Roy Jacobsen In jenen hellen Nächten

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Inhaltsangabe zu „In jenen hellen Nächten“ von Roy Jacobsen

Norwegen, Anfang des 20. Jahrhunderts, auf einer kleinen Insel weit oben im Norden. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Sie träumen von einem leichteren Leben, doch fortgehen von der Insel, das kommt nicht in Frage. Auch nicht für Ingrid, die einzige Tochter. Dem wachen, wissbegierigen Mädchen ist das Leben mit den Gezeiten, den Fischen und Vögeln, dem Horizont und dem weiten Himmel in Fleisch und Blut übergegangen. Das Meer ist ihr Abenteuer, die Insel ihre Festung. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid sich vor ungeahnte Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft gestellt …
In jenen hellen Nächten ist eine berührende Familiengeschichte und ein wunderbarer Roman über einen fernen Ort, an dem das Leben eigenen Gesetzen gehorcht – an dem aber das Wunder der Natur wie nirgends sonst die Magie des Lebens heraufbeschwört.

Ein gewöhnungsbedürftiger Stil. Leise und melancholisch

— sternchennagel

Absolut nicht mein Stil,hat sich anstrengend gelesen. Potntial hätte die Story gehabt,aber leider war das nix.... Hab mich durchgequält

— Leseratte294

Interessante Geschichte über das raue Inselleben des 20. Jahrhunderts. Werde auf jeden Fall die Fortsetzung lesen. 5 von 5 Sterne

— Pagina86

Eine Familiengeschichte, rau, ungestüm und einfach wie das Leben auf den Inseln.

— ichundelaine

Mein Sommerbuch 2015 - schööön

— DieBerta

Ein stiller Roman über eine Familie auf einer einsamen Insel.

— tination

Wunderbare Geschichte über eine Familie und die Natur.

— abetterway

Wunderschöne Sprache

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Sehr nüchterner Schreibstil, für mich kamen zu wenig Emotionen rüber

— Pat82

Die Erwartungen, die ich wegen des Klappentextes an diese Geschichte hatte, sind in keiner Weise erfüllt worden.

— Winterzauber

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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  • Leserunde zu "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen

    In jenen hellen Nächten

    aba

    "Die Frage ist, wieso kommt er nicht öfter hierher? Und die Antwort ist: das Meer..." Familiengeschichten haben einen besonderen Charme, dem man nicht widerstehen kann. Oft müssen darin Menschen Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben ändern, sondern auch die ihrer ganzen Angehörigen. Der norwegische Bestsellerautor Roy Jacobsen hat mit "In jenen hellen Nächten" einen wunderbaren und berührenden Roman über eine Familie geschrieben, die auf einer abgelegenen Insel im Norden Norwegens lebt. Wer möchte sich auf eine Reise zu einem Ort begeben, an dem die Natur den Lauf der Dinge bestimmt? Zum Inhalt Norwegen, Anfang des 20. Jahrhunderts, auf einer kleinen Insel weit oben im Norden. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Sie träumen von einem leichteren Leben, doch fortgehen von der Insel, das kommt nicht in Frage. Auch nicht für Ingrid, die einzige Tochter. Dem wachen, wissbegierigen Mädchen ist das Leben mit den Gezeiten, den Fischen und Vögeln, dem Horizont und dem weiten Himmel in Fleisch und Blut übergegangen. Das Meer ist ihr Abenteuer, die Insel ihre Festung. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid sich vor ungeahnte Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft gestellt… Leseprobe Zum Autor Roy Jacobsen, geboren 1954 in Oslo, ist einer der meistgelesenen Schriftsteller Norwegens. Mit Kurzgeschichten und zwölf Romanen hat er sich auch über die Grenzen Norwegens hinaus einen Namen gemacht. Sein Werk ist in seiner Heimat mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "In jenen hellen Nächten" unter allen, die von Roy Jacobsen auf eine kleine Insel Norwegens versetzt werden möchten. Was müsst ihr dafür tun? Einfach bis zum 08.07. auf eine Frage antworten*: Leben in und mit der Natur: Wer von euch kann es sich vorstellen, so zu leben wie Hans und Maria – fern von der Zivilisation und des Komforts der heutigen Welt? An welchem Ort würdet ihr dann am liebsten leben? Auf eure Antworten freue ich mich jetzt schon und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 622
  • Faszinierende Familiengeschichte über den Wert von Heimat

