der Familie Barroy auf einer kleinen Insel im Norden Norwegens in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Als einzige Bewohner verdienen sie ihren Lebensunterhalt mühsam mit dem, was die Insel ihnen gibt und dem Fischfang. Nur sehr selten bekommen sie Besuch von Angehörigen, Fremde kommen so gut wie nie auf die Insel. Der Drei-Generationen Haushalt besteht aus Martin, seinem Sohn Hans, dessen Frau Maria und deren Tochter Ingrid. Die alleinstehende Barbro, Hans‘ Schwester, lebt ebenfalls in dem Haushalt. Das Leben der Familie ist hart, Arbeit und Ertrag sind allein der Natur und den Jahreszeiten unterworfen. Die Insel verlässt die Familie nur, um notwendige Einkäufe auf dem Festland zu tätigen, zu Feierlichkeiten und zum Fischfang. Erst als Ingrid schulpflichtig wird, verlässt sie die Insel wochenweise, und ihr eröffnet sich eine andere Welt. Sie wird auch die erste sein, die auf dem Festland eine Anstellung in einer Familie findet. Doch letzten Endes kehrt auch sie zurück…  Schreibstil und Sprache des Autors sind wie in seinen vorangegangen Büchern auch hier unglaublich schön. Die Beschreibungen der Natur und des Lebens der Inselbewohner sind so präzise, dass ich beim Lesen unweigerlich Bilder der Insel und auch der einzelnen Personen vor Augen hatte. Trotzdem habe ich mich - insbesondere zu Beginn des Buches - gelegentlich dabei ertappt, dass ich gedanklich abgeschweift bin und Sätze erneut lesen musste. Erst als Natur und Bewohner stärker in Beziehung zueinander gesetzt wurden, konnten mich auch die ausführlichen Naturbeschreibungen fesseln. In leisen Tönen beschreibt Roy Jacobsen die Veränderungen, die sich im Leben der Inselbewohner durch die Berührung mit der Außenwelt und den Einzug des technischen Fortschritts auf der Insel ergeben. Selbst gravierende Einschnitte werden nicht als dramatische Ereignisse dargestellt, sondern die Menschen reagieren fast fatalistisch. Das macht dieses Buch einerseits sehr besonders, aber es verhindert auch eine Identifikation mit den Protagonisten. So bleibt denn bis zum Schluss bei aller Sympathie für die einzelnen Familienmitglieder eine große Distanz.  Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten. Schreibstil und Sprache sind wunderbar, aber auch anstrengend. Hinzu kommt ein unzutreffender Klappentext, der falsche Erwartungen weckt. Deshalb kann ich nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen:           Ein tolles Buch für Leser, die literarische Romane und ausführliche Naturbeschreibungen mögen, für Fans von Spannungsliteratur aber ungeeignet.

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  • Die Unsichtbaren

    Die Unsichtbaren

    nataliea

    "Die Unsichtbaren" ist ein Roman voller Charme und Atmosphäre, der lange nachwirkt. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Familie Barrøy lebt auf der gleichnamigen Insel in Norwegen. Das Leben ist sehr hart und einsam, aber doch lebenswert. Auch Ingrid, die Tochter der Barrøys lebt auf der Insel und versucht das Leben unter diesen Bedingungen zu meistern. Doch diese will mehr vom Leben und es zieht sie auf das Festland. Und auch sie ist es, welche in den Mittelpunkt rückt und deren Schicksal der Autor dem Leser nahe bringen möchte. Sehr zwiegespalten finde ich den Schreibstil des Autors. Er verwendet zum einen sehr verschachtelte Sätze und zum anderen sehr Kurze und Aussagekräftige. Dies hängt sehr von der Stimmung und Thematik ab. Auch muss man diesen Roman sehr aufmerksam und konzentriert lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Lässt man sich aber auf diese Sprache ein, erhält man einen sprachgewaltigen und bewegenden Roman, bei dem man literarisch auf seine Kosten kommt. Ich habe den Sprachstil nach anfänglichen Schwierigkeiten und Gewöhnung dann doch sehr genossen. Und auch die Beschreibungen rund um die Landschaft und Natur sind sehr detailliert und faszinierend. Der Autor versteht es auch dem Leser ein Gefühl für das 20. Jahrhundert und somit einen Einblick in die Traditionen derer zu geben. Ein sehr empfehlenswertes Buch für Liebhaber der anspruchsvollen und atemberaubenden Literatur.

