Rudolf Deiser NaturheilPraxis Katzen. Schnelle Selbsthilfe durch Homöopathie und Bachblüten

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Inhaltsangabe zu „NaturheilPraxis Katzen. Schnelle Selbsthilfe durch Homöopathie und Bachblüten“ von Rudolf Deiser

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  • Rezension zu "NaturheilPraxis Katzen. Schnelle Selbsthilfe durch Homöopathie und Bachblüten" von Rudolf Deiser

    NaturheilPraxis Katzen. Schnelle Selbsthilfe durch Homöopathie und Bachblüten

    Azrael

    30. January 2011 um 17:11

    Rezension zu der 2. Auflage: Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der Naturheilpraxis bei Katzen. In diesem Band handelt es sich im speziellen um Homöopathie und Bachblüten. Leider sind einige Punkte des Buches nicht ganz mit der gängigen Naturheilpraxis vereinbar. So ist bei dem Teil mit der Ernährung bei weitem nicht auf alle wichtigen Punkte eingegangen worden. Fertigfutter bzw. Nassfutter ist zwar, wenn auf Qualität geachtet wird, eine gute Möglichkeit der Fütterung und auch besondern bei Katzen, die schlechte Trinker sind, zu empfehlen, doch es hat einen entscheidenden Nachteil. Die Konsitenz ist eher breiig, was zur Folge haben kann, dass es bei den Zähnen zu Problemen kommt, hier ist wieder ein gutes Trockenfutter von Vorteil. Der Teil mit den Impfungen ist leider nicht auf dem neusten Stand und es wird überhaupt nicht auf das Für und Wider der Impfungen eingegangen. So ist die FIP Impfung inzwischen stark umstritten und wird von vielen Tierärzten auch nicht mehr durchgeführt. Durch Impfungen können sich bei Katzen Knoten an der Einstichstelle bilden, die leider öft bösartig sind, besonders ältere Katzen sind hier betroffen. Niemals im Schulter- oder Halsbereich impfen, da dort event. Knoten inoperabel sind. Man sollte also immer gut abwägen, welche Impfungen für die eigene Katze sinnvoll ist und dabei Aspekte wie das Alter, Freigänger oder Wohnungskatze berücksichtigen. Bei der Entwurmung wird dagegen sogar etwas übertrieben mit den Intervallen. Bei Wohnungkatzen sind Entwurmungen wesentlich seltener ausreichend, eine Kotuntersuchung im Verdachtsfall wäre wohl angebrachter, um gezielt bei Befall zu entwurmen und den Körper nicht der unnötigen Strapaze einer Entwurmung auszusetzten. Das gleiche gilt für das Thema Kastration. Vor- und Nachteile kommen hier zu kurz, andere Möglichkeiten finden zu wenig Beachtung. Sicher ist es sinnvoll ungewollten Nachwuchs zu verhindern, doch gibt es hierfür auch die Sterilisation. Der Eingriff ist ungefährlicher, als der einer Kastration und schlägt auch bei den Finanzen günstiger zu Buche. Denn obwohl eine Kastration als Routineeingriff gilt, ist es kein einfacher kleiner Schnitt, vorallem bei weiblichen Tieren, mit all ihren Gefahren wie Narkoserisiken, Abwehrrisiken, Fistelbildungen, Blutungen, Infektionen usw. Mann sollte also genau überlegen, ob bei einer reinen Wohnungkatze, die gesund ist und keine Anzeichen einer Dauerrolligkeit zeigt, eine Kastration nötig ist. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine zu frühe Kastration für einen Körper wirklich förderlich ist, letztendlich fehlt der Katze oder dem Kater danach ein wichtiges Hormon in der Entwicklung. Auch die Aussage im Praxisteil, eine Katze 2-3 Wochen in einen "Käfig" einzusperren, damit ein Bruch besser ausheilt, halte ich nicht wirklich für praktikabel und grenzt bei einem bewegungsliebenden Tier, wie einer Katze, schon an Tierquälerei. Nun aber zum Positiven, denn trotz der obigen Kritikpunkte, hat man mit diesem Band ein gutes Nachschlagewerk zur Hand, falls es einmal zu einem felinen Notfall kommen sollte. Zuerst erfahren wir, was vor der Anschaffung einer Katze zu beachten ist. Dies beinhaltet auch mögliche Gefahrenquellen, die Ausstattung und vorallem die Verantwortung, die man eingeht. Das Kapitel Ernährung verschaft einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der Fütterung, die neben Nass- und Trockenfutter, auch die Möglichkeit der Frischfutter-Zubereitung mit einschließt. Tabellen weißen auf den durchschnittlichen Futterbedarf und eine optimale Futterzusammenstellungen hin. Außerdem wird auf die Thematik einer Diät, z.B. im Fall einer Niereninsuffizient eingegangen, jedoch erst im Praxisteil (S. 108-109). Im Teil der Gesundheitsvorsorge wird das Thema Entwurmung und Impfungen (inkl. Impftabelle, die allerdings nicht mehr aktuell ist) angegangen. Danach nimmt er sich das Thema Kastration vor und behandelt in diesem Kapitel auch die mutterlose Aufzucht. Jetzt kommt es zum eigentlichen Thema, den Naturheilverfahren. Der Einstieg beginnt mit einem kurzen Überblick über die Möglichkeiten und die Geschichte der Homöopathie, Nosoden, Komplexmittel und Bachblüten. Wir erfahren alles Wissenswerte über Potenzen, Dosierung, mögl. Erstverschlimmerung und Verabreichung. Danach wird aufgezeigt, wie man es seinem tierischen Freund erleichtern kann, wenn ein Besuch beim Therapeuten ansteht. Nun sind wir so weit und werden über ein Symptomverzeichnis, sozusagen als Schnellstart, in die Selbsthilfe eingeführt. Eine Seitenzahl verweist hier immer auf das benötigte Kapitel hin, dort finden wir dann noch einmal genauere Symptome, Ursachen und die mögliche Selbstbehandlung. Doch ACHTUNG, der Autor weißt immer sehr genau darauf hin, wann man bei einer Krankheit unbedingt auch immer einen Arzt aufsuchen sollte. Spielen sie niemals mit der Gesundheit ihres Tieres, wenn sie sich unsicher sind. Das Kapitel "Krankheiten selbst behandeln" ist unterteilt nach dem Organsystem, wobei jedes mit einer kleinen Einführung beginnt. Zum guten Schluss kommt nun der "Praxisteil für Katzenhalter", in dem wir unter anderem das wichtigste zu folgenden Themen lernen: "Vorbereitung zum Arztbesuch" - wie wir selbst die Themperatur messen, den Puls zählen, die Atemfrequenz bestimmen und Haltegriffe für die Untersuchung. "Verabreichen von Naturmitteln" - Eingabe, Inhalation, Behandlung der Mundhöhle, ein Infokasten für die "Hausapotheke für alle Fälle", Behandlung der Augen und Ohren. Rechts unten befinden sich auch ein wichtiger Hinweis zur Aufbewahrung homöopathischer Mittel. "Pflegemassnahmen" - Krallenpflege, Fellpflege, das reinigende Bad (nur in Notfällen bei Parasitenbefall oder Gift-Anhaftungen im Fell z.B. durch Lacke), Pflege des Anal- und Genitalbereichs. Nun kommt die bereits erwähnte "Fütterung kranker Katzen", mit Diätvorschlägen zum Abnehmen, bei Niereninsuffizienz und bei Nierensteinen oder bei einer Magen-Darmstörung. Was nun kommt kann man als der Notfallteil bezeichnen und beinhaltet richtiges Verhalten bei Unfällen. Wir erfahren wie man eine Katze auf ihre Reflexe testen, wiederbelebt und wie eine stabile Seitenlage bei Katzen aussehen sollte. Danach geht es weiter mit den Massnahmem bei Vergiftungen, Ertrinken, Ersticken und Verbrennungen. Auf den letzten beiden Praxisseiten geht es um das richtige Anlegen eines Verbandes. Ein Verzeichnis der Naturheilmittel, kommt direkt am Anschluss, ist jedoch nicht vergleichbar mit einem ausführlichen Arzneimittelbild. Das Lexikon der Fachausdrücke und ein ausführliches Beschwerdenregister bilden den Abschluss. Auf den letzten Seiten befinden sich dann noch Literaturtipps und nützliche Adressen, auch zum Bezug der angegebenen Heilmittel (wie aktuell diese noch sind, kann ich nicht sagen). Rechts, auf der allerletzten Seite finden aufmerksame Leser auch noch Abbildungen zum Skelett und Organsystem der Katze. Das hätte man gerne auch ganz vorne reinpacken dürfen. Zum schnellen Nachschlagen finden sie auf der ersten Seite, hinter dem Cover, bereits eine kleine Dosierungsanleitung. Es ist also nicht mehr in allen Punkten aktuell, bzw. nicht immer mit der Naturheilpraxis vereinbar, aber dennoch im praktischen Teil 100 Prozent zu empfehlen. Es geht auf alle wichtigen Punkte ein und das verantwortungsvoll. Grenzen der Selbsthilfe werden deutlich aufgezeigt und sollten auf jeden Fall Beachtung finden. Ein Ratgeber, der sich in jedem Katzenhaushalt bewähren wird.

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