Rudolf Herfurtner Klimt für Kinder

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Inhaltsangabe zu „Klimt für Kinder“ von Rudolf Herfurtner

Das Leben des berühmten Jugendstilmalers Gustav Klimt stellt der Autor anhand der bedeutendsten Werke des Malers (wie z.B. „Der Kuss“, „Beethoven-Fries“) vor. Auf der beiliegenden CD-ROM finden sich zu vielen Bildern Klimts Spiele wie Puzzle, Quiz, Suchbild, Memory sowie Zeitleiste und Zoomfunktion.

Ein äußerst gelungener Auftakt einer vielversprechenden Kinderbuchreihe, die glanzvolle Kunstwerke Kindern zugängig machen soll. "Klimt für Kinder" vereint wertvolle Wissensvermittlung und interaktive spielerische Auseinandersetzung mit dem Gelernten. Hier wird Kunst nicht nur konsumiert! Mein Prädikat: Besonders wertvoll!

— HeikeG

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  • Rezension zu "Klimt für Kinder" von Rudolf Herfurtner

    Klimt für Kinder

    HeikeG

    21. August 2008 um 20:17

    "Der Kuss" oder im Himmel der Liebe Gustav Klimt und seine Schlagobers liebende Katze als Museumsführer Bereits mit den Musik-Bilderbüchern entwickelte der Annette Betz Verlag ein großartiges Konzept, um Kindern im Grundschulalter Klassische Musik näher zu bringen. Nun startet er eine neue Reihe, mit der an diesen großen Erfolg angeknüpft werden soll. Für den ersten Band - "Klimt für Kinder" - konnte der namhafte und erfolgreiche Autor Rudolf Herfurtner gewonnen werden, der bereits im Frühjahr 2008 die Rezensentin mit seinem Buch "Ohne Musik ist alles nichts" begeisterte. Ausstellungen, Galerien oder Museen sind in jeder größeren Stadt zu finden. Doch Kinder sieht man dort in der Regel nur selten. Warum eigentlich? Haben doch gerade sie eine ganz unbefangene und natürliche Art, Kunst zu begegnen, die für sie keineswegs ein Produkt darstellt, sondern ein Prozess der kreativen Auseinandersetzung ist. Mittlerweile gibt es zwar vielfältige spezielle Angebote oder gar eigene Kindermuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (z. Bsp. Berlin, Dresden, München, Wien oder Zürich - siehe auch www.bv-kindermuseum.de), die der kindlichen Neugier und Entdeckungslust Kunst näher bringen wollen, aber auch in den eigenen vier Wänden kann man schon den Jüngsten einen ungezwungenen Zugang an Leben und Werk berühmter Künstler vermitteln und sie somit spielerisch zur Auseinandersetzung mit selbigen anregen. Das vorliegende, zielgruppengerechte Kunst-Bilderbuch für Kinder ab sechs Jahren setzt nicht nur auf das geschrieben Wort und ansprechende Darstellungen, sondern es lädt die Kinder gleichzeitig zum interaktiven Erleben ein. Hier können sie wählen: auf der einen Seite zwischen lustigen und informativen Geschichten, die die bedeutendsten Werke des österreichischen Malers Gustav Klimt vorstellen und nebenbei die ein oder andere Begebenheit aus seinem Leben vermitteln, auf der anderen mittels einer beigelegten CD-ROM, die das (vor)gelesene Wissen in einem Quiz testet bzw. mit Puzzles, Memorys und Suchbildern die "zerstörten" Werke wieder zusammensetzen lässt. Durch die Buchseiten führt Gustav Klimts kleine gewitzte Katze, welcher der mehrfach ausgezeichnete, in Deutschland lebende Illustrator Laurence Sartin Leben eingehaucht hat. Sie, die ständig im Hause des zu Lebzeiten umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstlers der Jahrhundertwende (1862-1918) und des Jugendstils in Österreich, umherschleicht, entdeckt dabei allerhand interessante Dinge. 1897 gründete Klimt die "Wiener Secession" - eine Vereinigung bildender Künstler in der Zeit der Fin de siècle -, deren erster Präsident er wurde und deren Mitglieder sich von der altmodischen Auftragsmalerei abgrenzen wollten. Das Gründungsgebäude, ein wunderschöner weißer Kunsttempel - die "goldene Kauthappel" wie die Wiener dazu sagen - ist auch heute noch zu besichtigen. Zur Eröffnung kam dazumal sogar der Kaiser höchstpersönlich. Seite für Seite stellt die pfiffig-geistreiche Katz einige der bekanntesten Werke des Malers vor, erläutert Entstehungsgrund, das Motiv und geht auf Maltechnik, Farb- und Materialwahl ein. Sie beginnt mit zwei Porträts ("Friederike Maria Beer" [1916], "Bildnis Emilie Flöge" [1902]), beschreibt den monumentalen 34,14 Meter langen und bis zu 2,15 Meter breiten "Beethoven-Fries" [1902], präsentiert verschiedene Landschaftsgemälde (u. a. "Kirche in Unterach am Attersee" [1907] oder der mystisch-magische "Der Sumpf" [1900]), bis zu den Bildern seiner "goldenen Periode", zu denen zum Beispiel "Adele Bloch-Bauer I" [1907] und vor allem "Der Kuss" [1907/08] gehören. Großartig ist auch die "Werkanalyse" unserer kleinen Katze, mit der besonderen Vorliebe für Schlagobers - so nennt man in Österreich die Schlagsahne -, des wunderschönen Speisesaals in der Villa Stoclet in Brüssel, den Klimt einem reichen belgischen Ingenieur und Finanzmann ausgestaltete. Da der zeitlebens unverheiratete Gustav - wie er liebevoll von seiner Katze genannt wird - die Frauen liebte und auch mehrere Kinder hatte - manche sprechen von vierzehn - endet das wunderschöne Buch mit seinem eindrucksvollen Gemälde "Hoffnung II" [1907/08], auf dem Trauer und Tod gemeinsam mit der Hoffnung und dem Neubeginn - in Gestalt einer schwangeren Frau - abgebildet sind. Und nun bekommt auch unser Kätzchen sein wohlverdientes Schlagobers... Ein kurzer Lebensabriss des Malers ergänzt dieses wunderschöne Buch. Außerdem sind die abgebildeten Gemälde zusätzlich mit - am Ende erläuterten - entsprechenden Symbolen gekennzeichnet, um das Auffinden auf der beiliegenden CD-ROM und der Zuordnung zu dem jeweiligen Bereich (Bildergalerie, Zeitleiste, Spiele - Puzzle und Verschiebepuzzle, Memory, Suchbild und Fehlersuche - oder Quiz) problemlos zu ermöglichen. Fazit: Auf spielerische Art werden Kinder in die reiche und farbige Welt der Kunst eingeführt. Dabei werden Bilder erforscht sowie Epochen und der Künstler näher kennengelernt. Und natürlich darf und soll der kindliche Kunstinteressierte auch selbst auf der beiliegenden CD-ROM spielerisch kreativ werden.
 Ein äußerst gelungener Auftakt einer vielversprechenden Kinderbuchreihe, die glanzvolle Kunstwerke Kindern zugängig machen soll. "Klimt für Kinder" vereint wertvolle Wissensvermittlung und interaktive spielerische Auseinandersetzung mit dem Gelernten. Hier wird Kunst nicht nur konsumiert! Mein Prädikat: Besonders wertvoll!

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