Rudolf Höß

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Rudolf HößKommandant in Auschwitz
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Kommandant in Auschwitz
Kommandant in Auschwitz
 (12)
Erschienen am 01.02.1998

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Rezension zu "Kommandant in Auschwitz" von Rudolf Höß

Keine leichte Kost
Ambermoonvor 3 Jahren

Im Mai 1940 wurde der damalige SS-Obersturmbannführer Rudolf Höß mit dem Ausbau des Lagers beauftragt, das er als Kommandat dreieinhalb Jahre lang befehligte. Auschwitz gehörte zu den größten Vernichtungslagern des Dritten Reiches und bestand bis zum Januar 1945. Höß wurde zum 2. April 1947 vom polnischen Obersten Volksgericht zum Tode verurteilt und am 16. April 1947 in Auschwitz gehenkt.
Er schildert Entstehung, Organisation und Entwicklung der Konzentrationslager, besonders aber seine Tätigkeit in Auschwitz. Dabei bemüht er sich um Exaktheit und Sachlichkeit; er zeigt sich keineswegs als sadistischer Henkersknecht, sondern vielmehr als ein Mann, der Ordnung und Disziplin liebte, der in der Freizeit als »anständiger« SS-Führer stets beflissen und bereit war, auch den unmenschlichsten Befehl zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten auszuführen. (amazon.de)


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Inhalt:
Diese Autobiographie unterteilt sich in 3 große Hauptteile:
1. Kindheit, Jugend, Wehrdienst im 1. WK, sowie Höß' "Karriere", Aufstieg und
     schließlich seine Verhaftung

2. Plan der Endlösung der Judenfrage (äußerst verstörend)

3. dieser Teil befasst sich mit der Person Himmler, den Rudolf Höß
    kennenlernen durfte, als sich dieser das KZ-Auschwitz ansah.


Höß ist ein bürokratischer, disziplinierter, arbeitsamer und äußerst ordnungsliebender Mensch, der alles in korrektester Weise durchführt. Das inkludiert natürlich auch den absoluten Gehorsam gegenüber Hitler und des NS-Regimes.
Zitat Höß: "Härte gegen sich selbst, wie gegen andere" ist sein Leitsatz, daher ist es nicht verwunderlich, dass das Synonym "Arbeit macht frei", welches für den Holocaust steht, auf ihn zurückgeht.
Höß beschreibt die grausamen Details in einem kühlen Beamtendeutsch (ebenfalls für mich äußerst verstörend).
Und doch merkt man, dass er nicht resistent gegenüber dieser Gräueltaten ist und in gewisser Weise darunter gelitten hat, sein ausgeprägtes Pflichtgefühl es ihm aber verbietet groß darüber nachzudenken.

Diese Autobiographie zeigt wie ein Mensch aus reinem Pflichtgefühl gegenüber dem NS-Regimes zum Massenmörder wird.

Fazit:
Ich überlege immer noch, ob man für so ein Buch 5 Sterne vergeben kann.
Dieses Buch ist spannend, fesselnd, sowie auch verstörend und schockierend. Auf keinen Fall eine leichte Kost, da es noch sehr lange nachwirkt.


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