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    • 6
  • Ode an die Kraft der Einfachheit

    Die Unsichtbaren

    alasca

    11. April 2014 um 16:59

    Ode an die Kraft der Einfachheit In seinem Roman „Die Unsichtbaren“ erzählt Jacobsen die Geschichte der Barroys, einer Familie von Fischern, die schon immer ansässig auf der gleichnamigen Insel in Norwegens Schärengürtel war. Das erste Kapitel steigt ein mit den Gedanken und Eindrücken des Schärenpfarrers, der sich an Barroy von der größeren Nachbarinsel her langsam per Ruderboot annähert. Ebenso langsam nähern wir uns; gleitet die Insel aus der Unsichtbarkeit in unsere Wahrnehmung. Mit seinen Augen sehen wir Maria, die „Herrscherin der Insel“, wir sehen die behinderte Barbro, und wir sehen Martin, den Altfischer, und Hans, seinen starken Sohn. Und dann ist da noch, an Barbros Hand, die 3jährige Ingrid, deren Augen "die träge Dummheit der Armen" fehlt, wie der Pfarrer nicht ohne Geringschätzung feststellt. Trotz des phonetisch wiedergegebenen Dialekts voller verschluckter Laute, verstümmelter Wörter und lakonischer Sätze, den die Inselbewohner sprechen, kristallisiert sich für die Leserin im Lauf der Geschichte bald heraus, dass die Herablassung des Pfarrers unbegründet ist. Das Tempo der Annäherung im ersten Kapitel ist exemplarisch; auch weiterhin bringt uns der Autor die Inselbewohner langsam und indirekt näher. Die meisten der kurzen Kapitel haben ein Naturthema als Hauptmotiv; es geht zum Beispiel um das Verhältnis der Insulaner zu den 13 Bäumen der Insel, die wie Persönlichkeiten gewürdigt werden, oder um das einsame Leben des Widders auf der Nachbarschäre. Das erweckt den Eindruck, als seien die Menschen auf der Insel im Grunde Beiwerk. Und das sind sie auch, oder vielmehr: die Natur ist ihre Herrin, der sie sich unterwerfen müssen. Dabei kommen wunderbare Landschafts- und Naturbeschreibungen zustande, in Jacobsons starker Sprache, die teils in langen Schachtelsätzen, teils stakkatohaft knapp daherkommt, aber immer gut lesbar bleibt. Nach und nach wird klar, dass diese Menschen vielleicht ungebildet sein mögen (Barbro kann nicht einmal lesen und schreiben), dass sie aber für das Leben, das sie inmitten einer übermächtigen Natur führen, bestens gerüstet sind. Hier geht es nicht um Schulbildung; es geht um´s Überleben. Davon verstehen die Barroys etwas – und sie lieben ihr einfaches Leben auf der Insel. Trotz aller Heimatliebe und Selbstgenügsamkeit gibt es aber doch so etwas wie Weltsehnsucht auf Barroy, nicht nur in Ingrid, der aufgeweckten einzigen Tochter der Barroys. Wir erleben, wie sich die Insel, vor allem durch Hans, als Lofotenfischer derjenige mit dem meisten Außenkontakt, der Außenwelt öffnet. Als dann ein Fremder auf die Insel kommt, wird klar, dass die Außenwelt nicht nur Inspiration, sondern auch Bedrohung darstellen kann. Obwohl alle Charaktere mit liebevoller Tiefe gezeichnet sind, ist es doch Ingrid und ihre Entwicklung, die im Fokus steht. Insofern ist „Die Unsichtbaren“ ein klassischer Bildungsroman. Wir begleiten Ingrid über einen Zeitraum von knapp 15 Jahren und verfolgen, wie sie zur Schule geht, bald ihre Klassenkameraden überflügelt, wie sie sich emanzipiert und in die Welt geht. Am Ende gibt es nicht nur eine neue Herrin auf der Insel; die Insel hat sich auch dem Außen geöffnet, ist sichtbar geworden; mehr noch, sie hat sich das Außen anverwandelt. Vor allem Ingrid hat gelernt, dass die Insel ihr Kraftort, die Quelle innerer Stärke ist; sie weiß, „dass eine Insel niemals untergeht, niemals.“ Ein paar lose Fäden bleiben unverbunden, was schade, aber auch nicht weiter störend ist. Der Roman ist eine ganz unsentimentale Ode an die Kraft der einfachen Menschen, an Herzensbildung, an das einfache Leben und nicht zuletzt an die überwältigende, raue Natur Norwegens.

