Roy Stuart Glympstorys

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Inhaltsangabe zu „Glympstorys“ von Roy Stuart

Nach fünf Jahren des Wartens ist Roy Stuart endlich zurück und hat ein neues Werk im Gepäck: Größer, umfangreicher, verführerischer und subversiver, aber auch persönlicher als zuvor, ist es die Fortsetzung seines Abenteuers – einer Geschichte, die er bereits über fünf Bände (in einer Gesamtauflage von 500.000 Exemplaren) beim Taschen-Verlag weltweit erzählen konnte. Wo man vielleicht ein lange gereiftes Werk erwartet hätte, kommt eine Art Manifest zum Vorschein: Nachdem Stuart seinen Spielfilm «The Lost Door» im Kasten hatte, feilte er an seiner Handschrift, dieser Mischung aus ureigenem Rhythmus und einzigartiger Stimmung, die in der zeitgenössischen Fotografie ihresgleichen sucht. Zwar bedienen sich auch seine Inszenierungen zum Teil der konstruierten Vorgaben der erotischen Erzählweise, zertrümmern aber spielerisch-lustvoll die Klischees und Gefälligkeit des Genres. Mit ihrem filmreifen Humor und Gespür für Emotionen, zeugen Stuarts neue Bilderserien vom Anspruch eines außergewöhnlichen Künstlers, der für Irritationen sorgt – ähnlich wie die narrativen Experimente Duane Michals‘ oder Marie-Françoise Plissarts. Stuart misstraut einer im Augenblicklichen isolierten Fotografie und zieht es stattdessen vor, sie in einen Fluss zu bringen, wo ein «Davor» und ein «Danach» sie einrahmen und ihr Spannung und Kraft verleihen. So durchbricht das Standbild seine eigene Unzulänglichkeit, indem es Prosa, Lyrik, Musik zu Hilfe nimmt. Statt «Bildlegenden» als erforderlich hinzunehmen, wird hier eine dritte Dimension des Bildes eröffnet: das Wort. Dieses Abenteuer endet nicht mit den letzten Buchseiten, sondern findet seine logische Weiterführung auf der beiliegenden DVD, wo überraschend geschnittene, lyrische Sequenzen den emotionalen Wirbelsturm der Stuart’schen Vorstellungswelt illustrieren. Die Begleit-DVD ist viel mehr als nur nette Gratis-Beigabe: Sie ist eine echte Erweiterung des Buches, eine Einladung, dieses Werk über die Grenzen und unerforschten Möglichkeiten der Fotografie noch einmal zu lesen und neu zu interpretieren. Die DVD enthält Ausschnitte aus Roy Stuarts GLIMPSE-Serie, Videoclips der Dreharbeiten, mit Musik unterlegt und manchmal mit Texten ergänzt. Sie steht für die Verbindung aus Fotografie und Video und vermittelt eine Vorstellung davon, wie erotische Kunst aussehen kann, die nichts gemein hat mit dem pornografischen Müll, der das Internet überschwemmt.

Roy Stuart ist einer der Großen der Aktfotografie. Seine Bildbände sind gefragt, nicht selten wandern sie für horrende Beträge von ...

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  • Roy Stuart - Glympstorys, rezensiert von Marcus Offermanns

    Glympstorys
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    25. February 2015 um 09:36

    Zeitweise waren Teile Stuarts Werkes gerichtlich verboten, er selbst sah sich bereits des Öfteren rechtlichen Schritten gegen seine Person und Arbeit ausgesetzt. Auch sein neuer Band, der nach fünf Jahren Abstinenz entstanden ist und von Fans lang erwartet wurde, beinhaltet äußerst explizite Fotografien, die bis hin zu Oralverkehr und Penetration reichen. In Glympstorys erzählt der Künstler mit seinen bzw. über seine Abbildungen Geschichten und Geschichtchen aus der Welt der Sexualität. Wie in seinem gesamten künstlerischen Schaffen zuvor, fokussiert der 1955 geborene Amerikaner auch in diesem neuen Werk vornehmlich weibliche Sexualität. Dabei arbeitet er grundsätzlich mit Models, deren Körper natürlich belassen und weitestgehend frei von den Gesetzmäßigkeiten populärer und verbreiteter Standards von Erotik- und Pornoindustrie sind. Er verfolgt den eignen Anspruch, trotz expliziter Abbildung sexueller Handlungen und fast ausschließlichem Fokus auf die aufgeführten Themenfelder, keine Pornografie zu schaffen. Stuart grenzt sich in Gesprächen und Interviews regelmäßig vehement und engagiert von Machenschaften und Produkten der Pornobranche ab. Diese Grenze sehen viele seiner Kritiker nicht. Für sie sind seine Werke nichts anderes als der Output dieser Industrie. Bei allen Statements, diese sind auch im Klappentext dieses Bandes zu lesen, bleibt das letztendliche Urteil im Ermessensraum des jeweiligen Betrachters. Wer in Stuarts Werk Pornografie erkennen möchte, dem wird dies auch gelingen. Um eine klare Einordnung vornehmen zu können, ist die ohnehin schon verwischte Grenze von erotischem Akt, erotischen Medien im Allgemeinen und Pornografie in Stuarts Werk kaum erkennbar. Was Glympstorys allerdings nicht abzusprechen ist, ist seine Inhaltsebene. Zwischen allen Handlungen steckt tatsächlich eine erzählte Geschichte. Diese ist zwar häufig minimalistischer Natur, dennoch lassen sich Figuren, Handlungen, Motivationen und Emotionen erkennen. Damit gelingt den Künstlern schon mehr, als manch anderen Knipsern, die für sich die Schaffung von erotischem Akt beanspruchen, aber dann doch nur banale Tiefbefriedigung und erotische Kunst mit Befriedigung von Schaulust verwechseln. Eingestreute Zitate, Textteile und Statements erklären den künstlerischen Hintergrund und drehen sich um die Inhalte der Geschichten. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21399/roy_stuart___glympstorys

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