    In jenen hellen Nächten

    bookgirl

    01. September 2015 um 13:56

    Inhalt Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hans und Maria Barroy leben mit ihrer kleinen Familie auf einer abgelegenen Insel an der zerklüfteten Küste hoch oben im Norden. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr und geht aufs Festland, wo sie als Hausmädchen eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie findet. Rührend kümmert sie sich um die Kinder Felix und Suzanne, deren Eltern eines Tages verschwinden. Ingrid entschließt sich kurzerhand, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen, um ihnen dort ein neues zu Hause zu schenken. Doch dies ist nur der Anfang weiterer dramatischer Entwicklungen. Meine Meinung Roy Jacobsen verschafft seinen Lesern mit seinem Roman "In jenen hellen Nächten" einen beeindruckenden Einblick in das Leben der Menschen auf einer kleinen norwegischen Insel zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Grunde passiert in der Handlung nicht viel, aber dennoch folgt man gebannt dem Geschehen und möchte wissen, wie es weiter geht. Roy Jacobsen erzählt seine Geschichte auf eine sehr ruhige Art, die mich jedoch schon nach wenigen Seiten in die Welt von Barrøy eintauchen lies. Der Autor ist ein perfekter Beobachter von Mensch und vor allem Natur, die er mit wunderbaren Worten in Szene zu setzen weiß. Erzählt wird die Geschichte der Familie Barrøy, mit all ihren Hochs und Tiefs. Von außen dringt nur wenig zu den Inselbewohnern durch. Selbst als ein Krieg ausgebrochen sein soll, ist das für diese kaum von Interesse. Alles außerhalb der Familie und Insel scheint nicht zu zählen. Lediglich Hans Ideen, was er auf  Barrøy verändern möchte, sind noch von Belang. Und so gibt er viel Geld für Baumaterial aus und baut mit seinem Vater einen Kai, bei dem nun öfter Boote anlegen, die an die Milchroute angebunden sind, die zweimal die Woche die gemolkene Milch einsammelt und zudem als eine Art Zeitung fungiert. Besonders eindrucksvoll schildert der Autor, wie man auf der Insel mit Stürmen und Unwettern umgeht. Und auch dies tut man auf ruhige und besonnene Art, denn ändern kann man die Situation auch so nicht, nur beim nächste Mal besser darauf vorbereitet sein. Hier lernt man nicht aus Büchern, sondern aus der Erfahrung, dem, was man von den Alteren an Wissen übermittelt bekommt und der Natur. Es ist ein Leben, welches gerade wegen seiner Einfachheit fasziniert. Roy Jacobsen benötigt weit über die Hälfte des Romans, um das Lebensgefühl auf der Insel aufzuzeigen. Dabei kommt man als Leser nicht umhin sich immer wieder zu fragen, warum sich die Bewohner des Eilands diese Entbehrungen antun. Hier wird der Kontrast zu einem Leben in Abgeschiedenheit und dem Leben in einer modernen Gesellschaft deutlich und natürlich auch die Frage nach dem Wert der Heimat. Nur die Tochter, Ingrid, folgt der Sehnsucht nach einer anderen Welt, entscheidet sich jedoch recht schnell nach Barrøy zurück zu kehren und auf dem Eiland weiter zu leben. Meisterhaft gelingt es Roy Jacobsen diesen Entschluss in seinem Roman so vorzubereiten, dass das Leser sofort nachvollziehen kann, dass die Bewohner auf der Insel bleiben wollen. Zu sehr sind sie mit ihr verwoben, was er besonders passend mit den folgenden Worten auf Seite 22 beschreibt: "Niemand kann eine Insel verlassen, eine Insel ist ein Kosmos im Taschenformat, wo die Sterne im Gras unter dem Schnee schlafen". Fazit Roy Jacobsen erzählt mit seinem Roman "In jenen hellen Nächten" eine Geschichte von Unabhängigkeit, Natur und vor allen Dingen von der Bindung an eine Heimat. Lese-Empfehlung für alle, die Bücher mögen, die ruhig und jenseits des Mainstream geschrieben sind.