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  • In der Tradition von Knut Hamsun

    Die Unsichtbaren

    TochterAlice

    steht aus meiner Sicht ganz klar der Roman "Die Unsichtbaren" des norwegischen Autors Roy Jacobsen und zwar vor allem im Hinblick auf die Rolle, die der Natur zugestanden wird. Wie sein Landsmann, der Nobelpreisträger Knut Hamsun, stellt Jacobsen die Interaktion zwischen Mensch und Natur in das Zentrum seiner Ausführungen. Es geht um das Leben auf einer Insel - einem kleinen Eiland kurz vor dem norwegischen Festland - zu Beginn des 20. Jahrhunderts . Dort leben Hans und sein Vater Martin mit ihrer Familie. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischfang, fürs tägliche Leben versuchen sie sich selbst zu versorgen, das Leben ist karg, aber sie lieben ihre kleine Insel - auch wenn Hans und seine Frau Maria voll von Träumen sind. Hans gibt sein Wissen an das einzige Kind, die Tochter Ingrid weiter, sie ist dann auch die wahre Protagonistin dieses Romans: obwohl alle Familienmitglieder eindringlich gezeichnet sind, ist es doch ihr Schicksal, das durchgehend verfolgt wird, ihre Perspektive und Wahrnehmung, die im Mittelpunkt steht. Karg wie die Landschaft der norwegischen Inseln ist die Sprache des Autors und Verwandlungskünstlers Roy Jacobsen in diesem Roman - vieles teilt sich durch Andeutungen, durch kleine Hinweise mit. Karg heißt aber nicht kraftlos, ganz im Gegenteil. Die bereits erwähnte Interaktion von Mensch und Natur ist durchgehend sehr kraftvoll und lässt niemanden ruhen: weder den Autor, noch die Protagonisten noch den Leser. Vor allem diese Schilderungen der Naturgewalt, die das Leben der Inselbewohner beherrscht: "Nicht sie waren es, die hier bestimmten" (S.106) sind von einer Sprachintensität, die dazu beiträgt, dass ich dieses Buch nicht so schnell vergessen werde. Roy Jacobsen ist ein wandlungsfähiger Autor: in den Romanen "Das Dorf der Wunder" und "Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte" geht es um ganz andere Themen und auch hier passt er seinen Stil nahtlos den Umständen an. Die ganze Stimmung und der Zeitgeist sind sehr präsent, auch wenn ich dieses Buch nicht als atmosphärisch im eigentlichen Sinne bezeichnen würde - ich zumindest bin als Leserin immer auf Abstand zu den Figuren, auch wenn ich die Entwicklungen natürlich mit großer Anteilnahme verfolge. Die Schwere und Last der nordischen Seele, des harten Lebens wird trotz zahlreicher durchaus heiterer Sequenzen immer wieder transportiert. Selbstverständlich empfehle ich diesen Roman allen, die mal wieder ein wunderschönes, ungewöhnliches Buch lesen möchten, das lange in ihrer Erinnerung bleiben wird. Freuen Sie sich auf Passagen wie: "Es wurde ein seltsamer Winter, ein Winter ohne Leerraum, Einsamkeit und Ernst. Der schönste Winter in Ingrids Leben, der pure Sommer." (S. 140) oder "Nicht lachen, wenn man lachen muss, ist genauso, als dürfe man eines seiner Beine nicht behalten." (S. 113)

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    • 3
  • Auf einer Insel im Meer, vor der Welt verborgen

