Ruben L. Stein

 4.7 Sterne bei 9 Bewertungen

Neue Bücher

Sommerfrost: Angerls Schicksalsjahre 1913 bis 1946

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Neu erschienen am 07.10.2018 als Taschenbuch bei Independently published.

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Hinter dem Schicksal links

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Erschienen am 23.04.2018

Neue Rezensionen zu Ruben L. Stein

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Rezension zu "Sommerfrost: Angerls Schicksalsjahre 1913 bis 1946" von Ruben L. Stein

Besonders
trancemittervor 6 Tagen

Es geht um das Leben von Angerl. Ihre Mutter muss sie aus Mangel an Alternativen weggeben und so wächst sie bei fremden Menschen auf. Später verliebt sie sich als Magd in den Sohn ihres Arbeitgebers. Doch dann soll alles anders kommen. Ich fand das Leben der Hauptfigur sehr bewegend und man konnte das Buch teilweise gar nicht aus der Hand legen, weil man immer nur wissen wollte, wie es weiter geht. Dass die Figur real war, machte das ganze noch mal spannender. Das Buch ist für mich besonders, war spannend von der ersten Seiten an, was auch bis zum Schluss nicht nachließ, und sehr unterhaltsam. Dazu passte das wunderbare Cover und auch der schöne Schreibstil. Ich werde das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Leseratte61s avatar

Rezension zu "Sommerfrost: Angerls Schicksalsjahre 1913 bis 1946" von Ruben L. Stein

Die berührenden Geschichten schreibt das Leben selbst
Leseratte61vor 9 Tagen

Klappentext:


Angerl ist keine frei erfundene Romanfigur. Nein, sie war eine reale Person, die in diesem Schicksalsroman, der nachweislich auf einer wahren Begebenheit beruht, das schwere Los der Hauptrolle hatte.

Angerl, ein kleines Mädchen von nicht mal fünf Jahren, wird aus den Armen der Mutter gerissen und in die Obhut wildfremden Menschen gegeben. Ihre Mutter war nicht mehr in der Lage, ihre beiden Kinder und das Neugeborene zu ernähren. Schon bald verblassen die Erinnerungen an ihr eigentliches Zuhause. In der Dorfgemeinde spricht sich ihr sanftes Wesen und ihre Verbundenheit zur Natur schnell herum. Im Alter von 19 Jahren verlässt sie den Hof ihrer Zieheltern. Sie, eine einfache Magd, verliebt sich dabei ausgerechnet in den einzigen Sohn ihres neuen Dienstherren. Das Verhältnis zwischen der Bäuerin und Angerl ist bis zu diesem Zeitpunkt ungetrübt. Es ändert sich aber schlagartig als die Bäuerin ... Eine Wahrsagerin prophezeite Angerl eine düstere Zukunft, die auch nicht lange auf sich warten ließ.

Fazit:

In diesem Buch beschreibt Ruben L. Stein das Leben seiner Mutter. Mich hat diese Geschichte tief berührt und nachdenklich zurück gelassen. 

Schon auf den ersten Seiten habe ich Angerl in mein Herz geschlossen und hätte sie am Liebsten getröstet, als sie schon als kleines Mädchen beginnt, ihr Verhalten zu hinterfragen. Als sie ihrer Mutter entrissen wird, gibt sie sich selbst die Schuld und fragt sich, ob sie wohl zu viel gegessen habe. Mama gib mich nicht weg, ich werde ab sofort auch weniger essen. Diese Traurigkeit und Hilflosigkeit zieht sich durch das ganze Buch, da Angerl viele Schicksalsschläge hinnehmen muss.

Doch langsam. Die Geschichte beginnt mit einem Prozess im Jahre 1943, der erst einmal schwer zu verstehen ist. Angerl wird eines für damalige Verhältnisse schweren Vergehens beschuldigt und ins Zuchthaus gebracht. Wie kam es dazu? Beginnend mit der Kindheit baut der Autor dann langsam die Geschichte seiner Mutter auf. Einer Frau, die sich nur eines wünscht: Liebe. 

Ich habe mich oft gefragt, wie viel Leid und Ungerechtigkeit ein Mensch ertragen kann, ohne zu zerbrechen. Dieses Leid erlebte Angerl schon in der frühesten Kindheit, als sie ihrer Familie entrissen wurde. In der Ziehfamilie durfte sie dank ihrer Ziehmutter halbwegs zufrieden, trotz harter Arbeit, aufwachsen. Angerl war schon zufrieden, genügend Essen und Kleidung zu haben. Dies zeigt, dass die Ansprüche damals sehr viel geringer waren als heute. Doch als sie heranwächst muss sie sich immer wieder schwierigen Schicksalsschlägen stellen und es scheint kein Glück für sie zu geben. Kaum aus den Trümmern auferstanden, bekommt Angerl den nächsten Schlag.

