Hinter dem Schicksal links

von Ruben L. Stein 
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Hinter dem Schicksal links
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Hier wird man auf eine Lebensreise mitgenommen der ganz besonderen Art.

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Schwing dich in den Sattel und begleite den Autor Bremen in die Steiermark, von der Krankheit ins Leben zurück!

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Inhaltsangabe zu "Hinter dem Schicksal links"

Es ist wieder da, dieses hochtönende Geräusch. Und plötzlich wie abgeschnitten ... Stille ...
Ob er die 70er Marke überschritten hat? Bei der Geschwindigkeit einen Blick auf das Navi zu riskieren, könnte ihn das Leben kosten. Es interessiert Ruben L. Stein aber nicht im Geringsten. An dieser Schwelle befand er sich schon oft. Diesmal aber hat er die Hebel in der Hand. Er will seinen Weg, für den er so gelitten hat, zu Ende führen.
Schon kurz nach seiner Geburt blickte er dem Tod in die Augen. Fremdes Blut rettete ihn im letzten Augenblick. Aber in dem vermeintlich lebensrettenden Saft befand sich ein heimtückischer Virus, der ihn Jahrzehnte begleitet. Rubens Eltern ahnten nichts von der tickenden Zeitbombe in seinem Körper.
Seine Kindheit und Jugendzeit durchlebte er mit einem ausgeprägten Hang zu grenzwertigen Abenteuern. Dieser innere Trieb wird erst durch das frühzeitige Verlassen seiner Heimat gestillt. Manchmal verfällt er in Melancholie und tut es als Heimweh ab.
Jahrzehnte später wird der Verursacher entdeckt. Wieder steht er einem Feind gegenüber, der mit Interferon regelrecht aus seinem Körper geschwemmt wird. Diese Medikamentenflut hinterlässt ein Wrack, welches nicht mehr in der Lage ist, sein Fahrrad 200 Meter zu schieben.

Derselbe Mensch, Ruben eben, sitzt seit zwölf Tagen auf dem Rad. Während seiner Reise erinnert er sich an Szenen aus seiner frühen Kindheit. Muss über seine eigenen Streiche lachen. Er kann die Bilder nicht verdrängen, die ihn an seinen zweijährigen Kampf erinnern. Wie ihn Rettungssanitäter im Leinensack gehüllt, durch das steile Treppenhaus zum Rettungswagen geschleift haben.
Nein, es war nicht lustig und doch kann er ein Lächeln nicht verbergen. Er macht es sich zur Aufgabe, jeder Tragödie etwas Komisches abzugewinnen.
Sein eiserner Wille und eine Portion Selbstironie stehen ihm als zuverlässige Therapeuten zur Seite.
Ob der Einfluss der beiden ausreicht, um diese Ochsentour glücklich zu beenden?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752831573
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:328 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:23.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MK262vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hier wird man auf eine Lebensreise mitgenommen der ganz besonderen Art.
    Kampfgeist und Humor

    Ein Buch bei dem einen der Autor mit auf die Reise nimmt. Die Reise seines Lebens! Er hatte es nicht immer leicht durch seine Krankheiten für die er nichts konnte und doch darunter leiden musste. Wir werden in verschiedene Abschnitte in sein Leben mitgenommen. Es lustige Momente und auch sehr treffende. Er erfüllt sich einen Herzenswunsch mit seiner Radtour und zeigt sich siegessicher gehen den Virus der sein Leben geprägt hat. Er beschreibt alles mit sehr viel Humor und guter Laune. Er macht aus jeder Lebenssituation das Beste und gibt nicht auf. Ein sehr starkes Buch mit viel Kampfgeist.

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    jams avatar
    jamvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Schwing dich in den Sattel und begleite den Autor Bremen in die Steiermark, von der Krankheit ins Leben zurück!
    Ein abenteuerlicher Ritt!

    „Eigentlich wusste ich es schon immer, dass bei mir der Wille über der Disziplin steht. Er ist mein Motor. Deswegen heißt es ja auch, „Mein Wille geschehe“. Oder sollte ich etwa irgendwann etwas falsch verstanden haben?“

    Seite 157


    1000:14“ Eine magische Zahl! 1000 Kilometer in 14 Tagen, das ist das Ziel, das sich Ruben L. Stein selbst gesetzt hat, nach einem harten Kampf gegen eine tückische Viruserkrankung.

    Am 13. Juli 2013 geht es los, von Bremen in die Steiermark.