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  • Das Meer gibt, aber es nimmt auch

    In jenen hellen Nächten

    ichundelaine

    24. August 2015 um 21:48

    Im Mittelpunkt dieser Familiengeschichte steht die kleine norwegische Insel Barroy zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihr halbes Dutzend Bewohner. Auf dieser Insel, die Jahr für Jahr dem Meer und den Stürmen und den Launen der Natur trotzt, wächst das Einzelkind Ingrid im Kreise von Großvater, Eltern sowie der geistig zurückgebliebenen Tante Barbro heran. Fast unberührt von den Geschehnissen in der Welt erduldet ihre Familie ihr hartes Leben und erfährt Tot, Geburt und unverhofften Zuwachs. Standhaft trotzen sie dem Meer und der Insel das ab, was sie zum Überleben brauchen.Mit dem Tod des Vaters und dem damit einhergehenden geistigen Verfall der Mutter, muss Ingrid schon früh Verantwortung übernehmen und die richtigen Entscheidungen für die Insel und ihre Bewohner treffen. Die Sprache ist einfach, schnörkellos und rau, wie das Leben auf den Inseln und die Schilderung der Ereignisse auf dem Eiland schwillen an und ab wie Ebbe und Flut an ihren Stränden. Ein wunderschönes Buch für einen verregneten Urlaubstag, leider wurde es zum Ende hin doch etwas langweilig, deshalb nur 4 von 5 Sternen.

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  • Mein Sommerbuch 2015 - gewaltige Natur - schöne Geschichte

    In jenen hellen Nächten

    DieBerta

    19. August 2015 um 22:26

    In jenen hellen Nächten von Roy Jacobsen Taschenbuch: 269 Seiten Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (6. Juli 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3458360867 ISBN-13: 978-3458360865 Originaltitel: De Usynlige Größe und/oder Gewicht: 1,8 x 2,2 x 18,8 cm Klappentext: Norwegen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf einer kleinen Insel wächst die kleine Ingrid auf, mit den Gezeiten und dem weiten Himmel über dem Meer. Sie liebt die Insel, aber wie ihr Vater träumt sie von einem leichteren Leben. Als jedoch auch hier neue Zeiten Einzug halten, sieht sich Ingrid vor eine schwere Entscheidung gestellt … Eine berührende Familiengeschichte und ein Roman über einen fernen Ort, an dem das Leben eigenen Gesetzen gehorcht – an dem aber das Wunder der Natur wie nirgends sonst die Magie des Lebens heraufbeschwört. Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ein kleines Mädchen, wahrscheinlich Ingrid, geht mit ihrem Koffer über einen Bootssteg. Verlässt sie die Insel? Diese Frage zieht sich eigentlich durch den Roman. Wer viel mehr Handlung erwartet ist hier falsch. Es kommt keine große Spannung auf, aber der Leser darf für 269 Seiten mit auf der Insel leben. Wer schon einmal in Norwegen war und das Glück hatte diese gewaltigen Landschaften kennenzulernen, wird sie in diesem Buch wiederfinden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat es keiner der Protagonisten leicht auf der kleinen Insel in Norwegen. Ingrid ist noch ein Kind, das trotzdem seine festen Aufgaben hat, die Frauen hatten nicht mal ihren eigenen Stuhl am Esstisch und auf der Insel herrscht eine Art Monarchie. Aber man hat nicht den Eindruck, dass jemand unglücklich ist mit der Situation. ‚Man erfährt viel über der Situation in Norwegen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Das besondere an dem Buch ist aber die Schreibweise. Jeder Satz ist ein Gedicht – Poesie – wunderbar – ein Buch voller literarischer Kostbarkeiten. Das schönste Buch, dass ich in diesem Jahr gelesen habe, ich hoffe ich finde im nächsten Jahr wieder so ein wunderbares 

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  • Es wird wenig gesprochen auf der nördlichen Insel