Angerl benötigt nur wenig zum Glück, dazu gehört für sie auf jeden Fall das Leben auf der Alm. Dieses wird sehr schön und anschaulich beschrieben. 

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht erzählen, da ich sonst spoilern würde.

Ruben L. Stein hat mich mit seinem Schreibstil wieder einmal überzeugt. Es handelt sich bei „Sommerfrost“ um eine bewegende, traurige Geschichte, die er mir sehr anschaulich erzählte. Ich war mit Angerl auf der Alm, ich habe ihre Kindheit gemeinsam mit ihr verbracht, kurz und gut ich habe mit ihr gefühlt und gelitten. 

Mir haben auch die Hintergrundinformationen sehr gut gefallen, so zum Beispiel die Hierarchie der damaligen Zeit und die Einblicke in die Macht der Kirche. Das einfache Leben des damaligen Gesindes könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen.

Mich hat dieses Buch traurig und nachdenklich gemacht, obwohl am Schluss ein kleiner Hoffnungsschimmer zu erkennen war. Jetzt warte ich gespannt auf die Fortsetzung, um weiter am Leben dieser bewundernswert starken Frau teilhaben zu dürfen.

Von mir eine klare Empfehlung, dieses Buch zu lesen.

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Suszis avatar

Rezension zu "Sommerfrost: Angerls Schicksalsjahre 1913 bis 1946" von Ruben L. Stein

Die beeindruckendsten Geschichten schreibt immer noch das Leben
Suszivor 11 Tagen


Nachdem - für mich - der Einstieg etwas gewöhnungsbedürftig war, bin ich sehr froh, das Buch weiter gelesen zu haben.

Ruben L. Stein schildert in diesem Buch die Lebens- oder besser Leidensgeschichte seiner Mutter Agnes (Angerl), mit der es das Schicksal nicht gut meinte. Immer wenn ich dachte es könne nicht schlimmer werde, wurde noch ein Leid obendrauf gesetzt. Das sie daran nicht zerbrochen ist - und ebenfalls ihrem Gewissen treu geblieben ist - ist ein Wunder. Deutlich wird jedoch auch, dass die Menschen damals mit viel weniger zufrieden und glücklich waren, als heute. Angerl reicht dazu schon die Abgeschiedenheit auf der Alm.

Die Erzählung aus der Sichtweise der einzelnen (betroffenen) Personen als auch die Schilderungen finde ich sehr gelungen. Sehr interessant sind ebenfalls die Einblicke in die Hierarchie - Gesinde und Bauern, sowie das schwere und einfache Leben in den Bergen und zu dieser Zeit. Das kann man sich heute alles gar nicht mehr so recht vorstellen.

Auf die einzelnen Details möchte ich hier nicht eingehen, ich empfehle jeden dieses Buch einfach selbst zu lesen. Es ist auf jeden Fall ein sehr emotionales Buch, das noch lange nachgeklungen hat.



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Gespräche aus der Community

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Ruben_L_Steins avatar

Um überhaupt ein Genre zu nennen, habe ich „Sommerfrost“ pauschal als  Schicksalsroman bezeichnet. Es ist aber mehr als das. Es ist eine emotionsgeladene, authentische Schilderung, die das Schicksal eines kleinen Mädchen über mehrere Jahrzehnte hinweg begleitet.  

Wer an dieser Leserunde teilnehmen und eines der 20 Ebooks gewinnen möchte, sollte bitte auch die Zeit haben, sich aktiv daran zu beteiligen. Über eine ehrliche Rezension am Ende der Leserunde würde ich mich, wie jeder Autor, sehr freuen.

Jetzt die obligatorische Frage, die ich von dir gerne beantwortet haben möchte: Könntest du dir vorstellen, für einen begrenzten Zeitraum, in völliger Abgeschiedenheit zu leben?

 

Zur Leserunde
Ruben_L_Steins avatar

Ein herzliches Hallo in die Runde!

 Viel lieber hätte ich einen Krimi oder Thriller geschrieben, aber das Schicksal lässt sich nicht lenken.

Wer jetzt allerdings der festen Meinung ist, dass eine Autobiografie und noch dazu über eine Krankheit, nur langweilig sein kann, sollte jetzt nicht weiterlesen.

Oder vielleicht gerade deswegen.

