Rudolf H. Strahm

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Rudolf H. StrahmDie Akademisierungsfalle
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Die Akademisierungsfalle
Die Akademisierungsfalle
 (1)
Erschienen am 01.05.2014
Rudolf H. StrahmKritik aus Liebe zur Schweiz
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Kritik aus Liebe zur Schweiz
Kritik aus Liebe zur Schweiz
 (0)
Erschienen am 01.09.2012

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Rezension zu "Die Akademisierungsfalle" von Rudolf H. Strahm

Sehr interessant!
peedeevor 9 Monaten

Was ist die Akademisierungsfalle? Wieso ist die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz tiefer, als in anderen Ländern? Garantiert eine universitäre Ausbildung einen Arbeitsplatz? Oder doch besser eine Berufsausbildung? Rudolf H. Strahm, Ökonom, Bildungspolitiker, früherer Preisüberwacher und Alt-Nationalrat, geht diesen Fragen nach und erklärt, wieso nicht alle an die Universität müssen. Rahel Eckert-Stauber, Journalistin und Berufsfachschullehrerin, ergänzt Strahms Ausführungen mit zehn Berufsbiografien.

Erster Eindruck: Ein Student sitzt mit dem Laptop auf dem Boden vor einem Hörsaal einer Universität – sehr passend zum Buchtitel, welcher mir ausserordentlich gut gefällt.

Das Buch ist in 6 grosse Kapitel unterteilt:
1. Warum nicht alle studieren müssen und warum die Berufslehre top ist
2. Länder in der Akademisierungsfalle
3. Das Berufsbildungssystem Schweiz
4. Blicke ins Hochschulsystem
5. Fachkräftemangel und Bildungspolitik
6. Bekämpfung und Prävention von Armut durch Berufsbildung

Es werden sehr viele Punkte angesprochen, z.B.:
- Die duale Berufsbildung in der Schweiz (Ausbildung in einem Betrieb und Besuch eines Fachunterrichts): Vermittlung von Wissen (Knowledge) und Können (Skills).
- Die europäischen Länder mit den höchsten Maturitäts-/Abitur- und Hochschulquoten verzeichnen die höchste Jugendarbeitslosigkeit.
- Studium oder Berufslehre?
- Die Akademisierungsfalle eines Landes bedeutet, dass es zu viele akademisch Gebildete und zu wenig praktisch Ausgebildete hat. Dadurch gibt es eine höhere Arbeitslosenquote.
- Das Bologna-System hat nicht nur Segen gebracht: „Studierende werden durch das ECTS-System zu optimierenden Buchhaltern von Punkten und Reglementen“. Gegen das Optimieren der Ausbildung gibt es ja grundsätzlich auch nichts auszusetzen. Wenn aber wichtiger ist, wie viele ECTS-Punkte ein Modul gibt, als der Inhalt der Veranstaltung, ist das mehr als bedenklich. Hierbei wird Prof. Kurt Imhofs karikierendes Motto zitiert: „Reinfüttern, Rauskotzen, Vergessen.“ Tja…
- Zuwanderung aus dem Ausland
- Universität vs. Fachhochschule
- Die lateinische Schweiz hat höhere Maturitäts- und Universitätsabschlussquoten als die deutsche Schweiz. Dies ist historisch durch Bildungstraditionen bedingt; es gibt z.B. keine Zünfte in der Romandie und im Tessin.
- In der Schweiz gibt es 230 eidgenössisch anerkannte Berufe, deren Ausbildungsprogramme alle fünf Jahre überprüft und ggf. angepasst werden.

Ich habe mir mit der Lektüre bewusst Zeit genommen, da ich ansonsten von der Menge der Informationen und Grafiken schier erschlagen worden wäre. Da ich selbst im Bildungswesen tätig bin, war es für mich sehr spannend, die Unterschiede der universitären und beruflichen Bildung zu sehen. Auch die Unterschiede innerhalb des eigenen Landes und z.B. die Wahrnehmung der dualen Berufsbildung in anderen Ländern, wo dieses System nicht bekannt ist, waren sehr interessant. Die Berufsporträts waren eine gute Ergänzung und Auflockerung. Wirklich ein tolles Buch – von mir gibt es 5 Sterne und meinen herzlichen Dank dafür.

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