    Die Unsichtbaren

    Wortwelten

    04. April 2014 um 09:59

    Es ist ein raues Leben, das die Familie Barrøy auf ihrer gleichnamigen kleinen Insel in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts führt. Ein Leben zwischen Ebbe und Flut, zwischen Stürmen und Sonnenschein und meterhohem Schnee, zwischen Schafen und Kühen, zwischen Fischfang und der Heuernte, zwischen hellen Sommernächten und dunklen Wintertagen. Nur selten kommen Besucher auf die Insel, die meiste Zeit verbringt die Familie mit sich allein und lebt hauptsächlich von dem, was der Vater Hans den Winter über beim Fischfang verdient bzw. dem, was sie selbst ernten. Man erlebt sie beim Erbauen von neuen Gebäuden, beim Anfertigen von Fangnetzen, beim Stricken, bei seltenen Gesprächen. Diese scheinbar belanglosen Details füllen viele Seiten, doch mitunter geschehen auch außergewöhnliche Dinge, wie der Sommer, in dem fünf Schweden auf der kleinen Insel leben, die auf der Flucht vor einem unendlich weit entfernt wirkenden Krieg gegen Kost und Logis bei der Errichtung des Kais helfen, oder die Male, die Hans' Schwester Barbro, die, so wirkt das anfangs, an einer genetisch bedingten geistigen Schwäche erkrankt ist, aufs Festland gebracht wird, um eine Arbeitsstelle anzutreten, und die dann doch wieder mit zurückkehrt. Doch wieso sollte das Leben eines fiktiven Geheimagenten interessanter sein als diese sehr wirklichkeitsgetreuen und ungeheuer liebevoll geschilderten Alltäglichkeiten einer kleinen Familie auf einer winzigen norwegischen Insel? Es ist eine ganz andere Welt, die man da betritt, eine sehr detailliert ausgearbeitete Welt. Nicht zuletzt ist es die Welt, in der die zu Beginn des Romans dreijährige Ingrid aufwächst, die zunehmend in den Fokus der Erzählung rückt. Denn der ist anfangs schwer zu finden, da die einzelnen Kapitel recht kurz sind und wie Fragmente aus dem Leben der Familie wirken, ohne roten Faden zusammengenäht. Solch eine Erzählstruktur muss man schon mögen, wenn einem dieser Roman gefallen soll. Denn sie fordert den Leser, nicht zuletzt auch deshalb, weil vieles nur angedeutet wird (so zum Beispiel Barbros Krankheit oder die Rollenverhältnisse in der kleinen Familie), man manchmal doch sehr suchen muss, um zu verstehen, was genau eigentlich ausgedrückt wird. Man bleibt immer ein wenig außen vor, gehört nie ganz in diesen innersten Familienzirkel, dessen Mitglieder untereinander auf ganz andere Weise als lediglich mit Worten kommunizieren. Sie leben in Traditionen und Selbstverständlichkeiten, die man sich als Leser erst erarbeiten muss. Jacobsen erzählt in einem warmherzigen, unaufdringlichen Tonfall, der trotz der mitunter sehr langen Sätze immer ruhig bleibt, immer ein Gleichgewicht findet. Dialoge gibt es kaum, und wenn, sind sie sehr knapp, in einfachster Umgangssprache gehalten. Sehr viele Details werden nur angedeutet, manchmal aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, einiges nie ganz geklärt. Darum geht es auch nicht, denn das Leben ist nicht so, dass es einem immer Antworten auf alle Fragen liefert. Es verläuft ganz einfach, eintönig sogar, manchmal geschieht sehr viel auf einmal, manchmal gar nichts. Mitunter verändern sich Dinge, mitunter brechen sie plötzlich über einen herein. Es ist unbeständig, so wie die Natur, der Wind, die Sonne, das Meer, die die Insel Barrøy umgeben. Die Unsichtbaren, das sind die Menschen, die kaum jemand wirklich wahrnimmt. Die ihr bescheidenes Leben leben, so, wie sie es kennen, die langsam neue Dinge austesten, die mit der Natur im Einklang sind und manchmal gegen sie verlieren. Das sind Menschen, die immer einen Platz in einem Gefüge haben, die auch dann irgendwohin gehören, wenn sie krank sind oder alt oder ihre eigentlichen Eltern verlieren. Es ist wichtig, solche Geschichten zu erzählen. Und wenn sie so leise und warm und präzise erzählt sind wie in diesem Roman, ist es wunderschön, sie zu lesen.