Eine Krankheit, das wissen wir alle, ist nie lustig, aber trotzdem gibt es Menschen, die alles in Humor verpacken, in schwarzen Humor natürlich. So wie Ruben es getan hat.

 Ruben L. Stein gehört nicht zu der Sorte Mensch, die andere für vernünftig halten. Darum begibt er sich im Alter von 64 Jahren alleine auf eine Radtour von seinem Wohnort Bremen zurück zu seinen Wurzeln – und die liegen in Österreich!

 Das wäre an sich schon - na, sagen wir mal – „ehrgeizig“ genug. Zuvor hat er allerdings einen strapaziösen gescheiterten Versuch einer Interferon-Therapie gegen eine Hepatitis-C-Infektion hinter sich gebracht. Gleich im Anschluss einen weiteren, der endlich gelang, aber natürlich ebenfalls kein Spaziergang war.
 Den Virus hatte er seit Jahrzehnten unwissend mit sich herumgetragen, nachdem er ihm in Kindertagen durch eine Bluttransfusion übertragen worden war. Die ihn im Rahmen der seinerzeitigen, immerhin erfolgreichen Bemühungen, vor dem Tod durch Leukämie gerettet haben.

Er war danach nicht der Robusteste, trotzdem wurde er von seinen Eltern nicht mit Samthandschuhen angefasst. Und das war auch gut so.

Schon sehr früh entwickelte er die Begabung, negative Erlebnisse humorvoll und ironisch zu schildern.

Mit 21 hält ihn nichts mehr in Österreich. Es zieht ihn raus in die weite Welt.

Deutschland und die Seefahrt hat es ihm angetan. Schon längst vergessen war seine damals schwere Krankheit, als er doch wieder kurz daran erinnert wird.
 In Bremen bleibt er hängen und lernt seine Frau kennen.

Mit seiner Familie baut er sich mühsam eine Existenz auf, die durch eine Diagnose plötzlich infrage gestellt wird. Die immer häufiger auftretenden Müdigkeitserscheinungen und unerklärliche Stimmungsschwankungen, führt er auf berufsbedingten Stress zurück.

Die Interferon-Therapie bringt ihn körperlich und seelisch an seine Grenzen.

Zwei Jahre später war er zwar vom Virus befreit, doch zurück bleibt ein menschliches Wrack. Ruben L. Stein findet: Gerade dann!

Mit dem lakonischen, mitunter fast schon mürrisch-muffig anmutenden Humor, wie er Leuten zu eigen ist, die weder sich noch anderen etwas beweisen müssen, präsentiert uns Ruben L. Stein seinen ganz besonderen eigenhändig geschriebenen Road-Trip.

Wir begleiten ihn auf seiner Reise von Bremen bis mitten ins Herz von Österreich, der Steiermark. Erleben beeindruckende Landschaften, begegnen widerlichen oder ganz wunderbaren Hoteliers und anderen Zeitgenossen, die uns zum Lachen bringen, aber auch zu Tränen rühren. Schauen mit Ruben zurück auf Kämpfe gegen Viren und Depressionen, begleitet von zynisch-desillusionierten und tapfer-engagierten Ärzten.

Die Krankheit ist nicht das Hauptthema, sondern der Umgang mit ihr.

 

 Über anschließende Rezensionen der ausgelosten Gewinner würde ich mich sehr freuen. Ferner über Antworten und natürlich auch Diskussionen mit Lesern, die das Buch selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben.

Ich freue mich auf Eure Antworten. Natürlich sind aber auch alle herzlich zur Diskussion eingeladen, die das Buch selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben. Ich werde versuchen täglich hier vorbeizuschauen, um alle Fragen zu beantworten und mit zu diskutieren.

Leider stellt BoD, Self-Publisher nur eBooks als Rezensionsexemplare zur Verfügung. Trotzdem möchte ich gerne fünf signierte Printexemplare an die Gewinner verteilen. Da ich gerne eine größere Leserschaft für mein Buch begeistern möchte, würde ich unter den Interessierten,  zum mitdiskutieren, eBooks versenden.
Entschuldigt bitte, wenn ich etwas vergessen habe.

Leseprobe: http://www.alois-steiner.de/index.php?menuid=1&reporeid=110

Etwas wollte ich doch noch wissen:
Habt ihr jemanden aus euer Familie oder Bekanntenkreis, dem ein ähnliches Schicksal durch eine schwere Krankheit widerfahren ist?
Wie seid ihr damit umgegangen?


 

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Ruben L. Stein wurde am 21. Juni 1949 in Leoben (Österreich) geboren.

Community-Statistik

in 12 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

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