    In jenen hellen Nächten

    savanna

    17. August 2015 um 22:12

    An der Küste Nord-Norwegens ist die Insel Barroy zu finden - benannt nach der Familie Barroy, die als einzige diese Insel inmitten einer weitläufigen Inselwelt bewohnt. Um sich zu versorgen, wird gefischt, werden die Daunen der Eiderenten gesammelt und alles weiter auf den Nachbareinseln ertauscht oder tatsächlich auch eingekauft. In dieser rauen, arbeitseichen Landschaft leben Hans und Maria mit ihrer Tochter Ingrid, sowie Hans' Vater Martin und Schwester Barbro. Das Leben dieser Personen mehrerer Generationen kann der Leser in 'In jenen hellen Nächten' verfolgen - es gibt dabei jedoch weder einen expliziten Anfangs- noch Endpunkt innerhalb dieser Familiengeschichte. Es ist vielmehr ein gewählter Ausschnitt. So puristisch wie die Landschaft dort sein mag, so puristisch sind auch die Menschen dort. Es wird offensichtlich wenig gesprochen auf dieser nördlichen Insel, denn Dialoge sind in diesem Roman kaum zu finden. Mir fiehl der Zugang zu diesen Menschen daher schwer - viele Abläufe oder auch Emotionen werden vom Autor angedeutet, aber nicht wirklich beschrieben. Es ist ein recht eigener Schreibstil der offensichtlich die Leserschaft polarisiert in totale Begeisterung und totale Ablehnung. Mir persönlich ist die Familiengeschichte leider nicht nahe genug gegangen.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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    • 261
  • Ein stiller Roman über eine Familie auf einer einsamen Insel.

    In jenen hellen Nächten

    tination

    13. August 2015 um 15:32

    Das Buch: Anfang des 20. Jahrhunderts in Norwegen. Auf einer abgelegenen Insel lebt die Familie Barrøy. Doch die Welt verändert sich. Der Vater Hans, sowie die Tochter Ingried, versuchen, das Inselleben zu vereinfachen. Moderner zu gestalten. Doch zu welchem Preis soll das geschehen?   Fazit: Es ist ein stilles Buch. Langsam wird die Story aufgebaut. Es ist mehr eine Beobachtung des Geschehenen. Einige Szenen muss man sich auch selbst erschließen. Trotzdem ist dieses Buch auch durch die kurzen Kapitel leicht zu lesen und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es ist interessant zu beobachten, wie die Familie dieses einsame Leben lebt, was sie tun und was sie denken. Dieses Buch handelt von den Entwicklungen auf der Insel und von den Inselbewohnern.   Es ist kein Buch für Leser, die eine große Story wollen, die Drama und Action wollen mit großem Spannungsaufbau. Es wird wohl viele Leser eher Langweilen. Wer von Marianne Fredriksson „Hannas Töchter“ gelesen hat, der wird auch „In jenen hellen Nächten“ mögen. Es ist ein ruhiges Buch und plätschert doch nicht vor sich hin.   Noch eine kleine Randbemerkung: „In jenen hellen Nächten“ wurde schon 2014 im Osburg Verlag veröffentlicht. Jedoch unter einen anderen Titel: „Die Unsichtbaren“.

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  • Karge Natur - kraftvoll beschrieben

