Royston Reeves

 2,8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor*in von Ich war's nicht.

Lebenslauf

Royston Reeves, geboren 1984, kennt sich aus mit spannenden, begeisternden Geschichten: Er hat TV-Drehbücher verfasst, als Kreativdirektor beim Sender itv gearbeitet und wurde für Werbekampagnen ausgezeichnet. Sein erster Thriller erscheint in vielen Ländern weltweit. Royston Reeves lebt mit seiner Frau Carly und seiner Tochter Hunter-Rose im ländlichen Kent, Südengland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Royston Reeves

Cover des Buches Ich war's nicht (ISBN: 9783651001152)

Ich war's nicht

(11)
Erschienen am 25.06.2025

Neue Rezensionen zu Royston Reeves

Cover des Buches Ich war's nicht (ISBN: 9783651001152)
tigerbeas avatar

Rezension zu "Ich war's nicht" von Royston Reeves

tigerbea
Spannend, aber ohne Highlights

Will, der nach einem Drink mit Kollegen allein auf dem Heimweg ist, wird von einem Betrunkenen provoziert. Er wehrt ihn ab, der Betrunkene fällt unglücklich und ist zu Wills Entsetzen tot. Will versucht alles, um nicht mit dem Toten in Verbindung gebracht zu werden. Er ahnt nicht, daß hn jemand beobachtet hat und sich sein Leben nun trotzdem ändert. 


"Ich war's nicht" ist das Debüt von Royston Reeves. Wirklich atemberaubend spannend ist das Buch nicht, es lebt mehr von einer unterschwelligen Spannung, bei der man sich fragt, ob Will wirklich mit seiner Vertuschungsaktion durchkommt und der falschen Täter zur Verantwortung gezogen wird oder ob er sich doch noch freiwillig stellt. Auf dem Weg zur Auflösung durchlebt man einige Wendungen und wird mit Charakteren konfrontiert, deren Absichten man nicht durchschaut. Royston Reeves hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Leicht und verständlich lesbar, dazu recht kurze Kapitel, da macht das Lesen Spaß. Einziges Problem war für mich Will. Zu ihm konnte ich keinen Bezug aufbauen. Er blieb mir zu blaß, seine Handlungsweisen waren für mich nicht nachvollziehbar und er erschien mir sehr naiv. Irgendwie hatte ich oft das Gefühl, daß hier zu viel konstruiert wurde. 

Cover des Buches Ich war's nicht (ISBN: 9783651001152)
coffee2gos avatar

Rezension zu "Ich war's nicht" von Royston Reeves

coffee2go
Ich weiß, was du getan hast!

Der Ich-Erzähler Will führt ein normales, ruhiges Leben, bis sich dies von einem Tag auf den anderen aufgrund einer kurzen Handlung von Grund auf ändert. Am Heimweg provoziert ihn ein Fremder, er schlägt zu und plötzlich bleibt dieser tot liegen. Die Reaktion von Will ist Flucht und in der Hoffnung, dass ihn keiner gesehen hat, unbemerkt zu verschwinden, allerdings kommt es komplett anders als erwartet. Eine falsche Entscheidung im Leben und schon ändert sich alles. Er wird erpresst, nur von wem? Es wird mit den Gefühlen von Will und mit denen der Leser*innen gespielt, von Wut, Schuld, Angst, Kontrolle wird im Verlauf der Geschichte eine breite Palette abgedeckt. Dies hat mir gut gefallen, weniger gelungen finde ich, dass gewisse Handlungen für mich vorhersehbar und von Anfang an klar waren, also nicht überraschend oder neu und häufig waren Szenen stark überzogen und unrealistisch dargestellt.

Cover des Buches Ich war's nicht (ISBN: 9783651001152)
M

Rezension zu "Ich war's nicht" von Royston Reeves

M.Lehmann-Pape
Zerstörerische Beziehung

Der Titel ist durchaus geschickt gewählt. Nicht nur zu den Abläufen im Buch (auch wenn bei der einen Sache, die alles ins Rollen bringt, völlig klar ist, wer es war!).