    Auf seiner Fahrt lässt Ruben seinen Gedanken freien Lauf und blickt in kurzen Kapiteln zurück – auf seine Kindheit, den Verlauf seiner Krankheit und seine Vorbereitungen auf dieses Unternehmen. Es sind oft lustige, berührende und bekannt vorkommende Episoden, an denen er den Leser teilhaben lässt.

    Seine Sprache ist oft ausschweifend, ironisch, süffisant und manchmal hart sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber. Die Erzählungen sind geprägt von einem unterschwelligen Humor, auf platte Scherze wird zu Gunsten von Wortwitz und manchmal schon fast philosophischen Gedanken verzichtet.

    Die Beschreibung der damaligen Zeit und auch die der Landschaft, durch die ihn sein Weg führt, lassen schöne Bilder vor dem inneren Auge entstehen.

    Die kurzen Kapitel reisen durch die Zeit, die verschiedenen Erzählstränge sind manchmal durch ähnliche Erlebnisse verbunden. Da auch die Erzählstränge für sich betrachtet nicht immer chronologisch sind, musste ich sehr aufmerksam bei der Sache bleiben.

    Schonungslos berichtet der Autor von seiner Erkrankungen, der harten Therapie samt wohl aller möglichen Nebenwirkungen ohne zu Jammern, aber vor allem von seinem Willen zurück ins Leben. Von einem Gebeutelten, der nach dem Duschen zusammenklappt hin zu einem alten Zossen, der es so manch jungem Pedalritter oder Jogger zeigt!


    Also, Lust auf eine Autobiografie, die dich von den die 60iger Jahren ins Jetzt führt, die dich schwere Erkrankungen, heftige Therapien und schöne Begegnungen erleben lässt?

    Dann schwing dich in den Sattel, vergiss die Bodylotion nicht, und begleite den Autor von Donawitz ins Bergwerk, vom Fischerhafen nach Bremen und auf dem Rad wieder zurück nach Mautern in der Steiermark! Von der Krankheit zurück ins Leben!

    Kommentare: 1
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    Leseratte61s avatar
    Leseratte61vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Überraschend offene Biographie, ohne Zögern und immer mit dem Blick nach vorne
    Der Weg eines bemerkenswert starken Menschen

    Der Autor nimmt uns mit auf seine Reise durch sein Leben, dass durch Krankheiten geprägt ist. Er leidet seit vielen Jahren an einem Virus, den er sich anlässlich einer Bluttransfusion eingefangen hat. Die Transfusion war nötig, um seine Leukämie zu besiegen. Er hat also Cholera gegen Pest getauscht.
    Die Geschichte wird in verschiedenen Zeiten erzählt mit teils humorvollen  und teils tiefschürfenden Rückblicken in Kindheit und Jugend, die beruflichen und familiären Einschränkungen durch seine Krankheit werden erläutert und der größte Teil der Geschichte beschreibt seine aktuelle Fahrradtour nach Österreich. Diese Tour ist sein Herzenswunsch, um sich selbst zu beweisen, dass er den Kampf gegen den Virus gewonnen hat und er wieder vollständig belastbar ist. Während dieser Zeit durfte Ruben viele schöne Landschaften für sich entdecken und die verschiedensten Menschen kennen lernen. Die Zeit war auch eine Art stille Einkehr und ein Nachdenken über sich selbst.
    Besonders beeindruckt hat mich die humorvolle Erzählweise. Dieser Humor zieht sich durch das gesamte Buch, ohne jemals platt zu erscheinen.
    Ich danke an dieser Stelle, dass ich diese Biographie lesen durfte. Ruben hat sich seiner Krankheit auf bewundernswerte Art gestellt, ohne zu Jammern und zu Hadern. Er hat in dem Buch seine Therapien beschrieben, die sehr belastend für ihn und sein Umfeld waren, ohne diese Therapien im Buch in den Vordergrund zu stellen.
    Für mich ist dieses Buch das Werk eines sehr starken Menschen, der schon seit frühester Kindheit kämpfen musste, um sich seinen Platz im Leben zu suchen und zu behaupten. Am Ende des Buches fragt er sich selbst, ob sich der Tausch – Leukämie gegen Hepatitis C- gelohnt hat. Ich denke ja, denn sonst hätte er mit Sicherheit vielen Menschen gefehlt.

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Ruben_L_Steins avatar

    Ein herzliches Hallo in die Runde!

     Viel lieber hätte ich einen Krimi oder Thriller geschrieben, aber das Schicksal lässt sich nicht lenken.

    Wer jetzt allerdings der festen Meinung ist, dass eine Autobiografie und noch dazu über eine Krankheit, nur langweilig sein kann, sollte jetzt nicht weiterlesen.