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  • Ein geheimnisvolles Meisterwerk !

    Die Unsichtbaren

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt : Eine kleine Insel mitten in Norwegen , rundherum wundervolle Natur , ein einsames Leben und doch ist es lebenswert .Die Familie Barrøy lebt ganz allein auf eben dieser kleinen Insel .Hoch oben im Norden bestreiten sie ihren Alltag , ganz allein und ohne Hilfe mitten an der zerklüfteten Küste Norwegens .Mittendrin ein kleines Mädchen , Ingrid , die unter diesen diesen schweren Bedingungen erwachsen werden muss .Der Leser begleitet Ingrid auf ihrem Weg , in ein selbständiges Leben und bei all den Schwierigkeiten die sie dabei erlebt .Eine atemberaubende Natur , eine geheimnisvolle Familie und das Erwachsenwerden eines Mädchens Mitte des 20. Jahrhunderts. Ein Buch voller Geheimnisse , dessen spannende , atemberaubende Geschichte vor der Küste Norwegens spielt und den Leser mit seinem ganz eigenen Charme begeistern kann . Meinung : Ein Buch welches mich mit seinem ganz besonderen Charme in den Bann gezogen hat . Der Autor nimmt uns mit in eine ganz eigene Welt , die er so bezaubernd und rein und trotzdem lebendig , geheimnisvoll und atemberaubend darstellt . Der Leser ist förmlich gefangen in der eindringlich vermittelten Atmosphäre . Roy Jacobsen bringt uns eine ganz neue Art von Literatur näher, mit seinem außergewöhnlichen und sprachgewaltigen Stil , schaffte er es , mich als Leser komplett zu verzaubern . Dieses Buch schlägt ganz leise Töne an , doch leise Töne ,können manchmal viel lauter erklingen als die großen . Und dies beweist der Autor auf einnehmende, meisterhafte Art . Detailliert und von einem atmosphärisch geprägten Stil nimmt uns der Autor mit , in die Natur Norwegens , auf eine Reise durch die wundervolle Landschaft und auf eine abgelegene und geheimnisvolle Insel . Und genau diese Insel ist es, die den Leser so fasziniert und einnimmt , man sitzt gebannt vor dem Buch und versucht zu verstehen was dort eigentlich vor sich geht . Auf dieser Insel gibt es so viel zu entdecken , Geheimnisse einer so suspekt wirkenden Familie, die abgeschieden und einsam lebt . Dieses Buch lebt von dieser atmosphärischen , gänsehautmachenden und geheimnisvollen Stimmung . Ich hatte selten , nein ich muss sagen ich hatte noch nie ein Buch !Welches mich so lange im Unklaren gelassen hat und mich gleichzeitig so fasziniert hat und das mir so suspekt und geheimnisvoll vorkam . Der Autor hat ein unglaubliches Gespür für Emotionen , Stimmungen und eine einnehmende Atmosphäre , er schafft es einfach auf den Punkt und trotzdem so leicht und atemberaubend zu schreiben . Ein Buch , bei dem ich das Ende nicht erwarten konnte und was mich in eine ganz andere , einzigartige und atemberaubende Welt mitgenommen hat !Eine Welt voller Geheimnisse .... Fazit : Dieses Buch schlägt ein ganz neues Kapitel in der Literatur an . Ein Buch auf dessen Ruhe und geheimnisvolle Art man sich einlassen muss , um es wirklich genießen und verstehen zu können . Es ist ein Buch was von seiner Atmosphäre und seiner geheimnisvollen Grundstimmung lebt und nicht von aktiven Handlungen der Charaktere . Wer ein spannendes , geheimnisvolles Buch , mit wundervollen Beschreibungen lesen möchte , der wird wohl kaum ein besseres als dieses finden . Dennoch ein Buch , was nicht jedermann mögen wird . Wenn man sich auf die ruhigen Töne des Buches einlässt und genau hinhört , wird man ein geheimnisvolles , spannendes Buch vorfinden, hinter dem mehr Tiefe steckt , als man zu Anfang erwartet . In meinen Augen ein perfektes Buch , das genau das hält was es verspricht . Ein ungewöhnliches , neuartiges Buch , was mich mit seinem ganz eigenen Charme faszinieren und begeistern konnte. Ein tief beeindruckender Schreibstil und eine ebenso beeindruckende Geschichte ! 5 Sterne für ein außergewöhnliches Lesevergnügen !