 

Denn auch unterschwellig, zumindest Leser und Leserinnen etwas älterer Generationen werden das noch gut im Ohr haben, es ist nicht unwichtig als Kind, egal was passiert, erst mal mit dem Brustton der Überzeugung laut zu sagen:

 

„Ich war es nicht!“.

 

Bis das Gegenteil bewiesen wird. Ein Satz, der natürlich zum Ziel hat, einer Strafe zu entkommen. Doch welcher Strafe Will Cox besser entfliehen sollte, das wird im Lauf des Thrillers immer fragwürdiger für ihn. 

 

Es ist lange nicht so ganz so klar, was dieser Fremde eigentlich will. 

 

Der, durch Zufall, Will dabei gesehen und nebenbei gefilmt hat, wie dieser etwas überaus Ungehöriges getan hat. Vielleicht nicht bewusst, vielleicht nur, um seine Ruhe zu haben. Vielleicht, weil ihm, betrunken, wie er war, eine Sicherung durchgebrannt ist. Oder weil er eben jemand ist, der mit Provokationen immer schon einen etwas erschwerten Umgang hatte.

 

Absicht war es nicht, dass dieser eine Schlag, zwar heftig geführt, in Will´s Augen aber durch den pöbelnden Menschen vor ihm redlich verdient, gleich tödlich endet.

 

Noch denkt Will, dass ihn keiner gesehen hat, als er sich umgehend aus dem Staub macht. Doch das täuscht. Mit unangenehmen Folgen. Sehr unangenehm.

 

Denn Solly zieht Will mit einer Mischung aus Umgarnung, latenten Drohungen und einer überaus hohen Anhänglichkeit mehr und mehr in eine Form der Beziehung, das ahnen Leser und Leserinnen umgehend, die nicht gut enden wird. Für einen der beiden oder für beide, das wird sich zeigen. Denn zunehmend entwickelt Solly eine Art von „Exklusivdenken“, eine Frau, die Will attraktiv findet? Wo kämen wir dahin. Ein Alltagsleben, das Will einfach so ohne Solly zu führen gedenkt. Mal abwarten.

 

Wobei daneben immer wieder auch am Rande Bemerkungen fallen, dass die ein oder andere finanzielle Unpässlichkeit gerade Schwierigkeiten macht. Ohne direkt Geld einzufordern für das Schweigen über den Vorgang in dieser kleinen Gasse.

 

„Will, ich habe niemanden, and en ich mich wenden kann. Niemand, der mir helfen kann“.

 

Wobei Will sich. Natürlich, nicht unterkriegen lässt und ebenso zunehmend im Lauf der Zeit deutlich gröbere Umgangsformen Solly gegenüber an den Tag legt. Und dennoch an einem nicht vorbeikommt: Dieser Solly hat sein Leben in der Hand. Was jeden Versuch verbietet, einfach den Kontakt abzubrechen. Oder am Ende doch, aber nur eine Möglichkeit ist denkbar und, nicht dass Will da noch große Hemmungen hätte, aber wer weiß, wo die Beweise so ganz genau gelagert werden?

 

Ein nicht völlig neues, aber gut gewähltes Thema wählt Reeves für sein Debüt und versteht es gerade auch in der ersten Hälfte des Romans, die ungute Beziehung zwischen beiden Hauptfiguren dynamisch und ansprechend darzustellen.

 

Zum Ende aber hin verliert der Thriller doch mehr und mehr, was durchgehend bei der Stange halten würde: Spannung. Zu viele kleinere Begebenheiten und dahinter eine eher Wiederholung der dann bekannten und bestehenden Dynamik zwischen beiden, die sich nur an verschiedenen äußeren Anlässen abarbeitet. Auch wenn sich der Thriller zum Finale hin noch einmal fasst und Spannung in den Raum stellt, zu lange plätschert das alles doch etwas zu sehr vor sich hin.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

14 Bibliotheken

7 Merkzettel

Worüber schreibt Royston Reeves?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks