Rudolf Bulant ZeitenWende

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Inhaltsangabe zu „ZeitenWende“ von Rudolf Bulant

Sein viel beachtetes Erzählbuch SonnenWende eröffnete einen Fantasy- Zyklus, der nun mit ZeitenWende eine Fortsetzung findet. Die neun Kurzgeschichten beschäftigen sich mit der rasanten geistigen Entwicklung der Menschheit in den letzten Jahren. Während es etwa in "Yin-Yang" um die Wirkung geheimnisvoller Kraftplätze geht, gibt die Erzählung "Angriff" einen lebendigen Einblick in das Leben, wie es sich in der rätselhaften alten Zeit der Kreisgräben abgespielt haben könnte. Ein realer Hintergrund liefert immer den Stoff für die fantasievollen, spannenden Geschichten, die meist völlig unerwartete Wendungen nehmen. Sie lassen intensive Bilder im Kopf des Lesers entstehen, die ähnlich wie guter Wein lange nachwirken. Die Grenze zwischen realen Erlebnissen und Tagträumen ist fließend und lässt dem Leser viel eigenen Freiraum. Eine gemeinsame Grundphilosophie verbindet SonnenWende mit ZeitenWende: "Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können." Mag auch vieles fantastisch klingen, so bleibt der Physiker Rudolf Bulant stets im Bereich des Möglichen. ZeitenWende verspricht wieder einen außergewöhnlichen Lesegenuss!

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    ZeitenWende

    buchwanderer

    12. November 2015 um 08:45

    „Von unserer modernen Wissensgesellschaft wird keine Abweichung vom allgemein erwarteten Verhalten toleriert.“ (S.319) Zum Inhalt: Neun Texte sind es, in denen Rudolf Bulant einer seiner Lieblingsideen nachgeht: „Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können.“ (Klappentext). Der Leser wird zumeist in einer realen Situation abgeholt, dann jedoch in einer – so könnte man fast sagen – geführten Meditation lesend auf eine Reise geschickt, aus der er am Ende der Texte unversehens wieder in seiner Realität ankommt. Auf eben diesen wendungsreichen Reisen ergibt sich oft die Gelegenheit starre Denkschemata abzulegen und zumindest für eine gewisse Zeit mögliche Weltinterpretationen zuzulassen, die ansonsten allzuoft der Zensur unserer sogenannten Vernunft zum Opfer fallen. Bulant stellt nicht selten implizit die Frage „Was wäre wenn…?“ in den Raum und die möglichen Antworten darauf sind durchwegs einer nähere Betrachtung wert. So geht es z.B. in der Geschichte Sternensamen vordergründig, um eine Art SciFi-Szenario.Die eigentliche Frage ist jedoch eine viel tiefgreifendere: welchen Wert legen wir auf wirkliches Zuhören, Empathie und Wertschätzung in unseren Gesprächen. Weitab von populistischen, technikfeindlichen Naturutopien entwirft der Autor Szenerien, die gedankliche Türen aufstoßen, so der Leser dies zulässt. Fazit: Der Schreibstil Rudolf Bulants entwickelt sich stetig weiter. Dies ist aus den bisher von mir gelesenen Texten des Autors („Sonnenwende“, „Magische Weine – Kurzgeschichten“, “Zwischenwelt: Taaffeite” ) gut erkennbar. Seine bodenständig geerdete Art der Wortwahl, gepaart mit viel persönlichem Charme machen den Reiz seiner Erzählungen aus. Eine Voraussetzung beim Leser muss jedoch gegeben sein: offen für Ideen und Betrachtungsweisen der als selbstverständlich hingenommenen Umwelt zu sein, wobei diese teils weit abseits der alltäglichen Allgemeinposten unserer Welterklärungen liegen. Zum Buch: Wie auch schon bei dem letzten Buch aus Bulant’s Feder „Sonnenwende“ ist auch dieses sehr liebevoll gestaltet. Die illustrierenden Fotografien bereichern den Text, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Satz und Typografie sind ansprechend und die Verleimung des Buchblockes, sowie die Papierqualität so, wie man es von einem guten Taschenbuch erwartet.

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