    Oder vielleicht gerade deswegen.

    Eine Krankheit, das wissen wir alle, ist nie lustig, aber trotzdem gibt es Menschen, die alles in Humor verpacken, in schwarzen Humor natürlich. So wie Ruben es getan hat.

     Ruben L. Stein gehört nicht zu der Sorte Mensch, die andere für vernünftig halten. Darum begibt er sich im Alter von 64 Jahren alleine auf eine Radtour von seinem Wohnort Bremen zurück zu seinen Wurzeln – und die liegen in Österreich!

     Das wäre an sich schon - na, sagen wir mal – „ehrgeizig“ genug. Zuvor hat er allerdings einen strapaziösen gescheiterten Versuch einer Interferon-Therapie gegen eine Hepatitis-C-Infektion hinter sich gebracht. Gleich im Anschluss einen weiteren, der endlich gelang, aber natürlich ebenfalls kein Spaziergang war.
     Den Virus hatte er seit Jahrzehnten unwissend mit sich herumgetragen, nachdem er ihm in Kindertagen durch eine Bluttransfusion übertragen worden war. Die ihn im Rahmen der seinerzeitigen, immerhin erfolgreichen Bemühungen, vor dem Tod durch Leukämie gerettet haben.

    Er war danach nicht der Robusteste, trotzdem wurde er von seinen Eltern nicht mit Samthandschuhen angefasst. Und das war auch gut so.

    Schon sehr früh entwickelte er die Begabung, negative Erlebnisse humorvoll und ironisch zu schildern.

    Mit 21 hält ihn nichts mehr in Österreich. Es zieht ihn raus in die weite Welt.

    Deutschland und die Seefahrt hat es ihm angetan. Schon längst vergessen war seine damals schwere Krankheit, als er doch wieder kurz daran erinnert wird.
     In Bremen bleibt er hängen und lernt seine Frau kennen.

    Mit seiner Familie baut er sich mühsam eine Existenz auf, die durch eine Diagnose plötzlich infrage gestellt wird. Die immer häufiger auftretenden Müdigkeitserscheinungen und unerklärliche Stimmungsschwankungen, führt er auf berufsbedingten Stress zurück.

    Die Interferon-Therapie bringt ihn körperlich und seelisch an seine Grenzen.

    Zwei Jahre später war er zwar vom Virus befreit, doch zurück bleibt ein menschliches Wrack. Ruben L. Stein findet: Gerade dann!

    Mit dem lakonischen, mitunter fast schon mürrisch-muffig anmutenden Humor, wie er Leuten zu eigen ist, die weder sich noch anderen etwas beweisen müssen, präsentiert uns Ruben L. Stein seinen ganz besonderen eigenhändig geschriebenen Road-Trip.

    Wir begleiten ihn auf seiner Reise von Bremen bis mitten ins Herz von Österreich, der Steiermark. Erleben beeindruckende Landschaften, begegnen widerlichen oder ganz wunderbaren Hoteliers und anderen Zeitgenossen, die uns zum Lachen bringen, aber auch zu Tränen rühren. Schauen mit Ruben zurück auf Kämpfe gegen Viren und Depressionen, begleitet von zynisch-desillusionierten und tapfer-engagierten Ärzten.

    Die Krankheit ist nicht das Hauptthema, sondern der Umgang mit ihr.

     

     Über anschließende Rezensionen der ausgelosten Gewinner würde ich mich sehr freuen. Ferner über Antworten und natürlich auch Diskussionen mit Lesern, die das Buch selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben.

    Ich freue mich auf Eure Antworten. Natürlich sind aber auch alle herzlich zur Diskussion eingeladen, die das Buch selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben. Ich werde versuchen täglich hier vorbeizuschauen, um alle Fragen zu beantworten und mit zu diskutieren.

    Leider stellt BoD, Self-Publisher nur eBooks als Rezensionsexemplare zur Verfügung. Trotzdem möchte ich gerne fünf signierte Printexemplare an die Gewinner verteilen. Da ich gerne eine größere Leserschaft für mein Buch begeistern möchte, würde ich unter den Interessierten,  zum mitdiskutieren, eBooks versenden.
    Entschuldigt bitte, wenn ich etwas vergessen habe.

    Leseprobe: http://www.alois-steiner.de/index.php?menuid=1&reporeid=110

    Etwas wollte ich doch noch wissen:
    Habt ihr jemanden aus euer Familie oder Bekanntenkreis, dem ein ähnliches Schicksal durch eine schwere Krankheit widerfahren ist?
    Wie seid ihr damit umgegangen?


     

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