    In jenen hellen Nächten

    Corsicana

    Eine Insel vor der Nord-Norwegischen Küste. Anfang des letzten Jahrhunderts. Stürme, Kälte, Eis und Schnee - aber auch die hellen Nächte am Polarkreis. Ein karges Leben. Platz für nur eine Familie. Geld verdient nur der Vater, der für Monate zu den Lofoten zum Fischen fährt. Ansonsten lebt man von dem, was der Boden und das Meer hergeben. Und versucht, das Erbe der Vorfahren zu erhalten und durch Ausbessern und neue Gebäude eigene Akzente zu setzen. Das gelingt nicht immer und allen Generationen. Es gibt Ruinenreste auf der Insel und auch die aktuell dort lebende Familie muss einen Schuppen mehrmals wieder aufbauen, weil der Wind den Schuppen immer wieder zerstört. Die Außenwelt spielt kaum eine Rolle, wirkt sich aber natürlich immer mehr auf das Leben auf der Insel aus. Es gibt eine Handelsstation, der man Fische und andere Dinge verkaufen kann. Einen Laden,  Eine Wanderschule, die die Kinder im 14-tägigen Wechsel besuchen und die Insel wird an die sogenannte Milchroute angeschlossen, wird also regelmäßig von einem Boot angefahren. Es sind diese alltäglichen Dinge, die erzählt werden. Die Ernte, das Fischen, das Netze-Flicken, das Bauen, das Reparieren, der seltene Kontakt zu anderen Menschen. Über das Leben an sich macht man sich wenig Gedanken, besser: Man spricht zumindest nicht darüber. Und wenn überhaupt gesprochen wird, dann sind es einfache Sätze in einer sehr einfachen Sprache. Wortkarg sind die Menschen, so karg wie die Natur. Und sie arrangieren sich - mit der Natur und ihrem Leben. Sie versuchen, etwas zu verbessern. Sind aber weit entfernt davon, das Leben so zu perfektionieren, wie es die modernen Menschen heutzutage versuchen. Es wird alles hingenommen - und vieles davon wird zum kleinen und großen Glück, wie uneheliche Kinder, elternlose Kinder die man aufnimmt oder auch der zunehmende Handel mit dem Festland. Und der selbstverständliche Zusammenhalt der Familie über alle Probleme hinweg ist die Grundlage - aber darüber spricht man auch nicht. Alles wird über die Tätigkeiten erzählt. In einer  klaren, kraftvollen, fast poetischen Sprache. Die Natur spielt die Hauptrolle, was in den Menschen vorgeht, muss man zwischen den Zeilen herauslesen. Das gelingt nicht immer, vieles muss man mehrmals lesen und vieles überliest man vielleicht auch - und manches bleibt für den Leser als kleines Rätsel zurück. Was aber den Lesegenuß nicht mindert.  Dieser Roman beschreibt eine archaische, realistische Welt, in der der Mensch um seinen Platz im Leben kämpfen muss. Mit der Natur. So leben inzwischen vielleicht nicht mehr so sehr viele Menschen - auch wohl nicht mehr im beschriebenen Norwegen, das inzwischen durch sein Öl reich geworden ist.  Aber die Natur hat sich nicht verändert, sie bleibt Machtvoll. Nur haben viele Menschen ihren Lebenskampf auf den Kampf mit Finanzmärkten, Arbeitsmärkten und virtuellen Märkten verlagert.  Deshalb um so wichtiger dieses Buch, das zeigt, wo der Mensch herkommt. Und was er schaffen kann.  Und wie er in den Verlauf der Generationen eingebettet ist. Das Buch ist 2014 schon unter dem Titel "Die Unsichtbaren" erschienen. Ich wollte es damals schon lesen, weil ich durch das Buch "Der Sommer, als Linda schwimmen lernte" auf den Autor Roy Jacobsen aufmerksam wurde. Dieser ist in seiner Heimat Norwegen ein sehr bekannter Schriftsteller. Hier wird seine melancholische, ruhige und kraftvolle Schreibweise hoffentlich auch Anhänger finden. Er schreibt keine unterhaltsamen Bücher für die Masse, aber ruhige und bedeutsame Bücher für die Leser, die sich darauf einlassen können. Mir hat es sehr gut gefallen.