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    • 6
  • Vom Leben auf einer Insel Norwegens: Paradies der Natur oder Hölle der Naturgewalten!

    Die Unsichtbaren

    sommerlese

    *"Die Unsichtbaren"* ist ein Roman des erfolgreichen norwegischen Schriftstellers *Roy Jacobsen*. Verlegt wird der Roman im Osberg Verlag Hamburg. Zitat S.22: *Niemand kann eine Insel verlassen, eine Insel ist ein Kosmos im Taschenformat, wo die Sterne im Gras unter dem Schnee schlafen. Aber es kommt vor, dass jemand es versucht. Und an einem solchen Tag weht ein sanfter Ostwind. Hans Barrøy hat Segel gesetzt...* Hoch im Norden Norwegens liegt Barrøy, eine kleine abgelegene Insel. Hier lebt die Familie Barrøy in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts ein hartes und karges Leben als Fischer und Milchbauern. Sie stechen Torf, bauen Kartoffeln an und trocknen Kabeljau und anderen Fisch für den langen Winter. Ingrid, die Tochter wächst in der rauen und einsamen Umgebung auf. Nach ihrer Konfirmation geht sie als Hausmädchen zu einer Familie aufs Festland. Doch diese Familie zerbricht und die Eltern lassen Ingrid mit den beiden Kindern allein. Daraufhin geht Ingrid zurück nach Barrøy und nimmt die Kinder mit. Dieser Roman lebt hauptsächlich von atemberaubenden Beschreibungen der Landschaft, den schrulligen Charakteren und einer unverwechselbaren Sprache mit einzigartigem Ausdruck. Sprachgewaltig und einfühlsam wird man auf die norwegische Insel geführt und sieht die karge Schönheit der Natur, das Meer im Wechsel der Jahreszeiten und man erlebt das einfache Leben. Die Menschen dieser Familie sind arm, aber zufrieden. Ein starker Zusammenhalt und die Mitarbeit aller lässt sie in dieser Einöde ihre Ruhe finden und auch überleben. Die Charakter sind vielschichtig dargestellt. Alle Personen reden in einer wortkargen und rudimentären Sprache. Ihre Sinne sind für andere überlebenswichtige Dinge hier im Norden geschärft. Sie verstehen das Wetter zu deuten, wissen wo sie Möweneier und Eiderdaunen sammeln können, wie man Fischnetze knüpft, Boote baut, Fische fängt, sie ausnimmt und trocknet und Torf als Brennmaterial sticht. Nur durch harte Arbeit und eisernen Durchhaltewillen wird der Fortschritt auf der Insel vorangetrieben. Der Bau eines Kais ermöglicht dann auch, dass Boote vom Festland regelmäßig anlegen können. Die Protagonistin Ingrid "übernimmt" zwei Kinder und führt sie ganz selbstverständlich ihrer eigenen Familie zu. Sie wird ihnen eine Mutter. Nicht ganz selbstverständlich in dieser Zeit, denn Kinder bedeuten zusätzliche Mitesser in diesen armen Haushalten. Literarisch gut verpackt werden dem Leser beeindruckende Erfahrungen über das Leben und Überleben im kalten Norden Norwegens dargelegt. Für mich ist das eine ganz anrührende und einzigartige Geschichte, die mir Einblicke in ein Leben in der Natur und in eine andere Zeitepoche verschafft. Ein absolut empfehlenswertes Buch für Buchfreunde mit Anspruch auf neue Inhalte und Sprachformen.

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    • 7

    Arun

    02. April 2014 um 16:21
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