Roz Chast

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Roz Chast

Roz Chast, geboren 1954, ist in Brooklyn aufgewachsen und besuchte die Rhode Island School of Design. Seit 1978 ist sie Cartoonistin des «New Yorker». «Können wir nicht über was anderes reden?» war Nummer 1 der New-York-Times-Bestsellerliste, Finalist des National Book Award, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und als eines der besten Sachbücher des Jahres gefeiert. Chast lebt mit ihrer Familie in Connecticut.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Ein Liebesbrief an New York" von Roz Chast

Absolut empfehlenswert
Cordula_Gartmannvor 10 Monaten

Ich habe dieses Buch von amerikanischen Freunden im Original geschenkt bekommen.Wie die Übersetzung ist, kann ich daher nicht beurteilen. Ich lese eigentlich keine Comics oder Bücher mit Illustrationen. Aber ich liebe New York. Und dieses Buch ist witzig, originell und absolut empfehlenswert. Für alle New York Fans ein Muss. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Roz Chast lesen, ihr Stil gefällt mir sehr.

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Rezension zu "Ein Liebesbrief an New York" von Roz Chast

Going into Town
ulrikerabevor einem Jahr

Ein Liebesbrief an New York ist kein Reiseführer, kein Touristenguide. Entstanden ist dieses Buch, als die Tochter der Illustratorin und Cartoonistin Roz Chast vom Land nach Manhattan zieht um zu studieren. Es ist eine Anleitung, ein Wegweiser für die Landmaus zum Leben in der großen Stadt. Das, aber auch Reminiszenz an die Ausflüge, die die Autorin als Kind mit ihren Eltern von Brooklyn nach Manhattan unternommen hat.  So ist auch der Originaltitel „Going into Town“

„Über die Freiheitsstatue werden Sie hier kein Wort finden!“, so beginnt die Liebeserklärung. Mit diesem Buch erhalten wir den Schlüssel zur Stadt von Mrs Chast . Herrlich pointiert skurrile Texte, über die Stadt, die niemals schläft, werden mit liebevoll komischen Bildern illustriert. Roz Chast erklärt den New Yorker Grundriss für Dummies, begleitet uns zu Fuß, per Metro, Taxi oder Bus durch die Stadt ihres Herzens. Es sind schräge Episoden über Fauna, Flora und natürlich die New Yorker Bürger.

Es ist ein kurioses Kleinod, naive Bilder mit intelligenten Texten -das deutsche Lettering stammt im Übrigen von Tex Rubinowitz.

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Rezension zu "Können wir nicht über was anderes reden? Meine Eltern und ich" von Roz Chast

Eine leichte Memoir über ein schwieriges Thema
Kapitel94vor 2 Jahren

Können wir nicht über was Anderes reden? handelt nicht von Roz Chasts eigenem Leben, sondern von dem ihrer Eltern George und Elizabeth. Obwohl das Verhältnis zwischen den Dreien nicht besonders gut ist, stehen sie in regelmäßigem Kontakt. Als die Cartoonistin und Autorin, die in Connecticut wohnt, ihre Eltern eines Tages in Brooklyn besuchen kommt, muss sie feststellen, dass die einst so ordentlichen und sauberen Menschen nach und nach verwahrlosen. Die Staubschicht auf den Regalen wird immer dicker und die Mobilität der mittlerweile Anfang 90-jährigen immer schlechter. Nun steht Roz Chast vor einer wichtigen Entscheidung: Nimmt sie das „Sorgerecht“ für ihre Eltern an sich und sorgt dafür, dass sie ein paar letzte schöne Jahre erleben oder hindert sie die emotionale Distanz daran, ein besseres Verhältnis zu George und Elizabeth aufzubauen?

Als verantwortungsvolle Tochter nimmt Roz Chast die Herausforderung an: Ihre Eltern, die mittlerweile 93 Jahre alt sind, können nicht mehr selbstständig leben. Sie brauchen jemanden, der für sie einkaufen geht, regelmäßig putzt und dafür sorgt, dass sie aus dem Haus kommen. Wie die Autorin aber schon zu Beginn ihrer Memoir deutlich macht, sind George und Elizabeth keine einfachen Menschen. Ihre Mutter ist sehr dominant, hat seit 70 Jahren in ihrer Ehe die Hosen an und weiß, wie sie ihren Mann zu erziehen hat. George ist das absolute Gegenteil. Er ist ruhig, zurückhaltend und da seine Frau ihm die meisten Aufgaben abnimmt, ist es sogar ein Abenteuer für ihn, eine Glühbirne zu wechseln. Nun kann man sich vorstellen, dass es für Roz Chast nicht leicht sein wird, den Alltag ihrer Eltern zu ändern. Ihre Aufgabenliste wird immer länger und nach einer Weile muss sie mehr Tiefen als Höhen in Kauf nehmen …

Obwohl der Inhalt der Memoir sehr emotional klingt, war es genau das für mich nicht. Das schlechte Verhältnis zu ihren Eltern lässt Chast sehr deutlich durchscheinen und mir fiel auf, dass sie größtenteils nur die negativen Eigenschaften ihrer Mutter und ihres Vaters erwähnt. Elizabeth sei zu dominant und grob gewesen, George widerum zu seicht und zurückhaltend. Als Leser merkt man, wie schwer es der Autorin fällt, ein nettes Wort über ihre Eltern zu sagen, denn jedes Mal, wenn sie die beiden nach einem Besuch verlässt, beschreibt sie es als „Flucht“.
Hier und da baut Roz Chast ein paar Geschichten zum Schmunzeln ein. Diese treten meist in den senilen Momenten der Eltern auf. Die Stellen haben mich zwar kurzzeitig amüsiert, doch die Charakterisierung von sowohl der Autorin als auch von Elizabeth und George ließen mein Lachen schnell verstummen. Roz Chast wirkt teilweise sehr hysterisch, schon der kleinste Fehltritt ihrer Eltern bringt sie an die Decke und dies ist eine Eigenschaft, die ich nicht verstehen kann. Jeder Mensch hat Eigenarten, jeder Mensch wird im Alter vergesslich – wieso muss man sich über soetwas aufregen? Aber vielleicht habe ich den schwarzen Humor auch einfach nicht verstanden.

Neben dem recht negativen Inhalt, hat mir die Gestaltung der Memoir jedoch sehr gefallen. Durch die anschaulichen Comicbilder baut man ein sehr enges Verhältnis zu den handelnden Personen auf. Man kann sich Chast und ihre Eltern optisch besser vorstellen und die Bilder stellen Emotionen teilweise besser dar, als die geschriebene Sprache. Zwischendurch gibt es ein paar längere Passagen, in denen die Autorin gewisse Zusammenhänge erklärt. Diese sind in ihrer Handschrift geschrieben und verleihen dem Buch noch einmal eine sehr persönliche Note.

Natürlich wird die Geschichte ausschließlich aus Roz Chasts Perspektive erzählt, was bedeutet, dass man ihre Sicht der Dinge glauben muss. Ob Elizabeth und George sich nun wirklich so verhalten haben, ob das Verhältnis zu ihren Eltern wirklich so schlecht war und ob sich wirklich alles im Detail so zugetragen hat, kann man nicht genau wissen. Ich hoffe zumindest sehr, dass es hier und da auch ein paar (unausgesprochene) emotionale Momente gab.

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