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  • In jenen hellen Nächten

    In jenen hellen Nächten

    abetterway

    04. August 2015 um 13:11

    Inhalt: Norwegen, Anfang des 20. Jahrhunderts, auf einer kleinen Insel weit oben im Norden. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Sie träumen von einem leichteren Leben, doch fortgehen von der Insel, das kommt nicht in Frage. Auch nicht für Ingrid, die einzige Tochter. Dem wachen, wissbegierigen Mädchen ist das Leben mit den Gezeiten, den Fischen und Vögeln, dem Horizont und dem weiten Himmel in Fleisch und Blut übergegangen. Das Meer ist ihr Abenteuer, die Insel ihre Festung. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid sich vor ungeahnte Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft gestellt … In jenen hellen Nächten ist eine berührende Familiengeschichte und ein wunderbarer Roman über einen fernen Ort, an dem das Leben eigenen Gesetzen gehorcht – an dem aber das Wunder der Natur wie nirgends sonst die Magie des Lebens heraufbeschwört Meinung: Der Schreibstil war anfangs gewöhnungsbedürftig und sehr eigen, aber nach und nach entfaltete die Geschichte ihre Schönheit. Die Beschreibungen der Natur sind wunderbar und wirklich einzigartig, alles sehr detailiert und wunderbar. Man erfährt sehr viel über die einzelenen Charaktere und wie sie sich entwickeln...so wie sich auch die Natur entwickelt. Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen. Es sei aber auch gesagt das es kein Buch für zwischendurch ist sondern das man sich dafür Zeit nehmen sollte.  Fazit: Ein Buch, dass man fast gelesen haben muss!

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  • Etwas gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, aber kann man durchaus mal lesen

    In jenen hellen Nächten

    MagicMoment

    03. August 2015 um 21:44

    In 'In jenen hellen Nächten' wird das Leben von Ingrid beschrieben, die zusammen mit ihren Eltern, ihrer Tante und ihrem Großvater auf einer sehr kleinen, einsamen Insel in Norwegen lebt. Die Familie lebt in einfachsten Verhältnissen, jeder muss hart arbeiten und schon früh mit anpacken. Der Roman spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und beschreibt Ingrids Leben vom Kleinkind bis zur jungen Erwachsenen. Im Laufe des Romans geschehen allerlei Veränderungen auf der kleinen Insel und auch die Bewohner verändern sich im Laufe der Zeit. Dieses Buch ist wirklich sehr speziell. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und gewöhnungsbedürftig. Es gibt kaum wörtliche Rede oder überhaupt Gespräche, sowie endlos lange und verschachtelte Sätze. Wenn jemand stirbt, wird das mal eben in 1-2 Sätzen abgehandelt, so dass ich ein paar Stellen erneut lesen musste, um sicher zu gehen, alles richtig verstanden zu haben. Auch die Handlung ist jetzt nicht super spannend. Es wird eben das einfache Leben der Inselbewohner beschrieben, ohne auf deren Charakter allzu sehr einzugehen. Dafür gibt es manchmal seitenlange Beschreibungen darüber, wie z.B. ein neuer Schuppen gebaut wird, was ich jetzt nicht so sonderlich interessant fand. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich dem Buch 2 oder 3 Sterne geben, denn eigentlich hat es mir jetzt nicht so richtig gut gefallen. Dennoch gibt es einige Szenen, über die ich viel nachgedacht habe und auch eine gewisse Spannung, wie das ganze ausgehen wird, war vorhanden. So mit gebe ich dem Buch 2,5 Sterne, aufgerundet auf 3.

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  • Ein Gast löst eine Sehnsucht aus.

    In jenen hellen Nächten

    IraWira

    03. August 2015 um 14:19

    "Ein Gast löst eine Sehnsucht aus" - dieser Satz auf Seite 78 trifft schon sehr gut, was mir unter (vielem) anderem beim Lesen dieses Buches durch den Kopf ging. Man merkt den Menschen, die auf der Insel Barrøy leben, zwar durchaus an, dass das Leben hart ist und so kommt auch mal der Wunsch auf, die Sehnsucht, etwas anders zu sehen, aber, auch das wird deutlich - das Leben ist aller Härte zum Trotz gut, die Menschen sind zufrieden und egal was passiert, sie kehren doch immer wieder zurück. Mich beeindruckte bei diesem Buch ganz besonders der Zusammenhalt der Familie Barrøy, die auf den ersten Blick und den ersten Seiten so unnahbar und gefühlsarm erscheinen und die sich angesichts der Krisen des Lebens als Menschen mit tiefen Gefühlen, einem großen Verantwortungsgefühl und nicht zuletzt auch einem großen Herz entpuppen und sich gemeinsam dem Leben stellen. Starke und unabhängige Persönlichkeiten, die auf den ersten Blick hart wirken, aber die zueinander stehen und ihr Leben meistern, egal welche Stolpersteine sie überwinden müssen. Hart - auch das ist ein Wort, das im Zusammenhang mit diesem Buch wichtig ist. Nicht nur die Menschen, auch die Sprache wirkt anfangs hart. Nüchtern. Spröde. es fiel mir anfangs nicht leicht, mich in das Buch reinzufinden und mich darauf einzulassen, auch, weil die Personen erst sehr emotionslos und fremd blieben. Dies änderte sich jedoch im Laufe des Buches und gerade der Stil machte es zu etwas Besonderem. Der Schreibstil spiegelt sehr gut die Insel und das Leben auf ihr wider. Das Leben ist hart, es ist karg, es lässt keinen Raum  für dichterische Ergüsse oder dergleichen. Lediglich wenn es um die Gewalt und die Schönheit der Natur geht, lebt die Sprache auf, wobei die Natur auch das ist, was das Leben der Menschen prägt und ihren Tagesablauf diktiert. Gerade dieser Schreibstil dürfte auch viele Leser abschrecken, wer sich jedoch darauf einlassen kann, wird mit einem wunderbaren Buch und authentischen und faszinierenden Charakteren belohnt, an deren Leben er teilhaben darf. Mir hat das Buch gut gefallen, es ist allerdings auf jeden Fall eins, dass die Gemüter spaltet, von daher - reinlesen und selber entscheiden!

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  • Unglaublich wie karg und reich das Leben gleichzeitig sein kann

    In jenen hellen Nächten

    Gela_HK

    01. August 2015 um 08:59

    Das Leben auf den norwegischen Inseln Anfang des 20. Jahrhunderts ist hart und einsam. Für die Familie Barrøy ist ihre Insel Lebensmittelpunkt, denn außer ihnen lebt hier niemand. Über mehrere Jahrzehnte wird das Zusammenspiel von Natur und Mensch beschrieben. Wer hier leben muss, hat sich den Naturgewalten anzupassen. Erst der technische Fortschritt führt zu Veränderungen, die das Gleichgewicht der Familie bedrohen. Roy Jacobsen hat mit diesem Buch eine besondere Stimmung eingefangen. Der leise Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gefallen. Um die Menschen zu verstehen, muss man erst mit der Natur vertraut werden. Sehr eindrucksvoll wird das raue Meer und die kleine karge Insel Barrøy beschrieben. Man hat eine ganze Galerie voller Bilder vor Augen. Das abgeschiedene, einsame Leben der kleinen Familie kann man sich gut vorstellen. Hans und Maria Barrøy leben zusammen mit ihrer Tochter Ingrid, Hans Schwester Barbro und deren Vater Martin auf der Insel. Jeder hat seine festen Aufgaben, die nicht hinterfragt, sondern getan werden. Gerade in der Zeit, während Hans über Monate auf den Lofoten zum Fischfang unterwegs ist, scheint das Leben zu erstarren. Viel wird nicht gesprochen, denn alle Handgriffe wurden schon so oft durchgeführt, dass jedes Wort überflüssig erscheint. Der Mensch bedeutet hier wenig. Der Kampf ums Überleben ist Alltag. Ob es eine große Dürre ist, die das wenige Trinkwasser gefährdet oder der Kampf mit einem Boot auf dem Meer, das Schicksal wird so genommen, wie es ist. Ihre kleine Welt zu verlassen und ein einfacheres Leben zu führen, wird für jeden nur kurz ein Gedanke, der gleich wieder verfliegt. "Niemand kann eine Insel verlassen, eine Insel ist ein Kosmos im Taschenformat, wo die Sterne im Gras unter dem Schnee schlafen. Aber es kommt vor, dass jemand es versucht. Und an einem solchen Tag weht ein sanfter Ostwind." Als Leser ist man Beobachter, wird bewusst von der Handlung ausgeschlossen. So werden die Charaktere auch eher oberflächlich und distanziert beschrieben. "Es gibt auf der ganzen Welt keine Zwölfjährige, die mehr kann als Ingrid, sie ist eine Tochter des Meeres, die die wogenden Wellen nicht als Gefahr oder Bedrohung sieht, sondern als Weg und Lösung, für fast alles." Obwohl der teilweise schon poetisch anmutende Schreibstil und die eindrucksvollen Naturschilderungen mich angesprochen haben, fehlte mir eine Handlung. Die Familie Barrøy blieb mir bis zum Ende fremd und emotionslos.

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  • Wunderschöne Sprache

    In jenen hellen Nächten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. July 2015 um 15:54

    Norwegen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf einer entlegenen Insel wächst die kleine Ingrid auf, mit den Gezeiten und dem weiten Himmel über dem Meer. Sie liebt die Insel, aber wie ihr Vater träumt sie von einem leichteren Leben. Als jedoch auch hier neue Zeiten Einzug halten, sieht sich Ingrid vor eine schwere Entscheidung gestellt... Dieser Roman erzählt das Leben einer Familie auf der norwegischen Insel Barroy. Es werden besonders die Natur und das harte und beschwerliche Leben auf dieser Insel hervorgehoben und ausführlich beschrieben. Roy Jacobsen erzählt mit einer wunderschönen, poetischen Sprache diese Geschichte, welche dieses Buch zu etwas ganz Besonderem macht. Die Natur und die Landschaft wird so liebevoll, bildhaft und ausführlich beschrieben, dass man nur die Augen zu schließen braucht, und alles vor sich sieht. Der besonderen, poetischen Ausdrucksweise des Autors ist es zu verdanken, dass ich in dieses Buch versunken bin, wie in einen ruhigen, tiefen See. Diese berührende Familiengeschichte, so wunderschön, bildhaft und liebevoll erzählt, hat mich auf ganz besondere Art berührt und mir wunderschöne Lesestunden geschenkt.

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  • Atmosphärisch, aber zu leise

    In jenen hellen Nächten

    freiegedanken

    29. July 2015 um 21:24

    Schauplatz des aktuellen Romans* von Roy Jacobson ist die winzige, norwegische Insel Barroy, auf der die gleichnamige Fischerfamilie Barroy lebt. Dazu gehören Hans und Maria, sowie Hans´ geistig behinderte Schwester Babro, der Vater Martin und schließlich Tochter Ingrid, um deren Leben und Heranreifen sich der Roman schlussendlich dreht. Das Dasein dieser doch sehr auf sich gestellten Menschen ist geprägt durch die Gesetzmäßigkeiten der Natur, durch die Gezeiten, durch Unwetter, die Jahreszeiten mit ihren positiven und negativen Erscheinungen. Kapitel für Kapitel wird dem Leser die einzelnen Protagonisten mit ihren Charakteren näher gebracht und es kristallisiert sich heraus, dass die Abgeschiedenheit und die einfachen Verhältnisse allmählich durch den einziehenden Fortschritt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frage gestellt werden. Auch Ingrids Gedanken drehen sich oft um ein Ausbrechen aus dieser Genügsamkeit und bis zum Schluss fragt sich der Leser, welchen Weg sie gehen wird. Dieser Roman ist leise. Episodenhaft werden einzelne Geschichten über die Barroys und das Inselleben erzählt, dennoch blieb die Handlung für mich im Wesentlichen eher unspektakulär. Eindringlich dagegen wird die Natur mit den besonderen Wetterkapriolen beschrieben und wie die Insulaner sich damit zu arrangieren haben. Dem Autor gelingt es sprachgewaltig eine unverwechselbare Atmosphäre aufzubauen, wie im Film ziehen die Romanfiguren vor dem geistigen Auge über die Insel, erkämpfen sich ihr Hab und Gut, trotzen Sturm, Schnee und Hitze und geraten dabei auch in Lebensgefahr. Dennoch ist die Lektüre nicht leicht. Man muss am Ball bleiben, eine längere Lesepause könnte die ganze Lektüre in Frage stellen, eben weil der Spannungsbogen fehlt und Jacobsen auch mit den Längen nicht spart. Romanpassagen, in denen immer wieder das Ausrichten der Fischernetze oder das Fischen allgemein beschrieben wird, zogen sich für mich doch recht lang und blieben meistens uninteressant. *2014 unter dem Titel "Die Unsichtbaren" bei Osburg erschienen.

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